Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Deine Ansichten - nicht persönilich nehmen - kenne ich und teile ich nicht. Denn was TS spielt ist seit 12,5 Jahren erfolgreich. Und er hat profunde Gründe nicht so zu spielen wie es du und die anderen cheftrainerkollegen möchten. Nennt es "falsche Taktik" "falsches Spielernmaterial" oder selbsterfundene Begriffe wie "dezentraler zehner" - das ist alles Kokolores.

Und klar dürft ihr - aber die die eure Meinung nicht teilen dürfen genauso. Müssen es auch.

@Felisselvestris
Deswegen steht Schaaf mit seiner Truppe auch auf den 5ten Platz. Alles Glück und Zufall :lol:


:tnx:

Problem ist nur: Erfolg ist definierbar. Ich denke, dass so manches Erfolgsdenken und so manche Erwartungshaltung unangemessen ist.
Unangemessen hoch!

Nach den letzten Jahren ist es für viele Leute zu selbstverständlich geworden. Daher werden nun Platz 3 oder das Erreichen eines internationalen Finales nicht mehr als solches anerkannt.

Gleiches ist auch an der Stimmung im Stadion zu sehen! Pfiffe, Stimmung zum :zzz: usw. Aber das gehört in einen anderen Bereich...

Alles in allem ist Schaaf für mich das Maß aller Dinge für Werder. Er hat es in seiner Amtszeit für mich gezeigt. Es gibt auch keinen besseren Trainer in meinen Augen. Nicht umsonst ist Schaaf so lange im Verein. Nicht umsonst nimmt man einen Mann, der so lange in den eigenen Reihen ist. Er identifiziert sich mit Werder. Er indentifiziert sich mit meinem Verein und er lebt meinen Verein. Das ist das, was ich an ihm und an dem ganzen Verein mag. Es spiegelt sich das wieder, was ich wichtig finde. Bodenständigkeit, Ruhe und Gelassenheit und immer zu wissen, was gut für den Verein ist!

Wenn Thomas Schaaf selbst sagt, dass er nicht mehr der richtige Mann ist für unsere Jungs, dann muss ich damit leben. Er würde niemals dem Verein schaden, nur damit er seinen Job behält. Die Spieler sind von ihm überzeugt, die Vereinsführung ist von ihm überzeugt. Das ist nicht grundlos! Dem schenke ich Vertrauen! In den letzten Jahren wurde ich belohnt dafür (außer im letzten Jahr)...

Welchen Fehler man nicht machen sollte: Den Aussagen unseres Wunderstürmers zu viel Glauben schenken. Wenn er von der Meisterschaft spricht, darf man nicht zu viel drauf geben! Er ist ein überaus positiver Mensch! Es einfach die Dortmund im letzten Jahr machen. Von Punkt zu Punkt denken und immer tiefstapeln! Damit fährt man gut! Und wenn Mannschaft und Fans mitziehen, dann können wir gemeinsam was regeln!

Ich hoffe, es kommt schnellstmöglich dazu, dass wir alle wieder an einem Strang ziehen. Nicht schimpfen, motzen und alles schlechtreden. Sondern sich gemeinsam zum Siegen unterstützen. Anfeuern, sich begeistern und den Gegner an die Wand spielen (und singen-Fans)!

Ich hoffe, es kommt mal wieder ein richtiges Wir-Gefühl zustande! Wir brauchen die Mannschaft, den Trainer und allgemein den Verein und sie brauchen uns!

:svw_schal:
 
Also bei aller konkruktiven Kritik an TS, kannst du doch nun wirklich nicht die Jahre 99 bis 03 bringen. Er hat erst den Klassenerhalt geschaft und einen Absiegskandidat dann innerhalb weniger Jahre kontinuierlich an den Europacup herangeführt, dort etabliert und dann zum Double geführt. Das ist doch genau das, was sich jeder Verein wünscht. Ein gesunder, kontinuierlicher Aufbau. Und naja, was danach passiert ist, wissen wir alle. Wir waren über Jahre die Nummer zwei hinter Bayern und permament in der CL.

Also bei aller Kritik an TS, sollte man doch nicht die Tabellenplätze bringen, denn die sprechen nunmal deutlich für TS. Dann doch eher das Spielsystem oder die Taktik. Das dort eine gewisse Stagnation stattgefunden hat oder das man die Balance zwischen Offensive und Defensive nur schwerlich hinbekommt. Das lasse ich als Kritik gerne gelten und setze mich damit auseinander. Aber nicht die Tabellenplätze.

Sollte man denn dann in dieser Diskussion bringen, dass die letzten 12,5 Jahre mit Schaaf erfolgreich waren?

Und zu den Tabellenplätzen. Letztlich ist das, was zählt. Der sportliche Erfolg.

Aber wie gesagt, ich habe auf eine extrem pauschale Aussage geantwortet. Dass ich dies nicht einem ausführlichen Posting tue, möge mir verziehen sein.

Und mal als kleine Provokation. Hätte man Magath nicht Anfang Mai 99 entlassen. Dann hätte man ihn als Persona Schaaf gesehen garantiert hier im Forum eine gute Saison unterstellt. Ist natürlich nicht 1:1 vergleichbar, aber zeigt, was Pokalerfolge eigentlich wert sind.

Und schau doch mal Deinen Kommentar an. Werder als Abstiegskandidat. Werder hat die Jahre nach Rehhagel und vor Schaaf auf einem sehr ähnlichen sportlichen Niveau agiert. Ich kann hier gerne wieder provokativ fragen: War es Schaafs Leistung, dass man Micoud an die Weser holte? War es Schaafs Leistung, dass 03/04 die Bayern schwächelten?

Ich denke, man sollte auch Erfolge hinterfragen können. Letztlich ist nur eins entscheidend ...eben der sportliche und wirtschaftliche Erfolg. Und da muss man eben auch mal die Fakten sehen.

Wirtschaftlich nur ein Punkt. Nachdem man seit 2003 jedes Jahr Rekordeinnahmen verzeichnet hat, gab es VOR (!) der ersten rezessiven Saison diesen - ich nenne es mal - finanziellen Offenbarungseid. Hanseatische Nachhaltigkeit????

Und auch sportlich. 07/08, 09/10 wurde ein 4-2-2-2 eingeübt und hierfür auf Schaafs Wunsch Alberto und Boro geholt. 10/11 begann man mit einem 4-5-1....und dann? Immer wieder die Not-Raute....Nachhaltigkeit? Entwicklung?

Nur mal so als Kritikpunkte eingeworfen. Natürlich einseitig. Geht ja auch um die Kritik.

Ich würde mindestens die Hin-Serie abwarten, bevor ich mit Schaaf verlängern würde. Der deutsche Meister im Aufwind, wie am letzten Freitag ja gerne von einigen betont wurde, hat hätte in der Athener Hafenvorstand den Popo voll bekommen.
 
Schaaf wird für seine Spielweise kritisiert, die unabhängig vom Spielsystem ja offensiv ausgerichtet ist. Dortmund wurde im letzten Spiel auch hier gelobt, sich auf den Gegner (in diesem Falle Wir) einstellen zu können. Mit diesem Wissen oder auch Stärke - und dem, das man weiß daß Olympiakos eher verhalten spielt - war Dortmund heute baden gegangen.
Ich weiß allerdings nicht, ob man das Freitagsspiel von uns gegen Dortmund mit dem CL Spiel von heute vergleichen kann (und sollte). Dortmund mag variabel sein - sich gegen starke Gegner (oder vermeintlich spielstarke) eher zurückzuziehen zu können - doch heute wurden ihnen dieselben Grenzen aufgezeigt, auf die wir stoßen (eher gesagt: stießen). haben sie tatsächlich völlig naiv gespielt?

Haben wir naiv gespielt oder spielen wir "naiv"? Vieles - insbesondere individuelle Momente lassen sich wahrscheinlich auch mit dem noch so gut auf dem Gegner eingestellten Spiel oder dem Glauben an die eigene Stärke nicht auswetzen. Will mir zumindest so scheinen.

Im Vierbuchstaben-Blatt wird heute gemunkelt, daß am Freitag evtl. Ignovski in der "sechs" spielt anstatt dem aktuell unter Form und dem aktuell völlig außer Form stehenden Wesley. Darauf wäre ich sehr gespannt.
 
Ich würde mindestens die Hin-Serie abwarten, bevor ich mit Schaaf verlängern würde.

Um nichts mehr geht es hier. Ich habe auch schon häufiger geschrieben, dass ich auch eine positive Entwicklung habe erkennen können. Aber man muss wohl damit leben, dass Kritik am Trainer hier per se undifferenziertes Stammtischgebrabbel von Leuten, die den Hals nicht voll genug bekommen können, ist. Andererseits ist es natürlich so, dass uns User wie Nicole oder WOMLSascha oder Campino mit ihrer geistreichen Eloquenz immer wieder eindrucksvoll bestätigen, wie differenziert hier auf die ebendiese Kritik eingegangen wird :lol:
 
Man kann die Platzierungen unter TS durchaus diskutieren. Unter dem Strich kann man sagen, dass die Plätze, die Werder erreicht hat als "Erfolg" für einen Verein wie Werder angesehen werden können. Man muss aber auch sagen, dass wir durchaus auch hätten mehr erreichen können. Wir hatten Jahre, in denen wir wohl die beste Mannschaft der Liga stellten und dennoch die Meisterschaft verschenkten. 2007 steht exemplarisch hierfür. Es ist fraglich, ob es unter einem anderem Trainer besser oder schlechter gelaufen wäre. Halte solche Diskussionen auch für nicht zielführend, da sich alles im Bereich der Spekulationen bewegt.

Was man eben aber festellt sind eben sich ähnelnde taktische Mängel und schwache Saisonphasen.
 
Um nichts mehr geht es hier. Ich habe auch schon häufiger geschrieben, dass ich auch eine positive Entwicklung habe erkennen können. Aber man muss wohl damit leben, dass Kritik am Trainer hier per se undifferenziertes Stammtischgebrabbel von Leuten, die den Hals nicht voll genug bekommen können, ist. Andererseits ist es natürlich so, dass uns User wie Nicole oder WOMLSascha oder Campino mit ihrer geistreichen Eloquenz immer wieder eindrucksvoll bestätigen, wie differenziert hier auf die ebendiese Kritik eingegangen wird :lol:

Weiß ich. Campino hat ich eh auf der I-List. Sascha hat zwar einen klaren Hang jede Kritik anzugreifen, aber dass ist hat durchaus okay. Nicole kenne ich nicht....
 
Zu Lutscher: nein infantil sicher nicht höchstens im ton vergriffen.

Sachliche Kritik mit persönlichen Angriffen kontern zu wollen, finde ich kindisch. Aber schön, dass Du das Ganze relativierst.


Wenn du die jahre vor Double und seit 2008 erwähnst, dann dürfen trotz allem die Jahre dazwischen nicht ausgespart werden.

Habe ich auch nicht getan.

In die Raute flüchtet sich m.E. Werder nicht es ist eben das von Schaaf präferierte System innerhalb der er seine Taktik variert (oder auch nicht?) Das kann man antiquiert und überholt empfinden - ich finde es nicht antiquiert.

siehe mein letztes posting. Schaaf hat stetig auf andere Systeme vorbereitet und damit angefangen. Und sein System war mal das 4-2-2-2 und soll inzwischen (laut Aussage eines Worum-User, der bei einer Fragestunde mit Schaaf dabei gewesen sein soll) das 4-2-3-1 sein. Nur "müsse man dazu die Spieler haben". Das ist sicherlich richtigl, aber es ist natürlich wenig sinnvoll Spieler für andere Vorstellungen einzukaufen, um jetzt wieder mal die Not-Raute zu spielen.

Verdikte wie "Das spielt man heutzutage nicht mehr" passen mir nicht ganz, sind zu schnell gefasst - denn insbesondere: Was ist denn das aktuelle System mit der die Deutsche natiionalmannschaft spielt?

Und warum? Meistens hat es Gründe, wenn in der Masse Spielsysteme wechseln. Zu Deiner Frage. Früher 4-2-3-1...heute soll es ein 4-1-4-1 sein. Also ganz weit weg von einer Raute.

Ich für meinen Teil sehe keine Veranlassung - schon seit Jahren nicht an des Trainers Spielsystem und Taktik zu (ver)zweifeln. die Erfolge die wir damit eingefahren haben sprechen für sich. Das der ein oder andere zu wenig Erfolge damit feierte (Debatte über angeblich "zu schwache Gegner in der CL die man hätte schlagen müssen" und vergeigte meisterschaften ist m.E. erschöpfend geschehen - genauso wie die Fastabstiegssaison aber wahrscheinlich auch Quark von gestern).

Ist ja auch okay. Wenn Du mit allem zufrieden bist und vorallem meinst, dass die Raute immer das System Werders war, dann ist das zwar falsch, aber für Dich okay. Aber dann lass doch andere einfach diskutieren.
 
@Felisselvestris
Über die ursachen - wenn es sie gibt und wenn dafür im Verbund auch noch tatktische Mängel hergezogen werden können - wurde schon viel hier und "Gang..." und anderen threads philosophiert. Ich glaube da ist bislang noch kein Grund für gefunden worden. Wohl aber wird die Schuld oft dem Wintertrainingslager in Belek gegeben (schon vor dem double und erst recht danach DER Aufreger), bzw. die danach "klassische" verdaddelte erste Hälfte der Rückrunde, die sportliche Leitung hadert macnhmal mit fehelnden Leistungsträgern manchmal schadeten wir uns vor der Rückrunde mit roten Karten in den letzten Spiel der Hinrunde kassiert.

Bei der 2007 Saison gehe ich voll mit, allerdings ist das auch nichts neues. Das war einfach Slapstick, wie man die letzten fünf Saisonspiele plus Europapokalhalbfinale anging - danach wurden wir auch zurecht belächelt als der "Klub, wäre er eine Filmfigur, wäre er Murray Bozinski (der Nerd aus Trio mit vier Fäusten)".

Klar kann man auch den Erfolg kritisieren oder hinterfragen vielleicht muß man es sogar - ich glaube auch das das bei Werder gemacht wird. Die Vereinsführung wird sich das genau überlegt haben letztes jahr zum Beispiel ob "noch" Thomas Schaaf in Frage kommt oder ob die Reißleine gezogen werden muß. Man tat es nicht und ich glaube man hatte da auch Recht mit.

Den hypothetischen Fall, den Lutscher ansprach, wenn man mit Magath weitergemacht hätte (die Frage wäre jetzt ob mit Gang in Liga zwei inkl. Pokalsieg oder Ligaerhalt und Pokalsieg wie TS oder Ligaerhalt und kein Pokal oder Liga zwei ohne Pokal) kann an stellen allerdings hat die mannschaft damals wohl mit dem Gang zum Präsidium klargestellt, daß sie mit dem Trainer nicht mehr weiterarbeiten werden - man kann das Mobbing nennen. Das Präsidium hat Magath dann ja auch erklärt, daß egal was er macht, sie zurücktreten werden.

Möglicherweise schwanken wir als Fans ja alle zwischen den Fällen: ist mehr für Werder drin als generell in den letzten 12,5 jahren oder ist das ein enormer sportlicher Erfolg? Die wirtschaftlichen Mittel jetzt mal hintangestellt - da sind die Protagonisten vielleicht übers Ziel hinausgeschossen und die Medien habens natürlich wie ein gefundenes Fressen hergenommen (sowas kennt man von Werder ja nicht).

Sicherlich sollte man sich ausruhen auf das geleistete in der Schaaf/Allofs Ära das führt wohl zu weiteren Saisons wie 2010/2011.
Ob wir aktuell eher wieder wie Saison 95-99 einzuordnen sind kann man wohl aktuell noch nicht beurteilen.
Schaaf selber merkte ja in Kreiszeitungsinterviews und bei NDR Sportclub jüngst an, das die Sichherheit der Saisons früherer Tage noch nicht wieder "so" vorhanden ist.
Immerhin - haben wir diese Saison gegen die kleinen Mannschaften gewonnen - das ging uns früher auch gerne mal ab (abgesehen von Niederlagen gegen die usual suspects die aber kommen ja noch).
Bislang ist aber auch in der ganzen Liga noch kein Weg zu erkennen. Bayern zieht einsam seine Kreise, spielt Gladbach wirklich über seine Verhältnisse? Warum spielt Leverkusen noch nicht so konstant? Ist Dortmund jetzt weiter stark oder noch nicht einzuschätzen, Wieso gewinnt hertha auswärts gegen BVB und läßt sich auswärts von Bayern sang und klanglos abfideln?
Fragen über Fragen, da passt unser aktuelles Saisonbild beinahe spiegelbildlich herein. Alle Klubs ab Platz 2 wissen im Grunde noch gar nicht warum sie dort stehen (abgesehen von HSV?).
 
Man kann die Platzierungen unter TS durchaus diskutieren. Unter dem Strich kann man sagen, dass die Plätze, die Werder erreicht hat als "Erfolg" für einen Verein wie Werder angesehen werden können. Man muss aber auch sagen, dass wir durchaus auch hätten mehr erreichen können. Wir hatten Jahre, in denen wir wohl die beste Mannschaft der Liga stellten und dennoch die Meisterschaft verschenkten. 2007 steht exemplarisch hierfür. Es ist fraglich, ob es unter einem anderem Trainer besser oder schlechter gelaufen wäre. Halte solche Diskussionen auch für nicht zielführend, da sich alles im Bereich der Spekulationen bewegt.

Was man eben aber festellt sind eben sich ähnelnde taktische Mängel und schwache Saisonphasen.

Bei anderen Vereinen würde man vermutlich sagen....nach der erfolgreichen Zeit 82 bis 95 folgte eine Zeit der Erfolglosigkeit bis man 2003 das Doube gewann. 2010 kam die Mannschaft erstmalig seit 98/99 in den Abstiegskampf....
 
Jetzt nur mal so als Vergleich. Jürgen Klopp hat 2008 in Dortmund angefangen. Dortmund war im Jahr davor 13. TS hat Werder Ende der Saison 98/99 übernommen und noch den 13. Platz und somit den Klassenerhalt geschafft und nebenbei mal den Pokal geholt. Dortmund wurde in den ersten beiden Jahren unter Klopp 6. und 5. und hat dann die Meisterschaft geholt. Werder wurde unter TS 7. und zweimal 6. und hat danach das Double geholt. Ja, er hat dafür ein Jahr länger gebraucht als Klopp. Bei uns wird es als Stagnation bezeichnet und Jürgen Klopp in Dortmund als Gott gefeiert, weil er das Team erst langsam an den Uefa-Cup ran und dann in zum Titel geführt hat. Es wird als gesunder Aufbau eines neuen Teams beschrieben.
Jetzt spürt Dortmund und auch Klopp wie schwer es ist, dort oben zu bleiben. TS hat Werder über Jahre nach der Meisterschaft unter den ersten 3 gehalten. Ich finde es einfach unsäglich, dass dies schlecht gemacht wird. Nachdem in den Jahren nach Otto alles falsch gemacht wurde, was man falsch machen kann, kam ein junger Trainer und hat das Team innerhalb von 4 Jahren an die deutsche Spitze geführt und dort gehalten. Das kann man imho einfach nicht anders sehen, wenn man nur ein bisschen demütig an die schlechte Zeit und die Möglichkeiten von Werder denkt.
Das man ihn jederzeit kritisch hinterfragen darf und nicht automatisch immer mit ihm verlängern muss, dass sehe ich doch genauso. Aber seine Erfolge mit Werder sind mMn einfach unbestritten.
 
@Lutscher
Ja da ist einiges dran was du schreibst. Löw baut seine Raute oder Flache vier "höher" auf unser Sechser steht nicht alleine sondern ist Teil der Raute und wir haben zwei Stürmer während Löw nur einen aufbietet.
Richtig ist auch das Schaaf mehrere weitere Systeme bei Saisonbeginn zu jeweiligen Saisons testete. Was wurde daraus. Wenig bis nichts, warum auch immer. Wobei es in der Endphase der Saison 2008/2009 zu einem 4:2:2:2 kam (mir fällt dazu das Auswärtsspiel in Leverkusen ein).

Innerhalb von Spielen variert er ja das Spielsystem der Anfang ist allerdings seit 2003/2004 die Raute. Ob Notraute oder nicht. Davor hatten wir teilweise Dreierkette mit Doppelsechs wie zu besten Rehhagelzeiten (angeblich Frank Verlaat geschuldet) insbesondere 2002/2003.
Beim 4:2:3:1 meine ich, daß wir es letzte Saison spielten, m.E. sogar "lupenrein" Da bin ich eher der Meinung, das wir - nach wie vor - mit der "klassischen" Raute beginnen.
Ich komm da deswegen drauf weil wenn wir so spielen, Fritz sich anders einordnen müßte (mehr Richtung Bargfrede) er ist aber - so sehe ich es - in der Halbposition.
Die Frage ist jetzt wohl, warum soviele Spielsysteme trainieren, wenn man doch auf das bewährte zurückgreift? Meine Vermutung ist, um im Spielverlauf ändern zu können.
Meine nächste Vermutung: Trotzdem ist die Ausrichtung generell offensiv, damit meine ich die Ausrichtung wird anders interpretiert als sie auf bloßem Papier steht.
Trotz aller Variabilität die TS trainieren lässt (heute war wohl auch reiner Taktiktag) bleibt mitunter "schockierend" zu sehen wie starr das taktische Konzept (Offensive um jeden Preis) ausgelegt wird. Wenn man ein spiel in Überzahl mittig arrangiert statt über die Flügel aufzuziehen (oder zumindest ne gewisse "Streuung" einzubauen) kommt man schon ins Grübeln (und Allofs merkte richtig an, das selbst Hobbyfußballer bei Überzahl über die Flügel spielen).
anderseits kann niemand ahnen, daß Ekici und marin plötzlich meinen zu müssen 5 gegen zwei spielen zu wollen und mit immer vertrackteren pässen die Lücken in der Mitte zu suchen. Da war die auswechslung von Bargfrede ein "Bärendienst".
Im Spiel gegen Hertha kam da taktische Unmittel "Brechstange" zum tragen - nicht wirklich was für Ästheten und die Schwachstellen waren dieselben wie im Spiel gegen Dortmund.
Interressant waren die ersten Einwechslungen Naldos, als man dann mit einer verkappten Fünferkette spielte - aber das ist wohl nur ein taktisches Mittel bei Einwechslungen um den Spielstand zu halten.
 
Ich habe mit Interesse die Debatte auf den letzten Seiten verfolgt. Viele der genannten Kritikpunkte an Schaaf bzw. der taktischen Ausrichtung halte ich für plausibel und nachvollziehbar. Insofern teile ich in vielen Punkten die Argumentation der „Schaaf-Kritiker“ und Skeptiker.

Schauen wir uns nun die Rahmenbedingungen für die Arbeit von TS in dieser Saison an:
  • In 2010 und 2011 wurden bis dato über 20 Millionen € für Spieler investiert.
  • Der Stammkader mit überdurchschnittlich guten (und kostenintensiven!) und erfahrenen Bundesligaspielern wie Pizarro, Naldo, Wiese, Hunt, Fritz, Marin wäre sicherlich der Traum von vielen Buli-Mannschaften.
  • Die Wunschliste von TS für die laufende Saison mit den Zugängen von Eckici, Sokratis und Iggy konnte komplett (wenn auch sehr holprig) umgesetzt werden.
  • Erstmals seit Jahren stören nicht die europäischen Betriebsausflüge in der Woche die Vorbereitung auf die Bundesligaspiele.
  • Weiterhin müssen vergleichsweise wenig Spieler für die Nationalmannschaften abgestellt werden. Dies war in den Vorjahren auch anders.
  • Der breite Kader und die bis dato geringen Ausfälle durch Verletzungen sollten einen gesunden Konkurrenzkampf im Team befeuern .
Ich meine, dies sind nahezu ideale Voraussetzungen für erfolgreiches Arbeiten. Am Ende der Saison muss Minimum ein EL-Platz raus springen. Eine schlechtere Platzierung unter den o.g. Bedingungen wäre in der Tat für TS und (!) KA ein Offenbarungseid und ich würde ein Arbeitszeugnis mit dem Prädikat „stets bemüht“ ausstellen.

Trotz meiner latent skeptischen Gedanken hinsichtlich der Umsetzung der Schaafschen taktischen Visionen, habe ich jedoch das diffuse Empfinden, dass aktuell eine richtige gute Mannschaft heranreift. Der Reifeprozess benötigt Zeit, die ich aber gerne in gewissem Maße TS und der Mannschaft gebe.

Das Mannschaftsgebilde erscheint mir aktuell noch sehr fragil und ein Rückschlag kann vieles wieder kaputt machen. Beispielhaft sei hier die letzte Saison genannt: hier war für mich der Knackpunkt die Pokal-Niederlage in München. Nach dem besten Saisonspiel (insbesondere taktisch) begann für mich das Saison zu kippen (bis dahin war der Saisonverlauf zumindest befriedigend).

Meine Überzeugung ist, dass wir jetzt auch vor einem Wendepunkt stehen. Insbesondere das Spiel in Augsburg ist eminent wichtig. Bei einer Niederlage ist ein Verlauf wie in der vergangenen Saison denkbar. Für TS würden dann wohl die Signale auf Trennung stehen.

Ich bin jedoch gedämpft optimistisch, dass in den kommenden 3 Spielen mindestens 7 Punkte erkämpft werden und sich meine Bedenken und Skepsis als falsch erweisen...

Fazit: Mit dem vorhandenen Kader und den o.g. positiven Rahmenbedingungen muss ein europäischer Platz erreicht werden. Ansonsten sind TS und auch KA gescheitert.
 
Guter Post, Dilbert.

Nur noch einmal zum Vergleich zur letzten Saison: nach dem 10. Spieltag 14 Punkte und 19:21 Tore. Da stehen wir heute selbst bei einer Niederlage besser da. Aber sicher nicht viel besser, wie einige meinen.

Die nächsten zwei Spiele werden wegweisend sein, wie es mit Werder in dieser Saison weitergeht. Gehen die verloren, dann ist Werder im freien Fall. Absteigen tun die sicher nicht, weil andere Vereine deutlich schwächer sind, was letzte Saison einfach anders war. Die entscheidende Frage bleibt: Wer bleibt, wer geht von den Stars am Saisonende?

Ich glaube einfach, dass es den Verantwortlichen im ASR mit GF vor allem um Ruhe im Verein geht. Daher werden die wohl kaum, die Pferde wechseln wollen, weil den Meisten die Geschehnisse nach dem Abgang von Rehagel noch lebhaft in Erinnerung sind, was WL auch kürzlich auf SKY noch einmal betont hat.
 
Fazit: Mit dem vorhandenen Kader und den o.g. positiven Rahmenbedingungen muss ein europäischer Platz erreicht werden. Ansonsten sind TS und auch KA gescheitert.

Das ist ja alles nicht falsch, aber ähnliches gilt auch für:

(Bayern)
Dortmund
Stuttgart
Schalke
Leverkusen
Hoffenheim
Wolfsburg

Die müss(t)en auch alle unter die ersten 6 kommen, aber mit Werder sind das schon 8 Vereine. Und die haben allesamt bessere finanzielle Möglichkeiten als Werder (Umfeld, Stadion, Mäzen....).

Und dazu kommen dann auch noch "Überraschungsteams" wie Gladbach oder Hannover.

Gar nicht erwähnt hierbei übrigens der HSV, der zumindest auch die Ansprüche nach oben hat.


Die Zeiten, in denen man mit einem richtig guten Kader in der Bundesliga Platz 5 oder 6 sicher hatte, sind vorbei.

Die Konkurrenz ist extrem hart und man muss sich immer wieder aufs neue Beweisen. Und das ist uns - wie ich finde, trotz Ausrutscher - über die Jahre gut gelungen.
 
Das ist ja alles nicht falsch, aber ähnliches gilt auch für:

(Bayern)
Dortmund
Stuttgart
Schalke
Leverkusen
Hoffenheim
Wolfsburg

Die müss(t)en auch alle unter die ersten 6 kommen, aber mit Werder sind das schon 8 Vereine. Und die haben allesamt bessere finanzielle Möglichkeiten als Werder (Umfeld, Stadion, Mäzen....).

Und dazu kommen dann auch noch "Überraschungsteams" wie Gladbach oder Hannover.

Gar nicht erwähnt hierbei übrigens der HSV, der zumindest auch die Ansprüche nach oben hat.


Die Zeiten, in denen man mit einem richtig guten Kader in der Bundesliga Platz 5 oder 6 sicher hatte, sind vorbei.

Die Konkurrenz ist extrem hart und man muss sich immer wieder aufs neue Beweisen. Und das ist uns - wie ich finde, trotz Ausrutscher - über die Jahre gut gelungen.

Sehr guter Post! Die Worte sind treffend mMn!
 
@ Werderfan86

Ich stelle mir am Ende der Saison – Werder erreichte nach großem Kampf den 9. Platz – folgendes Gespräch zwischen Willi L. und Klaus A. vor:

Willi: Klaus, meinste nicht das ein 9. Platz ein wenig suboptimal für unseren Kader und mit Blick auf unser gemeinsam erklärtes Saisonziel ist?

Klaus: Ach Willi, das darf man nicht so eng sehen. Die paar Milliönchen, die wir in den letzten Jahren ausgegeben haben, verzockt ein ambitionierter Investment-Banker in Sekundenbruchteilen. Wir haben dafür mehrere Jahre gebraucht. Und sind immerhin in 2 aufeinanderfolgenden Jahren nicht abgestiegen. Das haben andere nicht geschafft.

Willi: Aber ein europäischer Startplatz wäre trotzdem ganz nett, irgendwie. Denke nur an die zusätzlichen Einnahmen. Mich beschleicht ganz dezent der Gedanke, dass man mit einem Kader, der nahezu 50 Millionen € im Jahr verschlingt, sich vielleicht doch ein wenig von Freiburg und Augsburg absetzen können müsste...


Klaus: Im Prinzip ja, aber denke nur an die Hamburger und die Stuttgarter. Die haben auch ihre Ziele nicht erreicht und belegen Platz 10 und 11 und somit Plätze hinter uns. Das belegt eindeutig, dass die Hamburger und die Schwaben noch unfähiger sind als wir. Darauf kann man auch mal ein Stück weit stolz sein.

Willi: So habe ich das noch gar nicht gesehen. Hast ja recht. Erfolg wird auch irgendwie total überbewertet. Du hast mich überzeugt. Ich gebe dir noch mal 20 Millionen für den Gladbacher, den die Bayern so gerne haben wollen. Da ärgere ich schön den Uli und im Vergleich zum kleinen Marin sind 20 Millionen auch nicht soviel Geld. Aber dann muss in der nächsten Saison der 8. Platz erreicht werden.

Klaus: Danke Willi! Ich wusste dass du als alter Sozi, das alles ein wenig lockerer siehst. Und ja, wenn noch ein paar weitere Verstärkungen kommen, können wir uns berechtigte Hoffnungen auf den 8. Platz machen.
 
für mich die 3. gefühlte Niederlage in Folge, Vertragsgespräche bitte bis zur Winterpausde aufschieben. Erstmal abwarten wie die nächsten Spiele laufen. Wiedereinmal erschreckend unkreativ gespielt.....Nächste Woche will ich eine Reaktion sehen und Prödl für Wolf und Ekici für Marin.
 
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