Allgemeiner Politik Thread

Eigentlich gibt es ja gar keinen "echten" deutschen. Wir sind ja nur eine "zusammengewürfelte" Nation aus Friesen, Preußen, Westfalen, Franken, Pfälzern, Alemannen, Sachsen, Bayern, Badensern etc.

Ich bin zwar eigentlich Halbfranke (Muddan kommt aus Nürnberg) fühle mich aber den Niederländern (gerade den Westfriesen) näher verbunden als meiner Mischpoke tief im Süden.


Aber Du hast schon recht, daß es natürlich auf den Bildungsgrad bzw. auf die Sozialkompetenz der Eltern mit ankommt. Irgendwann waren ja quasi fast alle in unserer Ahnengalerie mit geringer Bildung. Dann kommt es halt auch auf die Sozialkompetenz und das Verantwortungsbewußtsein der Eltern drauf an, ihren Kindern eben diese zu vermitteln.
 
Auch wenn die Erziehung einen Einfluß auf die Bildung hat, so hängt sicher nicht alles an an ihr, dazu gehören ebenso Talent, Wille, Auffassungsgabe, qualifiziertes Lehrpersonal, gute Lehrmittel etc.

Für mich ist Bildung ein Oberbegriff für gutes Lehrpersonal, Lehrmittel und auch Talenerkennung und -förderung.
Bin zum Beispiel jemand der die zwei berühmten linken Hände hat. Handwerklich eigentlich ne absolute Niete. Bei mir reicht es gerade mal dazu Ikea-Möbel zusammenzubauen, Wände zu streichen oder ne Lampe einzuschließen. Daher wäre es natürlich völliger Schwachsinn, wenn man mich versucht hätte in irgendeinen handwerklichen Beruf zu stecken. Wir brauchen individuelle Förderung.

Und, wie es die OECD immer schön auf den Punkt bringt, hängt Bildungserfolg ebenso vom Geld, das der Familie zur Verfügung steht, ab.:cool:

Da kann man politisch aber gegensteuern, dass zeigen ja auch in Deutschland einige Bundesländer. Bremen ist zum Beispiel das Bundesland in dem der Bildungserfolg der Kinder am meisten vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Folgerichtig haben bei der PISA-E-Studie die Bremer Migrantenkinder im Vergleich zu Migrantenkindern aus anderen Bundesländern auch am schlechtesten abgeschnitten.
 
Dann brauchen wir mehr Personal und die Klassenobergrenzen müssen verringert werden, der Staat muss dann mehr Geld in die Hand nehmen.

Individuelle Förderung kann nicht bedeuten, dass man Systematiken entwickelt, die es ermöglichen sollen, das Individuum besser einschätzen zu können. Individuelle Förderung kann nur bedeuten, den nötigen Freiraum für Lehrpersonen zu schaffen, sich einem jeden Individuum mehr widmen zu können.

Der Trend geht allerdings eher in die industrielle Schiene. Kompetenzen analysieren, Entwicklungspläne ausarbeiten, ab in die Kuchenform mit dem Individuum. So sieht derzeit individuelle Förderung aus, so dass man an den Rahmenbedingungne nichts ändern muss.
 
Also ich muss mir meine Weiterbildung nun selbst finanzieren, da keiner die Kosten tragen will. Dafür werde ich Schulden machen müssen und sowas kann und darf nicht sein, scheint aber wohl so gewollt. :rolleyes:
 
Der Bildungszugang ist auf Grund von fehlenden Geldmitteln oder fehlender Erziehung oft erschwert... allerdings ist das noch lange kein Grund es erst gar nicht zu versuchen. Auch das gilt natürlich generell für die heutige Jugend - auch für Deutsche ohne Migrationshintergrund.
Allerdings verstehe ich nicht, was es bringen soll, wenn man in dieser Debatte immer wieder darauf hinweist, dass es bei vielen "Deutschen" (Jugendlichen) ähnlich ist... das macht die Sache an sich ja nicht besser.
Der Wille ist dabei ganz entscheidend! Der Wille sich zu integrieren, der Wille etwas zu lernen (und wenns nur die Deuschte Sprache ist) und der Wille sich nicht automatisch selbst auszuschliessen.


zu der Deutschpflicht: Fände es generell nicht verkehrt, wenn es auf Schulhöfen so etwas in dieser Richtung geben würde, auch wenn ich es für schwer durchsetzbar halte. Das bedeutet ja nicht, dass Immigranten Ihrer Sprache vollkommen außen vor lassen sollen. Zweisprachigkeit ist etwas sehr gutes, aber das wird durch solch eine Regelung ja nicht verhindert. mE eher im Gegenteil: Es wird für die Migranten viel einfacher beide Sprachen möglichst schnell und früh zu lernen.
 
Also ich muss mir meine Weiterbildung nun selbst finanzieren, da keiner die Kosten tragen will. Dafür werde ich Schulden machen müssen und sowas kann und darf nicht sein, scheint aber wohl so gewollt. :rolleyes:

Warum? Kosten für eine Grundausbildung (Grundschule + weiterführende Schulen) werden doch größtenteils übernommen. Was der einzelne daraus macht ist doch seine Sache. Ich kann als Staat oder AG nicht jede Aus-/Weiterbildung finanzieren oder bezuschussen! Wo soll das Geld denn herkommen?
 
Der Bildungszugang ist auf Grund von fehlenden Geldmitteln oder fehlender Erziehung oft erschwert... allerdings ist das noch lange kein Grund es erst gar nicht zu versuchen. Auch das gilt natürlich generell für die heutige Jugend - auch für Deutsche ohne Migrationshintergrund.
Allerdings verstehe ich nicht, was es bringen soll, wenn man in dieser Debatte immer wieder darauf hinweist, dass es bei vielen "Deutschen" (Jugendlichen) ähnlich ist... das macht die Sache an sich ja nicht besser.
Der Wille ist dabei ganz entscheidend! Der Wille sich zu integrieren, der Wille etwas zu lernen (und wenns nur die Deuschte Sprache ist) und der Wille sich nicht automatisch selbst auszuschliessen.

Sollte auch nur ein hinweis darauf sein, dass wir hier im allgemeinen ein Politikversagen haben und eben nicht nur im Bereich der Migranten.


zu der Deutschpflicht: Fände es generell nicht verkehrt, wenn es auf Schulhöfen so etwas in dieser Richtung geben würde, auch wenn ich es für schwer durchsetzbar halte. Das bedeutet ja nicht, dass Immigranten Ihrer Sprache vollkommen außen vor lassen sollen. Zweisprachigkeit ist etwas sehr gutes, aber das wird durch solch eine Regelung ja nicht verhindert. mE eher im Gegenteil: Es wird für die Migranten viel einfacher beide Sprachen möglichst schnell und früh zu lernen.

Da bringt die Deutschpflicht auf Schulhöfen aber nichts. Verpflichtende Kindergartenjahre sind der Schlüssel, denn in dem Kleinkindalter lernen Kinder Sprachen spielend. Aber dem siebtem Lebensjahr geht man davon aus, dass man Sprachen nur noch als Fremdsprache erlernt.
 
Sollte auch nur ein hinweis darauf sein, dass wir hier im allgemeinen ein Politikversagen haben und eben nicht nur im Bereich der Migranten.

ok...


Da bringt die Deutschpflicht auf Schulhöfen aber nichts. Verpflichtende Kindergartenjahre sind der Schlüssel, denn in dem Kleinkindalter lernen Kinder Sprachen spielend. Aber dem siebtem Lebensjahr geht man davon aus, dass man Sprachen nur noch als Fremdsprache erlernt.

Was spricht dagegen, das ganze zu verbinden?
 
Wieso darf das nicht so sein, dass du dich an den Kosten für deine Bildung selbst beteiligst. Der Mehrwert daraus kommt doch in erster Linie auch dir zu Gute.

Woher soll ich das Geld denn haben?

Wenn es eine Möglichkeit gäbe , Weiterbildung zu erhalten, um dann das Geld zurückzuzahlen, wäre es für mich kein Problem. Ich würde einiges zahlen wollen für meine Bildung, wenn ich es könnte...
 
Was spricht dagegen, das ganze zu verbinden?

Weil ich die Deutschpflicht für überflüssig halte und es ne reine Scheindebatte ist, die nachher nur zu unsinnigen Konfrontationen führt.

Woher soll ich das Geld denn haben?

Wenn es eine Möglichkeit gäbe , Weiterbildung zu erhalten, um dann das Geld zurückzuzahlen, wäre es für mich kein Problem. Ich würde einiges zahlen wollen für meine Bildung, wenn ich es könnte...

Das ist tatsächlich ein Problem. Bisher gibt es nur Bildungskredite bei den einzelnen Geldinstituten. Weiss jetzt allerdings auch nicht, ob es KfW-Angebote in dem Bereich gibt.
 
Was spricht dagegen, das ganze zu verbinden?


Aber wie soll das kontrolliert werden? Sollen die Lehrer die Gespräche jeder Gruppe belauschen und im Fall des Zuwiderhandelns Strafen verhängen? Und wie geht man mit denen um, die schlicht zu schlecht Deutsch sprechen, um sich in dieser Sprache zu unterhalten? (Und für die es übrigens bislang viel zu wenige entsprechend ausgebildete Lehrer gibt, u.a. deswegen, weil die Qualifikation "Deutsch als Fremdsprache" damit verbunden ist, sich als Grund- und hauptschullehrer ausbilden zu lassen, was nicht eben jedes Pädagogen Traum ist.)
 
Aber wie soll das kontrolliert werden? Sollen die Lehrer die Gespräche jeder Gruppe belauschen und im Fall des Zuwiderhandelns Strafen verhängen? Und wie geht man mit denen um, die schlicht zu schlecht Deutsch sprechen, um sich in dieser Sprache zu unterhalten? (Und für die es übrigens bislang viel zu wenige entsprechend ausgebildete Lehrer gibt, u.a. deswegen, weil die Qualifikation "Deutsch als Fremdsprache" damit verbunden ist, sich als Grund- und hauptschullehrer ausbilden zu lassen, was nicht eben jedes Pädagogen Traum ist.)

so... und wenn du jetzt meinen Kommentar zu diesem Vorschlag gelesen hättest, dann wüsstest du, dass ich das ebenfalls für nicht durchsetzbar halte. Die Idee dahinter halte ich aber für die richtige!
 
Weil ich die Deutschpflicht für überflüssig halte und es ne reine Scheindebatte ist, die nachher nur zu unsinnigen Konfrontationen führt.

Ok... wie gesagt, ich halte die Idee an sich schon für richtig bzw. sie geht in die richtige Richtung, allerdings wurde hier nicht wirklich über die Umsetzung etc. nachgedacht.

Das ist tatsächlich ein Problem. Bisher gibt es nur Bildungskredite bei den einzelnen Geldinstituten. Weiss jetzt allerdings auch nicht, ob es KfW-Angebote in dem Bereich gibt.

Doch solche Angebote gibt es auch über die KFW.
Hier kann man sich das gnaze mal angucken!
http://www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/StudiumBeruf/Studierende/index.jsp
 
so... und wenn du jetzt meinen Kommentar zu diesem Vorschlag gelesen hättest, dann wüsstest du, dass ich das ebenfalls für nicht durchsetzbar halte. Die Idee dahinter halte ich aber für die richtige!

Ich habe Deinen Kommentar gelesen. Und den Wunsch, dass möglichst viel Deutsch geredet werden soll hege ich ja auch, auch im Interesse der Migrantenkinder. Nur halte ich einen Vorschlag, der nicht umsetzbar ist, für keinen guten.
Die Forderung, mit der Verfeuerung der begrenzten Erdölreserven umgehend aufzuhören ist grundsätzlich richtig. Aber auch halt nicht umsetzbar.
 
Gerade lief wiedermal eine Trauerrede gehalten von Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg. Unweigerlich fühlte ich mich dabei an Tomek Baginski - Fallen Art erinnert!

Mittlerweile trifft dieser nicht mehr nur auf amerikanische GI´s zu!
 
Aha jetzt weiß ich endlich warum du nur komische Artikel die Halbweisheiten verbreiten und linke Propaganda kundtust.... Du bist Wähler der Linken.... ;-)
 
Back
Top