Unterm Strich stehen 6 Punkte aus den ersten 3 Bundesligaspielen. Man liegt also durchaus im Soll.
Sicherlich war gegen Freiburg am Ende etwas Glück im Spiel, wenn man in der 84. Minute den Ausgleich bekommt, muss man am Ende oft genug auch mit nur einem Punkt vorlieb nehmen.
Man könnte ebenso gut behaupten, der Ausgleich der Freiburger war glücklich, denn bis dahin, haben sie kaum was vor´s Tor gebracht. Bemessen an der Chancenverteilung, war es ein folgerichtiges Ergebnis.
Erfreulich ist, dass einige Spieler durchaus Formanstiege zu verzeichnen haben und vehement auf einen Einsatz von Beginn an hinarbeiten.
Jep, sehe ich auch so. Insbesondere die Formkurve bei Pizarro ist sehr erfreulich, denn er ist letzten Endes der Garant dafür, dass wir über ein gutes Maß an Durchschlagskraft verfügen. Dass z.B. Marko Marin oder auch Arnautovic, wirksamer sind, hängt auch von einem guten CP ab - aber das ist nur meine Meinung.
Spieltaktisch war das - wie bereits mehrfach angesprochen - ein deutlicher Rückschritt.
Jein. Es war natürlich ärgerlich, dass wieder drei Gegentore zugelassen wurden. Die Verlagerung in die Offensive birgt gewisse Risiken und geht bei uns leider zu häufig auf Kosten der Defensive. Da muss man sich natürlich fragen, ob ein 5-3 nicht doch deutlich erfreulicher ist, als ein 0-1 in Leverkusen. Mit der Freiburg-Taktik, wären wir vermutlich in LEV untergegangen. Aber wie gesagt, diese deutlich defensivere Ausrichtung, ging wiederum auf Kosten der Offensive und der Kreativität im MF. Dass durch oder nach einer Standardsituation das Tor fällt, ist doppelt ärgerlich, weil wir es dort nicht verstanden haben, unsere Angriffe konsequent zu Ende zu spielen. Das war gegen Freiburg eben anders. Ich bin aber anhand des bisherigen kurzen Saisonverlaufs durchaus optimistisch gestimmt, dass wir eine gesunde Balance finden, Fehler, wie gegen Freiburg vermeiden und dennoch anhand der hohen individuellen Klasse im Kader, eigene Chancen kreieren und nutzen werden. Ohne Fehler und Gegentore, werden wir auch in dieser Saison kaum auskommen.
Insofern würde ich weder das Eine, noch das Andere als den Werder-Standard bezeichnen wollen, denn wir werden nicht gegen jeden Gegner, mit der gleichen Ausrichtung auflaufen. Der Kader gibt es zumindest her, hier auf unterschiedliche Gegner, individuell reagieren zu können. Daran wird letztlich Thomas Schaaf zu messen sein.