Allgemeiner Politik Thread

Erklär doch bitte, warum ein muslimisches Mädchen in Theran weniger ein Recht auf Schutz seines Lebens hat, als ein jüdisches Mädchen in Tel-Aviv?

Die Frage ist absurd. Sie müsste lauten: Warum hat ein Mädchen in Teheran nicht dieselben staatlich garantierten Rechte und Freiheiten wie eines in Tel Aviv. Das ist doch der Skandal des Islamismus und islamischer Herrschaft schlechthin. Und das beantwortet auch die Frage. Das Recht auf Leben und den Schutz vor Gewalt kann nur der Staat leisten. Wo der Staat Israel seine Bürger schützt, drangsaliert der Staat Iran sie. Das ist der Kern liberaler Staatsauffassung, nach der Liberale zwischen Staaten unterscheiden.
 
Wer ich?

Israel geht es nicht um ein Stück Papier, sondern um Sicherheit. Darum haben sie ne Bombe und darum wollen sie auch keine iranische. Das ist ein legitimes Interesse.

Nein, nicht du.

Ich bin gegen die Verbreitung von Atomwaffen. Auch Israel sollte sich dran halten. Wo soll das hinführen? Das Gebiet da ist so winzig. Wenn Israel auf konventionellen Krieg mit der AB reagiert, zerstört es sich doch auch selbst.
 
Das ist jetzt der Nazi-Vorwurf auf gebildet gemacht: Carl Schmitt und George W. Oha. Bin beeindruckt.

Warum nicht auch noch gleich Churchill und Roosevelt, die alten Kriegstreiber?

Es ist so: Zu einer Bedrohung wie der eventuellen iranischen Atombombe und deren Einsatz ist man gezwungen, sich zu verhalten. ...

Und auf Bedrohung seitens einiger von innerpolitischen Problemen geplagter Scharfmacher in Iran reagierst du mit der Forderung nach milit. Eingreifen.

Nachdem zu urteilen was du hier so schreibst halte ich dich eher für einen Linken als einen Nazi. Das hindert dich aber offensichtlich nicht daran, die gleichen Kommunikationsstrategien zu pflegen, wie es Faschisten tun.
 
Tut mir leid, aber was bat das mit meinem Einwand zu tun? Habe ich irgendwo ausschließlich fanatische Islamisten kritisiert? Ich habe generell von Fanatikern gesprochen.

"Auch wenn ich die Rolle Amerikas und auch Israels in der Welt ebenfalls kritisch sehe, so hat dies aber mMn keinerlei Relevanz ggü. meiner Einstufung des Irans und der dort stattfindenden Volksveretzung. Wenn ich, wie in dem besagten Artikel beschrieben, bereits Kinder diesen Hass versuche einzupflanzen, so hat das mMn eine ganz andere Qualität."

Diese beiden Sätze aus deinem Beitrag bezog ich direkt aufeinander. Aufhetzung von Kindern findet allerdings überall statt. Dass du dich auf Fanatiker i.A. bezogst wurde mir aus deinem Beitrag nicht klar. :knutsch:
 
Die Gefahr, die ich sehe, ist die, das sich bei einem Schlag gegen Iran oder Syrien die arabische Welt solidarisch mit diesen Staaten erklären könnte und dann die Welt vor nem richtig großen Krieg steht. Die Chinesen und Russen haben ja schon mal ihre Schürfrechtsinteressen dort gewahrt und die Resolution nicht unterschrieben. Und Syrien und Iran sind verbrüdert, greift man die eine Nation an, kommt die andere zur Hilfe.
 
@1910

Naja, da für Dich ein Präsident Bush auch schon ein Faschist ist (und Kevin Barth ein Parteigenosse), stelle ich mal infrage, dass Du überhaupt eine Definition von Faschismus hast, die etwas aussagt, insofern sehe ich das auch nicht als Beleidigung.

Carl Schmitt ist natürlich deswegen interessant, weil er nun hin und wieder erstaunlich offen gewisse Wahrheiten ausplaudert, zum Beispiel, dass Politik im Freund-Feind-Schema funktioniert. Demgegenüber kann ich zumindest das Freund-Schema und die falsche Identifikation mit der vorgeblich guten oder gerechten Sache als politisch kritisieren, wogegen die Feindbestimmung ja nicht von mir gegen den Iran und andere Nazis ausgeht, sondern von diesen gegen mich ausgesprochen wird. Nach Deinen Kriterien ist auch Churchill mit seiner "Blut-Schweiß- und Tränen"-Rede ein Faschist. Er war aber antifaschist. Man muss, um Leute, die wie Carl Schmitt und die Nazis, wie das iranische Regime etc. pp. eine klare Feinderklärung vornehmen, die zur Vernichtung der Feinde drängen, diese Feinderklärung, die die iranische Propaganda gegen alle Menschen ausspricht, die ohne sich zu bekehren und zu unterwerfen in Freiheit leben wollen, auch annehmen und nicht hinwegdifferenzieren. Dies anzunehmen liegt in der Sache, das habe ich jetzt zwar schon dreimal wiederholt, es ist aber ungemein logisch. Ganz plastisch: Wenn ein Axtmörder in Deiner Wohnung steht, der Dich eliminieren möchte, dann musst Du diese Feinderklärung annehmen und Dich verteidigen, flüchten etc., sie aber nicht leugnen oder gar sagen, dass der, der den Axtmörder kaltmacht, ein Faschist sei.
 
Indien und Israel stehen dem Iran nicht gerade freundlich gesinnt gegenüber. Gleiches galt für den Irak und gilt noch für Saudi-Arabien. Der Irak wurde vom Westen mit Massenvernichtungswaffen ausgerüstet, um die Iraner damit zu attackieren. Diese wiederlichen Waffen brachte Saddam wie gewünscht zum Einsatz und nutzte sie dann auch noch gegen das eigene Volk.
Und, ja, mir wäre wohler, wenn ein militärisches Gleichgewicht bestehen würde. [...]

Allerdings muss hier mal eines konstatiert werden: Alle von Dir genannten Staaten, mit Ausnahme des Iraks (bei dem sich, wie Du auch bemerkt haben musst, die Machtverhältnisse allerdings grundlegend geändert haben), sprechen dem Iran, seiner Staatsreligion und dem iranischen Volk nicht das Existenzrecht ab und predigen einen Vernichtungskrieg. Das ist doch mal ein qualitativer Unterschied. Insofern besteht ein Gleichgewicht: die lokalen Atommächte dort halten sich gegenseitig in Schach bzw. sogar selber (, denn sonst hätten sie ihre Waffen bereits gegen Teheran eingesetzt).

[...]davon können die Menschen im Libanon und in Syrien ein Lied von singen. Israel hat nicht nur einmal in den letzten 20 Jahren einen sog. Präventivschlag gegen beide Länder geführt, wenn auch meist sehr präzise, aber dennoch sind auch Unschuldige ums Leben gekommen und das Völkerrecht ist auch verletzt.

Mit dem Völkerrecht ist das so eine Sache, gerade was Präventivschläge und den Angriff von Terroristen auf fremden Staatsgebiet ohne "Genehmigung" angeht, ist das Völkerrecht eben nicht eindeutig und von daher Auslegungssache. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass es -leider- keine supranationale Organisation gibt, die einen Staat verpflichten kann, z.B. dem Internationalen Strafgerichtshof und den anhängigen Abkommen beizutreten und diese national dann auch noch zu ratifizieren. Also kann sich das Völkerrecht und Ähnliches sich nur auf den "Good Will" der Nationen berufen. Ich weiß, das macht die Lage nicht besser, aber so ist es und es ist unbefriedigend (im wahrsten Sinne des Wortes). Wie ist hier nun der Status von Israel und vom Iran?

Übrigens, weil sich gerade alle über das Veto der Russen und Chinesen gegen die Syrien-Resolution aufregen, wie viele israelkritische Resolutionen sind eigentlich am Veto der USA gescheitert???[...]

Und nochmal: Das Unrecht, ob nun durch bestehendes Recht oder rein "moralisch", eines Staates gibt keinem anderen Staat das Recht, sich darauf zu berufen. Denn, ja, auch die USA und viele andere Nationen haben Dreck am Stecken. Aber: nicht immer versuchen, zu diskreditieren und zu relativieren.

Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass man die Massenvernichtunswaffen, mit denen man den Irakkrieg von 2003 begründet hatte, bis heute nicht gefunden hat. [...]

Ach und deshalb ist das heute automatisch wieder so? Soll jetzt gar nicht mehr auf den Iran geschaut werden, weil die Vorwürfe u.A. wieder aus einem Land kommen, das damals die Welt getäuscht hat, dessen Protagonisten allerdings heute andere sind und zusätzlich die globalen Konstellationen von damals heute nicht mehr so gegeben sind?
Das war damals eine ganz linke Nummer, aber auch hier nicht vergessen: Die Darstellung vor dem SC der UN war ein Alleingang der USA. Der Iran gibt heute im Unterschied zur damaligen Situation damals sogar selber zu, ein Atomprogramm (zur friedlichen Nutzung :ugly:) anzustreben.
 
Natürlich, wenn die umliegenden Länder alle Frieden mit Israel schließen und die Staatsräson Antisemitismus durch Frieden und Freiheit ersetzen, dann sollte Israel sein Atomwaffenarsenal einstampfen.

Du solltest bei all deinen Aussagen zum Verhältnis Moslems/Araber gegenüber Juden nicht nur von den aktuellen Verhältnissen ausgehen. Guck dir doch die Geschichte an, die das Verhältnis zwischen den obigen Seiten beschreibt. Guck dir die letzten 500 Jahre an. Ich möchte jetzt nicht aufzählen. Ich bin mir sicher, von diesen Umständen hast du Kenntnis.

Zum Begriff Antisemitismus: Sind die Araber (um Israel rum) nicht auch Semiten?
 
Zum Begriff Antisemitismus: Sind die Araber (um Israel rum) nicht auch Semiten?

Da Antisemitismus der allgemein anerkannte Begriff für Judenhass moderner Prägung ist, ist das relativ egal. Man muss sich nur einmal damit befassen, wie in den arabischen Ländern Juden und Israel dargestellt werden und wie die Masse aufgehetzt wird. Da wird man als Deutscher gern gesehen und "Mein Kampf" und "Die Protokolle der Weisen von Zion" gehören zu den Topsellern. Man muss schon zur Kenntnis nehmen, womit man es zu tun hat. Insofern sind auch die Vergleiche "Islamkritik-Antisemitismus" so absurd, wenn gleichzeitig in nahezu allen arabischen Medien im sogenannten "Stürmerstil" Stimmung gegen Juden gemacht wird.

Im Übrigen ist das auch der beste Test für alle gebildeten Moslems. Sag mal zu einem Du unterstützt Israel. Dann bleibt von der Fassade nichts mehr übrig, dann kommt blanker Fanatismus. Damit ist auch alles zu vermeintlichen Demokratisierungen oder Freiheitsbewegungen gesagt. Ohne diesen externen Feind kommt nur aus, der wie Ayaan Hirsi Ali der Umma den Rücken gekehrt hat.
 
Da Antisemitismus der allgemein anerkannte Begriff für Judenhass moderner Prägung ist, ist das relativ egal. Man muss sich nur einmal damit befassen, wie in den arabischen Ländern Juden und Israel dargestellt werden und wie die Masse aufgehetzt wird. Da wird man als Deutscher gern gesehen und "Mein Kampf" und "Die Protokolle der Weisen von Zion" gehören zu den Topsellern. Man muss schon zur Kenntnis nehmen, womit man es zu tun hat. Insofern sind auch die Vergleiche "Islamkritik-Antisemitismus" so absurd, wenn gleichzeitig in nahezu allen arabischen Medien im sogenannten "Stürmerstil" Stimmung gegen Juden gemacht wird.

Im Übrigen ist das auch der beste Test für alle gebildeten Moslems. Sag mal zu einem Du unterstützt Israel. Dann bleibt von der Fassade nichts mehr übrig, dann kommt blanker Fanatismus. Damit ist auch alles zu vermeintlichen Demokratisierungen oder Freiheitsbewegungen gesagt. Ohne diesen externen Feind kommt nur aus, der wie Ayaan Hirsi Ali der Umma den Rücken gekehrt hat.

Also willst du garnicht in die Historie gehen?
 
Also willst du garnicht in die Historie gehen?

Da gibt es etliche Bücher, die sich damit befassen, auch damit, dass die freundliche Behandlung der Juden durch die Araber immer übertrieben wird, sie galten als Dhimmis mit sehr begrenzten Rechten, waren aber immerhin geduldet. Bis ins späte 19. und frühe 20. Jahrhundert, da wurde dann ca. 1 Million Juden aus arabischen Ländern vertrieben, viele fanden ihr Zuhause in Israel. Aber was tut das zur Sache, wenn spätestens mit Aufkommen des Islamismus auch der Judenhass virulent wurde, sei es bei Al-Husseini oder Said Qutb?
 
Da gibt es etliche Bücher, die sich damit befassen, auch damit, dass die freundliche Behandlung der Juden durch die Araber immer übertrieben wird, sie galten als Dhimmis mit sehr begrenzten Rechten, waren aber immerhin geduldet. Bis ins späte 19. und frühe 20. Jahrhundert, da wurde dann ca. 1 Million Juden aus arabischen Ländern vertrieben, viele fanden ihr Zuhause in Israel. Aber was tut das zur Sache, wenn spätestens mit Aufkommen des Islamismus auch der Judenhass virulent wurde, sei es bei Al-Husseini oder Said Qutb?

Das tut natürlich insofern zur Sache als, dass Araber grundsätzlich keinen Antisemitismus kennen. Menschen, mit jüdischer Religion konnten bei vielen arabischen Fürsten Ministerämter einnehmen. Juden an sich wurden nicht wie in Europa systematisch verfolgt und vernichtet. Ich kenne zumindest kein derartiges Ereignis. Zum anderen ist der Hass der Araber auf Juden, den du so beschreibst nicht ethnischer Natur wie seiner Zeit in Europa, sondern durch die Ereignisse seit dem Beginn der zionistischen Bewegung bzw viel richtiger im Laufe dessen.
 


Die Frage ist in keinsterweise absurd. Die Tatsache, dass du sie nicht beantwortest spricht für sich. Du erhebst dich auf ein moralische Podest und urteilst andere Menschen, mit anderen Weltanschauung ab. Stellst diese als falsch, minderwertig und bekämpfenswert dar. Du unterscheidest dich eigentlich in deiner denkweise eben in keinsterweise von den Machthabern in Theran. Entweder man erkennt die Unverletzlichkeit der Würde eines jeden Menschen an oder man tut dies nicht.

Zum Begriff des Antisemitismus: Er ist ein festehender Begriff in der deutschen Sprache. Grundsätzlich ist es aber richtig, dass die meisten Araber Semiten sind.

Zum Dhimmis. Dhimmis sind die Anhänger der anderen Buchreligion. Es ist Aufgabe eines jeden Muslims diese zu Schützen. Sie sind eben keine Ungläubigen. Dhimmis müssen/mussten eine Sondersteuer zahlen, weil sie sowohl vom Militärdienst als auch, was mit der Unterschiedlichkeit des Glaubens zu tun hat, von der Almosensteuer (Zakat) befreit sind.
Zudem gab es einige andere Einschränkungen, die allerdings der jeweiligen Region und Epoche geschuldet, und äußerst unterschiedlich ausgefallen sind.

Im übrigen ist dies ein großer Unterschied zwischen dem Iran und Saudi-Arabien. Im Iran ist Christen und Juden die Religionsausübung gestattet und wird geschützt. In Saudi-Arabien ist dies Verboten. Das sei nur nebenbei bemerkt.
Schön ist es übrigens wenn hier vieles durcheinander geworfen wird. Der Islam, wie er sich heute präsentiert, ist keineswegs so heterogen, wie es einige darzustellen versuchen, um das Feindbild plastischer zu gestalten.
 
Das tut natürlich insofern zur Sache als, dass Araber grundsätzlich keinen Antisemitismus kennen. Menschen, mit jüdischer Religion konnten bei vielen arabischen Fürsten Ministerämter einnehmen. Juden an sich wurden nicht wie in Europa systematisch verfolgt und vernichtet. Ich kenne zumindest kein derartiges Ereignis. Zum anderen ist der Hass der Araber auf Juden, den du so beschreibst nicht ethnischer Natur wie seiner Zeit in Europa, sondern durch die Ereignisse seit dem Beginn der zionistischen Bewegung bzw viel richtiger im Laufe dessen.

Der moderne Antisemitismus ist ein Welterklärungsmodell, wie zum Beispiel in den in der arabischen Welt vielgelesenen Protokollen der Weisen von Zion, der Bibel des antizionistischen Antisemitismus. Dass Antisemitismus eine Form des Rassismus sei, halte ich für falsch. Es geht um den blutsaugenden, raffenden, intrigierenden, strippenziehenden, allmächtigen Juden, der die Welt und (hier eigenes Kollektiv einsetzen) knechten und kleinhalten will. Dieses Motiv spielt im arabischen Vernichtungsantisemitismus eine entscheidende Rolle und weist sehr direkte Parallelen zum Nazi-Antisemitismus auf.

Im Übrigen ist die zionistische Bewegung keine, die den Antisemitismus auslöst, sondern eine, an der er sich entzündet, weil mit dem kleinen ISrael die ideale Projektionsfläche für diese Ideologie geschaffen worden ist. Allerdings geht es damit bereits ab dem Moment los, als der Jischuw die Staatsgründung zu unternehmen beabsichtigte, noch bevor es Israel überhaupt gab. Der Einwand, es läge an israelischer Politik, ist eine falsche Rationalisierung antisemitischen Wahns.
 
Die Frage ist in keinsterweise absurd. Die Tatsache, dass du sie nicht beantwortest spricht für sich.

Ich habe die Frage beantwortet.

Niemand hat ein Recht auf Leben, solange es niemanden gibt, der es garantiert und bei dem man es einklagen kann. Wenn morgen in Teheran ein Mädchen von Revolutionsgarden verschleppt, gefoltert und ermordet wird, kann niemand dieses Recht irgendwo geltend machen, weil es dort keinen Rechtsstaat gibt.

Wenn es nach mir geht, sollen die Mädchen in Teheran friedlich leben und nicht unter ein absurdes Sittengesetz geprügelt werden oder von irren Mullahs in ihrem Vernichtungswahn in Kriege hineingezogen werden, für die sie nichts können.
 
Schön ist es übrigens wenn hier vieles durcheinander geworfen wird. Der Islam, wie er sich heute präsentiert, ist keineswegs so heterogen, wie es einige darzustellen versuchen, um das Feindbild plastischer zu gestalten.

Die Tatsache, dass ich explizit vom Iran, der Schia, dem Mahdi-Glauben und der iranischen Bombe spreche, widerlegt diesen Satz als blanke Lüge.

Worin aber der politische Islam, vielleicht mit Ausnahme der Aleviten, die deswegen von der Merheitssunna als Ketzer verfolgt werden, sich sehr einig ist, sind folgende Dinge:

- Hass auf Israel und antisemitische Welterklärung
- Hass auf den Westen und insbesondere die USA
- Unterdrückung der Frau
- Keine Religionsfreiheit im Sinne des Wortes, Verfolgung bestimmter bzw. aller religiösen Minderheiten
- Verfolgung Homosexueller
- Verbot des Abfalls vom Glauben und der Konversion zu einer anderen Religion


In diesen Punkten kann man getrost von "dem Islam" sprechen.
 
Der Einwand, es läge an israelischer Politik, ist eine falsche Rationalisierung antisemitischen Wahns.

Und ich meine, dass der Hass der Araber hauptsächlich dadurch entstand als der Staat Israel gegründet wurde und nicht gleichzusetzen ist mit dem Hass auf Juden europäischer Prägung. Weil Juden sogar noch in der 2. Hälfte des 20. Jhrt in arabischen Ländern/Gebiete gut integriert waren. Zum anderen sehe ich die Heimatsveränderung bei den arabischen Juden als eine Art als Einwanderung nach Israel als eine Auswanderung aus Arabien. Der 1. Ausdruck bezeichnet ein freiwilliges und der 2. ein unfreiwilliges Verhalten.

Es gibt sehr viele gute und positive Lösungsansätze zwischen Arabern und Israelis jüdischen Glaubens, die leider bis jetzt keine Mehrheiten auf beiden Seiten gefunden haben oder sich tatsächlich nicht durchsetzen konnten. Wenn es solche Menschen auf arabischer Seite gibt, die zu einer Friedenslösung mit Israel kommen möchten, kann deine These des Antisemitismus in Arabien nicht vollkommen überzeugen.
 
Zum anderen sehe ich die Heimatsveränderung bei den arabischen Juden als eine Art als Einwanderung nach Israel als eine Auswanderung aus Arabien.

Das ist leider historisch falsch.

Beispiel Ägypten:

Ägypten

1948 leben in Ägypten 75 000 Juden. Zwischen Juni und November 1948 explodieren Bomben im jüdischen Viertel von Kairo und töten 70 Juden. Verwundet werden ca. 200. Der Suezkrieg 1956 wird von der ägyptischen Regierung zum Vorwand genommen, 25 000 ägyptische Juden des Landes zu verweisen und getreu dem alten Dhimmi-Gesetz ihren Besitz zu konfiszieren. Ungefähr 1000 Juden werden verhaftet und in Gefängnisse oder Lager gesteckt. Am 23. November 1956 wird in ganz Ägypten eine vom Minister für religiöse Fragen unterzeichnete Erklärung verlesen, in der es heißt daß "alle Juden Zionisten und Staatsfeinde" seien. Ihre Ausweisung stehe unmittelbar bevor. Tausende von Juden werden aufgefordert, das Land zu verlassen. Einen Koffer und etwas Geld dürfen sie mitnehmen. Sie werden gezwungen zu unterschreiben, daß sie ihren Besitz der ägyptischen Regierung schenken. Einige Juden werden in Ägypten als Geiseln zurückgehalten, damit die ausreisenden Familien nicht gegen die ägyptische Regierung aussagen. 1958 leben 40 000 Juden in Ägypten.

Anläßlich des Sechstagekrieges von 1967 werden weitere Juden vertrieben. Ihre Häuser und ihr Besitz werden beschlagnahmt. Es verbleiben ungefähr 1000 Juden im Land. Zur selben Zeit werden von Ägypten Hunderte von Nazi-Verbrechern aufgenommen. Sie bekommen Posten in der Regierung. Der Leiter der polnischen Gestapo Leopold Gleim kontrolliert den ägyptischen Geheimdienst.

Anfang der 70er Jahre wird den Juden erlaubt, Ägypten zu verlassen. 1976 gibt es noch 400 Juden. 1979, nach dem Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel, ist die ägyptische jüdische Gemeinde die erste, die offiziellen Kontakt zu Israel aufnimmt. Die Juden dürfen ihre Religion frei ausüben. 2001 gibt es 100 Juden in Ägypten, einige Familien, die meisten alte Menschen. Gegen diese winzige Gemeinde, die aus 12 älteren Menschen besteht, werden keine antisemitischen Ausschreitungen unternommen. Die jüdische Gemeinde ist im Aussterben begriffen.

http://www.zionismus.info/antizionismus/arabisch-7.htm

Noch krasser sieht es in Bagdad aus.
 
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