Und gerade vor der Küste Somalias wäre es sinnvoll, neben dem bewaffneten Kampf gegen Seeräuber auch die Ursachen zu bekämpfen.
Die Menschen dort lebten vor alllem vom Fischfang. Die Fischbestände wurden aber dort durch internationale Fischfangflotten leergeräumt. Damit fehlte den Einheimischen die Existenzgrundlage. Wer nicht weiß, wie er seine Familie ernähren soll, ist natürlich willfährig, wenn ihm angeboten wird, sein Leben notfalls krimininell zu fristen. Diejenigen, die von ihren kleinen Booten aus die Frachtschiffe angreifen sind und bleiben meist arme Schlucker, profitieren tun Hintermänner, die Waffen und Ausrüstung zur Verfügung stellen.
Man muss sich doch mal fragen, was einen Menschen dazu treibt, Pirat zu werden. Auch diese Leute haben bei jedem Angriff Angst. Angst, getötet zu werden. Und Angst, nicht genug von der Beute abzukriegen, um ihre Familie satt zu kriegen.
Übrigens ist es so, dass sich die Fischbestände vor Ort erholen, weil sich die Fischfangflotten nicht mehr hintrauen.
Jedenfalls ist es so, dass die Ursache für die Piraterie auch in Europa gesetzt wurde. Insofern ist es unsere Pflicht - und liegt darüber hinaus auch in unserem Interesse - diese Ursachen zu hinterfragen und nicht nur mit Waffengewalt zu reagieren.