Religionen - Gott und die Welt, Kritik und Krieg

Werdet ihr Euch am Kirchentag 2009 in Bremen beteiligen?

  • Ja, ich werde als Dauerteilnehmer dabei sein.

    Votes: 3 2,5%
  • Ja, ich werde als Tagesbesucher dabei sein.

    Votes: 3 2,5%
  • Ja, ich bin als Mitwirkender dabei.

    Votes: 2 1,7%
  • Ja, ich bin als Helfer dabei.

    Votes: 1 0,8%
  • Ja, ich stelle eine Privatquartier zur Verfügung.

    Votes: 0 0,0%
  • Ich weiß noch nicht, ob ich mich am Kirchentag beteilige.

    Votes: 9 7,5%
  • Nein, ich werde mich auf keinen Fall am Kirchentag beteiligen.

    Votes: 93 77,5%
  • Nein, ich bin katholisch oder andersgläubig

    Votes: 26 21,7%

  • Total voters
    120
Die Welt wurde vom nicht nachweisbaren Fliegenden Spaghettimonster erschaffen. Alle Hinweise auf eine Evolution wurden von eben diesem bewusst gestreut, um die Menschen zu verwirren.
:eek:


Im Buch Das Evangelium des Fliegenden Spaghettimonsters werden unter anderem analog zu den Zehn Geboten des Christentums die acht „Am liebsten wäre mir’s“ beschrieben, die vom Spaghettimonster gepredigt werden. Die darin erklärten Grundsätze sprechen sich unter anderem gegen Diskriminierung, Vorurteile, religiöse Dogmen, Nötigung und Frauenfeindlichkeit aus. Das achte „Am liebsten wäre mir“ beschreibt eine abgewandelte Form des Kategorischen Imperativs, es fordert auf zur Freien Liebe und dem Gebrauch von Kondomen.

:applaus:Wie Geil is das denn - ich werd Pastafari:applaus:

Heilig werde dein Name oh Du Spagettimonster:lol:Ramen:D


Der Freitag steht für die Jenseitsvorstellungen der Pastafari – den Biervulkan und die Strippermanufaktur.
 
Ich persönlich bin längst über den Punkt hinaus, mich mit Begrifflichkeiten herumzuplagen. Im Endeffekt geht's doch darum, ein "guter" Mensch zu sein, also aus ethischer Sicht richtig zu handeln. Das Handeln definiert einen Menschen, nicht seine Religionszugehörigkeit.

Das finde ich ganz wichtig, weil es praktisch egal ist, warum der Mensch so handelt. Handel ich moralisch so, oder handel ich so, weil es das Doppelgebot der Liebe so vorschreibt.
Praktisch handeln die Menschen sowieso so, dass die Intention ihres Handelns nicht nur aus Religion besteht, da kommen dann ganz viele Faktoren zusammen, denke ich.
Würde aber auch sagen, dass Menschen, die streng religiös (i.S. v. gottesgläubig/ einer Religion angehörend) sind, deswegen in dem Maße so stark handeln, wie sie es tun. Das spielt eher unterbewusst eine Rolle. Denkt man in bestimmten Situationen daran, was Jesus tun würde? Eher handelt man intuitiv moralisch, so wie alle anderen auch. Die Moral entsteht womöglich aber mit aus der Religion.
 
Das Individuum, so nehme ich an bedarf der gesonderten, wenn nicht sogar der eigentlichen Betrachtung im Zusammenhang einer Abwägung ob dem Nutzen und Schaden durch seelische,- moralische,- und ethnische Bevollmachtigung durch eine imaginäre Instanz. Ich schreibe bewusst "imaginär" um beiden Betrachtungsweisen eine ab,-auf,-oder um-wertung zu ersparen. Denn wie Zoggg mich korrekter Weise darauf aufmerksam gemacht hat - fehlt eben diese Grundlage in meinen Anführungen.

Um nun im weiteren, das Individuum und die Religion, im sinne einer wertungsfreien Geisteshaltung, in einen Zusammenhang oder möglicherweise sogar eine Kausalität zu bringen, kommt man nicht umhin einen großen geschichtlichen Bogen zu spannen. Weniger um das "werden" des Individuums aus der Gruppe/Gemeinschaft/Sippe zur erhellen, als uns, der Einfachheit halber, die ersten konkreten Beschreibugen zum Wesen des Individuums, am Bsp. Aristoteles (zoon politikon, (das Gemeinschaftslebewesen) und idiotes (die Privatperson)--und seine Erkenntnistheorien) ins Gedächtnis zu rufen.

Was uns im fortlaufenden Diskurs vor weitere Probleme stellen wird ist das Individuum selber, als das "Ungeteilte", das sich "Los-gelöste" wird uns spätestens bei der Frage nach autonomen Denken und Handel im Bezug zur Religösität übel aufstoßen, sollten wir zu keinem Konsenz aus eigenem Willen und kollektiven Bewustsein des Einzelnen finden.

Mein Vorschlag: Wir betrachten einen Menschen (Idividuum) der keinesweg ohne eine Wechselwirkung zum Kollektiv existieren kann, der stets durch/für diese Wechselwirkung produktiv ist, der sich, kurz um, mit und durch seine Gemeinschaft identifiziert, der im weiteren seine Fragen, Ängste, Forderungen und Einsichten an eben dieser Gemeinschaft zu messen versucht.

Kann man nun also, die Religionsphänomenologie (ohne Wahrheitsanspruch) oder die Religionswissenschaft (Wahrheitsanspruch) diesem Menschen zumuten ??? - RICHTIG - DAS entscheidet Er selbst! Und damit beginnt (m)eine Metode der differnzierten Betrachtung und der eigentliche Versuch den Begriff Gott als ein Prinzip zu verstehen. Das Prinzip der Vollendung, der Gänze, der Ewigkeit, des Absoluten, die erste und die letzte Ursache.

Zu bedenken, so will ich kurz einwerfen, wäre auch die Tatsache dass der Wortstamm "Gott",- "Guda" ausnahmslos im deutschsprachigem Raum auch als solcher Verstanden und geprägt wurde - und zudem geschlechtlich neutral war.

Aber nun zurück zur Religion oder besser dem Verhältnis zwischen religösem Glauben und der Vernunft.

Ich persönliche sehe die Gefahr des rel. Glaubens weniger in dem (eigenen) Glauben an das Erfahren einer Tiefe (im Sinne der eigenen Existenz) - als vielmehr den im Umkehrschluss gesellschaftlich vertretenem Wahrheitsanspruch, den eine unvermeidliche Istitutionalisierung mit sich, und was noch viel schlimmer ist, in das Kollektiv hinein zu tragen vermag.
 
ich bin gläubig und in meinen Augen sind alle Menschen gleich, egal ob jemand erfolgreich oder erfolglos ist...

ich bin z.B. davon überzeugt, dass bei anderen Normen, die Tennisweltrangliste komplett anders aussehen würde, und ich verehre einen Federer nicht, weil er ganz oben steht, aber mir gefällt an ihm seine bodenständige Art mit dem Erfolg umzugehen...

...wäre der Tennisball z.B. härter und ein wenig kleiner, würde vielleicht der 231. der Weltrangliste, über den niemand redet, die Nr. 1 sein, und Nadal oder Federer noch nicht mal unter den Top 50 zu finden sein...

desweiteren gehe ich davon aus, dass ohnehin viele Talente gar nicht erst entdeckt werden, weil sie in ihrer Jugend nie die Möglichkeit hatten, diesen Sport, indem sie talentiert sind, auszuüben...

z.B. Ski Alpin, Speerwerfen, Eishockey, Golf etc. sind nun mal Sportarten die viele Menschen in ihrer Kindheit nicht haben ausüben können, und ich denke, dass immer wieder einzelne Stars übermäßig verehrt werden, und leider andere, bei denen eben kein Talent entdeckt wurde, zu wenig Respekt entgegengebracht wird, weil sie nur einen einfachen Beruf ausüben...

solche Äußerungen
Ich kann das Talent eines jungen Menschen erkennen, ohne an selbiges Glauben zu müssen, Ich kann einem Menschen vertrauen ohne an Ihn glauben zu müssen...
finde ich fast schon arm, weil das jeder kann...
...aber es ist in meinen Augen eine große Stärke, an einen Menschen glauben zu können, genauso wie es auch eine Stärke ist, an sich selbst zu glauben, bzw. auf sein Gewissen zu hören...
 
Also ich versuch es mal.

Ich sehe in dem Begriff "Glauben" eine Form der "Überzeugung" ohne, oder zumindest mit einem Mangel an, Stichhaltigkeit. Und eben solch eine Überzeugung halte ich für ungleich gefährlicher einer (bewußten) Lüge.

Deswegen bevorzuge ich die "Vermutung" oder "Annahme", welche mir die Möglichkeit zur Skepsis/Hinterfragung einräumt.

Was nun das "erfolgreich ,- oder nicht nicht erfolgreich sein.." damit zu tun hat, vermag sich mir nur äußerst schwer zu erschließen. Wengleich ich dein Beispiel als ein schönes/interessantes Sinnbild empfinde.

Den Vorwurf, ob meiner Satzbauweise und Ausdrucksform ringt mir lediglich ein::D ab.

Ach ja, zum Thema auf den PUNKT bringen:

....in meinen Augen sind alle Menschen gleich, egal ob jemand erfolgreich oder erfolglos ist...

ich bin z.B. davon überzeugt, dass bei anderen Normen, die Tennisweltrangliste komplett anders aussehen würde, und ich verehre einen Federer nicht, weil er ganz oben steht, aber mir gefällt an ihm seine bodenständige Art mit dem Erfolg umzugehen...

...wäre der Tennisball z.B. härter und ein wenig kleiner, würde vielleicht der 231. der Weltrangliste, über den niemand redet, die Nr. 1 sein, und Nadal oder Federer noch nicht mal unter den Top 50 zu finden sein...

desweiteren gehe ich davon aus, dass ohnehin viele Talente gar nicht erst entdeckt werden, weil sie in ihrer Jugend nie die Möglichkeit hatten, diesen Sport, indem sie talentiert sind, auszuüben...

z.B. Ski Alpin, Speerwerfen, Eishockey, Golf etc. sind nun mal Sportarten die viele Menschen in ihrer Kindheit nicht haben ausüben können, und ich denke, dass immer wieder einzelne Stars übermäßig verehrt werden, und leider andere, bei denen eben kein Talent entdeckt wurde, zu wenig Respekt entgegengebracht wird, weil sie nur einen einfachen Beruf ausüben...

..

..ist Dir echt gut gelungen:applaus::rolleyes:
 
Ich sehe in dem Begriff "Glauben" eine Form der "Überzeugung" ohne, oder zumindest mit einem Mangel an, Stichhaltigkeit. Und eben solch eine Überzeugung halte ich für ungleich gefährlicher einer (bewußten) Lüge.
interessant, wie behandelst Du z.B. den Energieerhaltungssatz, der nicht beweisbar ist...
Was nun das "erfolgreich ,- oder nicht nicht erfolgreich sein.." damit zu tun hat, vermag sich mir nur äußerst schwer zu erschließen. Wengleich ich dein Beispiel als ein schönes/interessantes Sinnbild empfinde.
dieses Beispiel hat nichts mit "glauben" oder dem "Glauben" zu tun, sondern bezog sich auf die Aussage
in meinen Augen sind alle Menschen gleich, egal ob jemand erfolgreich oder erfolglos ist...
...mit diesem Beispiel wollte ich aufzeigen, dass für mich die Nr. 231 der Weltrangliste als Mensch genauso viel Wert ist, wie die Nr. 1
 
Ich persönliche sehe die Gefahr des rel. Glaubens weniger in dem (eigenen) Glauben an das Erfahren einer Tiefe (im Sinne der eigenen Existenz) - als vielmehr den im Umkehrschluss gesellschaftlich vertretenem Wahrheitsanspruch, den eine unvermeidliche Istitutionalisierung mit sich, und was noch viel schlimmer ist, in das Kollektiv hinein zu tragen vermag.

Den Wahrheitsanspruch trägst du aber ja auch einer Monstranz gleich vor dir her, wenn du die Annahme einer Existenz Gottes zur Lüge erklärst.
 
Evangelisch-Lutherisch. Ich glaube sogar, ich würde dahin konvertieren, wenn ichs nicht wäre.
Das mit dem fliegenden Spaghetti-Monster habe ich auch schon mitbekommen. Erinnert an den großen Kürbis, irgendwie. Falls jemandem das noch was sagt.
 
Auf dem Papier bin ich römisch-katholisch, distanziere mich jedoch von diesem ganzen altmodischen, konservativen Zeugs, das in der Kirche und drum herum abläuft. Auch die Missbrauchsfälle sind Dinge, wo ich mich schon Frage, was manche Religionen für Ansprüche und Erwartungen an die Menschen stellen und wie sich die Kirchen dann im Gegenzug verhalten...und vor allem, wie viele Menschen dafür schon sterben mussten, weil die Kirche Moralapostel gespielt hat ist Wahnsinn und jetzt langsam kommt ans Licht, was da all die Jahre für Sachen getrieben wurden unter dem Mantel der "heiligen Weltreligion".:rolleyes:
Die katholische Kirche ist im Prinzip für mich schon lange gestorben...nicht wegen ihrer Einstellung zum Leben&Gott, sondern zu dem was die Menschen daraus gemacht haben, durch Zensuren, Kreuzzüge und "Missionierung".

Ich verstehe Gott nicht als ein Wesen, nichtmal unbedingt als eine höhere Macht, sondern als etwas, das in jedem von uns steckt und wie es die Bibel und andere Schriften ja auch schon betitelten...als die Liebe!
Die Liebe ist das, was mein Leben bestimmt und was verantwortlich ist für alles und nach ihren "Gesetzen" möchte und versuche ich zu leben!
In diesem Sinne...
♥ONE LOVE♥
 
ich bin zum glück gar nichts. meine eltern waren so freundlich und haben mich nicht taufen lassen. so sollte das übrigens überall sein. wieso muss man einem säugling (häufig ist die taufe ja in diesem alter) ne konfession aufdrücken. warum wartet man nicht, bis derjenige alt genug ist, um selber zu entscheiden. ach stimmt ja, dann hätte die kirche noch weniger mitglieder. ich habe auch im nachhinein nie daran gedacht, mich einer religion zugehörig zu fühlen. in der schule hab ich ne art religionshopping mitgemacht. am anfang war ich im evangelischen unterricht, dann musste ich als ersatzfach philosophie mitmachen und letztendlich bin ich in der oberstufe beim katholischen religionsunterricht gelandet (beim pfarrer unserer gemeinde, der auch als lehrer bei uns tätig war). und komischerweise war der unterricht bei unserem pfarrer noch der beste. wenn der mit seiner transzendenztheorie anfing und ich ihm erläutern konnte, warum ich das für schwachsinn halte, hat der mich trotzdem nicht schlechter bewertet. er hat akzeptiert, dass ich ne andere ansicht habe. für mich ist relgion eh nur großer hokuspokus, weil die menschen sich nicht vorstellen können, dass sie nur ein ganz kleines rad in der weltgeschichte sind. dies vor allem bezogen auf wiedergeburt und so nen blödsinn. warum müssen menschen sich an etwas klammern, das zum einen nie bewiesen werden kann ??? außerdem muss es doch jedem klar sein, dass es nicht "die" religion geben kann. wieviele tausende religionen gibt es ??? die griechen und ägypter hatten ihre götterwelt. bei den indianischen stämmen sieht es nicht anders aus.

wenn es nach mir ginge, würde man alle religionen verbieten. wohin relgionen führen, verdeutlicht uns ein blick in unsere heutige zeit bzw. nur ein paar jahrhunderte zurück. ich hab keine lust, umgelegt zu werden, weil ein moslem, buddhist, katholik, protestant usw. meinen, dass ich ungläubig wäre.
 
für mich ist relgion eh nur großer hokuspokus, weil die menschen sich nicht vorstellen können, dass sie nur ein ganz kleines rad in der weltgeschichte sind.

Das ist ja mal ein spannender Ansatz. Religiöse Menschen glauben also an etwas, weil sie sich einen bedeutenderen Platz in der Weltgeschichte sichern wollen? Da hätte ich gerne einmal ausführlich begründet.
 
ev-prot.

aber auch an WERDER!! Ich glaube, dass WERDER einfach die geilste Mannschaft ist und Platz 3 halten muss (und kann!)
 
Das ist ja mal ein spannender Ansatz. Religiöse Menschen glauben also an etwas, weil sie sich einen bedeutenderen Platz in der Weltgeschichte sichern wollen? Da hätte ich gerne einmal ausführlich begründet.

eigentlich habe ich überhaupt keinen bock mit dir zu diskutieren. aber ich fass es mal kurz so zusammen. :D

egal, mit welchem religiösen menschen ich bislang gesprochen habe, alle waren der meinung, dass die welt nicht durch den urknall entstanden ist, sondern dass es da jemanden geben muss, der das alles so schön hergerichtet hat, wie wir es jetzt vorfinden. dass das alles ne zeit gedauert hat und wir menschen nunmal nen klitzekleinen anteil an der weltgeschichte ausmachen, spielt da keine rolle. :) außerdem können viele es nicht verkraften, dass sie halt nur zufällig da sind und nach ca. 70-80 jahren (im schnitt) wieder diesen planeten verlassen. und zwar für immer. diese leute klammern sich an den gedanken, dass es das ja nicht gewesen sein kann und das man sicherlich, als was auch immer, wiedergeboren wird. ich verstehe überhaupt nicht, was das soll. warum versuchen diese menschen nicht einfach das beste aus dem hier und jetzt zu machen, anstatt darüber zu schwadronieren, was nach dem tod kommt. wen interessiert das überhaupt ???

warum muss man überhaupt an etwas überirdrisches glauben ??? um sich seine welt immer schön zu reden ??? alles schlechte ist der teufel. alles gute ist gottgewollt. schön einfach. einfach mal das schicksal akzeptieren, egal ob gut oder schlecht, wäre hier der richtige ansatz. aber anstatt dessen wird sich in hanebüchenen unsinn geflüchtet. dem ein oder anderen mag es helfen. ich finde es quatsch.
 
warum muss man überhaupt an etwas überirdrisches glauben ??? um sich seine welt immer schön zu reden ??? alles schlechte ist der teufel. alles gute ist gottgewollt. schön einfach. einfach mal das schicksal akzeptieren, egal ob gut oder schlecht, wäre hier der richtige ansatz. aber anstatt dessen wird sich in hanebüchenen unsinn geflüchtet. dem ein oder anderen mag es helfen. ich finde es quatsch.

geb ich dir vollkommen Recht - und das, wo ich ausm erzkatholischen Bayern komm :tnx:
 
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