QUOTE=Felissilvestris;1640374]Ist da tatsächlich das Versagen allein bei der Politik? Oder liegt es auch beim teils wiedersprüchlichen Verhalten der Menschen ganz allgemein?
Mit der Größe einer Gruppierung steigt auch ihre Widersprüchlichkeit.
Spaß beiseite, ich gehe davon aus, daß Du meinst, daß die Menschen oder korrekter formuliert Teile von ihnen den Komfort und den (persönlich mehr oder weniger relativen) Wohlstand des 21. Jahrhunderts in Anspruch nehmen möchten, aber punktuell nicht dazu bereit sind, den Preis dafür zu zahlen; et.[/QUOTE]
Nicht nur. Sondern ich meine ganz konkret auch, dass man nicht nur den Preis zahlen muss, sondern eben auch den Umstieg ganz konkret möglich machen muss, und einfach nict "gegen alles" sein kann.
Nehmen wir den BUND. Durchforstet man deren Internetpräsenz, dann wird man sehen, dass diese gegen den Atomstrom sind. Man wird auch finden, dass sie gegen Strom aus der Kohle sind. Dann findet man: Ok, sie sind für so genannte regnerative Energien. Sehr schön. Der Fragestellung, wie man diese in Deutschland aber aufbauen will, geht man gefliessentlich aus dem Weg. Die Antworten auf die gesamten komplexen Fragen des Netzausbaus beschränken sich auf folgenden Absatz:
(...)Zukunft der Stromnetze: Der BUND nimmt Stellung zur Frage des Ausbaus der Stromnetze. Für den BUND hat die Energieeffizienz Vorrang, auf diesem Weg kann der Ausbaubedarf gesenkt werden. Zudem sollten dezentrale Konzepte inkl. dezentraler Speicher entwickelt werden. Beim Bau neuer Stromtrassen muss klar sein, dass diese den erneuerbaren Energien dienen und nicht alten Atom- und neuen Kohlekraftwerken. Bei Planungsprozessen müssen alle Netzdaten offengelegt werden. Der Naturschutz ist prioritär zu beachten dies gilt auch bei Erdkabeln.
Quelle:
bund.net
Das ist wachsweich und völlig inhaltsleer, weil es sich nicht ansatzweise mit der Gesamtproblematik auseinandersetzt. Das krtisiere ich. Thema Energieeffizienz: Alle Energiesparmaßnahmen, bedeuten erstmal in Energieinvestitionen. Dämmstoffe müssen hergestellt werden. Die Produktion von Energiesparlampen - ganz abgesehen von dem ganzen Giftstoffen die benötigt werden - ist weit energieintensiver als die Produktion einer normalen Glühlampe.
Übrigens: Es wird ja immer wieder gerne betont, wie "billig" Atomstrom doch sei - aber die Befürworter der Kernenergie lassen es dabei gerne unter den Tisch fallen, daß
Atomstrom mit über 40 Milliarden durch den Bund subventioniert wurde.
Auch auf dieser Plattform wurde zur Sanierung des Bundeshaushalts ein Subventionsabbau gefordert, vllt. sollte man an diesem Milliardengrab anfangen.
Vielleicht sollte man der Ehrlichkeit halber sagen, dass die AKW alle von der Bundesrepublik bzw. der DDR gebaut wurden und diesen gehörten. Bei der Bundesrepublik eben über ihr oder ihren Ländern gehörenden Energieunternehmen.