Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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Status
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...Bei solch einer überragenden Vereinsführung glaube ich, dass auch andere Trainer wie Veh, Klopp oder Funkel gern in Bremen arbeiten würden.

Einige Definieren das hier so, als wenn er diese Trainer hier gern sehen würde! Nur muss ich für ihn mal eine Lanze brechen: Ich definiere das so, dass diese Trainer sich nach dem Job von TS die Finger lecken....

Meine Meinung zum Thema ist im Fred: Aktuelle Situation (7) zu finden: http://forum.werder.de/showthread.php?p=116749#post116749
 
eigentlich hat das hier schon fast satirische zuege. nun wird schon behauptet wir waeren kein spitzenteam, dabei sagt die tabelle der letzten fuenf jahre doch genau das gegenteil.

gegenfrage, wenn wir in den letzten jahren kein spitzenteam waren, wer, bis auf die bayern, war es dann?

Naja, da ist insbesondere der Linienrichter bei der Verteidigung unseres Trainers wohl etwas über das Ziel hinaus geschossen. :D

Auch wenn Werders wirtschaftlichen Möglichkeiten immer noch weit unter denen anderer Klubs liegen, so sind unsere sportlichen Möglichkeiten einige Male nicht ausgeschöpft worden. Darüber unzufrieden zu sein, bzw. das anzusprechen machen einen noch nicht zum "Erfolgsfan".

Und verpasste Chancen zur Meisterschaft oder einem Weiterkommen in CL und UEFA-Cup mit den Bankkonten anderer Vereine zu relativieren ist mir dann auch zu viel Understatement. Vielleicht stimmte das noch für die Saisons 04/05 und 06/06, inzwischen aber wohl kaum noch.

Grade KATS haben großen Anteil daran, dass wir sportlich von unserer Mannschaft mehr erwarten dürfen, als wirtschaftlich eigentlich drin sein dürfte. Und über eine CL-Quali nach solider Saison würde hier auch nicht debattiert. Das Verschenken von Möglichkeiten in einer Saison mehr zu erreichen, indem man Spiele unnötig lax angeht und dann verliert, darf wohl kritisiert werden. Finde ich jedenfalls, weil es mir auch auf den Keks geht, diese Mannschaft unter ihren sportlichen Möglichkeiten kicken zu sehen. Ich hasse solche Verschwendung.

Aber möglicherweise hat ja der unbestreitbare Status einer nationalen Spitzenmannschafft gepaart mit dem Wissen um das eigene Können auch zu Selbstgenügsamkeit im Team geführt. Diese Saison sieht das jedenfalls ganz danach aus. Dies ist wahrscheinlich auch für TS eine neue Situation, aber hier erwarte ich, dass er das in den Griff bekommt. Hier ist seine Kompetenz gefragt, auch ggfs. den Kader neu zu sortieren.

Seine taktische Kompetenz, an der hier ja viel gemäkelt wird, sehe ich gar nicht so problematisch. Schon eher die Handhabung von Personlafragen (Stichwort: Nibelungentreue). Allerdings bin ziemlich sicher, dass Schaaf all das, was unsereiner sieht auch sehen kann und das er das auch entsprechend seiner Erfahrung und Kenntnisse würdigt. Die Frage ist, wie schnell er damit eine Veränderung erreicht, die auch sichtbare und zählbare Erfolge zeitigt.
 
Was die Zielvorgabe betrifft, gehe ich mir dir konform. Wie man hier sieht, schafft das Erwartungen, die dann sogar zu Ansprüchen werden, welche in der Form nicht realistisch sind.

Entschiedener Einspruch!

Das Problem ist nicht die "Vorgabe", sondern das, was nach einer Niederlage hier daraus gemacht wird.

Schaaf hat nicht gesagt "Wir werden Meister!", sondern ist nach den Zielen gefragt worden. Was aber soll man nach fünf CL-Teilnahmen in Folge und einem Dauerabonnement auf die ersten drei Plätze anderes sagen als "Wir wollen natürlich den Titel holen!" ...????

Soll er sagen "Sooo gut sind wir diesmal nicht!" ...??
Oder "Kein Kommentar!" ...??

Nach Werders Bilanz der letzten Jahre ist es eine Selbstverständlichkeit, weiter um den Titel mitspielen zu wollen. Als eine von vier oder fünf Mannschaften, die das auch für sich reklamieren. Es wäre töricht gewesen so zu tun, als könne man nach einer Vizemeisterschaft diesmal KEIN Wort um den Titel mitreden. Wer hätte das verstehen sollen? Wie soll man sich als Mannschaft fühlen wenn der eigene Trainer sagt "Gut, wir waren jetzt Vizemeister, aber für ganz oben wird es wohl nicht reichen." Ist das die Mentalität, die uns weiterbringt?

Schaaf und Allofs haben meines Wissens nie gesagt "Wir sind besser als die anderen!", was meinetwegen ein Anlaß für lautes Murren hier gewesen wäre. Die Wortwahl war immer "Es muss unser Anspruch sein, um den Titel mitzuspielen!"

Was ist daran problematisch? Es IST unser Anspruch, und wir WERDEN um den Titel mitspielen. Nach den SPielen in Mailand und München und auch phasenweise gegen Hoffenheim wäre es Unsinn so zu tun, als seien wir eine Mannschaft, die zwischen 5 und 8 landet, aber nicht mehr. Warum geben hier scheinbar immer nur die schlechten Spiele Aufschluss über Werders wahre Leistungsfähigkeit, aber nicht die Gala-Vorstellungen? Sind die Zufall?

Hier wird so getan, als hätte man als Fan Regressansprüche an Werder, weil sie uns doch die Meisterschaft versprochen haben und nun nur auf Platz 7 stehen. Ich verstehe nicht, warum hier beinahe niemand versteht, dass es in Fußball immer um ein Gesamtergebnis ALLER Spiele geht. Als wir 1993 Meister wurden, waren wir nach sieben Spielen auf Platz 9 (kann man bei Fußballdaten.de nachschauen), und als wir den Europacup gewonnen haben, gab es die ganze Rückrunde hindurch vorher "Rehhagel raus!"-Rufe, wenn ich mich recht entsinne.

Hier wird immer die Kritik an EINEM Spiel verwechselt mit dem unstillbaren Drang, sich zu ereifern, grundsätzliche miese Tendenzen zu erkennen und sofort durch einschneidende Konsequenzen zu beseitigen: System neu, Trainer weg, Kapitän auf die Tribüne setzen, Mannschaft durchmischen.

Würden wir so verfahren, dann wären wir jetzt wahrscheinlich auf der Stufe von Kaiserslautern oder Fortuna Düsseldorf. Und nicht, wie hier manche meinen, auf der Stufe von Manchester United.
 
@ Lieneienrichter
Auch wenn ich dein Ansichten häufig in den anderen Threads nicht teile,
sehe ich das doch bei dem letzten Beitrag genauso.
 
vor allem hat ManU, trotz der kleinen "Krise" vor ein paar Jahren an Ihrem Trainer festgehalten haben, und der ist glaube ich seit über 1000 Jahren da..........
 
Entschiedener Einspruch!

Das Problem ist nicht die "Vorgabe", sondern das, was nach einer Niederlage hier daraus gemacht wird.

Schaaf hat nicht gesagt "Wir werden Meister!", sondern ist nach den Zielen gefragt worden. Was aber soll man nach fünf CL-Teilnahmen in Folge und einem Dauerabonnement auf die ersten drei Plätze anderes sagen als "Wir wollen natürlich den Titel holen!" ...????

Soll er sagen "Sooo gut sind wir diesmal nicht!" ...??
Oder "Kein Kommentar!" ...??

Nach Werders Bilanz der letzten Jahre ist es eine Selbstverständlichkeit, weiter um den Titel mitspielen zu wollen. Als eine von vier oder fünf Mannschaften, die das auch für sich reklamieren. Es wäre töricht gewesen so zu tun, als könne man nach einer Vizemeisterschaft diesmal KEIN Wort um den Titel mitreden. Wer hätte das verstehen sollen? Wie soll man sich als Mannschaft fühlen wenn der eigene Trainer sagt "Gut, wir waren jetzt Vizemeister, aber für ganz oben wird es wohl nicht reichen." Ist das die Mentalität, die uns weiterbringt?

Schaaf und Allofs haben meines Wissens nie gesagt "Wir sind besser als die anderen!", was meinetwegen ein Anlaß für lautes Murren hier gewesen wäre. Die Wortwahl war immer "Es muss unser Anspruch sein, um den Titel mitzuspielen!"

Was ist daran problematisch? Es IST unser Anspruch, und wir WERDEN um den Titel mitspielen. Nach den SPielen in Mailand und München und auch phasenweise gegen Hoffenheim wäre es Unsinn so zu tun, als seien wir eine Mannschaft, die zwischen 5 und 8 landet, aber nicht mehr. Warum geben hier scheinbar immer nur die schlechten Spiele Aufschluss über Werders wahre Leistungsfähigkeit, aber nicht die Gala-Vorstellungen? Sind die Zufall?

Hier wird so getan, als hätte man als Fan Regressansprüche an Werder, weil sie uns doch die Meisterschaft versprochen haben und nun nur auf Platz 7 stehen. Ich verstehe nicht, warum hier beinahe niemand versteht, dass es in Fußball immer um ein Gesamtergebnis ALLER Spiele geht. Als wir 1993 Meister wurden, waren wir nach sieben Spielen auf Platz 9 (kann man bei Fußballdaten.de nachschauen), und als wir den Europacup gewonnen haben, gab es die ganze Rückrunde hindurch vorher "Rehhagel raus!"-Rufe, wenn ich mich recht entsinne.

Hier wird immer die Kritik an EINEM Spiel verwechselt mit dem unstillbaren Drang, sich zu ereifern, grundsätzliche miese Tendenzen zu erkennen und sofort durch einschneidende Konsequenzen zu beseitigen: System neu, Trainer weg, Kapitän auf die Tribüne setzen, Mannschaft durchmischen.

Würden wir so verfahren, dann wären wir jetzt wahrscheinlich auf der Stufe von Kaiserslautern oder Fortuna Düsseldorf. Und nicht, wie hier manche meinen, auf der Stufe von Manchester United.

@ Linienrichter Jablonski:

Ich glaube, ich bin weitgehend der falsche Ansprechpartner für deine Klagen und Unterstellungen. Weder verteidige oder fordere ich "Regressansprüche" an den Verein. noch gehe ich bei der Beurteilung von Werder nur von schlechten Spielen aus, noch halte ich die guten für Zufall. Insofern kann ich schwer auf deinen "Einspruch" antworten, weil ich mich durch ihn nicht wirklich angesprochen fühle.

Was die Zielvorgabe betrifft, sehe ich es so:
Zunächst mal muss man unterscheiden zwischen dem, was intern und dem, was öffentlich geäußert wird. Das muss nicht das Gleiche sein. relevant in diesem Zusammenhang ist nur, was nach außen gebracht wird.
Natürlich gehört Werder zu den Mannschaften, die aufgrund der letzten Platzierungen mit einer Meisterschaft liebäugeln können.
Das kann man selbstverständlich auch nach außen tragen.
Solche Zielvorgaben werden ja mit Bedacht gewählt und an die Öffentlichkeit gebracht, um was zu transportieren. Und solche offensive Aussagen haben nun Vorteile - sie wirken selbstbewusst, sollen die Anhängerschaft mobilisieren und euphorisieren -, aber die Kehseite davon ist eben, dass man sich je nach Art (d.h. "Offensivität") einer solchen Aussage dann eben auch nicht ganz so wundern muss, wenn aus dem Ziel im Verständnis der Fans mehr ein Anspruch wird. Ähnliches gilt in anderer Weise für die Medien, speziell die Boulevardmedien. Da werden einem solche Äußerungen dann gern mal um die Ohren gehauen.
Dass das "falsch" ist, weil es die Äußerungen Werders missversteht, sehe ich genauso wie du. Aber es ist nunmal so, dass das, was jemand sagt (bzw. meint) nicht notwendigerweise das Gleiche ist wie das, wie es ankommt und verstanden wird. Vor allem, wenn es um unterschiedliche Interessen geht und wenn es eine ganze Branche gibt, die davon lebt, sowas zu verwursten und den Fans derart verwurstet zu servieren.

Ein Beispiel: Wenn ein Medienstar in der Öffentlichkeit ankündigt oder Andeutungen macht, demnächst zu heiraten und/oder ein Kind zu bekommen, ist das ja eigentlich völlig ok (da es wahr und ja auch schön ist), und vor allem selbstverständlich nicht rechtsverbindlich.
Und natürlich ist es nicht in Ordnung, wenn er anschließend immer wieder damit konfrontiert wird oder wenn er, falls was dazwischenkommt, mit Diskussionen, Spekulationen und Fragen nach Ehekrisen, Unfruchtbarkeit, Zeugungsunfähigkeit, Scheidung usw. konfrontiert wird.
Dennoch war der Urheber u.U. nicht ganz gut beraten, da er die Wirkung seiner Worte auf eine bestimmte Zielgruppe (im Bekannten- oder Freundeskreis wäre das natürlich was ganz anderes) hinsichtlich möglicher Folgen nicht ganz richtig eingeschätzt hat.

Meines Wissens war die Aussage auch nicht, auch wenn das nur Nuancen sind, dass Werder um die Meisterschaft mitspielen wolle, sondern, dass man sich natürlich verbessern wolle, was nach einem zweiten Platz logischerweise nur die Meisterschaft meinen kann. Zudem erinnere ich mich an eine Bemerkung, dass es schon stark wünschenswert sein, mal wieder was "Anfassbares" (=Tropäe) zu gewinnen (sinngemäß). Das Selbstbewußtsein daran gefällt mir auch, aber es hat eben die erwähnten Begleiterscheinungen.
Ich selbst habe mit solchen Äußerungen nicht das geringste Problem, wenn es nicht zu bunt wird, da ich auf sowas eh nicht viel gebe, sondern mir selbst ein Urteil bilde, welche Ziele realistisch sind und welche Ansprüche bestehen müssen.

In dem Zusammenhang ist es natürlich albern, mir zu unterstellen, Werder solle lieber ankündigen, um Platz 5-9 mitzuspielen oder mindestens einschränken, der Titel sei nicht drin und man sei gar nicht so gut. Das habe ich nicht gesagt. Aber wenn man das Wort Titel ausdrücklich offensiv erwähnt, ist das was anderes, als wenn man, sachlich richtig, sagen würde, das Ziel sei, erneut unter den ersten Drei zu landen und sich für die CL zu qualifizieren (was ja einen Titel nicht ausschließt). Aber sowas hat natürlich weniger Signalwirkungund und klingt weniger aufgregend :)

Nun, wie dem auch sei, ich halte solche Äußerungen für eher Pipifax (und natürlich können sie kein wirklicher Grund für überzogene Ansüprüche sein) und keine wirkliche Diskussion wert; und problematisch (nicht: schlimm) finde ich sie nur hinsichtlich ihrer potentiellen Wirkung auf Medien und Fans, wo sie eine Art Bumerang-Effekt bekommen können, wie es ja gerade ansatzweise zu sehen ist. Natürlich kann man immer argumentieren, das hätte Werder nie so gesagt. Das tue ich je nachdem, was Werder alles für Äußerungen unterstellt werden ("Stürmerkracher vesprochen") auch. Auf der anderen Seite sollen solche Äußerungen ja Signalwrkung haben und man darf sich dann nicht beschweren oder zumindest nicht wundern, wenn sie einem in Krisenzeiten um die Ohren gehauen werden.
Was aber natürlich auch wiederum nicht so schlimm ist, denn sonst würde einem eben etwas anderes um die Ohren gehauen werden. :)

MFG dkbs
 
@ dkbs

Dich meinte ich doch maßgeblich gar nicht! :beer:

Wogegen ich mich einfach verwahre ist der ab und zu mal geäußerte und in meinen Augen abenteuerliche Ansatz, Werder trage die Hauptschuld an übersteigerten Erwartungshaltungen bei Medien oder Fans.

Jeder Bundesligist plant offensiv und geht vom Machbaren aus.

Das Machbare ist bei Werder (als Vizemeister) mit etwas Glück zumindest eine Wiederholung des letzten Ergebnisses, bei optimalem Verlauf (und alleine eine geringere Anzahl von Verletzten als letzte Saison ist ja schon eine deutliche Verbesserung) ein Titelgewinn.

Es ist zum jetzigen Zeitpunkt keine falsche oder zu hohe Erwartungshaltung, Werder weiterhin zuzutrauen, um einen Titel mitzuspielen.

Es ist genau andersrum! Wer jetzt hier sagt, die zu hohe Erwartungshaltung sei vom Verein unnötig geschürt worden, der setzt doch selbst voraus, dass Werder nicht um einen Titel mitspielen kann/wird. Denn sonst könnte man ja keine Kritik an einer zu hohen Erwartungshaltung äußern.

Wenn man aber so denkt (und wir voraussetzen, dass Werder natürlich weiterhin um einen Titel mitspielen kann!), dann ist das Problem eine eigene, zu niedrige Erwartungshaltung.

Und dafür, dass man Werder aktuell zu wenig zutraut, kann man nun wirklich nicht dem Verein die Schuld in die Schuhe schieben.

Wie ich schon erwähnte: Der Fehler hier ist immer derselbe! In den letzten Jahren inklusive der Double-Saison wurden hier Jahr für Jahr irgendwann die Messer gewetzt und alles in Frage gestellt, was Werder ausmacht. Immer wieder ist es Schaaf, der sich "abgenutzt hat", dann war es der unbegreifliche Verlaat-Verkauf, der zu schwache Reinke, der Ailton-Verlust, die Ailton-Nachfolge = der Einkauf des völlig überschätzten Klose, der Klose-Abschied, die zu schlechte Abwehr, der zu schwache Angriff, der zu alte Baumann und so weiter und so weiter.

Und als Indizien werden nicht etwa wochenlange Misserfolgsserien genommen, sondern einzelne Grottenspiele. Wie unsinnig ist das denn? Das Hochrechnen einzelner Spiele zu einer vermeintlichen Grundtendenz, gegen die erdrückend alle anderen Indizien sprechen: Der Tabellenplatz der letzten Jahre, der gezeigte Fußball, die übrigen Resultate...?

Das was hier teilweise stattfindet ist nichts anderes als formvollendete Fußballfan-Selbstbefriedigung: Man erklärt eine Niederlage zum schlimmsten Alarmzeichen, fordert sofortige Konsequenzen, kritisiert das Ausbleiben der Konsequenzen gleich als den nächsten großen Fehler mit, tut so als sei das alles immer schon so mies gelaufen und als käme Werder auf keinen grünen Zweig und redet eine relativ entspannte Situation bei jeder sich bietenden Gelegenheit schlecht, um sich echauffieren zu können.

Siege sind dann vergessen, das Frühstadium der Saison auch und ausreichend zahlreiche Parallelbeispiele der letzten Jahre erst recht.

Die Fälle, in denen hier zu recht vor Tendenzen gewarnt wurde, die Werder tatsächlich am Ende einen größeren Schaden zumuten, sind überschaubar bis nicht existent. Die Fälle, in denen man völlig übertrieben eigene Spieler schlechtredet, Schaaf absägen will, Werder schon im Abstiegskampf wähnt, der Vereinsführung das allerschlechteste unterstellt und so weiter und so fort gehen jede Saison in die Hunderte.

Deswegen, noch einmal: Ein Problem ist hier zu keiner Zeit eine zu hohe Erwartungshaltung (jedenfalls kein Problem für Werder), sondern die nach außen getragene zu niedrige Erwartungshaltung: Mit der Abwehr wird es böse enden, Pizarro ist nicht der richtige, der Kader ist zu schwach, Frings und Baumann zu alt, Schaaf bringt es nicht mehr, Allofs' Spürnase ist futsch und so weiter und so weiter.

Wenn wir 5 Spieltage vor Schluß auf Platz 9 stehen, dann stimme ich zu, dass die Saison nicht gut war. Wenn wir deutlich besser dastehen, dann war die Aufregung hier (wie schon seit vielen Jahren) wieder mal völlig unnötig. Und das legt dann eigentlich nur den Schluss nahe, dass manche Leute entweder nichts aus Werders Vergangenheit lernen (wollen), oder sich gerne aufregen.
 
:tnx: :beer:
Wobei ich zuversichtlich annehme, dass die hier geäußerte zu niedrige Erwartungshaltung auch kein großes Problem darstellt - jedenfalls nicht für Werder. :)

MFG dkbs
 
Das was hier teilweise stattfindet ist nichts anderes als formvollendete Fußballfan-Selbstbefriedigung: Man erklärt eine Niederlage zum schlimmsten Alarmzeichen, fordert sofortige Konsequenzen, kritisiert das Ausbleiben der Konsequenzen gleich als den nächsten großen Fehler mit, tut so als sei das alles immer schon so mies gelaufen und als käme Werder auf keinen grünen Zweig und redet eine relativ entspannte Situation bei jeder sich bietenden Gelegenheit schlecht, um sich echauffieren zu können.

Siege sind dann vergessen, das Frühstadium der Saison auch und ausreichend zahlreiche Parallelbeispiele der letzten Jahre erst recht.

Die Fälle, in denen hier zu recht vor Tendenzen gewarnt wurde, die Werder tatsächlich am Ende einen größeren Schaden zumuten, sind überschaubar bis nicht existent. Die Fälle, in denen man völlig übertrieben eigene Spieler schlechtredet, Schaaf absägen will, Werder schon im Abstiegskampf wähnt, der Vereinsführung das allerschlechteste unterstellt und so weiter und so fort gehen jede Saison in die Hunderte.

Deswegen, noch einmal: Ein Problem ist hier zu keiner Zeit eine zu hohe Erwartungshaltung (jedenfalls kein Problem für Werder), sondern die nach außen getragene zu niedrige Erwartungshaltung: Mit der Abwehr wird es böse enden, Pizarro ist nicht der richtige, der Kader ist zu schwach, Frings und Baumann zu alt, Schaaf bringt es nicht mehr, Allofs' Spürnase ist futsch und so weiter und so weiter.

:tnx:

ja, die substanzlose Panikmache nimmt leider hier immer mehr zu
 
Meine Erwartungshaltung ist, dass man sich durch Training verbessert. In einigen Dingen passiert das aber nicht. Sprichwort z.B. "Ecken". Man darf doch wohl noch erwarten, dass diese sich in naher Zukunft verbessern. Oder nicht?
 
Bei Ecken würde ich das Erwarten bzw. Hoffen aufegeben. Das hat die letzten vier Jahre auch nichts gebracht.;);)

@Werder muc und Badener: genauso seh ichs auch
 
Also wenn Ecken nicht trainierbar sind, dann weis ich auch nicht :rolleyes: Dann stimmt m.E. schon Grundsätzlich was nicht! Kann mir keiner erzählen, dass die das üben, jedoch seit 4 Jahren nix dabei rum kommt! :mad:
 
Anscheinend hast du meinen ;) übersehen.
Ob sie es trainieren kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich so gut wie nie beim Training bin.
Das nichts bei Ecken rumkommt in den letzten jahren ist meiner Meinung nach Fakt. Auf jeden Fall hab ich die Hoffnung auf ein Tor aufgegeben, wenn Werder ne Ecke bekommt.
Aber wir sollten das nicht hier diskutieren, den es gibt glaub ich nen eingene Thread dafür (wenn ichs richtig in Erinnerung habe)
 
Anscheinend hast du meinen ;) übersehen.
Ob sie es trainieren kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich so gut wie nie beim Training bin.
Das nichts bei Ecken rumkommt in den letzten jahren ist meiner Meinung nach Fakt. Auf jeden Fall hab ich die Hoffnung auf ein Tor aufgegeben, wenn Werder ne Ecke bekommt.
Aber wir sollten das nicht hier diskutieren, den es gibt glaub ich nen eingene Thread dafür (wenn ichs richtig in Erinnerung habe)

Warum in einem anderen Fred? TS ist doch noch unser Trainer der sowas umsetzen sollte mit den Jungas, oder?

Und bitte lieber User, nur weil ich jetzt "noch" geschrieben habe, bin ich keiner der Fraktion, die ihn weg haben wollen! ;)
 
Wir haben keine guten Kopfballspieler, auch daran liegen die ungefährlichen Ecken.
Pizarro ist der einzige Stammspieler der in der Hinsicht was drauf hat.
Sanogo noch, und mit Abstrichen Almeida, aber die sind Ersatz.
Merte und Naldo machen bevor der Ball kommt die Augen zu, sie kommen dann zwar häufig in die Nähe/an den Ball. Der fliegt aber sonstwohin.

Kopfballstärke im eigenen ist ungleich Kopfballstärke im gegnerischen Strafraum.

Die Mittelfeldspieler sind durch die Bank zu klein oder durchsetzungsschwach, haben die Technik eines guten Kopfballs gar nicht drauf.
Diego? Özil? Frings? Jensen? Hunt? Fritz? Sorry, die können viel, offensiv gut köpfen gehört nicht dazu.
Uns fehlt im Mittelfeld was Kantiges, wie Ballack oder auch Micoud Spieler sind/waren (in Bezug auf Standards) wenn sich das bessern soll.

Das viele Ecken Schrott sind, will ich nicht verhehlen, aber das ist nur eine Seite der Medaille.
Bevor Schaaf wertvolle Trainingszeit für Eckentraining verplempert, sollte er lieber weiter das Umschalten von offense auf defense üben lassen, ist erstmal wichtiger.
 
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Bevor Schaaf wertvolle Trainingszeit für Eckentraining verplempert, sollte er lieber weiter das Umschalten von offense auf defense üben lassen, ist erstmal wichtiger.

In diesem Fall stimme ich dir zu 100% bei. Aber mit den Kopfballungeheuern nicht. Ich finde schon, dass Merte, Naldo, Pizarro und Prödel Kopfballstark sind! Nur ist nicht nur mir aufgefallen, dass meist keine Möglichkeit besteht an die Bälle ranzukommen, da diese zu lang in der Luft, zu nah am Tormann oder anderweitig schlecht getreten sind! Von den schnellen Gegenzügen des Gegners danach, möchte ich erst gar nicht anfangen....
 
Das viele Ecken schlecht sind, habe ich nicht bestritten.
Viele, aber nicht alle. Es müsste trotzdem mehr bei herumkommen, und das liegt m.E. eben daran, dass wir zu wenig Spieler mit einer guten Offensivkopfballtechnik haben. Meine Beobachtung, beweisen kann ich es natürlich nicht. ;)
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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