So richtig verstehe ich manche Schreiber hier nicht.
Das Verschieben klappte wieder besser, Werder stand insgesamt kompakter und wurde gleichzeitig spielerisch nicht schlechter. Dies muss eine aufgrund der Ergebnisse verunsicherte Mannschaft erstmal hinbekommen - gegen eine derzeit vor Selbstvertrauen strotzende "Mannschaft der Stunde" wie die Eintracht. Es war zudem von Anfang an klar zu sehen, dass Frankfurt`s Konzept beinhaltete, so ähnlich zu spielen wie Stuttgart. Mit Laufbereitschaft, Schnelligkeit im Umschalten nach Balleroberung sollte Werder auf die übliche Weise ausgespielt und ausgekontert werden. Ein Konzept, welches nicht auf den Eintracht-Stärken der letzten Wochen, sondern exakt auf Werder`s Schwächen ausgelegt war, auf das "Werder-wie-es-den-Gegner-ignoriert-und-sein-eigenes-Ding-durchzieht". Was mich bei einem klugen Trainer wie Skibbe übrigens nicht wundert.
Aber Werder hat sich nicht darauf eingelassen, sondern entgegen der üblichen Vorgehensweise dem Gegner sowie der eigenen Form und Situation entsprechenden Respekt gezollt. Ebenso hat TS in der Aufstellung für meine Begriffe alles richtig gemacht. Wieder Sicherheit und Laufbereitschaft mit Wesley und Frings ins defensive Mittelfeld gebracht, Jensen dort spielen lassen, wo er am besten und wertvollsten für die Mannschaft ist, auch der Rest etwas defensiver. Zu Wagner gab`s nun mal keine Alternative, ein Einsatz von Arno von Beginn an nach den Auftritten zuletzt auf und neben dem Rasen wäre für TS doch kaum vertretbar gewesen. Mir will nicht in den Kopf, warum das alles so schlecht gesehen wird.
Für mich eine klare Steigerung als Teamleistung - von Mannschaft und Trainer. Allein die Erkenntnis, dass bei unserem Trainer ein Umdenken eingesetzt hat (zugegeben hoffe ich, dass das mal länger anhält), beseitigt doch momentan sämtliche Zweifel, ob TS noch der Richtige ist. Das ist ein langwieriger Prozeß und erfordert Geduld - von den sportlich Verantwortlichen und uns Fans. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Wochen.