Hamburger SV - Die Wiederaufgestiegenen

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Jup...


auch so auf HSV.de

Meiner Meinung nach wesentlich tragischer/weitreichender als die Niederlage heute...

Aus wirtschaftlicher Sicht ist die nicht efolgte Vertragsverlängerung auf dem ersten Blick sicher ein Verlust, aber bei allen Verdiensten von Hoffmann ist er auch keine unersetzbare Finanz-Koryphäe.

Rein sportlich betrachtet sind seine Verdienste eher durchwachsen. Unter seiner Ägide hat der HSV zwar im Gegensatz zu den anderen Jahren der Post-Happel-Ära es vermeiden können, eine Saison auf einem zweistelligen Tabellenplatz zu beenden, aber ständige Berg- und Talfahrten zwischen Platz 3 und 9 entsprechen nicht den Ansprüchen des HSV. Hinzu kommt der imense Trainerverschleiß, bei denen zwar auch zwei Rücktritte enthalten waren, aber auch diese haben wohl mehr oder weniger in Bernd Hoffmann ihre Begründung.

Unter dem Sprich bleibt das Fazit, daß Bernd Hoffmann den HSV-Karren festgefahren hat, so daß sich im neuen Jahr die Chance für eine sportliche bessere Zukunft des HSV eröffnet und manche Werderaner es ähnlich sehen, weshalb sie mit diesem Transparent für einen Verbleib votieren.

Das Abstimmungsergebnis mit 7:5 ist von den Mehrheitsverhältnissen ein sehr knappes Ergebnis, Hoffmann genoß zwar mehrheitlich das Vertrauen im AR, jedoch nicht in der für eine Vertragsverlängerung benötigen 2/3-Mehrheit; diese Uneinigkeit im AR kann für eine schalgzeilenträchtige Nachfolgersuche sorgen...
 
...Unter dem Sprich bleibt das Fazit, daß Bernd Hoffmann den HSV-Karren festgefahren hat, so daß sich im neuen Jahr die Chance für eine sportliche bessere Zukunft des HSV eröffnet und manche Werderaner es ähnlich sehen, weshalb sie mit diesem Transparent für einen Verbleib votieren.

Das Abstimmungsergebnis mit 7:5 ist von den Mehrheitsverhältnissen ein sehr knappes Ergebnis, Hoffmann genoß zwar mehrheitlich das Vertrauen im AR, jedoch nicht in der für eine Vertragsverlängerung benötigen 2/3-Mehrheit; diese Uneinigkeit im AR kann für eine schalgzeilenträchtige Nachfolgersuche sorgen...
Mein Fazit sieht doch ein wenig anders aus.
Und da bin ich nicht alleine (... wie man auch hier in einigen Foren- Freds klar sehen kann).

Vor Hoffmann war der Club finanziell gefährdet.
Vor Hoffmann hatten wir einen sportlich unterdurchschnittlichen Kader.

All das hat sich unter Hoffmann geändert und lief in eine richtige Richtung. und auch die aktuelle sportliche Misere ändert nichts an der meiner Meinung nach richtigen Tendenz.

Er hat sicher Fehler gemacht. Sein größter war, dass er sich für einen Fussball- Fachmann gehalten hat. Und das wurde ihm wohl zum Verhängnis.

Ich geh allerdings davon aus, dass der Aufsichtsrat von der Basis in Zukunft richtig Druck bekommt.
 
@ 69Tom

Das der HSV unter ihm besser dasteht als in den Jahren davor, habe ich auch nicht bezweifelt, ganz im Gegenteil, ich habe es sogar gepostet. Mit "den Karren festgefahren" meinte ich vielmehr, daß es auf dem von Hoffmann Erreichten zu keiner im Sinne des HSV langfrsitig positiven Weiterentwicklung im sportlichen Bereich gekommen ist. Dazu hat Hoffmann als Schwunggeber im Trainerkarussell des HSV einen nicht unerheblichen Beitrag geleistet, denn jedes Jahr ein neuer Trainer bedeutet oft ein neues System und auch neue Spieler, so daß es nicht verwunderlich ist, daß dem HSV für den Erfolg so elementare Dinge wie ein funktionierendes Team und Kontinuität fehlen.

Aber wie soll die Basis Druck auf den AR ausüben, wenn diese selbst untereinander zerstritten ist? Vor einigen Monaten haben sich Hoffmann-Befürworter und -Gegner auf den Rängen geprügelt – das soll kein Maßstab sein, aber es zeigt zumindest, wie Tief die Kluft in der HSV-Basis mittlerweile ist und auch in verschiedenen Foren und virtuellen Leserbriefe mehren sich kritische Stimmen über die Basis, so war z.B. vermehrt zu lesen, daß sich viele Fans von den führenden Köpfe der Supporters nicht mehr vertreten fühlen, weil diese (so zumindest der kolportierte Vorwurf) weniger als Interessenvertreter sondern mehr aus aus populistischen und/oder persönlichen Gründen agieren.
 
Wenn Hofmann und Kraus gehen könnte der HSV tatsächlich mal aus seinem Loch finden. Finanziell haben sie aus Hamburg den zweitstärksten Verein in Deutschland gemacht, sicherlich ein Vorteil für potenzielle Nachfolger.

Arnesen war mir ehrlich gesagt kein Begriff, aber der scheint ein äußerst kompetenter Mann zu sein, der bestimmt nicht nur aus Langeweile beim HSV unterschrieben hat.

Bin auf jeden Fall mal gespannt was sich bei den Stellingern in der nächsten Saison so tut.
 
Welchen Teil der Basis meinst du? Nach dem, was ich aus der Berichterstattung zur Aufsichtsratswahl verfolgt habe, waren es doch gerade die besonders lautstarken Elemente der Basis, die jeden gewählt haben, der Widerstand gegen Hoffmann versprach, oder?

Ich persönlich denke, dass es auf der einen Seite einen großen Teil der Fans gibt, die Hoffmanns Arbeit durchaus würdigen / schätzen.
Schaut man in die Foren (selbst im SC- Forum), kann man das Gefühl bekommen, dass es doch ne Menge Hoffmann- Sympatisanten gibt.

Aber definitiv gibt es auch einen Teil, der sich klar gegen Hoffmann positioniert hat ... und ärgerlicher Weise recht gut organisiert sind (z.B. die "wenigen Ausgesuchten" etc pp).
Genau die haben es geschafft, ihre Leute zur AR- Wahl zu aktivieren... mit dem bekannten Ergebnis.


Noch mal was zu den Hoffmann- Kritiken.

Hab ich im HSV- Forum gefunden und trifft meiner Meinung nach den Nagel auf den Kopf.
Und da Flashman ja auch hier durchaus bekannt ist, nem ich mir mal die Freiheit raus und poste das.

Seit zu Guttenberg ja durchaus legitim.. ;)

Nee, den Fehler mach ich mal nicht.

Zitat von Flashman:
"...die art und weise wie hoffmann angegangen wurde war und ist unreflektiert und ziemlich substanzlos. und nur daraus resultiert der schutzreflex. wenn ich höre, dass hoffmann wahlweise einmischung in sportliche belange oder die trainerfluktuation, beides schliesst sich gegenseitig aus, vorgeworfen wird, je nachdem wie es gerade passt, eine "ungute art der mitarbeiterführung", was für ein gag und nie belegt, die spodir-suche, nicht seine aufgab etc. pp., dann zeigt das, dass es um die person und nicht um die sache ging. dabei gehen natürlich die paar wenigen, sehr wenigen, unter, die an hoffmann eine vernünftige kritik geäussert haben. das sind dann aber auch nicht unbedingt diejenigen, die per ultimo seinen rauswurf fordern, denn die sehen vermutlich ebenso vernünftig den gehalt der kritik gegenüber dem gewicht der positiven gesamtentwicklung des vereins, die er zu verantworten hat.

um es einfach auszudrücken: die fans, die gegen hoffmann sind, sind es vermutlich in ihrer mehrzahl aus ihrer enttäuschung über den verpassten titel. hoffmann könnte vermutlich alles, was ihm vorgeworfen wird tatsächlich verkörpern und diese fans würden ihm ein denkmal bauen, wenn dieser titel geholt worden wäre. sie sind einfach nicht in der lage, intellektuell den fortschritt des vereins zu erfassen und was dieser große umbruch vermutlich tatsächlich bedeuten wird: erstmal einen großen schritt zurück und jede menge ungewissheit über die qualität des nachfolgers. und befördert wird das durch ein paar traditionalisten im ar, die sich aus den alten vereinsstrukturen und der fan-gruppierung rekrutieren, sowie den von letzteren unterstützten spinnern erhardt und hunke, die in meinen augen so offensichtlich populistisch, verlogen und gehaltlos agieren, dass es mich vor schmerzen krümmt, dass diese dann doch gewählt wurden und jetzt das zünglein an der waage spielen können.

einerlei. die pöbeleien resultieren aus der offensichtlichkeit der idiotie, die hinter diesem vorgang steckt. und nur weil sich ein paar im ton vergreifen oder das ende aller tage ausrufen, was natürlich auch unsinn ist, heisst das noch lange nicht, dass man hier einfach alle argumente über einen kamm scheren kann. du scheinst es einfach aus prinzip zu tun.

und ich bin eindeutig gegen diese entwicklung, weil ich eine unzahl von argumenten in den letzten vier jahren hier abgewogen habe und mir eine sehr eindeutige meinung über die positiven aspekte von hoffmans und beiersdorfers arbeit und die gehaltlosigkeit der vorwürfe und deren offensichtlich zu grunde liegender motivation gebildet habe. und dann kommst du und stellst theoretische erwägungen über die prinzipielle gleichwertigkeit aller standpunkte an...

... sorry, aber das geht mir echt tierisch auf die nerven. nichts für ungut."

Zitat Ende!!!
 
Die große Frage ist, was kommt nach Hoffmann. Der ganz große sportliche Erfolg ist ausgeblieben. Aber hätte das bei dem Umfeld irgendjemand besser machen können? Hat Hoffmann wirklich die Macht gehabt, um die Entscheidungen jetzt größtenteils allein zu verantworten? ich denke nicht. Man schaue doch nur wie sich der HSV vor Hoffmann präsentiert hat. Das war unter dem Strich wesentlich schlechter.

Im Hamburg muss man endlich lernen, dass Erfolge nur dann eingefahren werden können, wenn man sich ein langfristiges Konzept zu Recht legt und dieses auch mal durchhält, wenn es eine Durststrecke gibt. Bestes Beispiel ist der BVB in den letzten zwei Jahren. Am Anfang der vergangenen Saison lief es in Dortmund überhaupt nicht, aber man blieb ruhig. Und der Erfolg stellte sich wieder ein. Man kam in die EL und wird dieses Jahr wohl Deutscher Meister.
 
Der HSV versinkt im Chaos.

Veh tritt zum Saisonende zurück - gesucht wird der 8. Trainer in 8 Jahren

Ein Schuhverkäufer soll neuer Vorstandsvorsitzender werden...

:lol:
 
Ist natürlich reine Spekulation, aber nach den Vorfällen auf den obersten Etagen beim HSV in den letzten Jahren sind solche Gedankenspiele natürlich nicht abwegig.
 
Ich sehe mich nicht als Hoffmann Gegner.
Bernd H. hat sehr viel für den Verein getan, vorallem im finanziellen Bereich.
Leider ist die sportliche bei weitem nicht so gestiegen wie die wirtschaftliche Entwicklung. Damit meine ich die Platzierung in der Bundesliga.
Mit dem Kader der vergangen 3-4 Jahre hätte man eigentlich deutlich besser in der Bundesliga abschneiden müssen.
Der Widerstand gegen Bernd H. im Verein hat die letzten Jahre doch ein wenig zugenommen.
Evtl. ist ein Neuanfang mit einem kompletten neuen Vorstand auch ein richtiger Weg.
Nur der Zeitpunkt ist meiner Meinung nach einfach eine Katastrophe.
Im Sommer soll ein Umbruch der Mannschaft vollzogen werden, der auch notwendig ist.
Wenn man sich jetzt aber überlegt, dass die Kaderzusammenstellung und die Trainerwahl für die neue Saison von einem Vorstand durchgefährt werden soll, der in ein paar Wochen nicht mehr im Verein ist oder dort nichts mehr zu sagen hat, dann gute Nacht HSV.

Daher ist das Votum des AR gegen Bernd H. nicht nachvollziehbar, den Vertrag nicht zu verlängern, da der Sportchef erst im Sommer da ist und vorallem es noch keinen neuen Trainer und keinen neuen VV gibt.

Bei der Nichtverlängerung des Vertrages spielen dann wohl eher persönliche Gründe eine Rolle als wirtschaftliche.
 
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