Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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Ich habe eben einen sehr guten Kommentar gelesen. Genau genommen ist es eine Frage an Schaaf.
Wieso schafft er es nicht z.B. einen Harnik in Bremen so hinzubekommen, wie es andren Trainern in Düsseldorf und Stuttgart gelingt? Ich möchte mal gerne so eine Frage von Schaaf beantwortet bekommen.

Weil ein Trainer eben auch nur ein Mensch ist.
Warum hat er Diego hinbekommen?

Es gibt einfach Spieler, die passen zu einem Verein und zu einem Trainer und es gibt Spieler, die passen eben nicht zusammen.
 
es ist zu einfach, einzelne Spieler zu kritisieren.

Die leichten Gegentore nach Kontern haben wir schon gefangen, da spielte Ekici noch in der D-Jugend.

ich habe niemanden gesehen, der nicht bemüht gewesen wäre.

Ein Spieler wie bargfrede uf der zentralen 6 ist aber schlichtweg zu schwach, auch wenn er noch so motiviert ist.

Es ist Sache des Trainers, ein System für die vorhandenen Spieler zu finden. Das ist das Versäumnis von TS
 
Ich glaube nicht dass diese Niederlage an der qualität der spieler liegt, sondern an der einstellung des spieler. Sie konnten oder wollten nicht die Vorgaben des Trainers befolgen. Das weiß jedes Kind, dass man einen Reus nicht die Freiheiten geben darf wie man es tat. Gegen dortmund hatte man Götze gut im Griff und Reus konnte schalten und walten wie er möchte.
Der Fehler war noch dass man nicht in die Zweikämpfe gegangen ist und trotzdem offensiv spielte und dann das Ergebnis.
In der zweiten Halbzeit war man wenigstens bemüht. Der Schwachpunkt lag im Mittelfeld. Hier muss man ansetzen. Von Bargfrede erwarte ich dass er seine Mitspieler dirigiert. Es stellt sich die Frage halten die spieler noch zu Schaaf. die nächsten spiele werden es zeigen
 
Ich sehe die Ursache aber nicht vorwiegend beim Trainer.

Leider schon, denn der Trainer ist letztenendes dafür verantwortlich, was seine Spieler "verzapfen" und wie Mick und andere auch schon öfters angemerkt haben, ziehen sich trotz unterschiedlichem Spielermaterial die gleichen Fehler wie ein roter Faden durch die letzten Jahre. Zudem muß man berücksichtigen, daß TS nun so lange Chefcoach ist, daß er sich nicht mit "personellen Altlasten" seiner Vorgänger herumschlagen muß, sprich er hatr mit KA den Kader zusammengestellt, der ggf. in der Kritik steht.
 
dass man einen Reus nicht die Freiheiten geben darf

Man sollte das nicht an Reus festmachen. Sämtliche Glattbacher hatten unglaubliche Räume. Die konnten zu jeder Zeit schalten und walten wie sie lustig waren. Dazu die seltsamen Angewohnheiten mancher Spieler wie Iggy, die statt zum Ball zu gehen, einfach stehenblieben und bei hohen Bällen am Boden klebten. Oder Wolfs geile Aktionen, wo er sich verschätzt.
 
Konnte mir das Spiel "leider" nicht komplett ansehen aber diese Niederlagen, auch in der Höhe, kommt für mich gar nicht so überraschend.

Der große Hauptschuldige ist für mich TS, nicht wegen dieser Niederlage, sondern an der nicht erkennbaren Linie die wir schon seit einiger Zeit (jahren) spielen.

Mir kommt es so vor, als ob Schaaf ein ganz bestimmtes Konzept im Kopf hat, welches er umsetzen will, aber dabei nicht auf die individuellen Schwächen und Stärken der Spieler eingeht.
Die Spieler sind doch reihenweise überfordert und habe eine Hektik im Spiel die zum Fehler produzieren geradezu einlädt.

Raute, was ein Konstrukt... wird hier zelebriert als ob es keine andere Ausrichtung im modernen Fussball gibt. Fast alle Großen spielen mit einem Übergewicht im Mittelfeld, aber wir haben das nicht nötig, weil die individuellen Stärken unserer Spieler so grandios sind und wir einen Tempofussball hinlegen das der Ball kaum noch im Mittelfeld anzutreffen ist.

Mick (im übrigen mal wieder eine sehr gute Analyse der Systemfrage) hat ja schon aufgezeigt wann wir Druck auf den Gegner ausüben können, warum sieht das das Trainerteam nicht?

Ich mag Schaaf von seiner Art unglaublich gerne, bin immer noch ein großer Fan von ihm und weiss es auch zu schätzen was er in diesem Verein aufgebaut hat aber mittlerweile wirkt er auf mich eher wie eine angestaubte Büste die an gloreiche Zeiten vergangener Tage erinnert, als an einen modernen Fussballtrainer.
 
Ich muß gestehen, meine "Schockstarre" nach diesem Debakel hält sich insgesamt in überschaubaren Grenzen.
Denn wenn man sich ganz nüchtern bei Licht unsere bisherigen Spiele anschaut und die am Ende oftmals sehr glücklichen Ergebnisse, teils gegen 9 Mann, aussen vor lässt, dann war das spielerisch bisher bei weitem nicht das, was man anhand der Platzierung vermuten konnte.
Daher empfand ich es ohnehin als recht naiv, anhand des Tabellenplatzes nun grundsätzliche Besserungen erkennen zu wollen.
Ich sehe bei uns ehrlich gesagt nur sehr wenig wirklich substanzielle und nachhaltige Verbesserungen. Weder im Kreativspiel nach vorne, noch im def-verhalten im Mittelfeld, auf den av-positionen, oder in der IV.
Wie wichtig Naldo für die Abwehr ist, wurde einem Samstag schmerzlich vor Augen geführt. Das Duo AW und SP wirkten alles andere als fähig und beide liefen relativ kopflos umher.
Bei Fritz bin ich immer noch auf der Suche nach dessen sportlichen Fähigkeiten, die aus ihm mehr machen, als einen durchschnittlichen Kicker, der rein sportlich nur sehr wenig für den Posten des Captains nachweisen kann. Er gefiel mir hinten rechts wesentlich besser, da dort allein sein grober Umgang mit den Spielgerät weniger Gewicht erlangte, als nun im MF.
Bei Iggy kann man sicherlich sein Laufpensum und seinen generellen Einsatz loben, das wohl. Allerdings war´s das dann auch schon, denn er wirkt auf mich ziemlich wie der serbische Wesley, da er ähnlich vogelwild zwar ambitioniert, aber dennoch kopflos umherrennt.
Die Hoffnung, daß man nach TF´s ausscheiden im MF das ganze nun neu, jünger, und natürlich besser in den Griff bekommen würde, haben sich keineswegs bestätigt, eher das Gegenteil ist der Fall. Da wird mit Bargfrede, Iggy und Fritz munter umher experimentiert, da noch nichts so wirklich überzeugen konnte.
Im Sturm ist unser "handicap" im Grunde bekannt und offensichtlich und recht einfach auf den punkt zu bringen: trifft Pizza, oder nicht. Ansonsten - gähnende Harmlosigkeit. Besserung zumindest kurzfristig nicht in Sicht.
Gelächter brach bei mir aus, als ich Samstag tatsächlich miterleben musste, wie unser Coach beim Stand von 0:3 zu HZ, doch tatsächlich mit der Auswechslung eines OM-Spieler durch einen LV zu glänzen wusste. Das hatte schon was humoristisches, unter Anbetracht des Spielstandes!
Das Ekici, der nebenbei die einzige nenneswerte Torchance in 90 Min. hatte, erneut als Bauernopfer herhalten musste, war nicht nur äußerst fragwürdig, sonder auch leider zu erwarten. Da ist TS sehr durchschaubar und vertraut weiterhin seinen Best Buddys, egal wie schlecht diese agieren. Es gibt bei TS desöfteren diskussionswürdige Wechsel und Wechselzeitpunkte, Samstag war das für mich allerdings der Tiefpunkt schlechthin.

Nun gut, daß wir die Anfangszeiten von Spielen gerne mal als "Aufwachphase" benötigen, ist unter TS ein über die Jahre bekanntes Übel und darf nicht mehr verwundern. Das man allerdings wieder derart schnell in alle Einzelteile zerfällt und man das Gefühl hat, die Jungs wissen eigentlich gar nicht so richtig, was ihre Aufgaben sind, lässt böde Erinnerungen an die letzte Sasion aufkommen.
Ich muß gestehen, ich sehe die Trainerfrage mittlerweile recht emotionslos und sehe TS keineswegs mehr als unverzichtbar an. Im Gegenteil, ich ertappe mich immer öfter dabei, daß ich mir ernstahft die Frage stelle, ob er es noch schaffen wird, unsere altbekannten Schwächen jemals in den Griff zu bekommen und ob er sich nicht selbst bereits in einer Art Sackgasse befindet, aus der er sich nur noch schwerlich befreien kann und sich quasi selbst im Weg steht.
Ich habe bei TS durchaus das Gefühl, daß er hier vielleicht doch schon zu lange im "eigenen Saft kocht", wie es so schön heißt.
Von daher bin ich auch bei den bevorstehenden, bzw. laufenden Vertragsverhandlungen mit ihm und KA zwiegespalten, was nun tatsächlich die beste Lösung für den Verein wäre. Beide sind für mich jedenfalls keinesweg in Stein gemeißelt oder gar unersetzlich.
Ich bin gespannt, wie wir die noch bevorstehenden Aufgaben meistern werrden.
Bisher haben wir gegen die Teams "von oben", die man durchaus als direkte Konkurrenz sehen kann, allesamt verloren und diese Bilanz könnte in der WP noch wesentlich ernüchternder ausfallen.
 
Ich muß gestehen, ich sehe die Trainerfrage mittlerweile recht emotionslos und sehe TS keineswegs mehr als unverzichtbar an. Im Gegenteil, ich ertappe mich immer öfter dabei, daß ich mir ernstahft die Frage stelle, ob er es noch schaffen wird, unsere altbekannten Schwächen jemals in den Griff zu bekommen und ob er sich nicht selbst bereits in einer Art Sackgasse befindet, aus der er sich nur noch schwerlich befreien kann und sich quasi selbst im Weg steht.
Ich habe bei TS durchaus das Gefühl, daß er hier vielleicht doch schon zu lange im "eigenen Saft kocht", wie es so schön heißt.
Von daher bin ich auch bei den bevorstehenden, bzw. laufenden Vertragsverhandlungen mit ihm und KA zwiegespalten, was nun tatsächlich die beste Lösung für den Verein wäre. Beide sind für mich jedenfalls keinesweg in Stein gemeißelt oder gar unersetzlich.
Ich bin gespannt, wie wir die noch bevorstehenden Aufgaben meistern werrden.
Bisher haben wir gegen die Teams "von oben", die man durchaus als direkte Konkurrenz sehen kann, allesamt verloren und diese Bilanz könnte in der WP noch wesentlich ernüchternder ausfallen.

Ich stimme zwar in der vorhergehenden Analyse nicht überein, aber das sehe ich ähnlich.
 
Man darf meiner Meinung nach nicht vergessen, aus welchem Tal der Tränen wir kommen. Dann noch die Abgänge von Frings und Merte, den beiden Leadern. Die Abwehr ist völlig neu formiert, Naldo ist praktisch ein Neuzugang, Prödl war auch verletzt. Im Mittelfeld sind die drei letzten größeren Einkäufe, Marin, Wesley, Ekici, Stand heute, keine große Hilfe.

Aber das galt doch am Anfang der Saison genau so (wenn nicht noch viel mehr). Nur komischerweise hat die Mannschaft da kompakt gestanden, ist unheimlich viel gelaufen und hat füreinander gekämpft, dass man seinen Augen nicht trauen mochte. Warum ist das Stück für Stück verloren gegangen? Denn schlecht gespielt hat Werder nicht erst an diesem Wochenende, die Auftritte in Augsburg, Mainz und gegen Köln haben da ja teilweise erschreckend gleich ausgesehen (nur, dass der Gegner entweder schwächer war oder aber man noch irgendwie die Kurve bekommen hat).
 
Die Probleme bestehen seit Jahren mit wechselndem Spielermaterial. Also kann es ja nur am Trainer liegen.

Definitiv nicht richtig. Es liegt nicht ausschließlich am Trainer. Verschiedenste Erklärungsversuche wurden schon angestoßen - auch in der Vergangenheit. Da wurde die Kuschel-Werder-Familie hinterfragt, falsche Kaderzusammenstellung oder auch das mangelnde Leistungsprinzip. Tatsache ist, dass es solche Pleiten nicht nur für Werder gibt, sondern auch bei Wundertrainer, wie Klopp, Heynckes, Magath oder Tuchel...

oder wie hier:

Was ein guter Trainer ausmacht sieht man ja an Favre.

Mal ist es Favre, mal Tuchel - vielleicht ist irgendwann Erich Rutemöller das Genie, wenn er nach der nächsten Anstellung drei Spiele in Folge gewinnt. Ganz ehrlich, dieser opportunistische Diskussionsstil ist albern und wenig gewinnbringend, weil ein neuer Trainer selbst, keine Lösung ist.

Wenn ich weiter oben schreibe "anderer Trainer, andere Pleiten", dann ist es einfach eine Frage, wie man damit umgeht - bzw. wie es der Verein macht. Trainerentlassungen waren noch nie das Stilmittel Werder Bremens. Zum Glück.

Ich verstehe ehrlich gesagt, auch nicht, warum bei Einigen dieser schon wieder zur Disposition steht. War´s zu dunkel im Loch in den letzten Monaten?

Es wird nicht die einzige Klatsche diese Saison sein.

Wir werden sehen.

Auf Schalke sieht man das auch gut. Bei Stevens steht die Null seit jeher.

Wie in Hannover oder daheim gegen Lautern?

:confused:

P.S. Bayern hat auch noch kein Spitzenspiel in der Liga gewonnen. ;)
 
Ich muß gestehen, meine "Schockstarre" nach diesem Debakel hält sich insgesamt in überschaubaren Grenzen.
Denn wenn man sich ganz nüchtern bei Licht unsere bisherigen Spiele anschaut und die am Ende oftmals sehr glücklichen Ergebnisse, teils gegen 9 Mann, aussen vor lässt, dann war das spielerisch bisher bei weitem nicht das, was man anhand der Platzierung vermuten konnte.

Oder liegt es auch daran, daß Du Dich in den letzten 15 Monaten an Pleiten wie diese gewöhnen mußtest?
:D
 
Definitiv nicht richtig. Es liegt nicht ausschließlich am Trainer. Verschiedenste Erklärungsversuche wurden schon angestoßen - auch in der Vergangenheit. Da wurde die Kuschel-Werder-Familie hinterfragt, falsche Kaderzusammenstellung oder auch das mangelnde Leistungsprinzip. Tatsache ist, dass es solche Pleiten nicht nur für Werder gibt, sondern auch bei Wundertrainer, wie Klopp, Heynckes, Magath oder Tuchel...

Pleiten sind nicht gleich Pleiten. Wenn die v.g. Trainer eine solche sportliche Ohrfeige kassieren, löst das vllt. eine gewisse Häme aus und die URsachen hierfür sind für einen Werder-Fan eher von sekudären Interesse.Aber wenn die eigene Mannschaft - nicht das erste mal in den letzten 15 Monaten - sich derart vorführen läßt, dann muß man schon hinterfragen, ob Spieler und vor allem der Coach, der für die Mannschaft verantwortlich ist, lernresistent sind.
 
Pleiten sind nicht gleich Pleiten. Wenn die v.g. Trainer eine solche sportliche Ohrfeige kassieren, löst das vllt. eine gewisse Häme aus, aber wenn die eigene Mannschaft - nicht das erste mal in den letzten 15 Monaten - sich derart vorführen läßt, dann muß man schon hinterfragen, ob Spieler und vor allem der Coach, der für die Mannschaft verantwortlich ist, lernresistent sind.
Müssen muss man gar nichts. Hinterfragen kann man natürlich viel, aber ob man darauf eine Antwort bekommt? Ich kann mir auch nicht erklären, warum wir unter KATS immer unsere Abwehrprobleme haben, aber ich weiß nicht, ob man das wirklich an KATS festmachen sollte. Ich glaube, dass es eher die allgemeine Erwartungshaltung ist. Man erwartet von Werder Offensivfußball und das färbt auch auf die Verantwortlichen ab. Daran würde auch ein Trainerwechsel beispielsweise nichts ändern, selbst wenn der neue Trainer auf Defensivfußball abfährt. Die Trainer haben mMn gar nicht den enormen Einfluss auf das grundlegende Konzept. Sie haben meist ihre Vorstellungen, die auf die Vorstellungen der Führungsetage treffen und versuchen dann das irgendwie unter einen Hut zu bringen. Darum hat ein van Gaal auch bei Bayern kläglich versagt auf Dauer.
 
Naldo fehlt Ihnen - ja. Aber es muss auch in der eigenen Birne mal klick machen. Auch Hunt, der etwas bewegen will, das aber ohne Plan in Angriff

Also ich kenne das vom Fußball so, dass wenn ein Spieler ausfällt, sich der, der für ihn spielt, den Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) aufreißt. Zumal wenn ich auf der Auswechselbank sitze und mich selten zeigen kann, dann mach ich es gefälligst wenn ich aufgestellt werde! So werden Stammplätze aufgrund von schlechten Leistungen derjenigen, die mal ran müssen, nie verdrängt werden. Konkurrenzkampf = NULL!
 
Ich kann mir auch nicht erklären, warum wir unter KATS immer unsere Abwehrprobleme haben, aber ich weiß nicht, ob man das wirklich an KATS festmachen sollte. Ich glaube, dass es eher die allgemeine Erwartungshaltung ist.


Was haben denn bitte die Abwehrprobleme mit der allgemeinen Erwartungshaltung zu tun? Abgesehen davon, daß sich die allgemeine Erwartungshaltung an der Zielvorgabe der sportlichen Leitung orientiert (die bei KATS internationaler Wettbewerb lautet, so man man KATS und den von ihnen zusammengestellten Kader daran mißt), werden gute und schlechte Leistungen ja wohl noch immmer auf dem (Trainings-)Platz fabriziert und nicht durch die allgemeine Erwartungshaltung auf dem Zuschauerrängen, vor den Fernsehschirmen oder im Forum.
 
@holmes
Wie Schaaf Diego "hinbekommen" hat, zeigt dessen weitere Karriere. Nämlich gar nicht. Im Gegenteil. Er hat ihn nur machen lassen, wie er wollte, unter totaler Vernachlässigung der Erfordernisse intermediären Teamspiels, was aber im modernen Fussball immer wichtiger wird. Damit konnte der Bursche weder entscheidend dazulernen, noch sich weiterentwickeln und hat auf dieser Basis obendrein einen völlig falschen Anspruch entwickelt. Genau das trifft z. T. das Thema hier. Trotzdem irgendwie off topic. Ansonsten gebe ich Dir recht, es gibt Spieler, da passt es und bei anderen eben nicht.

@Maddin
Darauf können wir uns einigen. :beer:
 
Dann lass doch mal die 13 Erfolgsjahre von Gladbach hier revue passieren - da bin ich mal gespannt.

Mit "Momentaufnahme" meine ich den aktuellen Erfolg der Mannschaft im Vergleich zu langer, langer Tristesse.
Es geht nicht um Gladbach, sondern es geht darum was Favre geändert hat. (...) Favre hat aus schlechten Spielern, die nicht Wunschspieler von ihm waren, im Kollektiv bessere gemacht.
So wie ihm das bei Hertha auch so dermaßen eindrucksvoll gelungen ist, dass er am Ende regelrecht verhöhnt wurde (und der Verein abstieg).

Nicht, dass ich Favre jetzt für einen schlechten Trainer halte. Aber dass z.B. er (oder Slomka, Dutt, Tuchel etc., die alle hier schon mal als Nachfolger von TS gehandelt wurden) beim SV Werder den ganz großen Erfolg klar machte - mit demselben Personal - ist für mich mehr als fraglich.

Bei Slomka z.B. sieht man derzeit doch schon ganz gut, wohin die Reise nach dem aus dem Nichts geborenen Zufalls-Erfolg der vergangenen Saison wieder geht. Ein schönes Jahr - und das war's dann.
...damit redest Du allerdings am Zitat vorbei, welches Du beantwortest. Das war nicht die Kernaussage.

Solche Vergleiche sind aus mehrfacher Hinsicht unsinnig, wenn diese auf der Basis der 12,5 Jahre Schaaf geführt werden, weil Bremen in der Hinsicht eben mit keinem anderen Verein vergleichbar ist.

Im Frühjahr 1999 stand Werder vor einem Scherbenhaufen, was in erster Linie an den Spätfolgen von 95 lag, da der gesamte Verein den Rehhagel-Abgang und damit den Abgang sportlicher Kompetenz völlig unterschätzt hatte (übrigens war das der perfekte Coup vom Wurst-Uli, dem es genau darum ging). Bei allen nachfolgenden Trainern stellte sich die Frage, aus welchen Beweggründen heraus die verpflichtet wurden und deren folgende Karrieren, ausgenommen Magath, zeigen eben auch, wie falsch Werder lag. Dörner ein Riesenfußballer, aber kein BL-Trainer, Sidka als Spielertrainer schon in Oldenburg gescheitert, de Mos Zeit längst vorbei. Es war aber nicht nur die Trainerfrage, es waren viele Belange auf allen sportlichen Ebenen. Daraus lernte der Verein erst mit dem Fastabstieg und installierte das Duo Born/ Allofs, die den mit Abstand grössten Anteil an den letzten 12 Erfolgs-Jahren haben. Das erste, was Born noch vor direktem Amtsantritt in Abstimmung mit Magath (bereits FM hatte erkannt, wie sehr ein solcher Spieler fehlte) gelang, war den Baumann-Transfer perfekt zu machen und gleich danach mittels seiner Kontakte der Coup, Pizarro in Südamerika zu entdecken. Fabian Ernst galt schon in der B-Jugend als Riesentalent ("neuer Beckenbauer"), kam aber im ersten Jahr in Hamburg nicht zurecht. Den im richtigen Moment zu holen, war von Allofs ein ähnlich cleverer Schachzug wie 8 Jahre später mit ähnlicher Vorgeschichte Özil zu verpflichten. Im gleichen Jahr kam Krstajic. Dann der Transfer von Lisztes 2001 als in Stuttgart teilweise gescheitertes Talent, als der VFB als Fastabsteiger sparen musste. Allofs Frankreich-Kontakte mit Micoud und Ismael. Born` s Idee, Cesar zur Ailton-Unterstützung zu reaktivieren. Usw., usf.

Für Schaaf wurden großartige Voraussetzungen geschaffen, seine Vorgänger hingegen haben Dieter Frey, Dirk Weetendorf, Jens Todt, Heiko Scholz, Dirk Flock, Heimo Pfeifenberger, Adrian Kunz oder Pavel Wojtala bekommen. Stichwort sportliche Kompetenz auf der Führungsebene. Trotzdem hat TS im selben Zeitraum wie seine schlechten Vorgänger, mit oben genannten Spielern unwesentlich mehr gerissen. De Mos, Dörner und Sidka wurden 9. (44 Punkte), 8. (48 Punkte), 7. (50 Punkte), Schaaf 9. (47 Pkt.), 7. (53 Pkt.) und 6. (56 Pkt.). Doch während erstere neben eigenen Unzulänglichkeiten eben auch am vorhandenen Personal und nachweislich an den spielerischen Mitteln scheiterten, haben wir seinerzeit unter Schaaf bessere Platzierungen verspielt, nicht nur weil die (gut besetzte) Truppe auch statistisch viele Chancen erspielte, sondern vor allem weil viele optisch überlegen geführte Partien auf hanebüchene Weise vergeigt wurden.

Nun stünde ja noch die "Selbstbeteiligung" Schaaf`s an all diesen Transfers zu recht im Raum. Aber wenn ich sehe, wie wir kein sinniges taktisches Konzept auf dem Platz hinbekommen, Spieler, die die Laufwege des anderen nicht kennen, wie wir seit gefühlten Ewigkeiten ein unsauberes Passspiel und eine schlechte Ordnung auf dem Rasen haben, wie wir immer wieder das selbe System, welches zuletzt mit Micoud wirklich umsetzbar war und allerspätestens seit dem Baumann-Abgang nicht mehr funktioniert, und Leute auf falschen Positionen spielen, wie die Mannschaft seit zig Jahren gute Ergebnisse viel mehr aus individuellen Einzelkönnern und Einzelaktionen bezieht als aus System und konzeptionellem Spiel. Oder wie das ganze Konstrukt wie ein Kartenhaus zusammenfällt, sobald es Allofs nicht wenigstens annähernd gelingt, Spieler für die Raute zu holen. Dann komme ich immer wieder zu dem Schluss, dass das "kreative Querdenkertum" hauptsächlich in den Köpfen von Born/ Allofs begründet lag und liegt.

Ich hoffe immer noch, dass es anders ist.

Aber Schaaf hatte und hat hier Vorrausetzungen, die nirgendwo anders ein Trainer bekommt. Erstens ist er ein Eigengewächs, zudem mit Trainervorgeschichte (A-Jugend und Amateure), zweitens sehnte sich der Verein 99 nach der Kontinuität wie bei Rehhagel und stand am Abgrund, drittens die relativ ruhige Medienlandschaft. Viertens glaube ich, dass bspw. die Ergebnisse der Saisons 2002/2003, 2006/ 2007 und 2008/ 2009, die gemessen am herausragenden Spielermaterial indiskutabel waren (auch wenn es 08/09 schöne Momente gab), für fast jeden Trainer in anderen Vereinen das Aus bedeutet hätten.

Deshalb sind solche Vergleiche, wenn sie derart geführt werden, von vornherein unsinnig. Die Kernaussage von johnni war aber die, wie, wo und auf welche Weise was verändert wurde. Und das taugt dann zum Vergleich.

Und - mich haben die ach so vielen Gegentore in den super-erfolgreichen Werder-Jahren der jüngeren Vergangenheit nie wirklich gestört. …..
Mir ist ein 5:4 gegen Hoffenheim 10 mal lieber. Aber das ist sicher Geschmackssache.
Für den Fan sind solche haarsträubenden Spiele wie das gegen Hoffenheim vielleicht Geschmackssache. Es wird wohl auch kaum Fussballfans geben, die nicht schöne Spiele und Tore sehen wollen.

Nur bringen solche Spiele keine Mannschaft weiter, weil diese ihre Sicherheit nicht über viele Gegentore bezieht, sondern über Kompaktheit, Automatismen und Eingespieltheit. Diese Erfahrung habe ich oft genug im Verein gemacht. Werder`s Ergebnisse nach diesem ominösen Hoffenheim-Spiel: 1:4 in Stuttgart, 3:3 gegen Dortmund, 1:1 in Hannover, 0:2 gegen Leverkusen, 2:2 in Athen und 0:3 gegen Athen. Zufall?
 
Was haben denn bitte die Abwehrprobleme mit der allgemeinen Erwartungshaltung zu tun? Abgesehen davon, daß sich die allgemeine Erwartungshaltung an der Zielvorgabe der sportlichen Leitung orientiert (die bei KATS internationaler Wettbewerb lautet, so man man KATS und den von ihnen zusammengestellten Kader daran mißt), werden gute und schlechte Leistungen ja wohl noch immmer auf dem (Trainings-)Platz fabriziert und nicht durch die allgemeine Erwartungshaltung auf dem Zuschauerrängen, vor den Fernsehschirmen oder im Forum.
Du hast nicht ganz verstanden, was ich meinte. Ich meinte nicht, dass unsere Spieler Grütze spielen, weil die Fans Offensivfußball sehen wollen. Die Erwartungshaltung bei Fans und Verantwortlichen ist inzwischen so hoch, dass die Verantwortlichen eben genau dies vorraussetzen und ein entsprechendes Konzept entwickeln. Konkret meinte ich, dass es keine Lösung ist, KATS auszutauschen. Das Problem liegt eher im Gesamtkonstrukt von Werder. Da muss ein ganz neues Konzept her. Ich hatte gehofft, dass man mit dem Umbruch im Sommer auch einen kompletten taktischen Umbruch macht. Ich glaube nicht, dass es alleine auf Schaafs Mist gewachsen ist, dass man selbst mit dieser Truppe gnadenlosen Offensivfußball spielen will. Schaaf setzt dies sicherlich um, aber alle wollen es, allen voran die Fans(sicher nicht alle).
 
@mick

Excellente Analyse, der nichts aber auch gar nichts hinzuzufügen ist. Nur eine Anmerkung von mir: WL sagte auf SKY vor Wochen, dass der ganze Verein auf TS ausgerichtet sei und das aufgrund der Erfahrungen von 1995 eine Sorge, wenn nicht Angst besteht, dass eine ähnliche Situation erneut entsteht?
Vor diesem Hintergrund, trotz Deiner glänzenden ANALYSE, glaubst Du wirklich, dass die handelnden Protagonisten irgendetwas Weitreichendes verändern wollen und werden?:tnx:
 
@eisbaer

Tut mir leid. Das ist Legendenbildung. Als wenn die Fans dafür verantwortlich zu machen sind, dass Werder gnadenlos offensiv spielt???
Bei aller Offensive kann man auch ein Mindestmass an Defensivleistung erwarten. Das tun auch díe Werderfans. Diese Prognose wage ich zu stellen.
 
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