Eigentlich wollte ich mich hier ja nicht mehr beteiligen... Aber... Naja, mein Name ist Konrad Adenauer.
Also zumindest kurz...
Imho führt ihr auf jeden Fall schon mal die richtige Diskussion. "Mein" Ziel (so ich das so noch sagen darf) wäre dabei dafür zu sorgen, dass der Contestablauf nicht mehr so "elitär" wäre, damit die Spieler sich auch mal wenigstens etwas mehr trauen können und Mut auch mal öfter belohnt wird.
Leider ist es offensichtlich, dass mit der Mehrheit eine große Finalrunde nicht machbar ist. Ich selbst kann dies zwar nicht ganz nachvollziehen, aber ich denke, das muss man bei dieser Diskussion leider als gegeben hinnehmen und schauen, in wie weit man gewünschte Effekte vielleicht auch erreichen kann, indem man den HF-Modus etwas durchlässiger macht.
Die jetzige Quotenregelung hat da in meinen Augen insgesamt leider doch eher das Gegenteil bewirkt. Imho sollte hier mindestens wieder eine fixe Quote angesetzt werden und diese massiv nach oben angepasst werden (eine fixe Anzahl von Titeln, die Ausscheiden tut es sicher genauso).
Ein Denkansatz, den ich zum Bewertungsmodus immer noch präferiere, wäre ein HF-Modell, wie es DepoV hier vorgeschlagen hatte.
Falls ihr es nicht mehr in Erinnerung haben solltet: Es ging hier darum auf das zu bewertende HF eine fixe Punktzahl zu vergeben, die für jeden Bewerter gleich ist und die auch voll ausgeschöpft werden muss. Dabei dürfte ein Song eine gewisse Maximalpunktzahl erhalten, minimal wären natürlich die 0. So müsste man sich eben entscheiden, ob man lieber viele Titel etwas pusht oder einige wenige besonders.
Nicht so kompliziert wie das Modell von zoggg (welches sicherlich aber auch seinen Charme hat), aber sicherlich überlegenswert, da man so auch mal einen Song, den man besonders mag, wirklich etwas helfen kann, ohne dass dies durch eine negative Wertung eines anderen Teilnehmers wieder völlig zu Nichte gemacht wird (was in meinen Augen einfach nicht richtig sein kann, denn das führt am Ende dazu, dass sich eher durchschnittliche Titel, die niemand so wirklich mag, im HF durchsetzen als Songs, die einige wenige WIRKLICH lieben, andere aber per se ablehnen (was in meinen Augen einfach nicht ein so großes Gewicht haben darf)). Das jetzige Modell, bei dem jeder auch noch unterschiedliche Durchschnitte produzieren kann, ist jedenfalls in diesem Sinne höchst ungeeignet.
Man könnte, noch einmal Bezug nehmend auf DepoVs Modell, dabei gedanklich sogar noch weiter gehen und sagen, jeder bewertende Teilnehmer darf einen Titel benennen, der quasi für ein Ausscheiden gesperrt wird (egal, wie die anderen werten). Natürlich müsste an einer praktikablen Umsetzung dessen noch geschliffen werden, das wäre im Moment nur ein Gedankenspiel.
Bedingung für viele Modelle, die im HF denkbar wären, wäre in meinen Augen aber irgendwo auch, dass man eben nicht mit allzu vielen HFs spielt. Wenn man Beiträge bringen möchte, die polarisieren, die einer kleineren Gruppe richtig gut gefallen, vielen aber eher nicht, dann können Modelle wie das von DepoV nicht wirklich ihren gewünschten Effekt entwickeln, weil die Wahrscheinlichkeit, die "richtigen" Teilnehmer zu ziehen mit steigender Anzahl an HFs sinkt. Das Losglück wird einfach zu wichtig.
Ja, klar, Dirk... nur kurz... Sorry für meinen Roman.
