Stuttgart 21

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Zitat von [Sportfreund];1329967:
Wie sich die Bilder doch ähneln. Ein anderer JuLi-Westerwelle-Freund fährt die gleiche Schiene in einem anderen Forum. :lol:

Es ist witzig, dass ausgerechnet ein FDP-Anhänger von Verlogenheit anderer Pateien spricht. Was man für Verlogenheit bekommt, darf die FDP ja gerade in den Umfragewerten am eigenen Leib erfahren.

Bin kein Westerwellefreund. Sondern Mitglied der FDP. Das eine setzt das andere nicht Voraus.

Auch Argumente zu bieten?
 
Hallo zusammen.
Mein erster Beitrag in diesem Forum und das nicht zu Werder...
Also fürs Protokoll: :svw_schal: :svw_applaus: :svw_schal:

Stuttgart 21 ist für mich ein hervorragendes Beispiel für Fehlverhalten der politisch interessierten Bürger, schlechte Kommunikation, politische Stimmungmache, und z.T. der Abgehobenheit der Entscheidungsträger und der zunehmenden Technikfeindlichkeit im Land (dies aber ein anderes Thema).

Das Projekt selbst geht ja nicht nur um den Um/Neubeu des Stuttgarter Hauptbahnhofes, sondern auch um eine Umstellung des regionalen Zugverkehrs. Der derzeitige Kopfbahnhof soll in einen Durchgangsbahnhof umgebaut werden. Durch die derzeitige Bebauung ergibt sich, dass die Umsetzung zum Großenteil unterirdisch erfolgen muss.

Als Ziel des Ganzen sollen Fahrzeitverkürzungen und geringere Aufenthaltszeiten im Bhf selbst stehen. Als postiver Nebeneffekt werden nach den Bauten größere Grünflächen in der Stadt durch die Tieferlegung von Gleianlagen entstehen. Als negative Nebeneffekte treten auf: Baulärm/Schmutz/etc; Abholzen von alten Baumbeständen für den temporären Bauhof; (Teil) Abriss des alten Bahnhofgebäudes. Insgesamt stehen für mich bei dieser Aufstellung die positiven Aspekte im Vordergrund. Große Bauchschmerzen bei dem Projekt bekomme ich jedoch bei den Kosten und der geologischen Situation unter Stuttgart. Soweit ich weiß besteht dort der Untergrund aus arthesischen Quellen und Quellton, die bei einer Beschädigung/Durchdringung des Untergrunds zu unkalkulierbaren Effekten und damit Kostesteigerungen führen können.

Nun zum derzeitigen Geschehen: Das Planfeststellungsverfahren lief über zehn Jahre. Hierbei ist eine Veröffenlichungspflicht und eine öffenliche Gelegneheit zum Einspruch integraler Bestandteil. In dieser ganzen Zeit hätten sich diejenigen denen der Bahnhof so am Herzen liegt ihre Einsprüche geltend machen können, bzw. bei Misserfolg dann schon Demonstrieren können - und nicht erst kurz vor Spatenstich.

Die Bahn und das Land hätten von Anfang an offensiv für den Umbau werben sollen und die Vorteile aus ihrer Sicht klar präsentieren können. Hierdurch hätten bei Erfolg die derzeitigen Schwierigkeiten verhindert werden können, bzw. die Proteste auf einen weniger kostenintensiven Zeitpunkt vorverlegt werden können.

Nun zu den politischen Parteien: Die SPD hat in den Beschlüssen des Landtages für S21 gestimmt und weiß momentan nicht so richtig ob sie derzeit für oder gegen das Projekt sind. CDU und FDP halten trotz derzeitiger Umfragen an Ihrer Entscheid Die Forderung nach Volksentscheide in dieser Sache fimde ich persönlich als Populismus. Wen soll man Fragen? Die Stuttgarter, die Region, BW, Deutschland? Je nachdem ergeben sich Vor- und Nachteile, Interessen und Befindlichkeiten. Kleines Beispiel: Wenn man einen Volksentscheid über einen Flughafen machen würde, wären die unmittelbaren Bewohen ohne zweifel dagegen, wenn jedoch im Allgemeinen die Frage gestellt werden würde, on man in Deutschland Flughäfen braucht dürfte das Ergebnis ein anderes sein. Man DARF also nicht nur auf die unmittelbar betroffenen hören, sondern muss (als Politiker) auch auf das Geamtbild schauen.

CDU,FDP Bahn und andere haben auf gut Deutsch gesagt ein beschissenes Verhalten in der letzten Zeit gezeigt. Das brutale Vorgehen gegenüber von Demonstranten (mit vielen Schülern), das Absprechen von berechtigten Interessen etc., allgemein die mangelhafte Kommunikation kann nicht durch die objektive Berechtigung der Durchführung des Projektes gerechtfertigt werden.

Da immer nach Hauptschuldigen für die Eskalation der vergengenen Wochen gesucht werden, hier sind sie: Bahn, CDU, FDP, Grüne, (SPD,) Leute die sich erst Informieren wenn alle Fristen abgelaufen sind, die Köpfe der Demonstranten die aufstacheln, Polizisten die überreagiern, Demonstranten die Polizisten mit Gegenständen bewerfen, uniformierte und subjektive Medien,....
 
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Angefangen beim Projekt18, weitergegangen über Herrn Möllemann und Herrn Westerwelle, die ja bekanntlich diese Partei leiteten/leiten und eine der wirklich angesehensten Damen der deutschen Politik aus die Partei sehenden Auges haben ziehen lassen.

Garnicht erst zu sprechen von dem letzten Versprechen zur Wahl. Mehr Netto vom Brutto. :lol:

Wer ist der größte Bauernfänger im ganzen Land?

Hallo? Aufwachen! Und Du sprichst von Verlogenheit?



@hoernum: Herzlich Willkommen und gratulation zum ersten Beitrag.

Dass die Leute sich erst jetzt informiert haben ist nicht richtug und dass man das Bürgebegehren 1997 unehrenhaft abgebügelt hat, sollte wohl unbestritten sein.
 
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Angefangen beim Projekt18, weitergegangen über Herrn Möllemann und Herrn Westerwelle, die ja bekanntlich diese Partei leiteten/leiten und eine der wirklich angesehensten Damen der deutschen Politik aus die Partei sehenden Auges haben ziehen lassen.

Garnicht erst zu sprechen von dem letzten Versprechen zur Wahl. Mehr Netto vom Brutto. :lol:

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Das Projekt 18 war albern. War aber strategisch angelehnt an das Projekt 8, was Möllemann zuvor erfolgreich in NRW durchgeführt hatte.

Mehr Netto vom Brutto:

Dann wollen wir mal schauen. Es hat zum 1.1.2010 bereits eine steuerliche Entlastung von insgesamt 22 Mrd. Euro gegeben.

Dabei sind die größten Posten:

Die Erhöhung des Kindergeldes um 20 Euro pro Kind. Sowie die Erhöhung des Kinderfreibetrages pro Kind von vormals 6024 Euro auf 7008. Was eine steurliche Entlastung aller Familien mit Kindern bedeutet.

Dies ist ganz faktisch mehr Netto vom Brutto.

Die komplette Überprüfung und Vereinfachung der MwSt-Sätze steht im Koalitionsvertrag. Und wird auch so kommen. Auch wenn Medien derzeit etwas anderes verbreiten, was aber gestern bereits von Vertretern aller drei Regierungsparteien dementiert wurde.

Wir haben in unserem Wahlprogramm die Aussetzung der Wehrpflicht gefordert. Sie wird jetzt kommen. Die ach so pazifistischen Roten und Grünen haben sich an das Thema nicht einmal ran getraut.

Wir haben den Umbau des Gesundheitssystem begonnen.

Es wurden die Bürgerrechte gesträkt. ELENA gestoppt.

Kann die Liste unendlich Fortsetzen. Achja übrigens auch die Verlängerung der Laufzeiten für AKWs war Bestandteil des im Wahlprogramm niedergeschriebenen Energiekonzeptes.

Ich bin sicherlich mit dem erreichten bisher nicht zufrieden. Insbesondere ärgere ich mich darüber, dass wir an der alten Regelung des ALG I und ALG II weiterfesthalten und nicht den Umbau zum Bürgergeldmodell hinbekommen. Aber das ist mit den Unionsparteien überhaupt nicht anzugehen.
 
Hallo zusammen.
Mein erster Beitrag in diesem Forum und das nicht zu Werder...
Also fürs Protokoll: :svw_schal: :svw_applaus: :svw_schal:

Stuttgart 21 ist für mich ein hervorragendes Beispiel für Fehlverhalten der politisch interessierten Bürger, schlechte Kommunikation, politische Stimmungmache, und z.T. der Abgehobenheit der Entscheidungsträger und der zunehmenden Technikfeindlichkeit im Land (dies aber ein anderes Thema).

Das Projekt selbst geht ja nicht nur um den Um/Neubeu des Stuttgarter Hauptbahnhofes, sondern auch um eine Umstellung des regionalen Zugverkehrs. Der derzeitige Kopfbahnhof soll in einen Durchgangsbahnhof umgebaut werden. Durch die derzeitige Bebauung ergibt sich, dass die Umsetzung zum Großenteil unterirdisch erfolgen muss.

Als Ziel des Ganzen sollen Fahrzeitverkürzungen und geringere Aufenthaltszeiten im Bhf selbst stehen. Als postiver Nebeneffekt werden nach den Bauten größere Grünflächen in der Stadt durch die Tieferlegung von Gleianlagen entstehen. Als negative Nebeneffekte treten auf: Baulärm/Schmutz/etc; Abholzen von alten Baumbeständen für den temporären Bauhof; (Teil) Abriss des alten Bahnhofgebäudes. Insgesamt stehen für mich bei dieser Aufstellung die positiven Aspekte im Vordergrund. Große Bauchschmerzen bei dem Projekt bekomme ich jedoch bei den Kosten und der geologischen Situation unter Stuttgart. Soweit ich weiß besteht dort der Untergrund aus arthesischen Quellen und Quellton, die bei einer Beschädigung/Durchdringung des Untergrunds zu unkalkulierbaren Effekten und damit Kostesteigerungen führen können.
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Also das mit den Problemen bei dem Tunnelbau und der Geologie in Stuttgart kann so problematisch nicht sein wie es immer dargestellt wird. Durch Stuttgart führen schon heute mehrere Tunnel. Dazu gehört auch ein Straßenbahntunnel, der noch tiefer liegt als die geplanten neuen Bahntunnel. Es gibt meines Wissens einen Autotunnel der mit dem Geologie Probleme hat. Aber es einer von sehr vielen Tunneln, was dann wohl eher an Baumängeln liegen dürfte als an der Geologie.
 
Der derzeitige Kopfbahnhof soll in einen Durchgangsbahnhof umgebaut werden. Durch die derzeitige Bebauung ergibt sich, dass die Umsetzung zum Großenteil unterirdisch erfolgen muss.

Als Ziel des Ganzen sollen Fahrzeitverkürzungen und geringere Aufenthaltszeiten im Bhf selbst stehen. Als postiver Nebeneffekt werden nach den Bauten größere Grünflächen in der Stadt durch die Tieferlegung von Gleianlagen entstehen

Das ist doch genau der Knackpunkt. Sind die Fahrzeitverkürzungen durch die Betriebsweise als Durchgangsbahnhof und die neuen Grünflächen diese hohen Investionen (im Vergleich zu einer Modernisierung des alten Kopfbahnhofes) wert, wenn gleichzeitig in anderen Bereichen kein Geld für sinnvolle Investitionen (z.B. neue Kindergärten oder bessere Straßen) da ist?
 
Das wir die Atomenergie, die mir wesentlich lieber ist als Strom aus fossilen Brennstoffen, als Übergangstechnologie brauchen werden, ist ziemlich unumstritten.

Hm, also so ganz unumstritten ist das nicht. Zuerst einmal: Es werden keine Kohlekraftwerke o.ä. abgestellt, nur weil AKW's laufen. Es wird immer mehr gebaut, damit die Energiekonzerne noch auf Jahre weiter Milliardengewinne machen. Zusätzlich gibt es einen Emissionshandel was dazu führt, dass selbst theoretisch eingesparte Kohlekraftwerke keinen Umweltnutzen haben, weil die Emissionszertifikate dann von anderen Unternehmen gekauft werden, die dadurch keine Investitionen in den Klimaschutz tätigen müssen.

Zur Kernenergie: Wenn wir eine liberale Regierung hätten (haha), könnten wir (meiner Meinung nach) sofort alle AKW abschalten. Hierzu sollte man sich mal folgendes ansehen: http://www.finanzzeug.de/bundesregierung-blockadepolitik-fuer-sauberen-strom-aus-norwegen-18105

Wir wissen also:

Deutschland hat 12 AKW's mit 17 Reaktorblöcken
7 AKW's könnten aufgrund des Überschusses an Stromexport abgeschaltete werden http://www.wald.de/jetzt-19-oekostrom-in-deutschland/
Mit dem Seekabel, wo wir u.a. unseren zu viel produzierten Windstrom in norwegischen Pumpwasserkraftwerken zwischenspeichern könnten + eventuellen Importen aus der EU (wo eine Abhängigkeit wohl wenig schädlich für uns ist) wären die AKW's ohne weiteres zu ersetzen. Und damit alle Gefahren für Leib und Leben und die viel zu hohen Kosten (wenn überhaupt möglich) der Endlagerung.

PS: gleich kommt noch was zu S21,aber das musste ich erstmal widerlegen
 
Mit der Bahn (Haustür/Haustür) ist die schnellste Verbindung ungefähr in 6 Stunden zu meistern. Kosten liegen für die einfachste Fahrt bei ca. 110 Euronen.

Mit dem Auto braucht man egal ob Sauerlandlinie oder Kasseler Berge ungefähr die gleiche Zeit. Ohne Pausen ist man sogar nen bisserl schneller. Kosten liegen bei meinem Auto ungefähr bei 60 Euro für Benzin.

Mit dem Flieger braucht man ungefähr 4 Stunden (reine Flugzeit Bremen/Frankfurt 45 - 60 Min/ 99 Euronen + Fahrzeit zum Flughafen und vom Flugahafen Frankfurt nach Karlsruhe + CheckIn-Zeit).

Sorry, aber ich fahre seit über 8 Jahren nur noch mit der Bahn bei Fernstrecken und ich musste noch nie irgendwo den Normalpreis zahlen. M.E. muss das keiner, es gibt soo viele Möglichkeiten einen günstigeren Preis zu bekommen. Lidl Tickets, Dauer Spezial, Bahncard, immer wieder 20 Euro Fahrten zu besonderen Tagen wie dem Tag der Einheit.


Die Grünen akzeptieren nur ihre eigene Meinung - auch wenn sie in der Sache falsch ist oder von dem Volke nicht gewollt wird. Hier empfehle ich noch mal das Buch und den Film "Unter den Linken". Toleranz gegenüber anderen Meinungen ist nicht gerade die Stärke der politisch Linken. Das wird an diesem Beispiel wieder deutlich..

Genauso könnte man sagen: Lobbyismus- und Korruptionsbekämpfung ist nicht gerade die Stärke der FDP.

In Karlsruhe haben sich 55,5% der Bürgerinnen und Bürger für den Bau der U-Strab ausgesprochen. Im Landtag Baden-Württembergs stellten die Grünen den Antrag auf den Bau der U-Strab zu verzichten. Was klar gegen das Votum der Karlsruher Bevölkerung ist, die eben mehrheitlich für den Bau ist.

Du hast oben geschrieben, dass die Abstimmung parallel mit der Bundestagswahl durchgeführt wurde. Bundestagswahl war im September. Antrag von den Grünen im Juni. Wo ist das Problem, wenn eine Partei Ihre normale politische Arbeit vor einer Volksabstimmung durchführt? Da wussten sie doch noch garnicht, dass die Karlsruher sich dagegen aussprechen. Oder habe ich das grad komplett falsch verstanden?

Zitat von [Sportfreund];1329967:
Es ist witzig, dass ausgerechnet ein FDP-Anhänger von Verlogenheit anderer Pateien spricht. Was man für Verlogenheit bekommt, darf die FDP ja gerade in den Umfragewerten am eigenen Leib erfahren.

Oh ja :D Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht, wie man diese unbeholfene, peinliche Politik noch schön reden kann...

PS: Felissilvestris siehst du die FDP Wähler zu den Grünen weggehen, oder warum haust du hier durchgehend auf die Grünen ein? Naja 5% vs 24% ist auch schon ein Wort in den Umfragen :P
 
Du hast oben geschrieben, dass die Abstimmung parallel mit der Bundestagswahl durchgeführt wurde. Bundestagswahl war im September. Antrag von den Grünen im Juni. Wo ist das Problem, wenn eine Partei Ihre normale politische Arbeit vor einer Volksabstimmung durchführt? Da wussten sie doch noch garnicht, dass die Karlsruher sich dagegen aussprechen. Oder habe ich das grad komplett falsch verstanden?
P

Der Antrag der Grünen stammt aus dem Juni des Jahres 2006 und die Volksabstimmung in Karlsruhe fand parallel zur Bundestagswahl im September 2002 statt.

:rolleyes:
 
Der Antrag der Grünen stammt aus dem Juni des Jahres 2006 und die Volksabstimmung in Karlsruhe fand parallel zur Bundestagswahl im September 2002 statt.

:rolleyes:

Okay dann hab ichs tatsächlich falsch verstanden. Möchte das jetzt aber nicht weiter kommentieren, da ich keine Ahnung habe, was die Grünen dazu bewegt hat. Ist eine Volksabstimmung von der Bindung her nicht sowieso höher als ein Stadtratsbeschluss? Oder halt Land, keine Ahnung wer dafür zuständig ist.
 
Nein. Es ist eine Abstimmung auf Stadtebene gewesen. Damit hat diese Abstimmung das Gewicht eines Gemeinderatsbeschluss. Diese kann durch höherrangige Instutionen (Land, Bund) sofern Gesetzgebungsbefugnis besteht gebrochen werden.

Was die Grünen dazu getrieben hat? Sie sind immer gegen die U-Strab gewesen. Und ihnen ist der, jetzt so hochgelobte Volkswille, in dieser Frage eben sch*** egal, weils nicht in ihre ideologie passt.
 
Nein. Es ist eine Abstimmung auf Stadtebene gewesen. Damit hat diese Abstimmung das Gewicht eines Gemeinderatsbeschluss. Diese kann durch höherrangige Instutionen (Land, Bund) sofern Gesetzgebungsbefugnis besteht gebrochen werden.

Was die Grünen dazu getrieben hat? Sie sind immer gegen die U-Strab gewesen. Und ihnen ist der, jetzt so hochgelobte Volkswille, in dieser Frage eben sch*** egal, weils nicht in ihre ideologie passt.

Hmm als bei den heutigen Grünen von Ideologie zu reden ist schon gewagt. Wohnst du in Karlsruhe? Hast du mit den Grünen da gesprochen? Was wäre denn, wenn es inzwischen neue Erkenntnisse gibt, die die Bevölkerung damals noch nicht hatte, und die Grünen der Meinung sind, dass die Bevölkerung mit diesem Wissen anders entschieden hätten? Das wäre natürlich nur legitim, wenn es auch objektiv eine krasse Änderung wäre. Aber einer ganzen Partei nur aufgrund dieses Antrages vorzuwerfen, dass Ihnen der Volkswille scheiss egal ist, ist schon unfair.

Was macht denn die FDP + CDU + CSU bei den Atomkraftwerken? Es gibt dutzende Umfragen, die immer wieder das Ergebnis haben, dass die meisten gegen eine Laufzeitverlängerung sind. Was beschließt die Koalition? Genau das Gegenteil. Aber das nur am Rande.

Was ich bei Stuttgart 21 noch ganz interessant finde: der Sturz der Landesregierung vor Ablauf der Amtsperiode: http://www.n-tv.de/politik/Zehntausende-fordern-Mappus-Abwahl-article1639811.html
Ist glaube realistischerweise nicht zu realisieren, aber ein krasses Signal.
 
Hmm als bei den heutigen Grünen von Ideologie zu reden ist schon gewagt. Wohnst du in Karlsruhe? Hast du mit den Grünen da gesprochen? Was wäre denn, wenn es inzwischen neue Erkenntnisse gibt, die die Bevölkerung damals noch nicht hatte, und die Grünen der Meinung sind, dass die Bevölkerung mit diesem Wissen anders entschieden hätten? Das wäre natürlich nur legitim, wenn es auch objektiv eine krasse Änderung wäre. Aber einer ganzen Partei nur aufgrund dieses Antrages vorzuwerfen, dass Ihnen der Volkswille scheiss egal ist, ist schon unfair.

Habe zu der Zeit der Volksabstimmung in Karlsruhe gelebt. Meine Schwiegereltern leben in Karlsruhe.

Selbst die Volksabstimmung zum Thema U-Strab wurde von den Grünen damals schon abgelehnt. Ansonsten haben alle damals im Karlsruher Gemeinerat vertretenen Parteien - CDU, SPD, FDP/Aufbruch und KAL - eben mit Ausnahme der Grünen für den Volksentscheid gestimmt.


Was macht denn die FDP + CDU + CSU bei den Atomkraftwerken? Es gibt dutzende Umfragen, die immer wieder das Ergebnis haben, dass die meisten gegen eine Laufzeitverlängerung sind. Was beschließt die Koalition? Genau das Gegenteil. Aber das nur am Rande.

Bei allem Respekt vor Meinungsforschungsinstituten und Umfragen. Umfragen sind keine Volksentscheide. Die FDP hat bei der letzten Bundestagswahl eindeutig damit geworben, dass wir uns aus unterschiedlichsten Gründen (Preistabilität, Versorgungssicherheit, Brückentechnologie etc.) für die Verlängerung der Laufzeit der AKWs einsetzen werden. Die Unionsparteien haben ebenfall nie einen Hehl daraus gemacht, wie sie zur Atomkraft stehen. Es war also jedem Wähler klar welche Energiepolitik Schwarz/Gelb machen würde. Dennoch oder gerade deswegen hat die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler CDU/CSU/FDP mit der Mehrheit im Deutschen Bundestag ausgestattet.

Was ich bei Stuttgart 21 noch ganz interessant finde: der Sturz der Landesregierung vor Ablauf der Amtsperiode: http://www.n-tv.de/politik/Zehntausende-fordern-Mappus-Abwahl-article1639811.html
Ist glaube realistischerweise nicht zu realisieren, aber ein krasses Signal.

Abwarten.
 
Ein mögliches Transrapidnetz ist für mich wenn dann auch ein Verkehrskonzept der Zukunft mit dem man heute auf Referenzstrecken beginnen müsste. Eigentlich hätte man sich vor 20 Jahren schon gegen den ICE, der technisch übrigens seiner japanischen und französischen Geschwistern hinterherhinkt, und für den Transrapid entscheiden müssen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte und ein Thema bei dem ich so manch Altvorderen meiner Partei auch schon auf die Füße getreten bin.
Und wenn man an Fernverkehrskonzepte denkt. Dann sollte man erstens in europäischen Dimensionen und zweitens in einer zeitlichen Dimension von 50 bis 100 Jahren denken. Sonst macht das kaum Sinn.

Wenn man den ICE aufgrund des technischen Rückstands nicht gebaut hätte, dann hätte man eher auf den bewährten TGV zurückgreifen können, denn der Transrapid war und ist zu teuer, weshalb er trotz konkreter Streckenplanungen (Ruhrgebiet, Flughafenshuttle München) nicht in Deutschland gebaut wurde. Schon in den 90er Jahren wurde der Fahrpreis um ca. 30% höher als für ein 1.-Klasse-Ticket im ICE taxiert und beim Shuttle für den Flughafen München wurde ein Zuschlag von 5 € auf den Nahverkehrszuschlag in Erwägung gezogen.

Noch ein Nachtrag zum Energiebedarf: Der angegebene niedrigere Energiebedarf des Transrapid basiert ausschließlich auf Herstellerangaben und ist daher wie die Verbrauchsangaben eines Autoherstellers mit Vorsicht zu genießen, denn selbst der wissenschaftlichen Beirat des Bundesverkehrsministeriums(!) hat diese Angaben für unrealistisch gehalten. Bisher sind nur errechnete Studien bekannt (die von einem höheren Energiebedarf ausgehen), aber keine Meßergebnisse am Objekt der täglichen Praxis, sprich dem Transrapid in Schanghai. Aber wer im Physikunterricht auch nur ein wenig aufgepaßt hat, der wird wissen, daß die stärkste Kraft, die Fahrzeuge welcher Art auch immer überwinden müssen, der Luftwiderstand ist und dadurch Energiebedarf bei Höchstgeschwindigkeiten im Quadrat der Geschwindigkeit steigt, sprich daß mit steigendem Tempo der Energiebedarf sich überproportional erhöht.


Richtig. Dennoch Schienennetze werden laufend einer Erneuerung unterzogen. Das kann man in einem laufenden Prozes integrieren. Mir gehts zunächst um eine Referenzstrecke. Im Übrige braucht man für den Transrapid keine neuen Bahnhöfe, sondern lediglich ein neues "Gleis".

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung gibt es die Transrapidstrecke auch ebenerdig und nicht nur aufgeständert.

Theoretisch ja, aber wie bitte soll das in der Praxis umgesetzt werden, sowohl technisch, politisch, und das auch noch wirtschaftlich verantwortungsvoll? Dagegen sprechen u.a.:

1. Selbst wenn man eine Transrapidstrecke an den bestehenden Bahnhöfen anschließen würde, so bleiben einige technische und logistische Dinge Fragen offen. Z.B. müßte das dichte Schienennetz unmittelbar vor den Bahnhöfen neu organisiert und umgebaut werden und weil die Spurweite des Transrapid von 2800 mm fast doppelt so hoch ist wie europäische Normalspur (1435 mm) ist, könnte es an dem einen oder anderen Bahnhof zu logistischen Problemen kommen.

2. Das Straßennetz in Deutschland ist sehr engmaschig, so daß bei einem ebenerdigen Ausbau die zahlreichen zu kreuzenden Straßen kostenintensiv zu Brücken oder Unterführungen umgebaut werden müßten.

3. Nicht nur aufgrund der Spurweite des Transrapid ist der Platzbedarf viel höher als bei einer Bahnschiene, denn hinzu kommen rechts und links der Trasse Sicherheitsabstände, damit Menschen oder Gegenstände nicht vom Sog erfaßt werden, der bei 300 km/h etwa 3-4 Meter betragen müßte, so daß eine einspurige Trasse ca. 10 m in Anspruch nimmt; bei einer zweispurigen Verkehrsführung erhöht es sich durch den notwendigen Staudrucksabstand zwischen den Gleisen (entsteht wenn zwei Züge sich entgegenkommen, der sich ab 300 km/h pro Zug bei ca. 4-5 Metern beläuft) erhöht sich der Bedarf auf ca. 18 m Breite. Demzufolge benötigt man für eine z.B. 400 km lange Strecke 4000 - 7200 km² Fläche, die in einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland am Stück zwischen zwei Ballungszentren nicht frei zur Verfügung steht, d.h. es muß Grundeigentum erworben, bzw. wenn die Eigentümer sich weigern, eine Zwangsenteignung veranlaßt werden.

Wenn Du anmerkst, daß Walter Sittlers Antwort auf die Alternativen zu Stuttgart 21 ein Schweigen war, was man wohl als Kritik an seiner Haltung interpretieren muß, dann wirst Du uns sicherlich die Frage beantworten können, ob und wie Du als Transrapid-Befürworter bei den betroffen Wählern Deiner Partei Verständnis und Alternativen aufbringen kannst, wenn in ihrer Nähe eine Transrapid-Trasse geplant wird und sie dafür ggf. einen Teil ihres Grundeigentums abtreten müssten. Über soviel Innovation, Eloquenz und Überzeugungsgabe würde sich jeder Parteivorsitzender freuen.
 
TGV hat man nicht genommen, weils nen Franzose ist und man das Projekt "Hochgeschwindigkeitszug" in Deutschland an ein deutsches Konsortium vergeben wollte.
Insgesamt kann ich mich nur auf Herstellerangaben berufen. Und getestet wird der Transrapid ja nun schon nen paar Jahrzehnte.
Und das ein hohes Investitionsvolumen notwendig wäre, ist doch vollkommen klar. Habe ich nie abgestritten. Bezweifle aber, dass es, wenn überhaupt, wesentlich höher ist, als der der ICE-Strecke.
 
Insgesamt kann ich mich nur auf Herstellerangaben berufen. Und getestet wird der Transrapid ja nun schon nen paar Jahrzehnte.
Und das ein hohes Investitionsvolumen notwendig wäre, ist doch vollkommen klar. Habe ich nie abgestritten. Bezweifle aber, dass es, wenn überhaupt, wesentlich höher ist, als der der ICE-Strecke.

Und wie würdest Du als Transrapid-Befürworter bei den betroffen Wählern Deiner Partei Verständnis und Alternativen aufbringen wollen, wenn in ihrer Nähe eine Transrapid-Trasse geplant wird und sie dafür ggf. einen Teil ihres Grundeigentums abtreten müssten?
 
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