Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
wie viele spiele soll werder denn noch vergeigen bis was passiert?viele fans bzw.(viel) auch die führungsetage schwelgen doch nur in der vergangenheit und setzen bzgl. der person schaaf allein auf das prinzip hoffnung...natürlich wird werder unter schaaf wieder spiele gewinnen und auch nicht absteigen! aber muss wirklich der abstieg (als ultima ratio) das kriterium sein, an welchem die zukunft schaafs festgemacht wird? ich hoffe es nicht...bin mir aber ziemlich sicher das es so ist...ohne abstieg ändert sich nichts und eine zweite saison wie diese wäre finanziell wohl mit erheblichen abstrichen verbunden...was gleichbedeutend wäre mit dem absturz ins mittelmaß...
 
Ich bin sogar der Meinung, auch im Falle eines Nicht-Abstiegs den Trainer nicht mehr weiter machen zu lassen (wie du selbst ja auch)
Das hätte nur dann einen Sinn, wenn man damit vernünftigerweise die zutage tretenden Probleme langfristig lösen könnte. Genau das halte ich aber aufgrund der Vielschichtigkeit der Schwierigkeiten für äußerst fragwürdig.

Einen 100%igen Umbruch kann und wird es nicht geben, von daher sollte man unabhängig von Klassenerhalt oder Abstieg KATS nicht gleich die Tür vor die Nase zuschlagen. Aber nach dieser Saison muß im Interesse von Werder Bremen vieles auf dem Prüfstand, und davor können auch KATS nicht verschont bleiben, weil die beiden an diesem jähen sportlichen Absturz einen nicht unerheblichen Anteil haben. KATS sollten auf Exerzitien gehen und ihre Arbeit selbstkritisch überdenken und im Sinne von Werder Bremen ein klares, zukunftträchtiges Konzept vorlegen, aus dem auch die Bereitschaft einer Änderung der eigenen Vorgehensweise, sprich dem Abstellen von den gleichen, jahrlang gemachten Fehlern ihres Tuns ersichtlich ist und dazu gehört selbstverständlich auch, das im Kader "ausgemistet" wird. Falls KATS aber ihr "wir machen so weiter wie bisher" und "wir vertrauen dem vorhandenen Spielermaterial" fortsetzen, dann ist es nicht auszuschließen, daß dann ähnliches bei Werder Bremen passieren kann wie in den 70er Jahren, wo man sportlich und wirtschaftlich Jahr für Jahr um die Existenz kämpfen mußte.
 
Einen 100%igen Umbruch kann und wird es nicht geben, von daher sollte man unabhängig von Klassenerhalt oder Abstieg KATS nicht gleich die Tür vor die Nase zuschlagen. Aber nach dieser Saison muß im Interesse von Werder Bremen vieles auf dem Prüfstand, und davor können auch KATS nicht verschont bleiben, weil die beiden an diesem jähen sportlichen Absturz einen nicht unerheblichen Anteil haben. KATS sollten auf Exerzitien gehen und ihre Arbeit selbstkritisch überdenken und im Sinne von Werder Bremen ein klares, zukunftträchtiges Konzept vorlegen, aus dem auch die Bereitschaft einer Änderung der eigenen Vorgehensweise, sprich dem Abstellen von den gleichen, jahrlang gemachten Fehlern ihres Tuns ersichtlich ist und dazu gehört selbstverständlich auch, das im Kader "ausgemistet" wird.

Da stimme ich dir weitgehend zu, auch wenn man über die "gleichen, jahrelang gemachten" Fehler streiten kann.

Falls KATS aber ihr "wir machen so weiter wie bisher" und "wir vertrauen dem vorhandenen Spielermaterial" fortsetzen, dann ist es nicht auszuschließen, daß dann ähnliches bei Werder Bremen passieren kann wie in den 70er Jahren, wo man sportlich und wirtschaftlich Jahr für Jahr um die Existenz kämpfen mußte.

Da wirfst du in meinen Augen zwei Dinge in einen Topf, die so nicht zusammen gehören. Die Aussage, dass man den vorhandenen Spielern vertraue, ist keine absolute Aussage, sondern dient eher dem Schutz der Spieler in der Öffentlichkeit. Schließlich kann man schlecht öffentlich die Spieler für unfähig erklären und anschließend von ihnen erwarten, dass sie sich - wenn sie denn doch mal spielen - für den Verein zerreißen, der sie in die Pfanne gehauen hat. Dennoch wird fraglos immer nach Verstärkungen für alle Mannschaftsteile gesucht, wie die Neuverpflichtungen im Winter und im Sommer gezeigt haben. Ein "Weiter so wie bisher" kann ich auch nicht erkennen. Zwar gibt es ein grundsätzliches Konzept, das über Jahre Bestand hat, aber an den Feinheiten ist während der gesamten Zeit immer wieder geschraubt worden.
 
Was jahrelang ein Musterbeispiel für Kontinuität war, kann uns jetzt zum Verhängnis führen. TS steht sozusagen für Werder Bremen. Niemand hat die notwendige Distanz, um eine Entscheidung zu treffen. Somit befindet man sich in einer Falle, die die Aufschrift "Handlungsunfähigkeit" trägt. Der Trainer kann sich nur selber entlassen. Kein anderer Verantwortliche wird dazu den Mumm haben.
Aber neben TS sollte man vor allen Dingen die Verantwortlichkeit von KA und dem Aufsichtsrat nicht unterschätzen. An diesen Stellen sitzen Leute, die sehr stark für die verpassten wirtschaftlichen Möglichkeiten des Werder-Booms verantwortlich zeichnen. Dort müsste auch die Säge angesetzt werden. Doch diese Erbhöfe sind leider unantastbar.
 
wie viele spiele soll werder denn noch vergeigen bis was passiert?viele fans bzw.(viel) auch die führungsetage schwelgen doch nur in der vergangenheit und setzen bzgl. der person schaaf allein auf das prinzip hoffnung...natürlich wird werder unter schaaf wieder spiele gewinnen und auch nicht absteigen! aber muss wirklich der abstieg (als ultima ratio) das kriterium sein, an welchem die zukunft schaafs festgemacht wird? ich hoffe es nicht...bin mir aber ziemlich sicher das es so ist...ohne abstieg ändert sich nichts und eine zweite saison wie diese wäre finanziell wohl mit erheblichen abstrichen verbunden...was gleichbedeutend wäre mit dem absturz ins mittelmaß...

Sehe ich genauso, aber mit Mittelmaß wäre ich dann schon sehr sehr zu frieden, denn in den meisten anderen Vereinen sitzen jetzt wirklich sehr sehr gute Leute , das können wir nach meiner Meinung nach, von unseren Leuten nicht mehr behaupten .
Denke eher wir spielen die nächsten Jahre gegen den Abstieg, sofern sich nichts grundlegendes ändert, was ich nicht glaube . In diesen Jahr wird es schon sehr eng .
 
Was jahrelang ein Musterbeispiel für Kontinuität war, kann uns jetzt zum Verhängnis führen. TS steht sozusagen für Werder Bremen. Niemand hat die notwendige Distanz, um eine Entscheidung zu treffen. Somit befindet man sich in einer Falle, die die Aufschrift "Handlungsunfähigkeit" trägt. Der Trainer kann sich nur selber entlassen. Kein anderer Verantwortliche wird dazu den Mumm haben.
Aber neben TS sollte man vor allen Dingen die Verantwortlichkeit von KA und dem Aufsichtsrat nicht unterschätzen. An diesen Stellen sitzen Leute, die sehr stark für die verpassten wirtschaftlichen Möglichkeiten des Werder-Booms verantwortlich zeichnen. Dort müsste auch die Säge angesetzt werden. Doch diese Erbhöfe sind leider unantastbar.

Das mag sein, dass bei Werder eine "Familie" zusammengewachsen ist, die sich gegenseitig nicht in die Pfanne haut. Das betrifft aber m.E. nicht alle Verantwortlichen. Ich glaube nämlich, dass im Aufsichtsrat (mit Ausnahme von Willi Lemke) Leute sitzen, die die nötige Distanz zum Verein mitbringen, um auch mal eine unpopuläre Entscheidung ins Rollen zu bringen. Und letztendlich funktioniert ja auch der AR als Gremium mit Mehrheitsbeschlüssen wo auch die Stimme eines alt eingesessenen Willi Lemke, der Schaaf und Allofs schon ewig kennt, nur einfach zählt.

Deshalb denke ich, dass ohne Last-Minute-Tor in Mainz und bei einer Niederlage gegen Hannover die Notbremse gezogen worden wäre. Dann wäre Hannover vermutlich Schaaf's Schicksalsspiel gewesen, spätestens Hamburg. Denn soviel man von ihm halten mag, irgendwann ist man an dem Punkt wo es so knapp wird, dass auch ein kurzfristiger "Aha-Effekt" durch einen Trainerwechsel die rettenden Punkte bringen kann.

Was die verpassten wirtschaftlichen Möglichkeiten angeht, so glaube ich nicht dass dies in erster Linie an konkreten Köpfen festzumachen ist. Die finanzielle Linie die in den letzten Jahren gefahren wurde, folgt meiner Meinung nach der grundsätzlichen Strategie von Werder Bremen und würde vermutlich selbst dann nicht wesentlich verändert werden, wenn im Vorstand und Aufsichtsrat ein Neubeginn mit neuen Gesichtern gestartet wird.

Ich habe das kürzlich neu formulierte Leitbild jetzt nicht parat, aber ich könnte mir vorstellen dass die angesprochene strategische Ausrichtung auch dort Erwähnung findet. In diese Strukturen müsste sich neues Führungspersonal m.E. einfügen.
 
Das hätte nur dann einen Sinn, wenn man damit vernünftigerweise die zutage tretenden Probleme langfristig lösen könnte. Genau das halte ich aber aufgrund der Vielschichtigkeit der Schwierigkeiten für äußerst fragwürdig.

Erstens glaube ich kaum, dass TS für ALLE unsere Probleme verantwortlich ist. Insofern würde ein Trainerwechsel natürlich nicht von heute auf morgen aus Werder wieder eine CL-würdige Mannschaft machen.

Ungeachtet dessen macht ein Trainerwechsel für mich dennoch Sinn, denn ich sehe es auch nicht zwangsläufig so, dass TS immer das Optimum aus der Mannschaft geholt hat. Seine Verdienste in allen Ehren, aber mindestens eine Meisterschaft haben wir auch schlicht und einfach vergeigt (Stuttgart konnte nutznießen).
 
Deshalb denke ich, dass ohne Last-Minute-Tor in Mainz und bei einer Niederlage gegen Hannover die Notbremse gezogen worden wäre. Dann wäre Hannover vermutlich Schaaf's Schicksalsspiel gewesen, spätestens Hamburg. Denn soviel man von ihm halten mag, irgendwann ist man an dem Punkt wo es so knapp wird, dass auch ein kurzfristiger "Aha-Effekt" durch einen Trainerwechsel die rettenden Punkte bringen kann.

Zu spät! Ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt wird keinen Erfolg bringen. Du wirst vielleicht im ersten Spiel danach einen gewissen Effekt spüren und dann wird nichts weiter passieren. Trainer darfst du nur während der Hinrunde tauschen, wenn du noch in der laufenden Saison einen Positiveffekt haben willst. Dann ist nämlich noch eine Vorbereitung (auf die Rückrunde) und ein Transferfenster vorhanden, so dass ein neuer Trainer seine Ideen einigermaßen einarbeiten kann.
 
@ Stubentiger

Ich meine mich daran zu erinnern, daß ich schon öfters gehört und gelesen habe, daß der Monat mit den meisten Trainerentlassungen im März ist.

Abgesehen davon kann man es pauschal nicht beantworten, wann der richtige Zeitpunkt für eine personelle Veränderung auf der Trainerbank ist, Thomas Schaaf z.B. wurde im Mai Nachfolger für den entlassenen Magath.
 
@ Stubentiger

Ich meine mich daran zu erinnern, daß ich schon öfters gehört und gelesen habe, daß der Monat mit den meisten Trainerentlassungen im März ist.

Abgesehen davon kann man es pauschal nicht beantworten, wann der richtige Zeitpunkt für eine personelle Veränderung auf der Trainerbank ist, Thomas Schaaf z.B. wurde im Mai Nachfolger für den entlassenen Magath.

Und die meisten Trainerwechsel verpuffen mit der Zeit, wenn kein klares mittelfristiges Konzept dahinter steht.
Und die Entlassung von Magath war auch schon sehr viel länger überfällig. Dennoch - und damit habe ich mir nicht zwingend viele Freunde gemacht - war ich auch damals der Meinung, dass die Mannschaft die Klasse auch mit Magath gehalten hätte. Die Entwicklung danach wäre allerdings höchstwahrscheinlich nicht so gekommen, wie sie gekommen ist.
 
Da wirfst du in meinen Augen zwei Dinge in einen Topf, die so nicht zusammen gehören. Die Aussage, dass man den vorhandenen Spielern vertraue, ist keine absolute Aussage, sondern dient eher dem Schutz der Spieler in der Öffentlichkeit. Schließlich kann man schlecht öffentlich die Spieler für unfähig erklären und anschließend von ihnen erwarten, dass sie sich - wenn sie denn doch mal spielen - für den Verein zerreißen, der sie in die Pfanne gehauen hat. Dennoch wird fraglos immer nach Verstärkungen für alle Mannschaftsteile gesucht, wie die Neuverpflichtungen im Winter und im Sommer gezeigt haben. Ein "Weiter so wie bisher" kann ich auch nicht erkennen. Zwar gibt es ein grundsätzliches Konzept, das über Jahre Bestand hat, aber an den Feinheiten ist während der gesamten Zeit immer wieder geschraubt worden.

Ob die Aussage, daß man den vorhandenen Spielern vertraut zu deren Schutz vor der Öffentlichkeit dient, darüber kann man diskutieren. Für die hiesigen Verhältnisse halte ich es für sehr unwahrscheinlich, weil es hier im Gegensatz z.B. wie in Stuttgart noch nicht zu Sitzblockaden oder ähnlichen Szenen gekommen ist, in denen Fans der eigenen Mannschaft auf ziemlich massiver Weise ihren Unmut über die gezeigten Leistungen zu Verstehen gegeben haben.

Außerdem dienen Neuverpflichtungen - in Form von sofortigen Verstärkungen und nicht von Talenten, die uns irgendwann einmal vielleicht weiterhelfen können - nicht dazu, um den vorhandenen Kader öffentlich eine Unfähigkeit zu attestieren (womit man in der Hinrunde zumindest in punkto Einstellung sogar recht gehabt hätte), sondern um die Konkurrenz im Kader und damit auch dessen Leistungsvermögen zu erhöhen. Und das kann wohl keinem Kader schaden, egal ob man nur einen Punkt vor dem Relegationsplatz oder einen Punkt hinter dem CL-Quali-Platz steht.
 
Zu spät! Ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt wird keinen Erfolg bringen. Du wirst vielleicht im ersten Spiel danach einen gewissen Effekt spüren und dann wird nichts weiter passieren. Trainer darfst du nur während der Hinrunde tauschen, wenn du noch in der laufenden Saison einen Positiveffekt haben willst. Dann ist nämlich noch eine Vorbereitung (auf die Rückrunde) und ein Transferfenster vorhanden, so dass ein neuer Trainer seine Ideen einigermaßen einarbeiten kann.

1000 % :tnx::tnx: Zustimmung
Die Stellschraube hätte schon vor Jahren passieren müssen( od. dann aller spätestens zur Winterpause) , hinzu kommt allerdings das Versagen von Klaus Allofs der letzten 1-2 Jahren, mit der Krönung, dem Verkauf von Allmaida. Jetzt können wir nur noch Kerzen aufstellen und beten und hoffen das andere Mannschaften noch schlechter sind
 
Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis jemand wegen des Rechtschreibfehlers daherkommt. Hätte allerdings eher auf WOMLSascha oder den Bären getippt ;)

Alte WOL-Weisheit: Wer den Namen eines Spielers falsch schreibt, ist kein Werder-Fan und hat sowieso keine Ahnung
 
Und die Entlassung von Magath war auch schon sehr viel länger überfällig. Dennoch - und damit habe ich mir nicht zwingend viele Freunde gemacht - war ich auch damals der Meinung, dass die Mannschaft die Klasse auch mit Magath gehalten hätte. Die Entwicklung danach wäre allerdings höchstwahrscheinlich nicht so gekommen, wie sie gekommen ist.

Diese Meinung hast Du wohl ziemlich exkusiv. ;)

Ich erinnere mich noch sehr gut an Magaths letztes Spiel am Freitag, den 7.5.99, wo man eine (nicht zuletzt durch Magath) völlig verunsicherte, indisponierte Werder-Mannschaft miterleben mußte, die gegen Abstiegskonkurrent Frankfurt eine 1:2-Heimniederlage kassierte, nach der viele Werder-Fans kreidebleich und mit Tränen in den Augen das Stadion verließen. Als Thomas Schaaf am 10.05. zum Chefcoach befördert wurde, ging ein Ruck durch die Mannschaft und als einen Tag später Schalke 04 im Weserstadion mit 1:0 bezwungen wurde, sprang dieser Funken von Beginn an auf das vier Tage vorher noch völlig verzweifelte und fassungslose Publikum über, welches die Mannschaft dermaßen nach vorne gepeitscht hat, wie man es zuvor und dannach nicht wieder im Weserstadtion erlebt hat.

Es ist natürlich hypothetisch, aber ich bin auch 12 Jahre dananch überzeugt, daß dieser Ruck mit drei Siegen in Folge und damit der Klassenerhalt unter Magath nicht möglich gewesen wäre.
 
Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis jemand wegen des Rechtschreibfehlers daherkommt. Hätte allerdings eher auf WOMLSascha oder den Bären getippt ;)

Alte WOL-Weisheit: Wer den Namen eines Spielers falsch schreibt, ist kein Werder-Fan und hat sowieso keine Ahnung

Na, das habe ich ja nirgendwo geschrieben. Aber es macht Aussagen zu Wechselhintergründen, die kaum einer von uns kennt, nicht unbedingt solider, wenn man den Namen des Spielers überhaupt nicht schreiben kann. Das ist ja kein Tippfehler mehr und wenn ich der Überzeugung bin, dass Almeida unser Heilsbringer gewesen wäre, sollte ich doch schon mal irgendwo seinen Namen gelesen und auch behalten haben, oder?

Ich schreibe ja auch nicht, dass ich Timo Schnupf und Knut Antons für die das beste Trainer/Manager Gespann in der Vereinsgeschichte halte und erwarte dann respektvolles Kopfnicken.;)
 
Dennoch wird fraglos immer nach Verstärkungen für alle Mannschaftsteile gesucht, wie die Neuverpflichtungen im Winter und im Sommer gezeigt haben. Ein "Weiter so wie bisher" kann ich auch nicht erkennen. Zwar gibt es ein grundsätzliches Konzept, das über Jahre Bestand hat, aber an den Feinheiten ist während der gesamten Zeit immer wieder geschraubt worden.
Das sehe ich mit Verlaub deutlich anders. Vor allem Letzteres.

Dass wir heute eine Mannschaft haben, die nicht zusammenpasst, hat zwar nicht zwingend mit "Konzeptlosigkeit" zu tun, aber meiner Ansicht nach damit, dass KATS es aus unerklärlichen Gründen seit geraumer Zeit nicht mehr schaffen, zu ihrem Konzept/System kompatibles Spielerpersonal zu verpflichten, aus den eigenen Reihen zu fördern oder wie auch immer.

Diese Entwicklung lässt sich in etwa seit 2005 beobachten. Auf Ismael und Ernst kamen Frings und Naldo. Ein Stratege mit hoher Spielintelligenz und ein Abwehrorganisator wurden durch zwei Spieler ersetzt, die drangvoll und zweikampfstark sind, Qualitäten in der Balleroberung sowie in der Offensive haben, aber eben nicht für Ordnung, Organisation, Spielverständnis stehen. Schon hier hatte man Intelligenz durch Spektakel ersetzt, ein Problem, welches bis heute ursächlich für die derzeitigen Probleme ist. Nach Micoud wurde Diego geholt, ein Fussballer mit großartigen, individuellen Fähigkeiten, der für besondere Momente stand und die hängende Spitze mit dem wichtigen Überraschungsmoment hätte sein können, die uns in den Jahren vorher fehlte. Dazu mit Almeida ein reiner Mittel-/Stoßstürmer, mit Rosenberg ein reiner Konterstürmer.
Das waren allerdings drei Spieler für Positionen, die es in unserem flexiblen Rauten-System und in unserer Spielausrichtung nicht gab. Soweit erstmal okay, wenn die Absicht die gewesen wäre, eine Systemumstellung zu forcieren und damit dem veränderten Spielerpersonal Sorge zu tragen. Dann hätte man KATS erneut Weitsicht attestieren können, denn nach so vielen Jahren auf dem zu beharren, was einen noch oben geführt hat, bedeutet auch einen Mangel an Variabilität. Das ist wie in Unternehmen, die nur Leute einstellen, beschäftigen oder fördern, die so denken wie der alte Vorstand /Geschäftsführung. Dann bleiben Innovation und generell Flexibilität und Fortentwicklung vor der Tür, was in der Regel Stagnation und schleichende Rückschritte zur Folge hat.

Doch man hat die Raute und die offensive Spielausrichtung gnadenlos durchgezogen mit dem Ergebnis, dass der einst gefürchtete Kombinationsfussball nach und nach verschwand, die Konteranfälligkeit noch mehr stieg und Werder kontinuierlich schlechteren Fussball spielte.

Weiter verschärft wurden diese Defizite mit dem Baumann-Abgang für den keinerlei adäquater Ersatz geholt wurde. Wobei auch der Marin-Einkauf 2009 gewissermaßen sinnbildlich für diese Politik steht. In welchem unserer Systeme ist er effektiv einsetzbar? Das war schon letzte Saison die Frage und ist es immer noch.

Vergangene Saison waren die Defizite auf unserer zentralen Achse zunächst nicht so offensichtlich, weil Bargfrede im ersten Jahr einen phänomenalen Einstand hatte, Frings noch einmal zur Höchstform auflief aber vor allem, weil eine sehr variable Offensive hinreichend Entlastung schaffte. Offensichtlich wurden die Probleme im DM erstmals während der 5- Niederlagen- Serie, als die Offensive nicht mehr entlastete, weil Özil im (nachvollziehbaren) Tief steckte. Und dieser Offensive wurde nun zu allem Überfluss das Gehirn rausgerissen.

Selbst in der mäßigen Saison 08/09 hatten wir mit Baumann, Özil und Pizarro noch drei Spieler mit der Intelligenz, die uns heute bitter fehlt. Besonders wenn der letzte davon - Pizarro - ausfällt. Darauf hätten KATS mMn reagieren müssen. Die Reaktion waren Wesley und Arnautovic für 15 Mio., die sich beide als nichts von dem erwiesen haben, was uns hätte sofort helfen können und müssen.

Im Ergebnis dieser schleichenden Entwicklung haben wir derzeit eine Mischung aus Kämpfern und Individualisten auf dem Rasen, die als Mannschaft nicht zusammenspielen können, da ihnen das handwerkliche Rüstzeug in Form taktischer Maßgaben oder Schulung fehlt, die Spielintelligenz, dieses selber zu erlernen und umzusetzen sowie die Nebenleute, die es beibringen können.

Und damit haben wir das, was wir Woche für Woche bestaunen dürfen: es wird zu spät gestört, Pässe in die Tiefe werden nicht unterbunden, das Verschieben funktioniert nicht, wodurch unsere Außenverteidiger ständig in Verlegenheit gebracht werden. Offensiv wird ebenfalls nicht schnell nach vorne gespielt oder stümperhaft der Ball verloren, was wiederum mit einer schlechten Abstimmung zu tun hat. Solange wir keine Struktur ins OM bringen und uns zusätzlich einen Frings auf dieser strategisch wichtigen Position leisten/leisten müssen, werden wir in der BL schwerlich wieder nach vorn kommen.

Für mich eine Folge sowohl konfuser Kaderpolitik (Scouting), als auch taktischer Weiterentwicklung. Und dafür erhalten wir gerade brachial die Quittung.
 
Das sehe ich mit Verlaub deutlich anders. Vor allem Letzteres.

Dass wir heute eine Mannschaft haben, die nicht zusammenpasst, hat zwar nicht zwingend mit "Konzeptlosigkeit" zu tun, aber meiner Ansicht nach damit, dass KATS es aus unerklärlichen Gründen seit geraumer Zeit nicht mehr schaffen, zu ihrem Konzept/System kompatibles Spielerpersonal zu verpflichten, aus den eigenen Reihen zu fördern oder wie auch immer.

Diese Entwicklung lässt sich in etwa seit 2005 beobachten. Auf Ismael und Ernst kamen Frings und Naldo. Ein Stratege mit hoher Spielintelligenz und ein Abwehrorganisator wurden durch zwei Spieler ersetzt, die drangvoll und zweikampfstark sind, Qualitäten in der Balleroberung sowie in der Offensive haben, aber eben nicht für Ordnung, Organisation, Spielverständnis stehen. Schon hier hatte man Intelligenz durch Spektakel ersetzt, ein Problem, welches bis heute ursächlich für die derzeitigen Probleme ist. Nach Micoud wurde Diego geholt, ein Fussballer mit großartigen, individuellen Fähigkeiten, der für besondere Momente stand und die hängende Spitze mit dem wichtigen Überraschungsmoment hätte sein können, die uns in den Jahren vorher fehlte. Dazu mit Almeida ein reiner Mittel-/Stoßstürmer, mit Rosenberg ein reiner Konterstürmer.
Das waren allerdings drei Spieler für Positionen, die es in unserem flexiblen Rauten-System und in unserer Spielausrichtung nicht gab. Soweit erstmal okay, wenn die Absicht die gewesen wäre, eine Systemumstellung zu forcieren und damit dem veränderten Spielerpersonal Sorge zu tragen. Dann hätte man KATS erneut Weitsicht attestieren können, denn nach so vielen Jahren auf dem zu beharren, was einen noch oben geführt hat, bedeutet auch einen Mangel an Variabilität. Das ist wie in Unternehmen, die nur Leute einstellen, beschäftigen oder fördern, die so denken wie der alte Vorstand /Geschäftsführung. Dann bleiben Innovation und generell Flexibilität und Fortentwicklung vor der Tür, was in der Regel Stagnation und schleichende Rückschritte zur Folge hat.

Doch man hat die Raute und die offensive Spielausrichtung gnadenlos durchgezogen mit dem Ergebnis, dass der einst gefürchtete Kombinationsfussball nach und nach verschwand, die Konteranfälligkeit noch mehr stieg und Werder kontinuierlich schlechteren Fussball spielte.

Weiter verschärft wurden diese Defizite mit dem Baumann-Abgang für den keinerlei adäquater Ersatz geholt wurde. Wobei auch der Marin-Einkauf 2009 gewissermaßen sinnbildlich für diese Politik steht. In welchem unserer Systeme ist er effektiv einsetzbar? Das war schon letzte Saison die Frage und ist es immer noch.

Vergangene Saison waren die Defizite auf unserer zentralen Achse zunächst nicht so offensichtlich, weil Bargfrede im ersten Jahr einen phänomenalen Einstand hatte, Frings noch einmal zur Höchstform auflief aber vor allem, weil eine sehr variable Offensive hinreichend Entlastung schaffte. Offensichtlich wurden die Probleme im DM erstmals während der 5- Niederlagen- Serie, als die Offensive nicht mehr entlastete, weil Özil im (nachvollziehbaren) Tief steckte. Und dieser Offensive wurde nun zu allem Überfluss das Gehirn rausgerissen.

Selbst in der mäßigen Saison 08/09 hatten wir mit Baumann, Özil und Pizarro noch drei Spieler mit der Intelligenz, die uns heute bitter fehlt. Besonders wenn der letzte davon - Pizarro - ausfällt. Darauf hätten KATS mMn reagieren müssen. Die Reaktion waren Wesley und Arnautovic für 15 Mio., die sich beide als nichts von dem erwiesen haben, was uns hätte sofort helfen können und müssen.

Im Ergebnis dieser schleichenden Entwicklung haben wir derzeit eine Mischung aus Kämpfern und Individualisten auf dem Rasen, die als Mannschaft nicht zusammenspielen können, da ihnen das handwerkliche Rüstzeug in Form taktischer Maßgaben oder Schulung fehlt, die Spielintelligenz, dieses selber zu erlernen und umzusetzen sowie die Nebenleute, die es beibringen können.

Und damit haben wir das, was wir Woche für Woche bestaunen dürfen: es wird zu spät gestört, Pässe in die Tiefe werden nicht unterbunden, das Verschieben funktioniert nicht, wodurch unsere Außenverteidiger ständig in Verlegenheit gebracht werden. Offensiv wird ebenfalls nicht schnell nach vorne gespielt oder stümperhaft der Ball verloren, was wiederum mit einer schlechten Abstimmung zu tun hat. Solange wir keine Struktur ins OM bringen und uns zusätzlich einen Frings auf dieser strategisch wichtigen Position leisten/leisten müssen, werden wir in der BL schwerlich wieder nach vorn kommen.

Für mich eine Folge sowohl konfuser Kaderpolitik (Scouting), als auch taktischer Weiterentwicklung. Und dafür erhalten wir gerade brachial die Quittung.

Wow, nachvollziehbar und schlüssiger Beitrag :tnx:
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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