Danke Herr Rolff. Ich finde es gut, dass mal einer den Mund aufmacht und man nach einem 1:6 nicht einfach gemütlich zur Tagesordnung übergeht, so nach dem Motto: ach im beschaulichen Bremen bleiben sie auch nach solch einem Ergebnis ruhig.

Jedem halbwegs realistischen Fan war klar, dass wir in München verlieren und zumindest mir war auch klar, dass es mehr als 2 Tore Unterschied sein würden. Für Hoffnung sind Bayern und Werder einfach viel zu weit auseinander.
Was ich aber gar nicht nachvollziehen kann ist, dass man, wie Rolff es sagt, die Bayern nicht genervt, nicht attackiert hat. Ihnen nicht die Lust zumindest teilweise dadurch genommen hat, dass man aggressiv in die Zweikämpfe ging. Zumindest hätte man Hoeneß dazu bringen müssen, dass ich er sich nach dem Spiel über die ach so bösen Treter aus Bremen echauffiert. Damit meine ich nicht, dass man unfair hätte spielen sollen, sondern einfach, dass man die Bayern nicht ihr Ballgeschiebe zelebrieren lässt und nur wartend im Raum steht, bis das Tor fällt. Spielerisch kann man sie nicht, können wir sie nicht aus ihrer unendlich großen Komfortzone reißen, aber zumindest hätte ein Bayern-Spieler denken müssen: wenn ich den Ball jetzt annehme, dann steht mir der Bremer auf den Socken und darauf habe ich heute, vor dem so wichtigen Pokalspiel gar keine Lust.
Punkt zwei der mich genervt hat. Muss man, wenn man ein Tor kassiert, immer direkt das zweite Tor fangen? Klar ist man nach dem 0:1 erstmal geknickt, weil das Spiel damit schon verloren ist, aber dennoch kann ich das nicht nachvollziehen. Man kassiert 3 Doppelpacks in jeweils 3,4 Minuten. Das ist doch reine Kopfsache. Für mich wars so ne Mischung aus Angst, mangelnder Konzentration, Selbstmitleid und Bequemlichkeit.
Zumindest daraus will Rolff sie mit seinen Aussagen reißen und deshalb beführworte ich sein Interview, auch wenn die Kririk einzelner Spieler immer kritisch gesehen werden muss.