Stuttgart 21

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Und wie würdest Du als Transrapid-Befürworter bei den betroffen Wählern Deiner Partei Verständnis und Alternativen aufbringen wollen, wenn in ihrer Nähe eine Transrapid-Trasse geplant wird und sie dafür ggf. einen Teil ihres Grundeigentums abtreten müssten?

Geht ja nicht nur um die betroffenen Wähler meiner Partei. Das müsste weitergehend "verkaufen" können.

Hierzu müsste man zunächst wissen, was man tatsächlich an "Land" bräuchte.

Grundsätzlich sollte man mit einer intelligenten Trassenführung dafür sorgen, dass die Probleme möglichst klein gehalten werden. Ansonsten wird es natürlich darauf hinauslaufen, dass man mit den Vorteilen des Transrapids wirbt. Von Enteignungen halte ich nichts. Man muss eben entsprechende Verkaufsanreize setzen, so wie es bei vielen der heutigen Infrastrukturprojekte auch der Fall ist. Ähnliches Problem besteht ja derzeit in Niedersachsen ja mit der BAB 22 bzw. ist ja jetzt als ein Teil der BAB 20 geplant.

Wie gesagt der Transrapid ist nahezu Emissionsfrei zu betreiben. Insbesondere ist er unheimlich leise im vergleich zu allen anderen Verkehrsträgern. Dazu ist er eben schnell.

Sagt ja keiner, dass so etwas einfach würde. Dennoch bleibe ich dabei, dass es grundsätzlich richtig wäre auf den Transrapid zu setzen. Er ist in meinen Augen das einzige Verkehrsmittel, was auf mittleren und längeren Strecken dem Flieger Konkurrenz machen könnte.
 
Geht ja nicht nur um die betroffenen Wähler meiner Partei. Das müsste weitergehend "verkaufen" können.

Hierzu müsste man zunächst wissen, was man tatsächlich an "Land" bräuchte.

Grundsätzlich sollte man mit einer intelligenten Trassenführung dafür sorgen, dass die Probleme möglichst klein gehalten werden. Ansonsten wird es natürlich darauf hinauslaufen, dass man mit den Vorteilen des Transrapids wirbt. Von Enteignungen halte ich nichts. Man muss eben entsprechende Verkaufsanreize setzen, so wie es bei vielen der heutigen Infrastrukturprojekte auch der Fall ist. Ähnliches Problem besteht ja derzeit in Niedersachsen ja mit der BAB 22 bzw. ist ja jetzt als ein Teil der BAB 20 geplant.

Wie gesagt der Transrapid ist nahezu Emissionsfrei zu betreiben. Insbesondere ist er unheimlich leise im vergleich zu allen anderen Verkehrsträgern. Dazu ist er eben schnell.

Sagt ja keiner, dass so etwas einfach würde. Dennoch bleibe ich dabei, dass es grundsätzlich richtig wäre auf den Transrapid zu setzen. Er ist in meinen Augen das einzige Verkehrsmittel, was auf mittleren und längeren Strecken dem Flieger Konkurrenz machen könnte.


Stimmt,sehe ich genauso! Die Bahn ist schon lange nicht mehr Zeitgemäß!
 
Dann wollen wir mal schauen. Es hat zum 1.1.2010 bereits eine steuerliche Entlastung von insgesamt 22 Mrd. Euro gegeben.
Für die Hotels, nicht für den Bürger, eine wirkliche Entlastung ist das nicht sondern Lobbypolitik.

Die Erhöhung des Kindergeldes um 20 Euro pro Kind. Sowie die Erhöhung des Kinderfreibetrages pro Kind von vormals 6024 Euro auf 7008. Was eine steurliche Entlastung aller Familien mit Kindern bedeutet.
So, 20 Euro ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Außerdem gilt die Erhöhung des Kinderfreibetrags meines Wissens nach für Hartz-4-Empfänger, denen außerdem Heiz- und Stromkosten gekappt worden sind, was sich natürlich auch auf die Kinder auswirkt.

Die komplette Überprüfung und Vereinfachung der MwSt-Sätze steht im Koalitionsvertrag. Und wird auch so kommen. Auch wenn Medien derzeit etwas anderes verbreiten, was aber gestern bereits von Vertretern aller drei Regierungsparteien dementiert wurde.
Ich kann immer dementieren, solange ich nichts tue. Inwiefern kann man da eine Entwicklung sehen?

Wir haben in unserem Wahlprogramm die Aussetzung der Wehrpflicht gefordert. Sie wird jetzt kommen. Die ach so pazifistischen Roten und Grünen haben sich an das Thema nicht einmal ran getraut.
Die Grünen (von der SPD hab ich jetzt keine Ahnung) haben seit ihrer Gründung die Abschaffung der Wehrpflicht im Programm, konnten dies jedoch entweder aufgrund der SPD von 1998-2005 oder weil sie eben keine Merheit hatten, nicht durchsetzen.

Wir haben den Umbau des Gesundheitssystem begonnen.
Was nur weiterhin zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft führt. Ich will nicht sagen, dass das vorherige Modell sozial ist, aber das, was kommen soll ist es ganz sicher auch nicht. Warum nicht eine Bürgerversicherung, in der alle Gleich behandelt werden und in der ein Solidaritätsprinzip angewendet wird, damit sie alle bezahlen können.
Es wurden die Bürgerrechte gesträkt. ELENA gestoppt.

Bitte.
 
Für die Hotels, nicht für den Bürger, eine wirkliche Entlastung ist das nicht sondern Lobbypolitik.

Die Senkung des MwSt-Satze für Hotelübernachtungen macht nicht ganz 1. Mrd. Euro aus. Die Gesamtentlastung liegt bei 22 Mrd. Euro.. Ich persönlich bin nicht glücklich, dass man diese speriert von den anderen MwSt-Sätzen angepasst hat. Dennoch halte ich sie in der Sache für richtig. Allerdings war es die CSU die wünschte, dass die möglichst schell gehe, damit die bayrische Tourismuswirtschaft wettbewerbsfähiger wird. Aber dies haben wir auch schon im Allgemein Politithread sehr ausführlich diskutiert.


So, 20 Euro ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Außerdem gilt die Erhöhung des Kinderfreibetrags meines Wissens nach für Hartz-4-Empfänger, denen außerdem Heiz- und Stromkosten gekappt worden sind, was sich natürlich auch auf die Kinder auswirkt.

Da ALG II Empfänger keine Steuern zahlen, macht eine Erhöhung des Kinderfreibetrages für solche keinen Sinn.

Mit der Erhöhung des Kinderfreibetrages sind Familien massiv steuerlich entlastet worden. Dies und das Kindergeld machen den größten Teil der 22 Mrd. Euro -Entlastung aus. Also ist eben doch der Bürger und nicht irgendeine Lobby entlastet wurden.

Die Grünen (von der SPD hab ich jetzt keine Ahnung) haben seit ihrer Gründung die Abschaffung der Wehrpflicht im Programm, konnten dies jedoch entweder aufgrund der SPD von 1998-2005 oder weil sie eben keine Merheit hatten, nicht durchsetzen.

Die Grünen haben sich an das Thema nicht wirklich rangetraut. Zudem haben sie mit der SPD zusammen das erste mal nach dem II. WK deutsche Soldaten in Kriegseinsätze entsand, was die Glaubwürdigkeit als pazifistische Partei nicht besonders erhöht.


Was nur weiterhin zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft führt. Ich will nicht sagen, dass das vorherige Modell sozial ist, aber das, was kommen soll ist es ganz sicher auch nicht. Warum nicht eine Bürgerversicherung, in der alle Gleich behandelt werden und in der ein Solidaritätsprinzip angewendet wird, damit sie alle bezahlen können.

Weil die Bürgerversicherung keinen Wettbewerb vorsieht. Und somit, wie alle ausschließlich staatlichen bzw. öffentlichen Einrichtungen, besonders teuer und ineffektiv wäre. Kann man wunderbar an der Bundesagentur für Arbeit sehen, die für die Kosten, die sie verursacht, unheimlich inffektiv ist. Wettbewerb ist Vorraussetzung für Effenizensteigerungen. Das gilt für alle Systeme. Deswegen sind ja auch sozialistischen Staaten quasi Pleite.
 
Weil die Bürgerversicherung keinen Wettbewerb vorsieht. Und somit, wie alle ausschließlich staatlichen bzw. öffentlichen Einrichtungen, besonders teuer und ineffektiv wäre. Kann man wunderbar an der Bundesagentur für Arbeit sehen, die für die Kosten, die sie verursacht, unheimlich inffektiv ist. Wettbewerb ist Vorraussetzung für Effenizensteigerungen. Das gilt für alle Systeme. Deswegen sind ja auch sozialistischen Staaten quasi Pleite.


Ja und genau das ist der Punkt, wo sich links von rechts unterscheidet. Der rechte Teil der Bevölkerung will, dass die Einkommensschere weiter auseinander geht und die, die (ihrer Meinung nach) viel leisten, auch viel Geld kriegen. Und dass überall maximaler Wettbewerb herrscht.
Linke streben eine gerechtere Gesellschaft an, in der jedem Teilhabe ermöglicht wird. Und ein Gesundheitssystem, das auf maximalen Wettbewerb ausgerichtet ist, kann ich beim besten Willen nicht gut finden. Ich zähle Dinge wie Gesundheitssystem, Wasserversorgung, ÖPNV, Rentenversicherung etc. zur öffentlichen Daseinsvorsorge, die der Staat kontrollieren muss und nicht profitmaximierende private Unternehmen.
 
Ja und genau das ist der Punkt, wo sich links von rechts unterscheidet. Der rechte Teil der Bevölkerung will, dass die Einkommensschere weiter auseinander geht und die, die (ihrer Meinung nach) viel leisten, auch viel Geld kriegen. Und dass überall maximaler Wettbewerb herrscht.

Will mal sagen, dass ich als Liberaler mich nicht zum "rechten Teil der Bevölkerung" zähle, auch wenn die FDP in manchen Parlamenten rechts vom Redner sitzt.
Und mein Menschenbild geht davon aus, dass ich jedem zutraue ein möglichst hohen Wohlstandsstandard für sich zu erreichen. Das hat auch etwas mit Leistung zu tun.

Linke streben eine gerechtere Gesellschaft an, in der jedem Teilhabe ermöglicht wird.

Will es mal ein bisschen provokant ausdrücken. Der Linke, der es ehrlich meint, strebt eine Utopie an, die es nie geben wird, weil sie der menschlichen Natur zu wieder läuft. Der Mensch braucht eine Motivation, um nach höherem zu streben.
Der Beweis, dass das marktwirtschaftliche demokratische System das bessere ist, ist historisch belegbar. In allen marktwirtschaftlich und demokratisch verfassten Gesellschaften ist das Wohlstandsniveau der "Ärmsten" wesentlich höher als in jeder anderen Gesellschaftsordnung. Der Sozialismus/Kommunismus erreichte bisher immer nur folgendes: Eine Bevölkerung, die insgesamt auf einem vergleichsweise sehr niedrigem Wohlstandsniveau verharrte und eine Kaste von Regierenden, denen es ums zigfache besser ging. Es gibt Statistiken die belegen, dass es dem durchschnittlichen ALG II Empfänger in der Bundesrepublik besser geht als einem Arbeiter in der damaligen DDR.
Das das marktwirtschaftliche System unbestritten auch "Superreiche" hervorbringt ist auch ganz gut. In den meisten Fällen haben sich diese Leute das auch hart erarbeitet.



Und ein Gesundheitssystem, das auf maximalen Wettbewerb ausgerichtet ist, kann ich beim besten Willen nicht gut finden.

Nicht das Gesundheitssystem ansich, sondern das Versicherungssystem. Wobei es eine von allen Versicherungen anzubietende Basisiversicherung zu einem Basistarif geben muss.
Nur grundsätzlich muss man sich doch eine Versicherung aussuchen können, die zu meinen Bedürfnissen passt. Ein kleines Beispiel: Ich bin Brillenträger. Meine KV zahlt mir für ne anständige Brille in Deutschland keinen Cent. Was übersetzt heißt, dass ich für eine gute Brille gerne mal bis zu 600 Euronen los bin. Daher kaufe ich meinen Brillen seit ein paar Jahren immer wenn ich in Jordanien bin. Dort zahle ich zum vergleich für eine Brille gleicher Qualität umgerechnet 50 Euro. Für einen Jordanier ist das nicht weniger als die 600 Euronen für mich. Worauf ich aber eigentlich hinaus will: Ich hätte gerne eine Krankenversicherung, die mir alle zwei Jahre ne neue Brille bezahlt als irgendwelche Volkshochschulkurse im Qui Qong (weiss nicht wie man das schreibt) oder Tai Chi.
In einem wirklich wettbewerblichen System könnte ich mir neben den Basisleistungen, die die großen Gesundheitsrisiken absichert, die Module dazu buchen, die ich für mich als wichtig erachtet.
Unsere alte KV hat zu Beginn des Jahres einen Zusatzbeitrag erhoben. Folglich haben wir die Kasse gewechselt. Wir haben uns also mal umgeschaut und die Leistungen der Versicherungen mit einander verglichen. Die Unterschiede sind so marginal, dass sie kaum erwähnenswert sind. Das ist Käse. Und so ne blöde Mitgliederzeitschrift brauch ich auch nicht. Alles Geldverschwendung.
Und genau diese Wahlfreiheit erreiche ich erst dann, wenn ich die heutigen GKVen und PKVen für alle öffne und in einen Wettbewerb, um die Versicherten stelle, dann werden sie sich nämlich was gescheiteres einfallen lassen, um mich als Kunden (der Begriff Mitglied für GKVen ist schon bescheurt) zu gewinnen. Die Basisbasicherung bekomme ich bei allen Versicherungen zu gleichen Tarif.


Ich zähle Dinge wie Gesundheitssystem, Wasserversorgung, ÖPNV, Rentenversicherung etc. zur öffentlichen Daseinsvorsorge, die der Staat kontrollieren muss und nicht profitmaximierende private Unternehmen.

Das sehe ich ein bisschen anders. Infrastrukturnetze sollten im Eigentum des Staates bleiben. Das hat strategische Bedeutungen. Wer das Netz nutzt, dass sollte der Wettbewerb entscheiden. Was die ÖPNV angeht, so ist Beispielsweise die BSAG eines der ineffzientesten Unternehmen, wenn man den Euro/Leistungseinsatz zu grunde legt. Warum schreibt man das ÖPNV Netzt nicht alle 10 Jahre neu aus, so dass sich verschiedene Anbieter auf das Netz bewerben können?
Rentenversicherung braucht man doch auch nichts mehr zu sagen. Das deutsche Rentensystem ist nicht mehr funktionsfähig, weils die demographische Entwicklung völlig ausser Acht gelassen hat. Auch hier wäre es richtiger eine steuerlich finanzierte Grundabsicherung zu haben. Und alles andere wird Privat vorgesorgt. Hierbei kann man es auch wieder jedem selbst überlassen, wie ers denn gerne haben möchte.
 
Hallo,

Du hast Dir bestimmt auch schon darüber Gedanken gemacht, wie es mit Stuttgart 21 hier bei uns in Deutschland weitergehen soll. Vielleicht weißt Du schon, ob Du gegen oder für das Projekt bist, vielleicht bist Du noch unentschieden?

Klar, es stimmt, vom Bundestag bis zum Gemeinderat ist die Mehrheit der Politiker für Stuttgart 21. Umfragen großer Meinungsforschungsinstitute zeigen jedoch, dass die Mehrheit der Menschen im Ländle gegen das Projekt ist. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns eine Meinung bilden, uns informieren und auch zeigen, wo wir stehen.

Ich möchte Dich auffordern, Dich zu informieren und Dich mit diesem Projekt auseinanderzusetzen. Nimm Dir doch einmal 15 Minuten Zeit und sieh Dir diesen Film an, der die Argumente gut zusammenfasst: http://www.youtube.com/watch?v=qAkkjWgbDvQ. Oder lies Dir diesen Artikel der Financial Times Deutschland durch: http://www.ftd.de/politik/deutschland/:stuttgart-21-10-mrd-euro-fuer-26-minuten/50179250.html.

Was hältst Du davon? Wenn ich Dich überzeugen konnte, dann habe ich eine kleine Bitte an Dich: Unterstütze doch den Widerstand gegen Stuttgart 21 und zeige Deine Solidarität, indem Du Mitglied der Facebook-Gruppe „KEIN Stuttgart 21“ (http://www.facebook.com/keinstuttgart21) wirst. Die Menschen dort brauchen Deine Unterstützung und wissen das zu schätzen. Und wenn Du am Samstag noch nichts vorhast, in Stuttgart wird wieder demonstriert (http://www.kopfbahnhof-21.de/)!

Viele Grüße!

Dein/Deine
 
[...]Unterstütze doch den Widerstand gegen Stuttgart 21 und zeige Deine Solidarität, indem Du Mitglied der Facebook-Gruppe „KEIN Stuttgart 21“ (http://www.facebook.com/keinstuttgart21) wirst. Die Menschen dort brauchen Deine Unterstützung und wissen das zu schätzen. [...]
Ich habe mich mit "Stuttgart 21" nicht besonders auseinander gesetzt, aber glaubt hier irgendjemand ernsthaft, dass die bloße Mitgliedschaft in einer Gruppe in irgendeinem sozialen Netzwerk etwas bewirkt?
 
Ich habe mich mit "Stuttgart 21" nicht besonders auseinander gesetzt, aber glaubt hier irgendjemand ernsthaft, dass die bloße Mitgliedschaft in einer Gruppe in irgendeinem sozialen Netzwerk etwas bewirkt?

Sicherlich nicht. Aber es wird in der Öffentlichkeit, sowohl von den Gegnern als auch den Befürwortern des Projekts, jetzt immer versucht irgendwie darzustellen hinter welcher Gruppe die Mehrheitder Bevölkerung steht. Hierzu werden nicht nur Umfragen herangezogen, sondern neuerdings, und das ist nicht nur bei S21 so, die größe von entsprechen Gruppen in den sozialen Netzwerken.
 
Ich war gestern zum ersten mal in Stuttgart vor Ort (es war keine Demo angesagt), es ist aber immer was los dort. Nicht nur Baumschützer, sondern Menschen, die da entlang gehen, sich an den Ständen informieren und ich muss sagen, die Empörung und der Protest gehen querbeet durch die Bevölkerung. Mich haben sehr viele ältere Menschen angesprochen, und ihren Unmut Luft gemacht. Dieser Unmut kommt hauptsächlich daher, weil sie sich nicht ernstgenommen und mitgenommen fühlen (wie das ja auch Frau Oberpaur gestern im TV - Illner gesagt hat). Sie war auch an jenem Wasserwerfer-Donnerstag anwesend, und sichtlich geschockt und aufgewühlt gewesen.
BTW:
Sie WAR stramme CDU-Wählerin .....


Ich hoffe jetzt sehr auf einen Baustopp und ein Umdenken!

Samstag ist wieder Demo in Stuttgart .....
 
Polemik olé:
Das ist alles sehr bedauerlich. Aber jetzt merkt auch der "Normalbürger", wie der Hase laufen kann.
Vorsicht es folgt eine noch polemischere Verallgemeinerung:
Nun ist es nicht nur der böse Krawallo-sei es auf der Demo gegen Rechts, sei es beim Fußball-der verdientermaßen von der Polizei verhauen wird und dessen Anliegen kein Gehör bei den Volksvertretern findet, hm...
Entwickeln wir etwa so was wie eine Protestkultur, geht die Obrigkeitshörigkeit in` Dutt?
 
Zitat von Stürmerbraut;1333772:
Dieser Unmut kommt hauptsächlich daher, weil sie sich nicht ernstgenommen und mitgenommen fühlen (wie das ja auch Frau Oberpaur gestern im TV - Illner gesagt hat). Sie war auch an jenem Wasserwerfer-Donnerstag anwesend, und sichtlich geschockt und aufgewühlt gewesen.
BTW:
Sie WAR stramme CDU-Wählerin .....


:tnx:

Es müssen schon krasse politische politischen Fehlentscheidungen sein, wenn diese Ereignisse überzeugte WählerInnen einer Partei dazu bringen, sich von ihr öffentlich zu distanzieren.

Sehr zutreffend war auch die Äußerung von Giovanni di Lorenzo, daß auch wenn Beschlüsse demokratisch und rechtlich abgesichert sind, die Politik es lernen muß, die Menschen zu überzeugen; weil nur dadurch können die Politiker Dinge wie Vertrauensverlust, Mißverständisse, Ängste und mangelnde Akzeptanz, dem Eindruck der Arroganz der Macht uv.m. vermeiden bzw. zumindest reduzieren.
 
Die Sendung war durchaus interessant.

Vor allem, da offensichtliche gelogen worden ist von dem Vertreter der Parkschützer und auch von Frau Roth (die ja nicht mal persönlich bei der Demo war). Es wurde ja behauptet, dass die Polizisten den Auftrag hatte zu eskalieren und deshalb von Beginn der Demo in voller "Kampfmontur" anwesend gewesen sein sollen. Die Videos, die auf allen Seiten, die hier verlinkt wurden (zum Beispiel hier) zeigen eindeutig, dass die Polizei zu Beginn des Einsatzes nicht einmal Helme getragen hat. Selbst das auf dieser Seite verlinkte Video zeigt, dass sich die Polizei erst während des Einsatzes mit Helmen ausrüstet.

Zudem fand ich durchaus richtig, dass es in der Kommunikation ein Problem gibt. Und ich fand da durchaus zutreffend, was der Unternehmer gesagt hat. Zu Beginn des Projektes waren viele sehr interessiert (sogar in einer OB-Wahl, war S21 Hauptwahlkampfthema: Gewonnen hat übrigens der Befürworter) und es wurde sehr umfassend informiert, dann dauert das ganze Verfahren 15 Jahre, währendessen ebbt das große öffentliche Interesse erst mal ab und als es dann losgehen soll kommt das Interesse wieder auf. Man kann daraus zwei Schlüsse ziehen: Zum einen müssen solche Projekte mit mehr Informationen hinterlegt werden und so auch besser vermittelt werden. Zum anderen dürfen solche Projekte keinen solch langen Vorlauf mehr haben. Bei letzterem ist mir allerdings fraglich wie man das hinbekommen willen, ohne noch weniger Mitwirkungsmöglichkeiten zu geben.

Im Übrigen wurde ja gestern auch noch mal das Zitat meines Parteifreundes Goll gebracht, wonach viele in Deutschland "wohlstandsverwöhnt" sind. Ich sage ganz offen, dass ich das ähnlich sehe, allerdings anders ausgedrückt hätte. Für jemanden der viel in der Welt unterwegs ist, insbesondere in Schwellenländern, stellt man doch fest, dass Großprojekte, die diese Länder voranbringen könnten, von den Leuten unendlich gefeiert werden, weil sie sich davon ein weiteres Anwachsen ihres Wohlstandes in Richtung Industriestaatenniveau erhoffen. Ein Beispiel ist der Queen Alia International in Amman Jordanien. Der Flughafen ist seit 1983 in Betrieb und fertigt im Jahr 4 Mio Passergiere ab. Derzeit befindet sich der Flughafen im Ausbau. Er wird ausgebaut auf eine Kapazität von bis zu 11 Mio Passagiere. Das ist ne pure Risikoinvestition. In Jordanien wurde dies damit begründet, dass man nicht länger hinter Dubai und anderen Flughäfen auf der arabischen Halbinsel hinterherhinken will und zu einem Drehkreuz in der Region werden möchte. Das alles ohne sicher zu wissen, wann man die diese Kapazität wirklich braucht. Da wird in die Zukunft gedacht. Und zwar nicht fünf oder 10 Jahre sondern gleich für mindestens 25, 30, 40 Jahre.
 
Gestern wurde behauptet, dass die Polizei von Beginn an in voller Kampfmontur "aufmarschiert" sei. Das war schlicht eine Lüge des "Parkschützers" und von Frau Roth, die ja selbst bei der Demo gar nicht anwesend war.
 
Brauchen ja auch nicht alle nen Helm oder nen Montur um auch so zu ziegen, wie es laufen kann.

Klar, es sind nicht alle die Unschulldslämmern, wie sie sich hinterher gerne darstellen lassen. Aber ebenso ist dieser Einsatz da absolut nicht zu rechtfertigen, wie er durchgeführt wurde. Da muss man auch gar nicht rumdiskutieren, nur weil man ne Partei verteidigen möchte.
 
Was ich an der ganzen Planung nicht verstehe - warum muss die Trasse zwingend durch die Stuttgarter Innenstadt führen? Wäre es nicht auch eine Option gewesen, die Trasse am Rand von Stuttgart entlang zu führen - mit Anbindung ans Zentrum für diejenigen, die dorthin wollen. Damit hätte sich der Riesenaufwand mit unterirdischem Bahnhof etc. erledigt.

Ich kenne das aus Frankreich (nur wenige TGV fahren das Zentrum von Tours mit seinem Kopfbahnhof an; die Mehrheit hält stattdessen am am Stadtrand gelegenen Bahnhof von St. Pierre les Corps).
 
Brauchen ja auch nicht alle nen Helm oder nen Montur um auch so zu ziegen, wie es laufen kann.

In erster Linie ging es darum, dass der Vertreter der Parkschützer und die gute Frau Roth bei Illner ganz offen gelogen haben, in dem sie behauptet haben, dass die Polizei von der Beginn der Veranstaltung in voller "Kampfmontur" aufmarschiert sei. Dies ist nachweislich, wie alle Videos belegen, falsch.

Klar, es sind nicht alle die Unschulldslämmern, wie sie sich hinterher gerne darstellen lassen. Aber ebenso ist dieser Einsatz da absolut nicht zu rechtfertigen, wie er durchgeführt wurde. Da muss man auch gar nicht rumdiskutieren, nur weil man ne Partei verteidigen möchte.

Ob dieser Einsatz rechtmäßig war, werden die Gerichte entscheiden. Da bin ich ganz einfach gespannt. Aber das Selbsverständnis in Deutschland schein ja zu sein, dass man Polizisten durchaus mit Gegenständen bewerfen, auf fremden Eingentum rumklettern und Bauplätze besetzen darf.
 
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