Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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ein bruder im geiste. besser kann man es nicht auf den punkt bringen.

Eine differenzierter Betrachungsweise würde deinem Beitrag gut tun. Es geht überhaupt nicht darum, dass man in Gladbach, auf Schalke oder in München verliert. Es geht um die Art und Weise. Man hat sich in drei Spielen abschlachten lassen und das darf einfach nicht sein. So darf keine Mannschaft auftreten, egal über wieviel Qualität sie verfügt. Keiner hier geht glaube ich davon aus, dass wir mit dem vorhandenen Spielerpotential die genannten Mannschaften auswärts an die Wand spielen. Jeder hier kann sicherlich auch mit Niederlagen leben (z.B. 1:3 in Gladbach, 1:2 in München und 0:2 auf Schalke), aber es darf nicht sein - vor allem im Rückblick auf die vergangene Saison, dass die Mannschaft nach einem Rückstand wieder völlig zusammenbricht und sich nicht gegen die Höhe der Niederlage wehrt. Das war gestern das letzte Spiel vor der Winterpause und da kann ich als Fan erwarten, dass die Spieler noch einmal alles in die Waagschale werfen. Keine andere Mannschaft hat bisher solche Auswärtspackungen bekommen, nicht mal Augsburg... und wir brauchen uns glaube ich nicht darüber zu unterhalten, dass dieses Team weitaus weniger Qualität hat.

Du hast es in deinem Beitrag angesprochen: Bei uns fehlt die Qualität in der Defensive (vor allem auf der 6) und im kreativen Mittelfeld.

Und exakt das kreide ich Thomas Schaaf an. Erkennt er das selbst nicht? Will er es nicht erkennen? Traut er seinen Spielern zu viel zu?

Wenn ich sehe, dass meine Spieler meine Vorgaben - INSBESONDERE AUSWÄRTS - nicht abrufen können, dann ändere ich mein System und meine taktischen Vorgaben. Das kann zum Beispiel beinhalten, dass ich eben auswärts - vor allem gegen starke Teams - nicht immer das Spiel machen muss. Leute wie Wolf und Bargfrede, die das Spiel eröffnen bzw. antreiben sollen, können es einfach nicht. Das ist nicht ihre Stärke und so etwas muss ein Trainer erkennen. Ebenso, dass Prödl ein Innenverteidiger ist und nicht rechts in die Viererkette gehört. Dort hat er bisher noch nicht überzeugen können und warum stelle ich gerade gegen Schalke, die nun mal recht stark über die Flügel sind, dort einen etatmäßigen Innenverteidiger hin - zumal wir andere Alternativen im Kader haben, die diese Aufgabe viel besser hätten lösen können.
Nächstes Beispiel ist Trinks: Ja der Junge hat Potential und so etwas muss gefördert werden. Das funktioniert dann zu Hause gegen Teams wie Wolfsburg (die selbst einige Probleme auswärts haben), aber eben nicht wie gegen defensiv starke Teams wie Schalke. Zumal Trinks es mit einem Jones zu tun bekommen hat, der bekannt für seine Aggressivität ist und es abzusehen war, dass Trinks so jemanden noch lange nicht gewachsen ist. Das sind für mich unerklärliche Entscheidungen. Auch haben wir nun schon zum X-Mal gesehen, dass Bargfrede auf der 6 allein überfordert ist. Er kann nicht das Spiel nach vorn treiben und gleichzeitig hinten dicht machen. Er braucht hier einen zweiten starken Mann an seine Seite.

Vor allem hinkt der Vergleich mit der Heimstärke und der Auswärtsschwäche. Schaut doch bitte mal zumindest auf unsere Gegner, die wir zu Hause hatten. Gegen das einzige gute Team haben wir offensiv kaum etwas zu Stande gebracht und verdient mit 2:0 verloren, weil Dortmund an diesem Tag einfach viel abgezockter und reifer gespielt hat.

Ich kann nicht verstehen, dass Schaaf so stur auf seinem System bestehen bleibt und sich nicht EINMAL dem Gegner anpasst. Wenn ich weiß, dass eine Mannschaft hauptsächlich über die Flügel spielt und dort auch immer wieder Überzahlsituationen schaffen will, dann probiere ich es z.B. mal mit einem 4-5-1 System. Bei unserer Raute hängen gleich zwei Spieler in der Luft und trotzdem sind die Außen nicht ausreichend besetzt. Hier erwarte ich einfach, dass man ein komplett defensives Konzept wählt. Und wenn das Spiel am Ende 0:0 ausgeht, ist das immer noch besser als jedes Mal abgeschossen zu werden. Vielleicht reichen uns in einem Spiel dann auch mal nur 1-2 Chancen für den entscheidenen Punch, aber das wird ja nicht mal ausprobiert. Es wird immer wieder die gleiche Marschroute ausgegeben. Wir müssen unser Spiel durchbringen, wir müssen aktiv sein, wir wollen Chancen kreieren, wir wollen den Gegner unter Druck setzen. Das kann aber nicht funktionieren, wenn man hierfür nicht die Spieler hat. Unsere Mannschaft ist damit überfordert und daraus resultieren - gerade auswärts gegen starke Mannschaften - enorm viele Fehler (schon im Aufbauspiel) was der Gegner dann immer wieder ausnutzen kann. Dadurch wird von der Abwehr überhaupt kein Druck mehr genommen und die Chancen häufen sich und logischerweise fallen hierdurch dann auch regelmäßig Tore.

Weiterhin verstehe ich so langsam nicht mehr, wieso hier immer noch die meisten TS so in Schutz nehmen. Natürlich kann man damit argumentieren, dass zurzeit kein geeigneter Trainer auf dem Markt ist (Slomka, Tuchel, Stani etc.), aber es muss doch wohl erlaubt sein, dass wir hier den Trainer kritisieren, der sich seit 12 Jahren nicht wesentlich geändert hat und es seit dieser Zeit nicht hinbekommen hat, eine vernünftige Defensive auf den Platz zu bringen. 31 Gegentore sind der Wahnsinn!!! Schaut euch die Statistik der vergangenen Jahre an. Mit dieser Defensivleistung ist es eigentlich ein Hohn, dass wir auf Platz 5 überwintern. NOCHMAL: Es geht mir nicht darum, dass ich - nach der letzten Saison - plötzlich Platz 1-3 erwarte und dass ich wieder Hurrafußball sehen will, aber ich kann diese Klatschen nicht mehr ertragen. Hier muss einfach endlich gehandelt werden. Und wenn es unser jetziger Trainer das nicht hinbekommt, dann halt jemanden anderes...
 
Also, Werder ist nicht der Verein, der in der Winterpause, auf Platz fünf liegend, den Trainer entlässt. Werder hat 29 Punkte. Sicher, die letzten drei Auswärtsspiele waren blamabel. Sicher hat der Trainer daran seinen Anteil. Den hat er aber auch an den 29 Punkten. Werder steht vermutlich ungefähr da, wo sie auch leistungsmäßig eingeordnet werden können. Klar, einige haben zur Winterpause auf 30+X Punkte gehofft. Hat nicht geklappt. Trotzdem eine, wenn auch wegen der letzten Klatschen mit Abstrichen, durchaus akzeptable Hinrunde.

Ich weiß nicht, ob wir die gleiche Hinrunde gesehen haben. Für mich ist es das Weihnachtswunder schlechthin, dass wir mit mit dieser Mannschaft, diesem Trainer und dieser Spielweise aktuell auf Platz 5 stehen. Ich bin froh drüber, keine Frage. aber wie Werder das tatsächlich geschafft hat, ist mir ein echtes Rätsel.

Gemessen an dem, was ich in der Hinrunde gesehen habe, dürften wir uns eigentlich nicht beschweren, wenn Werder auf Platz 15 stünde Viele Punkte wurden mit Kampf & Krampf und jeder Menge Glück geholt. Eine Philosophie und eine damit einhergehende Spielkultur kann ich nicht mehr wirklich erkennen. Auch nicht die ehemalige Fähigkeit unseres zweifelsfrei verdienten Trainers, Spieler nachhaltig zu verbessern. Verletzungen etc. hin und her, die Entwicklungen von Spielern wie Marin, Wagner. Ekici, Wesley oder Arnautovic macht mir ein wenig Angst.

Kein Leitwolf, kein Strippenzieher, kein Beißer, keine taktische Rafinesse. Werder im Winter 2011 ist für mich, wohlgesonnen betrachtet Bundesliga-Mittelmaß, darüber kann auch die gute Tabellenposition nicht hinwegtäuschen.

Ich mag Thomas Schaaf, aber was die Entwicklung der letzten Jahre angeht, sehe ich kein Licht am Horizont. Von daher sehe ich es auch nicht als verwerflich an, die Frage aufzuwerfen, ob der Trainer langfristig betrachtet dieser Mannschaft noch weiterhefen und sie verbessern kann.

Ich habe mich früher auf ein Werderspiel gefreut wie ein kleines Kind, heute freue ich mich überspitzt ausgedrückt fast mehr, wenn es wieder vorbei ist.
 
Nachdem Rehhagel seinen Abschied bekannt gab, wurde Werder noch Vizemeister. TS wäre in Bremen keine lame duck, wenn sein Abschied frühzeitig fest stünde, da bin ich mir sehr sicher.

:tnx:
Kann man sicher nur nach persönlichem Empfinden beurteilen, der Fall möge nicht eintreten, das vorweg. Der Charakter der damaligen Mannschaft im Gegensatz zur heutigen war ein anderer. Mehr als an taktischer, systematischer Fehler leiden wir - bislang nur auswärts - an Einstellungsproblemen. Meine Meinung.
 
Gründe für einen "Kick-off" gabs vielleicht letzte Saison aber bei dem Tabellenplatz kannst du das ja nicht wirklich auf "die Pfanne haben". die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat beinahe alle beeilen sich zu sagen "Verlängerung mit Schaaf" - da wäre ein solcher Schritt nicht nachvollziehbar.
Wie man einen "reibungslosen Wechsel" vornimmt nach einer solchen Ära - da bin ich mal gespannt darauf. Reibungslos hatte man es ja schonmal probiert - leider paßte es mit dem darauffolgenden Trainer nicht.
 
Es ist ja nicht nur im Sport so, daß sich in Laufe einer langen Amtszeit eine Art Vakuum und entsprechend große Fußstapfen bilden, womit der/die Nachfolger zu kämpfen hat bzw. haben. Beispiele dafür gibt es genug, aber das darf aber auch kein Hinderungsgrund sein, wenn eine oder beide Seiten vermuten, das es nicht mehr weitergeht.
 

Hmm...ich habe da einen Satz vergessen? Man sollte nicht mehrere Dinge nebenbei machen. Der Einbau neuer Spieler ist die Aufgabe Schaafs. Und seine Anhänger haben doch das immer wieder in den Vordergrund gestellt. Aktuell ist da eben nicht mehr so viel....übrigens holt (bei Werder) der "Sportdirektor" (den wir nicht haben, aber Du meinst sicher Allofs) die Spieler, aber Schaaf sagt, wer kommen soll....so waren ja Alberto und Boro Schaafs Idee.....
 
Ich weiß jetzt nicht inwieiweit ich richtig liege aber in den letzten Jahren habe ich mir immer Gründe "gesucht" die auf die schlechte Defensivarbeit schliessen lassen. Bspw. 3-fach Belastung, AV Positionen, Frings zu langsam, Merte zu langsam, Naldo Verletzung, Pasanen usw.

Mehr und mehr beschleicht mich das Gefühl, dass man mit solchen Ergebnissen/Defensive unter TS einfach leben muss und man leider nie richtig "erfolgreich" sein wird da Titel in der Defensive entschieden werden.

Bin der Meinung, dass wir derzeit einen starken Kader haben, diesen hat KA(TS?) sinnvoll umgestaltet und wird weiter umgestaltet. Hoffe zudem, dass Marin & Ekici in der WP fit werden und Anschluss finden. MIt dem Kader kann man auch um die CL Plätze spielen (meine Meinung).

Würde gerne mal Tuchel/Ragnick bei uns sehen oder Büskens der in Fürth gute Arbeit leistet.
 
http://www.goal.com/de/news/3803/sp...g-darum-kam-bremen-in-schalke-unter-die-räder

Das Bremer Problem ist vor allem ein taktisches: Thomas Schaafs 4-4-2 System mit Mittelfeldraute stößt gegen die Top-Teams an seine Grenzen. Das Gastspiel in Gelsenkirchen legte dies wieder einmal offen. Gegen Teams, die ein Fünfermittelfeld aufbieten, haben die Bremer mit ihrem Vier-Mann-Mittelfeld ein numerisches Defizit. Gerade in Punkto Ballkontrolle können sie gegen große Teams nicht mithalten.

Trotz einer guten Ausgangslage für die Rückrunde kann bei Bremen von Festtagsstimmung keine Rede sein. Die Mittelfeldraute, an der Thomas Schaaf eisern festhält, offenbarte große Schwächen gegen Top-Teams. Gegen Gegner aus dem Tabellenkeller sind die Vorteile der Mittelfeldraute ersichtlich (zwei Anspielmöglichkeiten in der Spitze, vier Spieler im Zentrum plus zwei aufrückende Außenverteidiger, effektives Pressing möglich), in Spitzenspielen kommen vor allem die defensiven Probleme zum Tragen. Mit dieser Formation, so scheint es, kann der Angriff auf die Champions-League-Ränge nicht gelingen.

!
 
Die Ernüchterung will auch nach der zweiten Nacht nur ganz langsam weichen. Ganz langsam.
Unser Coach ist für mich leider derzeit nicht mehr, als ein Schäfer, der seine Lämmer zur Schlachtbank führt. Und der blau-weiße Schlachter benötigte zum Auseinandernehmen nicht mal ein all zu scharfes Messer.
Ich kann nicht sagen, daß mich das, was man Sa. sah in irgendeiner Form überraschte, im Gegenteil. Schlimmer noch, ich habe spätestens nach Sicht der Aufstellung die innere Gewissheit gehabt, daß wir nicht den Hauch einer Chance haben werden. Das es gleich so viel Haue geben wird, hatte ich dann allerdings doch nicht vermutet.
Prödl als RV zu installieren, konnte kaum funktionieren und brach uns schon einmal in HH übelst das Genick. Da half auch das mittlerweile typische Korrigieren der Fehler zur HZ nichts mehr. Als ich dann noch unsere MF-Formation sah, mit PB, CF, AI und FT, war bereits zu erahnen, was da auf uns zukommen würde.
Ich glaube, in den letzten knapp 30 Jahren herrschte bei uns im MF nicht mehr solch spielerische Armut, solch grobschlächtiger Umgang mit dem Ball und solch technisch eklatante Überforderung. Allen voran bei CF, PB und AI, bei denen regelmäßig Bälle bei der Annahme bis zur Brust hochspringen, wo selbst einfachste Pässe im Nirwana landen und jeder Gegnerspieler mit etwas Druck auf einen unserer MF-Spieler, sich die Kugel mit Leichtigkeit zurückholen konnte. Einem Trinks kann man sicherlich kein Vorwurf machen, den muß man eindeutig TS machen. Ähnlich wie bei dem Versuch Thy seinerzeit einzubauen, frage ich mich, was TS an FT findet, was ihn aktuell zu einem BL-Spieler machen könnte. Sorry, aber das wirkt leider nur noch, wie der letzte Versuch, auf Teufel komm raus, einen Nachwuchsmann zu installieren. Irgendwo müssen doch auch wir einen M. Götze haben. Haben wir nur leider nicht...
Das krampfhafte Festhalten CF´s im MF, welches TS in der letzten Saison zumindest noch, so wie in Mainz seinerzeit, zur HZ korrigierte, ist für mich nach wie vor Unbegreiflich, da seine fußballerischen, elementarischen und technischen Schwächen als RV weit weniger ins Gewicht fielen, wie nun auf einer wesentlich wichtigeren Position.
Von Iggy, der seine auffälligste Szene nach Schlußpfiff hatte, als er wie ein Schuljunge nach Raul´s Trikot geierte, kann man im Grunde auch nicht wirklich viel mehr erwarten, als engagiertes Umhergrätschen und unkoordiniertes, teils kopfloses Umherrennen. In einem Spieler, der selbst bei 1860 nicht sonderlich bemerkenswert herausstach, einen neuen DM-Strategen zu sehen, bedarf schon recht viel Fantasie. Ähnlich gilt letztlich auch für PB. Der Wille ist sicherlich da, nur fehlen die fußballerischen Mittel, das grundlegende Rüstzeug. Teils vogelwild über den Platz zu grätschen, reicht allein bei beiden nicht wirklich.
Unser MF ist auch weiterhin eine riesige Baustelle und ein einziges Experimentierfeld, mit dem Ergebnis, das wohl unstrukturierteste und kreativloseste der letzten xx Jahre zu sein. Wenn ich mir das dort aktuell arbeitende Personal vor Augen führe, lässt es nüchtern betrachtet qualitativ wohl auch nicht mehr zu.
In vorderster Front sieht es ähnlich düster aus. Neben CP kann man im Grunde wahllos wechseln, da keiner auch nur im Ansatz einen Anspruch auf einen Stammplatz rechtfertigen könnte. Rosi bestätige erneut, daß 2 gute Spiele am Stück Utopie sind und MA, der zwar zumindest für etwas frischen Wind sorgte, im Abschluß nur nach wie vor die Zielgenauigkeit vermissen lässt. SW wird lediglich als Statist verwendet.
Zu allem Überfluß ließ TS es sich auch nicht nehmen, Wesley noch vollends zu demütigen und gab ihm beim Stand von 0:5 die lang ersehnte "Chance". Das hatte schon fast etwas humoristisch-sarkastisches.

Ich muß gestehen, die von TS zu verantwortenden, plan- und hilfllosen Auftritte sind nur noch sehr schwer zu ertragen. Ehrlich gesagt, ist TS für mich nur noch schwer zu ertragen. Seine Interviews zeugen mittlerweile schon sehr von Ratlosigkeit, gepaart mit einer stoisch-verbohrten Arroganz und seiner ihm eigenen Sturheit.
Ich verliere immer mehr das Gefühl, daß er dem Ganzen hier noch die entscheidenden Impulse geben kann. Vielleicht ist es tatsächlich so, daß es früher oder später zu einem unvermeidlichen Problem wird, wenn man zu lange "im eigenen Saft" schmort.
Das ist alles in allem mittlerweile derart festgefahren und statisch, daß ich nicht mehr den nötigen Umbruch glaube, der dringend von Nöten wäre. Denn spielerisch empfinde ich das Ganze fast noch schlimmer und biederer, als in der letzten Saison. Lediglich der derzeitige Tabellenplatz überdeckt unsere Schwächen.
Man muß sich nur unsere Bilanz gegen die 5 oberen Teams vor Augen halten: 0 Punkte bei 1:17(!!) Toren. Ohne Worte...
Ganz nüchtern betrachtet, spiegeln die Ergebnisse letztlich das wieder, was momentan möglich scheint. Gegen teils schwach auftretende, vermeintlich kleinere Gegner reichen unsere Mittel noch aus, auch wenn selbst in den Spielen nur ganz selten so etwas wie Souveränität oder überlegene Spielkontrolle zu sehen war. Die Ergebnisse stimmten zu HAuse gegen diese Clubs zumindest, wenn auch oft am Ende mit dem nötigen Glück auf unserer Seite.
Nur kann und darf es wiederum auch nicht unser Anspruch sein, lediglich in diesen Spielen bestehen zu können und gegen die Topclubs reihenweise dermaßen unterzugehen. Und da brauch auch niemand von irgendwelchen Ansprüchen faseln, die man nun doch auch mal nach unten schrauben müsse. Nein, muss man sicher nicht, da wir es in all den Jahren/Jahrzehnten immer geschafft haben, von Ausnahmen abgesehen, im oberen Drittel der Tabelle konkurrenzfähig zu sein und gegen diese Teams bestehen zu können. Aktuell können wir das in keinster Weise, so wie es wohl noch nie der Fall war.
Irgendwo musste ich in den letzten Tagen hier lesen, daß man schon "blind" sein müsse, wenn man unter TS keine Weiterentwicklung erkennen könne. Dann muß ich tatsächlich auf beiden Augen blind sein. Nicht nur, daß ich keinerlei Entwicklung, schon gar keine WEITERentwicklung erkenne, unser Spiel wirkt momentan leider wieder auf den Stand zurückgesetzt, als TS hier 99 übernahm.
Eine Trennung zur WP halte ich zwar für falsch, allerdings sollte man sich ernsthafte Gedanken machen, ob man nicht für den kommenden Sommer einen würdigen Nachfolger bekommen könnte. Zeit genug wäre dafür da, nur befürchte ich leider, daß man alles so weiterlaufen lassen wird, wie bisher und sich mit Augenwischerei und Durchhalteparolen durchmanövrieren wird. Es wird schon alles gut werden, wurde es doch (fast) immer, warum also etwas ändern. Diesmal glaube ich allerdings nicht daran, daß die Gründe mMn tiefgreifender sind und schon die letzte Saison kein unglücklicher Zufall war.
 
Hatte es erst in den Spieltagsthread gepackt, aber hier passtes auch:

Ich muß zugeben, dass ich aufgrund dessen was ich vorgestern in der Veltins-Aena live mitansehen musste, immer noch geladen bin wie ein Revolver und über diesen Nightmare im Ruhrpott derart fassungslos bin, dass ich gar nicht weiß, womit ich anfangen soll.

Vorgestern hat unsere Mannschaft (ähnlich wie in Gladbach) die ersten 6-8 Minuten ganz gut gestanden, die Räume zugemacht und zumindest versucht den Ball durch die eigenen Reihen laufen zu lassen und nach vorne Nadelstiche zu setzen. Was danach passiert ist, hatte mit Bundesligafußball einmal mehr nicht das Geringste zu tun. Schon vor dem 1:0 hatte Schalke drei hundertprozentige Torchancen, nach 20 Minuten stand es bereits 2:0. Rechnet man also die ersten acht Minuten ab, hatte Schalke gestern innerhalb von 12 (!) Minuten fünf (!) hundertprozentige Torchancen gegen uns - das heisst fast alle zwei Minuten. Das ist echt nicht mehr in Worte zu fassen. Genau wie Tatsache übrigens, dass in der Bundesliga genau drei Mannschaften mehr Tore kassiert haben wie wir - nämlich Köln, Wolfsburg und Freiburg.

Die Mannschaft war vorgestern einmal mehr hilf-, konzept- und mittellos. Sie erinnerte wieder einmal an einen Kirmesboxer, der Vitali Klitschko besiegen will, indem er ohne Verstand und ohne Deckung nach vorne rennt und versucht Dr. Eisenfaust mit seinen limitierten Preisboxermitteln K.O. zu schlagen - absurd! Einmal mehr agierte Werder gegen einen qualitativ besseren Gegner im falschen System mit der falschen Ausrichtung und wurde von Schalkern, die als gefestigte Einheit mit überragenden Individualisten auftraten, am Nasenring durch die Manege geführt. Zum Tode verurteilt, bevor der Kampf üerhaupt begonnen hatte - wie der Stier vor seinem Kampf gegen den spanischen Torero.

An Schaafs naiven Steinzeitfußball mit den sich ständig wiederholenden Fehlern haben wir uns ja jetzt seit über einem Jahrzehnt gewöhnen dürfen, dazu kommen jetzt aber Woche für Woche noch immer weniger nachzuvollziehende Personalentscheidungen. Da sitzt ein Marin, der a 8 Mio. Euro Ablöse gekostet hat, 90 Minuten auf der Bank, weil Schaaf ein System durchpresst, in dem für den Ex-Gladbacher schlichtweg kein Platz ist. Da wird ein Arnautovic, der 6,5 Mio. Euro Ablöse gekostet hat, tatsächlich in eine Mittelfeldraute gesteckt, obwohl jeder Laie weiß, dass er uns nur in der offensiven Dreierreihe in einem 4-2-3-1 System wirklich weiterhelfen könte. Da wird ein Wesley, der 7,5 Mio. Euro Ablöse gekostet hat, nur noch dann eingewechselt, wenn Werder so hoch zurückliegt, dass das Spiel schon verloren ist. Da wird mit einem Wiese, der auch gestern wieder zwei bis drei überragende Aktionen hatte, evtl. genau so wenig verlängert wie mit einem Pizarro, der so wertvoll für diese Mannschaft ist, dass er eigentlich gleichzeitig auf der 9, der 10 und der 11 spielen müsste. Nun ja, es ist eben kein Geld da, um mit unseren, neben Naldo, einzigen verbliebenen Klassespielern zu verlängern, das wurde ja lieber für o.g. Kaderleichen verbrannt...

Dazu kommen Fans, denen mittlerweile jeder Anspruch, jedes Selbstwertgefühl, auf Werder bezogen, abhanden gekommen ist. Trotz eines 0:5 in Gladbach, eines 1:4 in München und eines 0:2 auf Schalke nach nur 20 Minuten lautet der Tenor "ist doch nicht so schlimm, schließlich sind wir Fünfter", "im Vergleich zum Vorjahr ist das viel besser geworden" oder "wir haben nun mal nicht so viel Geld wie die Bayern". Werder war vor kurzem noch die klare Nr. 2 in Deutschland und schippert jetzt hilflos wieder ins Graue Maus-Kostüm zurück. Reaktion der Fans? Fehlanzeige! Man ist in Bremen zufrieden - mit sich, mit Werder und vor alem natürlich mit Thomas Schaaf!

Dazu noch unfassbare Kommentare von KATS nach dem erneuten Debakel. Da soll den Fans allen Ernstes der Bär von der Auswärtsschwäche aufgebunden werden. Mensch Leute, macht die Augen auf: Wir haben Zuhause so viele Spiele gewonnen, weil bei uns nur die ganzen Abstiegskandidaten und Mittelmaßmannschaften gastiert haben (und selbst da brauchten wir gegen Mannschaften wie die Hertha und Köln noch die Hilfe von Gegner und Schiedsrichter). Gegen den einzig starken Gegner wurde auch Zuhause verloren (Dortmund). Bayern, Schalke, Leverkusen, Gladbach und Hannover kommen dann in der Rückrunde noch ins Weserstadion. Dann hat sich das Thema Heimstärke auch erledigt.

Ich kann das mittlerweile echt nicht mehr ertragen, ich kann mich mit diesem von mir so heiss geliebten Verein kaum noch identifizieren. Ich will endlich raus aus diesem Einheitsbrei, dieser Selbstzufriedenheit, dieser heilen Welt. Ich möchte mal wieder neue Visionen vorgezeigt bekommen und eine Aufbruchsstimmung spüren. Egal was in der Rücrunde noch passiert, bitte Herr Schaaf, machen Sie im Sommer endlich Platz für die Tuchels, Büskens, Bilics oder Rangnicks dieser Welt!
 
"Dazu kommen Fans, denen mittlerweile jeder Anspruch, jedes Selbstwertgefühl, auf Werder bezogen, abhanden gekommen ist. Trotz eines 0:5 in Gladbach, eines 1:4 in München und eines 0:2 auf Schalke nach nur 20 Minuten lautet der Tenor "ist doch nicht so schlimm, schließlich sind wir Fünfter", "im Vergleich zum Vorjahr ist das viel besser geworden" oder "wir haben nun mal nicht so viel Geld wie die Bayern".

Es ist der gleiche Dreck wie im Vorjahr. Es werden die gleichen Fehler immer und immer wieder gemacht. Nur hatten wir in den Heimspielen dieses Mal das Glück in der Regel auf unserer Seite, so dass die Verantwortlichen sich das alles schön reden können...Wäre die Saison mit ein paar Niederlagen statt Siegen gestartet, dann wären wir wieder voll im Abstiegskampf gelandet.
 
Ich bin immer Befürworter von Thomas Schaaf gewesen und halte ihn für einen der besten Trainer der Liga, aber was mit dieser Mannschaft immer wieder passiert kann ich mir nicht mehr erklären. Man kann gegen Gladbach, Schalke, Bayern verlieren, ist doch keine Schande. Aber warum gehen wir in dieser Form so oft unter??

Ich bin kein Fußballer, hab wenig Ahnung von der Materie, aber diese "Demütigungen" kann ich nicht nachvollziehen. Können wir nicht einfach mal gegen starke Mannschaften knapp 1:0, 2:1 oder 3:2 verlieren? Mit Anstand und Würde? Woran liegt das, dass wir regelmäßig solche Packungen bekommen? Schon vor dem 1:0 hatten die Schalker gute Möglichkeiten und vor allem immer so aus dem reinen Aufbauspiel. Mittlerweile kriege ich Panik, sobald der Gegner mit dem Ball die Mittellinie überquert hat, weil die das spielend schaffen, was unsere Offensive in so einem Spiel nicht einmal mehr schafft, sie spielen uns einfach aus. So einfach, dass einem Angst und Bange wird. Unsere wirkten völlig desorientiert! Wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen! Da lief alles an den Jungs vorbei. Keiner weiß, was er machen soll. Die Schalker können spielen wie sie wollen. Woran liegt das???

Es ist zwar NUR Fußball, aber sich so den Samstag verderben lassen, macht keinen Spass..... Da möchte man gedanklich diese Grottensaison letztes Jahr abhaken und dann kommen solche Spiele, wo man sich sofort wieder an diese Katastrophe erinnert fühlt.

Ich bin eigentlich wenig geneigt, den Trainer zu kritisieren, weil ja nunmal die Spieler diesen Bockmist verzapfen, aber wenn ich mir die personellen Veränderungen in der Abwehr und im Mittelfeld anschaue, dann kann man hier schonmal fragen, was denn der Trainer für Vorgaben macht, dass es nun wieder regelmäßig zu diesem Abschlachten kommt.

Bitte bitte liebe Fußall-Wissende des Forums, erklärts mir und macht mir Mut. Ich raffe es nicht.
 
So jetzt hab ich das Debakel erstmal sacken lassen bevor ich mich jetzt hier äußere.

Zur Systemfrage:

Soviel vorab ich halte nichtmehr viel von der Raute. Denn das System halte ich für einen Anachronismus aus der Zeit 2003-2007. Entscheidend für das funktionieren einer Raute ist das ein geeigneter Spielmacher vorhanden ist der eine Menge Spielintelligenz mitbringt gepaart mit gutem Passspiel ordentlichen technischen Fähigkeiten und torgefährlichkeit. Micoud hat mMn den Muster 10er gespielt. Er hat alles mitgebracht. Diego hatte zwar eine überragende Technik es mangelnde ihm aber an der Spielintelligenz und schon mit Diego haben unsere Erfolge etwas nachgelassen.
Derzeit haben wir gar keinen Spieler im Team der über ein erforderliches Maß verfügt.

Der weitere Schlüsselspieler der Raute ist dann der 6er. Er sollte Defensiv weitesgehend alles abräumen und dabei noch nach Möglichkeit über Offensivqualitäten verfügen die ihn befähigen sich in die Angriffe miteinzuschalten. Bargfrede ist mit dieser anspruchsvollen Aufgabe völlig überfordert.

Alles in allein also kein geeignetes Spielermaterial für die Raute. Wieso hält Schaaf also an der Raute fest? Die Gründe liegen da wohl in der Vorsaison. Man hat zu Anfang der letzten Saison versucht das System auf ein 4:2:3:1 anzupassen. Dabei gab es enorme Anfangsschwierigkeiten die dann mit einem enormen Verletzungspech zusammenkamen. Da Schaaf aufgrund des ständigen Lazaretts keine Chance hatte das neue System einzuspielen und zu vermitteln hatte funktionierte es auch gar nicht. Nun war man im Abstiegskampf und mental am Boden da war es einfach zu gefährlich diesen Kurs fortzuführen da hat Schaaf dann auf die altbewährte Raute zurückgegriffen und prompt wurde das Spiel etwas besser und man holte die wichtigen Punkte. Im Grunde genommen die richtige Entscheidung. Es scheint sich aber bei ihm einzementiert zu haben das die Raute das beste System ist und das er von dieser nicht abrücken darf.

Den großen Vorteil in einem 4:2:3:1 oder 4:5:1 sehe ich in der Überlegenheit im Mittelfeld die auch Entscheidend mit der variabilität der 6er einhergeht mal greifen beiden mal der eine mal der andere an. Sollte der Gegner druck machen hängt in der Regel nur ein Stürmer in der Luft nicht beide wie es in einem System mit Raute die Gefahr ist.

bisheriges Saisonfazit:

Nach der letzten Saison war ein Erreichen der CL Plätze oder gar mitmischen als potentieller DM natürlich nicht zu erwarten. Dennoch ist der KAder nominell zumindest durchaus stark besetzt und MUSS in den internationalen Rängen landen. Und genau daran muss er sich messen lassen. Nach Stand der Dinge stehen wir ziemlich gesichert auf einem EL Platz, der Trainer ist so also im Soll. Ob dies so bleibt ist zu hoffen denn das wir uns kein weiteres Jahr ohne internationale Einnahmen leisten können sollte jedem klar sein.
Die Auftritte in den Heimspielen waren meist gut wobei anzumerken ist das wir da den großen Namen aus dem Weg gegangen sind.
Die Auswärtsspiele waren aber gerade gg Ende der Hinrunde eine reine Katastrophe und erinnern an die Vorsaison. Hier scheint es wohl iwie auch eine Kopfsache vorzuliegen denn anders kann ich mir das auch nicht mehr erklären und daran muss gearbeitet werden. Denn so schädigt man auch das Ansehen des Vereins.
Sollte Werder noch wieder erwarten die EL Plätze verfehlen dann muss man auch TS in Frage stellen den es wäre das zweite Jahr bei dem der KAder unter seinen Möglichkeiten arbeitet. Und dann kann man das letzte JAhr auch nicht mehr als Ausrutscher werten.
Man muss ihm aber die Chance lassen sich noch zu behaupten und darf das Spiel gg Schalke so traurig das auch war nicht überbewerten.
 

Was mich wundert, warum wird in den lokalen Postillen WK oder KZ nicht mal dieses Thema angesprochen? Schuld an den Niederlagen sind immer einzelne Spieler, diesmal Prödl, Rosi + Arno abwechselnd, wer halt gerade spielt. mal Marin, mal Trinks usw. Das es auch eine Frage der immer gleichen und veralteten Taktik sein könnte ( und das problem zu einem großen Teil bei TS liegt ), wird nicht thematisiert.
 
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