Also ich für meinen Teil bin Lokalpatriot - Neukölln - aber stolz auf den Berliner Bezirk bin ich nicht so richtig...
Jedenfalls finde ich es immer seltsam, auch wenn es mir selbst mal passiert, wie von Höckchen auf Stöckchen gekommen wird. Da werden lose mit einem selbst in Beziehung stehende Dinge wie "Land der Dichter und Denker", "Wirtschaftswunder", "Demokratie" usw. mit einer emotionalen Bedeutung aufgeblasen, bis man sich darüber definiert, eben weil man diese Dinge für unterstützenswert hält. Für mich sind das alles einzelne Dinge, auf die man stolz sein kann. Aber die Gebietskörperschaft BRDeutschland ist ein Konstrukt; ist abstrakt und allzuoft ein zur Legitimation bestehender Herrschaftsverhältnisse konzipiertes Konglomerat (vermeintlich) positiver Attribute - unter aktivem Weglassen der negativen Attribute, die dann als Ausnahme von der Regel, vom Ausland (...dem Österreicher bspw. - oder durch Globalisierung) hineingetragene "verzeihliche", weil eben nicht so schwerwiegende Fehler, angesehen werden.
Menschen sind eben sehr erfolgreich darin, Muster zu erkennen; aber mindestens ebenso erfolglos, wenn es darum geht Nicht-Muster zu erkennen. Wären Menschen besser darin, würde dies eine Bewertung der Welt als Ganzem, oder wenigstens etwas so komplexem wie der eigenen Stellung in der Gesellschaft, zu etwas so schwierigem machen, dass man lange und intensiv darüber nachdenken müsste. Das ist Vielen aber zu mühselig; weshalb sie auf halber Strecke der für die eigene Einschätzung und Verortung nötigen Abwägung eine Entscheidung herbeizwingen. Diese ist dann entsprechend halbgar. Das gilt für die Position "bin stolzer Deutscher", wie auch für die Gegenposition.
Die deutsche Geschichte verbietet allerdings ein ungeschränktes Gefühl des Nationalstolzes. Das gilt allerdings für fast jede andere mir bekannte Nationalität mindestens in gleichem Ausmaß.
Dass Nationalmannschaften so klar mit dem Nationalgefühl verbunden sind ist etwas schade, weil sie nur einen kleinen Teil dessen ausmachen, was eine Nation ausmacht. Ich würde es also, auch wenn ich den DFB nicht sonderlich mag, besser finden, würden die/wir Fans der N11 mit DFB-Fahnen schwenken - oder so. Aber um diesen Zustand zu erreichen müssten mehr Leute die komplizierten Verhältnisse ihrer selbst zur Nation analysieren.
Solange man aber darauf achtet wichtige Entscheidungen, also welche mit grosser Tragweite, mit dem nötigen Ernst zu treffen (bspw. in Punkto Einwanderungspolitik, Steuerrecht, Arbeitsmarkt, soziale Hilfestellungen...), und sich eben nicht von Emotionen und Konstrukten (lies: Einbildungen) (ver-)leiten zu lassen, finde ich das alles problemlos.
(War jetzt etwas viel, aber wen es interessiert...)
Jedenfalls finde ich es immer seltsam, auch wenn es mir selbst mal passiert, wie von Höckchen auf Stöckchen gekommen wird. Da werden lose mit einem selbst in Beziehung stehende Dinge wie "Land der Dichter und Denker", "Wirtschaftswunder", "Demokratie" usw. mit einer emotionalen Bedeutung aufgeblasen, bis man sich darüber definiert, eben weil man diese Dinge für unterstützenswert hält. Für mich sind das alles einzelne Dinge, auf die man stolz sein kann. Aber die Gebietskörperschaft BRDeutschland ist ein Konstrukt; ist abstrakt und allzuoft ein zur Legitimation bestehender Herrschaftsverhältnisse konzipiertes Konglomerat (vermeintlich) positiver Attribute - unter aktivem Weglassen der negativen Attribute, die dann als Ausnahme von der Regel, vom Ausland (...dem Österreicher bspw. - oder durch Globalisierung) hineingetragene "verzeihliche", weil eben nicht so schwerwiegende Fehler, angesehen werden.
Menschen sind eben sehr erfolgreich darin, Muster zu erkennen; aber mindestens ebenso erfolglos, wenn es darum geht Nicht-Muster zu erkennen. Wären Menschen besser darin, würde dies eine Bewertung der Welt als Ganzem, oder wenigstens etwas so komplexem wie der eigenen Stellung in der Gesellschaft, zu etwas so schwierigem machen, dass man lange und intensiv darüber nachdenken müsste. Das ist Vielen aber zu mühselig; weshalb sie auf halber Strecke der für die eigene Einschätzung und Verortung nötigen Abwägung eine Entscheidung herbeizwingen. Diese ist dann entsprechend halbgar. Das gilt für die Position "bin stolzer Deutscher", wie auch für die Gegenposition.
Die deutsche Geschichte verbietet allerdings ein ungeschränktes Gefühl des Nationalstolzes. Das gilt allerdings für fast jede andere mir bekannte Nationalität mindestens in gleichem Ausmaß.
Dass Nationalmannschaften so klar mit dem Nationalgefühl verbunden sind ist etwas schade, weil sie nur einen kleinen Teil dessen ausmachen, was eine Nation ausmacht. Ich würde es also, auch wenn ich den DFB nicht sonderlich mag, besser finden, würden die/wir Fans der N11 mit DFB-Fahnen schwenken - oder so. Aber um diesen Zustand zu erreichen müssten mehr Leute die komplizierten Verhältnisse ihrer selbst zur Nation analysieren.
Solange man aber darauf achtet wichtige Entscheidungen, also welche mit grosser Tragweite, mit dem nötigen Ernst zu treffen (bspw. in Punkto Einwanderungspolitik, Steuerrecht, Arbeitsmarkt, soziale Hilfestellungen...), und sich eben nicht von Emotionen und Konstrukten (lies: Einbildungen) (ver-)leiten zu lassen, finde ich das alles problemlos.
(War jetzt etwas viel, aber wen es interessiert...)


Ah! Habe nur im Zitat geantwortet. Wie das wohl geht?)

brüllen... wenn se spaß haben dabei, werd ich mich mit sicherheit nicht drüber aufregen.