Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Dann noch einmal...

Außer dem kritischer hinterfragen:

WAS WÄRE EVTL. ANDERS BZW. BESSER GELAUFEN!

Der Trainer wäre geblieben, der Geschäftsführer ebenfalls.

Und ohne Internationales Geschäft hätten uns wahrscheinlich Leistungsträger als Özil verlassen.

In der momentanen Situatiun wäre vielleicht nichts anders gewesen, aber!!!
Man hätte einen Umbruch vornehmen können, alte festgefahrene Strukturen aufbrechen (und da meine ich insbesondere TS und seine Leiblingsspieler). Neuen jungen Talenten die Chance geben.
Jetzt stehen wir schlecht da, ohne das ganze und damit auch ohne wirkliche Sicht auf langfristige Besserung, denn selbst wenn wir da rauskommen.
Ich bin davon überzeugt das wir mit TS auch wieder darein geraden, so wie in den letzten Jahren immer wieder, zwar nicht so heftig aber trotzdem.
 
Dann noch einmal...

Außer dem kritischer hinterfragen:

WAS WÄRE EVTL. ANDERS BZW. BESSER GELAUFEN!

Der Trainer wäre geblieben, der Geschäftsführer ebenfalls.

Und ohne Internationales Geschäft hätten uns wahrscheinlich Leistungsträger als Özil verlassen.

Außer Wiese sehe ich momentan keine "Leistungsträger". Insofern verstehe ich gerade jetzt dieses Argument nicht. Ein Merte ist eben nicht wirklich ne Hilfe im Moment und ich bin mir nicht sicher, ob sein Verkauf oder ein Nichtkauf von Silvestre oder Arnautovic bzw. andere Spieler als Neuverpflichtung den Verein in eine miesere Position als der jetzigen manövriert hätte.
 
@Henne

Glücklich ist es, wenn man nach +-18 erfolglosen Spieltagen und Platz 10 (remember Wolfsburg) am Ende der Saison die Meisterschaft gewinnt.

Unglücklich ist es, wenn man nach 15 Spieltagen auf Platz 2 in eine Krise gerät und den Anschluss verliert, um sich dann nochmal aufzuraffen und wieder dahin zu kommen, wo man vorher schon war.
Wir haben +-10 von 34 Spielen am Stück versaut. Schon stark genug, wenn man danach wieder zu alter Form findet.
Du tust ja glatt so, als wenn Werder die immer wieder kehrenden Formtiefs exklusiv hätte.
Hat Bayern letztes Jahr eigentlich auch glücklich die Meisterschaft geholt? Immerhin nach 8 Spieltagen nur auf Platz 8...

Edit: Du meinst also, dass es nur diese 13 von ins. 61 Punkten waren, die uns zum 3. Platz verholfen haben?
Anscheinend scheinst du einen grossen Teil der Saison auszublenden
 
Erfolgsbesessen ist auch Daum. Nicht das ich den hier haben möchte. Aber der ist auch frei. Christian Gross, Lucien Favre?

Ich kenne Favre aus den Hertha-Zeiten hier in Berlin. Ich war überrascht, dass der Mann überhaupt solange bei Hertha Erfolg hatte. Zum Schluss dasselbe Lied wie bei Schaaf: Suspendierung einzelner, Kontakt zu wenigen, den Rest der Mannschaft hatte er verloren. Schleichender Autoritätsverlust. Die Stimmung im Team und im (zugegeben explosiven) Berliner Umfeld war grottenschlecht.

Und Gross? Nicht wirklich eine Alternative, oder?

Pro Daum! Was dieses Team nach 11 Jahren eines drögen Schaaf braucht, ist ein Motivationskünstler wie Daum. Denn Fußball spielen können die alle!
 
@Henne

Glücklich ist es, wenn man nach +-18 erfolglosen Spieltagen und Platz 10 (remember Wolfsburg) am Ende der Saison die Meisterschaft gewinnt.

Ich denke du weißt, was gemeint ist. Wenn die beiden Hauptkonkurrenten
Werders in den letzten 5 Spielen jeweils ganze 5 Punkte sammeln, ist das schon ein glücklicher Umstand. Dass es nach 34 Spieltagen verdient ist, wenn man 1., 5. oder eben 18. ist, steht auch außer Frage. Mir gehts darum, dass man die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat, denn ohne Hilfe der direkten Konkurrenz wäre man sicher nicht unter den Top 3 gelandet. In der Vorsaison stand sogar nur Rang 10 zu Buche. Es geht darum, aus solchen Warnschüssen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und dies wird meiner Meinung nach seit Jahren versäumt.

Hab mal geschaut: Das letzte Mal, wo 61 Pkt. zu Platz 3 gereicht hätten, war die Saison 2004/05. Damals wurden wir mit 59 Pkt. Dritter. Wenn man bedenkt, dass man in der Meistersaison 74 Zähler aus 32 Spielen sammeln konnte, hätte man auch damals schon zum Schluß kommen können, dass die Abgänge nicht ausreichend kompensiert wurden. Aber das ist ein anderes Thema.

Edit: @sopho: Nö, blende nix aus. Aber 29 Spiele und 48 Punkte klingt eher nach Europa - League.
 
Ich denke du weißt, was gemeint ist. Wenn die beiden Hauptkonkurrenten
Werders in den letzten 5 Spielen jeweils ganze 5 Punkte sammeln, ist das schon ein glücklicher Umstand. Dass es nach 34 Spieltagen verdient ist, wenn man 1., 5. oder eben 18. ist, steht auch außer Frage. Mir gehts darum, dass man die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat, denn ohne Hilfe der direkten Konkurrenz wäre man sicher nicht unter den Top 3 gelandet. In der Vorsaison stand sogar nur Rang 10 zu Buche. Es geht darum, aus solchen Warnschüssen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und dies wird meiner Meinung nach seit Jahren versäumt.

@henne

erkennen der Warnschüssen hin oder her.Ich glaube du vergisst dabei,
das Werder nicht unendlich viel Geld hat um sich alle Spieler Wünsche zu erfüllen,die weiter helfen den Kader zu Verbessern.Werder muss mit relativ wenig Etat jedes Jahr versuchen Top Leistungen zu bringen.Das kann nicht auf dauer Funktionieren.Das muss schon allen klar sein.Und ich sags nochmal:
Wir sind alle Verwöhnt worden durch die Erfolge der letzten Jahre ,aber die Realität ist nun mal ne andre.Klar um den Abstieg zu Spielen sollte nun nicht die Realität sein , aber es war nicht selbstverständlich das wir immer oben mitgespielt haben.
 
Wenn man sich die Diskussion in diesem Thread über den Verbleib, oder die Ablösung von TS mal zu Gemüte führt, dann tauchen im wesentlichen immer wieder dieselben Argumente auf:

Die TS-Befüworter argumentieren gerne mit den Erfolgen in der Vergangenheit,
mit fehlenden Alternativen und malen sich ein Horror-Zenario ähnlich der Nach-Rehagel-Zeit, sollte man Thomas Schaaf überstürtzt feuern.

Der TS-Gegner, argumentieren im wesentlich mit Abnutzungserscheinungen à la "Der Trainer erreicht die Mannschaft nicht mehr", "Der Kader ist falsch zusammengestellt", oder "Der Trainer hat es über Jahre nicht geschafft, unsere Defensiv-Probleme zu beheben".

Beide Parteien haben sicherlich ein Stück weit Recht. Dennoch denke ich mittlerweile, dass man eine sachliche Trainerdiskussion nur dann führen kann, wenn man die aktuelle Situation, genauso wie die Erfolge der Vergangenheit mal komplett beiseite lässt.

Generell bin ich der Meinung, dass ein Trainer letztlich auch nur ein (wenn auch wichtiges) Rädchen in der Maschinerie eines Fussballclubs ist.
Das Ziel eines jeden Vereins ist doch heutzutage, maximalen sportlichen Erfolg zu haben und darüber auch entsprechend wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen. Um sportlich erfolgreich zu sein, stehen die Spieler einer Mannschaft ständig auf dem Prüfstand. Die sportliche Leitung, sprich der Trainer, entscheidet darüber, ob ein Spieler den sportlichen Anforderungen eines Vereins genügt, oder nicht. Genauso muss man aber mMn auch einen Trainer permanent hinterfragen. Wie heisst es doch so schön: Werder ist wichtiger, als jeder Spieler. Das gleiche gilt mMn auch für einen Trainer.
Nun ist der sportliche Leiter natürlich dafür verantwortlich, ein definiertes sportliches Konzept zu implementieren und umzusetzen, wozu natürlich auch ein gewisses Maß an Kontinuität gehört. Das darf aber nicht dazu führen, dass der Trainer zur einzig unantastbaren Autorität innerhalb eines Vereins avanciert.

Ich bin mittlerweile zu demselben Schluß gekommen, wie bereits ein anderer hier (ich weiß nicht mehr, wer´s war..), nämlich das TS über Jahre genau der richtige Mann war, um aus einer grauen Maus einen Bundesliga-Spitzenklub zu formen und vor allem auch als solchen zu etablieren. Wenn es der Anspruch der Vereins ist, auch weiterhin möglichst risikofrei zu wirtschaften, in der Liga einen vorderen Tabellenplatz zu belegen und möglichst jedes Jahr international zu spielen, dann ist TS für mich nach wie vor der richtige Mann.
Wenn wir aber mal wieder eine Meisterschaft anpeilen wollen, permanent in der CL spielen wollen, oder -ganz optimistisch- dort mal mehr, als nur 6 Gruppenspiele absolvieren wollen, dann wird es mMn Zeit für eine Wachablösung auf dem Trainerposten. Dann muss meines Erachtens jemand von aussen geholt werden, der mal frischen Wind in den Verein bringt.

In solchen Dingen kann man -so leid es mir tut- sich die Bayern ruhig als Vorbild nehmen. Dort ist die Meisterschaft mitterweile das Minimalziel vor jeder Saison und auf dieses Minimalziel ist alles ausgerichtet. Da scheut man dann auch nicht davor zurück, auf Platz 2 liegend den Trainer zu feuern!
Jetzt kann man natürlich dagegen argumentieren, dass die Bayern ganz andere finanzielle Möglichkeiten haben. Aber letztlich bildet genau diese Einstellung und der dadurch erzielte sportliche Erfolg ja die Grundlage für die wirtschaftlichen Möglichkeiten.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt gesteinigt werde - aber auch ein Felix Magath geht mMn auf Schalke genau den richtigen Weg. Er will Schalke zum Meistertitel führen, und auf dieses Ziel richtet er alles aus. Nicht, dass ich es mir wünsche - aber Schalke wird in dieser Saison noch mächtig aufdrehen, da bin ich mir sicher..
 
@henne

erkennen der Warnschüssen hin oder her.Ich glaube du vergisst dabei,
das Werder nicht unendlich viel Geld hat um sich alle Spieler Wünsche zu erfüllen,die weiter helfen den Kader zu Verbessern.Werder muss mit relativ wenig Etat jedes Jahr versuchen Top Leistungen zu bringen.Das kann nicht auf dauer Funktionieren.Das muss schon allen klar sein.Und ich sags nochmal:
Wir sind alle Verwöhnt worden durch die Erfolge der letzten Jahre ,aber die Realität ist nun mal ne andre.Klar um den Abstieg zu Spielen sollte nun nicht die Realität sein , aber es war nicht selbstverständlich das wir immer oben mitgespielt haben.

Nein, alles schon klar. Aber ein Verein hat Saisonziele. Und ich habe Bedenken, dass auch nur eines davon annähernd erreicht werden kann.
 
@Werder-Mir

Die andere Frage ist aber, ob man so einen Trainer, wie du ihn dir vorstellst, überhaupt an die Weser holen kann?! Wenger, Ferguson und Mourinho kann man schon mal ausschließen.
 
Wenn man sich die Diskussion in diesem Thread über den Verbleib, oder die Ablösung von TS mal zu Gemüte führt, dann tauchen im wesentlichen immer wieder dieselben Argumente auf:

Die TS-Befüworter argumentieren gerne mit den Erfolgen in der Vergangenheit,
mit fehlenden Alternativen und malen sich ein Horror-Zenario ähnlich der Nach-Rehagel-Zeit, sollte man Thomas Schaaf überstürtzt feuern.

Der TS-Gegner, argumentieren im wesentlich mit Abnutzungserscheinungen à la "Der Trainer erreicht die Mannschaft nicht mehr", "Der Kader ist falsch zusammengestellt", oder "Der Trainer hat es über Jahre nicht geschafft, unsere Defensiv-Probleme zu beheben".

Beide Parteien haben sicherlich ein Stück weit Recht. Dennoch denke ich mittlerweile, dass man eine sachliche Trainerdiskussion nur dann führen kann, wenn man die aktuelle Situation, genauso wie die Erfolge der Vergangenheit mal komplett beiseite lässt.

Generell bin ich der Meinung, dass ein Trainer letztlich auch nur ein (wenn auch wichtiges) Rädchen in der Maschinerie eines Fussballclubs ist.
Das Ziel eines jeden Vereins ist doch heutzutage, maximalen sportlichen Erfolg zu haben und darüber auch entsprechend wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen. Um sportlich erfolgreich zu sein, stehen die Spieler einer Mannschaft ständig auf dem Prüfstand. Die sportliche Leitung, sprich der Trainer, entscheidet darüber, ob ein Spieler den sportlichen Anforderungen eines Vereins genügt, oder nicht. Genauso muss man aber mMn auch einen Trainer permanent hinterfragen. Wie heisst es doch so schön: Werder ist wichtiger, als jeder Spieler. Das gleiche gilt mMn auch für einen Trainer.
Nun ist der sportliche Leiter natürlich dafür verantwortlich, ein definiertes sportliches Konzept zu implementieren und umzusetzen, wozu natürlich auch ein gewisses Maß an Kontinuität gehört. Das darf aber nicht dazu führen, dass der Trainer zur einzig unantastbaren Autorität innerhalb eines Vereins avanciert.

Ich bin mittlerweile zu demselben Schluß gekommen, wie bereits ein anderer hier (ich weiß nicht mehr, wer´s war..), nämlich das TS über Jahre genau der richtige Mann war, um aus einer grauen Maus einen Bundesliga-Spitzenklub zu formen und vor allem auch als solchen zu etablieren. Wenn es der Anspruch der Vereins ist, auch weiterhin möglichst risikofrei zu wirtschaften, in der Liga einen vorderen Tabellenplatz zu belegen und möglichst jedes Jahr international zu spielen, dann ist TS für mich nach wie vor der richtige Mann.
Wenn wir aber mal wieder eine Meisterschaft anpeilen wollen, permanent in der CL spielen wollen, oder -ganz optimistisch- dort mal mehr, als nur 6 Gruppenspiele absolvieren wollen, dann wird es mMn Zeit für eine Wachablösung auf dem Trainerposten. Dann muss meines Erachtens jemand von aussen geholt werden, der mal frischen Wind in den Verein bringt.

In solchen Dingen kann man -so leid es mir tut- sich die Bayern ruhig als Vorbild nehmen. Dort ist die Meisterschaft mitterweile das Minimalziel vor jeder Saison und auf dieses Minimalziel ist alles ausgerichtet. Da scheut man dann auch nicht davor zurück, auf Platz 2 liegend den Trainer zu feuern!
Jetzt kann man natürlich dagegen argumentieren, dass die Bayern ganz andere finanzielle Möglichkeiten haben. Aber letztlich bildet genau diese Einstellung und der dadurch erzielte sportliche Erfolg ja die Grundlage für die wirtschaftlichen Möglichkeiten.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt gesteinigt werde - aber auch ein Felix Magath geht mMn auf Schalke genau den richtigen Weg. Er will Schalke zum Meistertitel führen, und auf dieses Ziel richtet er alles aus. Nicht, dass ich es mir wünsche - aber Schalke wird in dieser Saison noch mächtig aufdrehen, da bin ich mir sicher..

Wow. Top! :svw_applaus::svw_applaus::svw_applaus:
 
@Werder-Mir

Die andere Frage ist aber, ob man so einen Trainer, wie du ihn dir vorstellst, überhaupt an die Weser holen kann?! Wenger, Furguson und Mourinho werden es sicherlich nicht werden.

Da gebe ich Dir Recht! Deswegen habe ich auch bewusst keine Namen genannt. Inwieweit man in solchen Situationen dann die richtigen Leute findet, es letztlich wahrscheinlich schwieriger, als die passenden Spieler zu finden....
 
Und ich sags nochmal:
Wir sind alle Verwöhnt worden durch die Erfolge der letzten Jahre ,aber die Realität ist nun mal ne andre.Klar um den Abstieg zu Spielen sollte nun nicht die Realität sein , aber es war nicht selbstverständlich das wir immer oben mitgespielt haben.

Ich bin davon überzeugt, daß die wenigsten hier erfolgsverwöhnt eine regelmäßige CL-Quali erwarten - auch wenn die sportliche Leitung gerne mit diesem Ziel kokettiert. Was die meisten hier "auf die Palme bringt" ist doch die Tatsache, daß unser nominell gut bestückter Kader es vom 1. Spieltag zu selten auf die Reihe bringt, die elementaren Dinge des Fußballsports wie Kampf, Einsatz und Laufbereitschaft an den Tag zu legen, so daß diese Krise ihren Lauf nahm.

Niederlagen gehören zum Sport dazu, und über eine Pleitenserie würde man auch noch einigermaßen hinwegsehen können, wenn die elf Spieler auf dem Platz wenigstens das Gefühl vermitteln, daß sie sich gegen diese Niederlagen wehrt, nur das ist bei Werder 2010/11 zu selten der Fall gewesen.
 
Wenn man sich die Diskussion in diesem Thread über den Verbleib, oder die Ablösung von TS mal zu Gemüte führt, dann tauchen im wesentlichen immer wieder dieselben Argumente auf:

Die TS-Befüworter argumentieren gerne mit den Erfolgen in der Vergangenheit,
mit fehlenden Alternativen und malen sich ein Horror-Zenario ähnlich der Nach-Rehagel-Zeit, sollte man Thomas Schaaf überstürtzt feuern.

Der TS-Gegner, argumentieren im wesentlich mit Abnutzungserscheinungen à la "Der Trainer erreicht die Mannschaft nicht mehr", "Der Kader ist falsch zusammengestellt", oder "Der Trainer hat es über Jahre nicht geschafft, unsere Defensiv-Probleme zu beheben".

Beide Parteien haben sicherlich ein Stück weit Recht. Dennoch denke ich mittlerweile, dass man eine sachliche Trainerdiskussion nur dann führen kann, wenn man die aktuelle Situation, genauso wie die Erfolge der Vergangenheit mal komplett beiseite lässt.

Generell bin ich der Meinung, dass ein Trainer letztlich auch nur ein (wenn auch wichtiges) Rädchen in der Maschinerie eines Fussballclubs ist.
Das Ziel eines jeden Vereins ist doch heutzutage, maximalen sportlichen Erfolg zu haben und darüber auch entsprechend wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen. Um sportlich erfolgreich zu sein, stehen die Spieler einer Mannschaft ständig auf dem Prüfstand. Die sportliche Leitung, sprich der Trainer, entscheidet darüber, ob ein Spieler den sportlichen Anforderungen eines Vereins genügt, oder nicht. Genauso muss man aber mMn auch einen Trainer permanent hinterfragen. Wie heisst es doch so schön: Werder ist wichtiger, als jeder Spieler. Das gleiche gilt mMn auch für einen Trainer.
Nun ist der sportliche Leiter natürlich dafür verantwortlich, ein definiertes sportliches Konzept zu implementieren und umzusetzen, wozu natürlich auch ein gewisses Maß an Kontinuität gehört. Das darf aber nicht dazu führen, dass der Trainer zur einzig unantastbaren Autorität innerhalb eines Vereins avanciert.

Ich bin mittlerweile zu demselben Schluß gekommen, wie bereits ein anderer hier (ich weiß nicht mehr, wer´s war..), nämlich das TS über Jahre genau der richtige Mann war, um aus einer grauen Maus einen Bundesliga-Spitzenklub zu formen und vor allem auch als solchen zu etablieren. Wenn es der Anspruch der Vereins ist, auch weiterhin möglichst risikofrei zu wirtschaften, in der Liga einen vorderen Tabellenplatz zu belegen und möglichst jedes Jahr international zu spielen, dann ist TS für mich nach wie vor der richtige Mann.
Wenn wir aber mal wieder eine Meisterschaft anpeilen wollen, permanent in der CL spielen wollen, oder -ganz optimistisch- dort mal mehr, als nur 6 Gruppenspiele absolvieren wollen, dann wird es mMn Zeit für eine Wachablösung auf dem Trainerposten. Dann muss meines Erachtens jemand von aussen geholt werden, der mal frischen Wind in den Verein bringt.

In solchen Dingen kann man -so leid es mir tut- sich die Bayern ruhig als Vorbild nehmen. Dort ist die Meisterschaft mitterweile das Minimalziel vor jeder Saison und auf dieses Minimalziel ist alles ausgerichtet. Da scheut man dann auch nicht davor zurück, auf Platz 2 liegend den Trainer zu feuern!
Jetzt kann man natürlich dagegen argumentieren, dass die Bayern ganz andere finanzielle Möglichkeiten haben. Aber letztlich bildet genau diese Einstellung und der dadurch erzielte sportliche Erfolg ja die Grundlage für die wirtschaftlichen Möglichkeiten.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt gesteinigt werde - aber auch ein Felix Magath geht mMn auf Schalke genau den richtigen Weg. Er will Schalke zum Meistertitel führen, und auf dieses Ziel richtet er alles aus. Nicht, dass ich es mir wünsche - aber Schalke wird in dieser Saison noch mächtig aufdrehen, da bin ich mir sicher..

Was du schreibst ist schon richtig, ABER....

Gib TS z.B. mal nen Etat wo er sich die Spieler holen kann die Werder braucht um eben Cl,Buli,DFB Pok... dauerhaft weit vorne mitspielen zu können und du wirst sehen das au ein TS dann anders arbeiten kann. :-)
 
Ich bin davon überzeugt, daß die wenigsten hier erfolgsverwöhnt eine regelmäßige CL-Quali erwarten - auch wenn die sportliche Leitung gerne mit diesem Ziel kokettiert. Was die meisten hier "auf die Palme bringt" ist doch die Tatsache, daß unser nominell gut bestückter Kader es vom 1. Spieltag zu selten auf die Reihe bringt, die elementaren Dinge des Fußballsports wie Kampf, Einsatz und Laufbereitschaft an den Tag zu legen, so daß diese Krise ihren Lauf nahm.

Niederlagen gehören zum Sport dazu, und über eine Pleitenserie würde man auch noch einigermaßen hinwegsehen können, wenn die elf Spieler auf dem Platz wenigstens das Gefühl vermitteln, daß sie sich gegen diese Niederlagen wehrt, nur das ist bei Werder 2010/11 zu selten der Fall gewesen.

1.) :tnx:
2.) Das Problem ist aber auch, dass dieser Kader nicht über diese Spieler verfügt, die hauptsächlich über den Kampf, Einsatz und die Laufbereitschaft kommen. Wir haben kaum einen Spieler der wirklich beißt und sich den Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) aufreißt. Diese Mannschaft wurde so zusammengestellt, dass wir einen schönen, gepflegten Offensivfussball sehen. Dieser geht uns nun mal aber völlig ab, da wir seit Saisonbeginn von wahnsinnigen Verletzungssorgen geplagt sind und die Mannschaft insich nicht harmoniert... und nun kommt auch noch die Verunsicherung dazu - jeder Spieler ist hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt und es fallen immer wieder unterschiedliche Spieler in den Spielen ab, so dass es für den Rest auch schwer ist, dieses zu kompensieren - und deshalb bin ich auch der Meinung, dass es ein harter, schwieriger Weg wird aus dieser Krise zu kommen.
 
Freut mich für Thomas Schaaf das er gestern von den Fans gefeiert wurde. Ich gehöre auch zu den Leuten die im Forum ihn mal kritisiert haben aber die Lobgesängen gestern hat er absolut verdient nach fast 12 Jahren.
 
Ich bin davon überzeugt, daß die wenigsten hier erfolgsverwöhnt eine regelmäßige CL-Quali erwarten - auch wenn die sportliche Leitung gerne mit diesem Ziel kokettiert. Was die meisten hier "auf die Palme bringt" ist doch die Tatsache, daß unser nominell gut bestückter Kader es vom 1. Spieltag zu selten auf die Reihe bringt, die elementaren Dinge des Fußballsports wie Kampf, Einsatz und Laufbereitschaft an den Tag zu legen, so daß diese Krise ihren Lauf nahm.

Niederlagen gehören zum Sport dazu, und über eine Pleitenserie würde man auch noch einigermaßen hinwegsehen können, wenn die elf Spieler auf dem Platz wenigstens das Gefühl vermitteln, daß sie sich gegen diese Niederlagen wehrt, nur das ist bei Werder 2010/11 zu selten der Fall gewesen.

Da geb ich dir Recht das sieht man in dieser Saison nicht.Verlieren ok nur wie man verliert is das Problem.Das stimmt schon.
Hab ich ähnlich schon in nem Früheren Beitrag geschrieben.
 
Ich schliesse mich dem an. Andere Vereine beneiden uns für soviel Kontinuität bei den Trainern. Bayern hat damals die Werder Erfolgsserie mit dem Kauf von Rehhagel versucht zu unterbrechen. Mal sehen, wer sich jetzt meldet und TS mit Angeboten überhäuft. Fakt ist, dass es in der Mannschaft nicht stimmt.
Verletzte OK, aber man sollte zumindest einen 22 Mann Kader haben, der insgesamt mit der Liga mithalten kann. Dem ist leider nicht so. Es fehlt die Harmonie in der Mannschaft. Mit dem Neukauf von A.S.&W. hat sich Werder, meiner Meinung nach, keinen Gefallen getan. Fritz und Marin rennen sich die Hacken ab und finden aber keine Vollstrecker, wenn Pizzarro oder Özil nicht da sind. Jetzt fehlt aber Özil; dann schauen alle nur auf Pizza und Hugo. Sind die verletzt, geht gar nichts! Arnautovic ist ein Einzelkämpfer, kein Teamplayer...der nur sein eigenes Ego befriedigen will und 100 Chancen versiebt, bis mal einer in den Kasten geht. Das kann sich ein Team nicht erlauben. Jeder muss für den anderen spielen und aus den eigenen Reihen mit dem gesamten Mittelfeld u Sturm den Gegner überrennen. Das geht aber nur, wenn diese Spieler sich auf die Verteidigung voll verlassen können. Momentan ist das leider nicht so. 1 echter fähiger linker Verteidiger fehlt; oder besser noch zwei. Teamplayer keine Einzelkämpfer. Wichtig: Die Harmonie fehlt ! In Unternehmen macht man das in Form von "Teamentwicklung" und große Firmen lassen sich echt sowas kosten ! TS wäre gut daran getan, sowas mit der Mannschaft zu machen. Zudem mehr Leute aus den eigenen Reihen zu holen und zu fördern. Bis das alles greift, dauert es noch eine ganze Weile. Haben wir einfach noch Geduld.
Sorry, aber ich musste das hier mal loswerden.
Dennoch und jetzt trotzdem: "Ein Leben lang grünweiß!"
 
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