Zlatko Junuzovic (Salzburger AK 1914)

Sportgerichtlich wird es deshalb vertretbar sein, weil ein "Abschenken" von Spielen gegen Bayern München "unsportliches Verhalten" gegen dessen direkten Konkurrenten, derzeit ausschließlich Borussia Dortmund, darstellt und den sportlich fairen Wettbewerb innerhalb der Liga ad absurdum führt.
Jo, aber ich bin da jetzt mal Querulant und frage, was denn da das Abschenken ausmacht!? Vielleicht hätte ZJ ja auch in dem kommenden Spiel ein Eigentor geschossen, oder VS hätte ihn gar nicht aufgestellt (was kürzlich ja sogar der Fall war). Das Sportgericht hat schließlich keine Glaskugel und kann bestimmen, welcher Spieler aus Fairnessgründen aufgestellt werden muss und welcher nicht. ZJ hat das Regelwerk wie es ist genutzt und es dann zugegeben, also immernoch keine Regel gebrochen. Und jetzt? 20k€? Dafür? Von Fritz ganz zu schweigen ... warum muss der eigentlich zahlen?
 
Jo, aber ich bin da jetzt mal Querulant und frage, was denn da das Abschenken ausmacht!? Vielleicht hätte ZJ ja auch in dem kommenden Spiel ein Eigentor geschossen, oder VS hätte ihn gar nicht aufgestellt (was kürzlich ja sogar der Fall war). Das Sportgericht hat schließlich keine Glaskugel und kann bestimmen, welcher Spieler aus Fairnessgründen aufgestellt werden muss und welcher nicht. ZJ hat das Regelwerk wie es ist genutzt und es dann zugegeben, also immernoch keine Regel gebrochen. Und jetzt? 20k€? Dafür? Von Fritz ganz zu schweigen ... warum muss der eigentlich zahlen?

Letztendlich, weil der Werder-Anwalt Schickhardt bei der Verhandlung eine Erklärung der beiden betroffenen Spieler angekündigt hat, die diese dann auch abgaben:

Gegen Bayern auszufallen, tut Bremen nicht so sehr weh wie gegen einen unmittelbaren Konkurrenten", sagte Fritz. Junuzovic, der den Fall mit TV-Interviews direkt nach dem Spiel ins Rollen gebracht hatte, entschuldigte sich explizit: "Es tut mir leid, wenn ich unsportlich agiert habe, das wollte ich auf keinen Fall."

Beide Spieler haben darin unsportliches Verhalten zugegeben. Hätten sie es nicht eingeräumt, hätte der DFB auch hier, wie im Fall Darmstadt, nichts nachweisen können.

Es ist imho absolut auffällig, dass bisher noch kein anderer Bundesligist diesen Vorfall kommentiert hat. Es ist doch völlig klar, dass sich praktisch jeder schonmal dieses unsportlichen Verhaltens bedient hat, weil jeder in erster Linie auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Gäbe es eine echte Solidarität zwischen den Bundesligisten, müssten einige jetzt anlässlich dieses Präzedenzfalls, insbesondere Darmstadt 98, ihre Bereitschaft signalisieren, die Strafzahlungen für Junuzovic und Fritz mitzutragen und umzulegen. Das wäre doch mal ein, logischerweise nicht sehr wahrscheinliches, Signal.

http://www.kicker.de/news/fussball/...uzovic-und-fritz_geldstrafe-statt-sperre.html
 
in dem Zusammenhang hat die liebe Herr Koch vom DFB einen KLASSE Vorschlag gemacht: nach der 5. gelben Karte soll ein Spieler künftig nicht mehr für das direkt nächste Spiel pausieren, sondern es wird per Zufallsverfahren ausgelost in welchem der nächsten 3 Spiele der Spieler pausieren muss! ist mMn eine sehr durchdachte, perfekte Lösung!!! Hut ab Herr Koch!!!
 
Ich persönlich finde es absolut unsportlich wenn man sich absichtlich ne Gelbe Karte holt, nur um gegen einen vermeintlich leicheren Gegner sicher spielen zu können. Das fand ich auch bei den Darmstädtern unsportlich.
Es ist aber mMn nicht das richtige Signal des DFB wenn man 5(!) Darmstädtern dieses Verhalten erlaubt(sogar vom Trainer bestätigt"Gegen Bayern hätten wir eh nich hoch gewonnen", es einfach nicht ahndet und dann einem Fritz und einem Juno, die es wenigstens zugeben eine Grauzone der Regel zu nutzen bestraft.
Dann sagt man noch das die Ehrlichkeit in der Strafe belohnt wird. Ich denke aber, dass wenn die Nach dem Spiel keine Interviews gegeben hätten gar nichts passiert wäre. Was lernt man daraus? Gelbsperren nur noch mit Umgrätschen abholen(Ist dann ja nicht mehr so offensichtlich), Lügen was das Zeug hält und keine Interviews nach dem Spiel geben. Das ist zumindest das Verhalten was der DFB mit so einem Urteil fördert.
 
Wenn du damit recht hast UND die Interviews direkt nach den Spielen keine Rolle gespielt haben, wie konnte dann die Ehrlichkeit -wie vom DFB behauptet- strafmildernd sein?
DU selbst hast es doch weiter oben absolut richtig festgestellt, dass es eine reine Schutzbehauptung seitens des DFB war. Hätten sie sich nicht bekannt, wäre der DFB, wie im Fall Darmstadt, machtlos gewesen. Wären nur die Interviews ausschlaggebend gewesen, hätte man imho nur Juno belangen können. Obwohl ich nicht weiß, wie genau Fritz sich geäußert hat.

Es ist eine peinliche Posse für Juno, für Fritz und für den DFB. Im Endeffekt hat Schickhardt eher dem DFB gedient, sein Gesicht zu bewahren als Werder, eine Strafe zu verhindern. Eine solche für den Verein, sprich Sperren für die Spieler, hätte es eh nicht geben dürfen.
 
DU selbst hast es doch weiter oben absolut richtig festgestellt, dass es eine reine Schutzbehauptung seitens des DFB war. Hätten sie sich nicht bekannt, wäre der DFB, wie im Fall Darmstadt, machtlos gewesen. Wären nur die Interviews ausschlaggebend gewesen, hätte man imho nur Juno belangen können. Obwohl ich nicht weiß, wie genau Fritz sich geäußert hat.

Es ist eine peinliche Posse für Juno, für Fritz und für den DFB. Im Endeffekt hat Schickhardt eher dem DFB gedient, sein Gesicht zu bewahren als Werder, eine Strafe zu verhindern. Eine solche für den Verein, sprich längere Sperren für die Spieler, hätte es eh nicht geben dürfen.
 
in dem Zusammenhang hat die liebe Herr Koch vom DFB einen KLASSE Vorschlag gemacht: nach der 5. gelben Karte soll ein Spieler künftig nicht mehr für das direkt nächste Spiel pausieren, sondern es wird per Zufallsverfahren ausgelost in welchem der nächsten 3 Spiele der Spieler pausieren muss! ist mMn eine sehr durchdachte, perfekte Lösung!!! Hut ab Herr Koch!!!

Ja, das wäre wohl die einzig sinnvolle Möglichkeit, bewusst herbeigeführte Sperren zu vermeiden. Problematisch könnte eine solche Handhabung für tatsächlich berechtigte Sperren, z
B. unmittelbar vor Saisonende haben.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ja, das wäre wohl die einzig sinnvolle Möglichkeit, bewusst herbeigeführte Sperren zu vermeiden. Problematisch könnte eine solche Handhabung für tatsächlich berechtigte Sperren, z
B. unmittel vor Saisonende haben.

auch dann würde die Sperre erst in der kommenden Saison gültigkeit haben und der ZEITpunkt der Sperre wird dann nich bestimmt, sondern is rein ZUFÄLLIG! dieses Ausloseverfahren müsste dann natürlich von einem Verantwortlichen des "betroffenen" Vereins direkt überwacht werden! ansonsten wie ich finde eine PERFEKTE Lösung!
 
Eine Ahndung einer sportwidrigen Aktion in der heißen Phase der Meisterschaft bzw. des Abstiegskampfes am 32. Spieltag hätte für den Rest der Saison evtl keinerlei Konsequenz. Wenn solch ein Spieler wechselt oder die Karriere beendet, wäre die Strafe völlig hinfällig.

Ist also auch nicht optimal, lässt sich aber wohl nicht anders lösen.​
 
Eine Ahndung einer sportwidrigen Aktion in der heißen Phase der Meisterschaft bzw. des Abstiegskampfes am 32. Spieltag hätte für den Rest der Saison evtl keinerlei Konsequenz. Wenn solch ein Spieler wechselt oder die Karriere beendet, wäre die Strafe völlig hinfällig.

Ist also auch nicht optimal, lässt sich aber wohl nicht anders lösen.​

Also wenn der Spieler wechselt ist es halt so. Mussten wir ja auch in den sauren Apfel beißen, obwohl das ne rote Karte war. Aber so oft wird' s nicht vorkommen, dass der Spieler mit ner 5ten oder 10ten gelben Karte die Karriere beendet. Und wenn doch, mein Gott. Glück gehabt. Aber ich find die Idee auch super! Da hat mal jemand nachgedacht! ;)
 
DU selbst hast es doch weiter oben absolut richtig festgestellt, dass es eine reine Schutzbehauptung seitens des DFB war. Hätten sie sich nicht bekannt, wäre der DFB, wie im Fall Darmstadt, machtlos gewesen. Wären nur die Interviews ausschlaggebend gewesen, hätte man imho nur Juno belangen können. Obwohl ich nicht weiß, wie genau Fritz sich geäußert hat.

Es ist eine peinliche Posse für Juno, für Fritz und für den DFB. Im Endeffekt hat Schickhardt eher dem DFB gedient, sein Gesicht zu bewahren als Werder, eine Strafe zu verhindern. Eine solche für den Verein, sprich Sperren für die Spieler, hätte es eh nicht geben dürfen.

Daß es eine peinliche Posse war ist mir schon klar. Du hast aber geschrieben, daß die Spieler ohne das Eingeständnis in der Anhörung nicht hätten "verurteilt" werden können. Und das stimmt nicht. Es ist eine Lüge, daß die Interviews nicht ausschlaggebend gewesen seien und es ist eine peinliche Posse, daß man die Nummer jetzt so zu drehen versucht, daß Ehrlichkeit belohnt wird. Ein übelst armseliger Auftritt des DFB. Mal wieder. Aber wenigstens sind sie rechtzeitig zur Besinnung gekommen, auch wenn manche Profischiedsrichter mit jahrzehntelanger Erfahrung unter den hiesigen Forums-Usern das vermutlich falsch finden...
 
auch dann würde die Sperre erst in der kommenden Saison gültigkeit haben und der ZEITpunkt der Sperre wird dann nich bestimmt, sondern is rein ZUFÄLLIG! dieses Ausloseverfahren müsste dann natürlich von einem Verantwortlichen des "betroffenen" Vereins direkt überwacht werden! ansonsten wie ich finde eine PERFEKTE Lösung!

Nein nicht in die nächste Saison, da dieser Fall nur bei einen Szenario, nämlich bei genau 2 Spielen eintritt.

Da wird halt unter den beiden Spieltagen ausgelost.
 
Daß es eine peinliche Posse war ist mir schon klar. Du hast aber geschrieben, daß die Spieler ohne das Eingeständnis in der Anhörung nicht hätten "verurteilt" werden können. Und das stimmt nicht. Es ist eine Lüge, daß die Interviews nicht ausschlaggebend gewesen seien und es ist eine peinliche Posse, daß man die Nummer jetzt so zu drehen versucht, daß Ehrlichkeit belohnt wird. Ein übelst armseliger Auftritt des DFB. Mal wieder.

Für die Vergangenheit mag das wohl zutreffen, in diesem Fall würde ich eher sagen blieb dem DFB garkeine andere Wahl als so zu verfahren. dafür hatte man sich diese Unsportlichkeiten viel zu lange anschauen müssen ohne etwas dagegen tun zu können. dies wird sich nun HOFFENTLICH mit der neuen Regeländerung drastisch ändern! und das ist mMn SEHR SEHR GUT!!!
 
Nein nicht in die nächste Saison, da dieser Fall nur bei einen Szenario, nämlich bei genau 2 Spielen eintritt.

Da wird halt unter den beiden Spieltagen ausgelost.

würde ich so nicht machen! ich würde die Chance weiterhin bei 33,33 % lassen und die Sperre übernehmen. ist natürlich jetzt ne reine Auslegungssache und könnte man so oder so machen. der Grundansatz jedoch is super!
 
auch dann würde die Sperre erst in der kommenden Saison gültigkeit haben und der ZEITpunkt der Sperre wird dann nich bestimmt, sondern is rein ZUFÄLLIG! dieses Ausloseverfahren müsste dann natürlich von einem Verantwortlichen des "betroffenen" Vereins direkt überwacht werden! ansonsten wie ich finde eine PERFEKTE Lösung!

Warum saisonübergreifend? Sind nur noch 2 Spieltage übrig, wird halt unter den beiden gelost und die 5. Gelbe Karte am vorletzten Spieltag zieht eine unmittelbare Sperre nach sich. Fertig ist der Lack. Der Spieler hätte somit nur an einem einzigen Spieltag die 50% - Chance, dass seine taktische Maßnahme aufgehen könnte. Würde mir reichen. Guter Vorschlag vom Koch.
 
Daß es eine peinliche Posse war ist mir schon klar. Du hast aber geschrieben, daß die Spieler ohne das Eingeständnis in der Anhörung nicht hätten "verurteilt" werden können. Und das stimmt nicht. Es ist eine Lüge, daß die Interviews nicht ausschlaggebend gewesen seien und es ist eine peinliche Posse, daß man die Nummer jetzt so zu drehen versucht, daß Ehrlichkeit belohnt wird. Ein übelst armseliger Auftritt des DFB. Mal wieder. Aber wenigstens sind sie rechtzeitig zur Besinnung gekommen, auch wenn manche Profischiedsrichter mit jahrzehntelanger Erfahrung unter den hiesigen Forums-Usern das vermutlich falsch finden...

Ich schrieb, dass man sie ohne Eingeständnis nicht hätte verurteilen können, bzw. dass bei bloßer Berücksichtigung der Interviews wohl nur Juno hätte belangt werden können, was die Ohnmacht des DFB im Umgang mit dem Sachverhalt zusätzlich verdeutlicht hätte.
 
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Es ist eine peinliche Posse für Juno, für Fritz und für den DFB. Im Endeffekt hat Schickhardt eher dem DFB gedient, sein Gesicht zu bewahren als Werder, eine Strafe zu verhindern. Eine solche für den Verein, sprich Sperren für die Spieler, hätte es eh nicht geben dürfen.
Richtig, peinliche Posse.

Auch hätte es die Strafe nicht geben dürfen.
Schickhardt hat dem DFB geholfen, überhaupt einigermaßen unfallfrei aus der Geschichte heraus zu kommen, nichts Anderes.
Den Vorschlag den nun Koch gemacht hat,
hatte ich bereits zuvor im Fritz Thread gemacht.
Nur den Zeitraum der Strafwahl nicht auf die nächsten drei Spiele begrenzt,
sondern über die ganze Saison etreilbar.
Der DFB muß nun handeln, nach der Saison natürlich,
aber Spielwahl wäre eine vernünftige Lösung.
 
besonders behämmert finde ich das dämliche Rumgelaber von Schmadtke per Interview und Waldemar Hartmann im Doppelpass bei dem sie sich über das "VERlosen" lustig machen! aber keiner von beiden nennt einen vernünftigen GRUND warum man es NICHT machen sollte! Weil es keinen gibt! aber es ist natürlich ein Grund für z.B. Schmadtke dumm rumzulabern, denn er (und alle Vereine) wäre damit ja eine Möglichkeit genommen (unfairen) Einfluss auf den Wettbewerb zu nehmen!!!
der einzige Grund etwas dagegen zu haben ist mMn wenn man gegen Fairness ist!!!
 
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