WOL History Thread

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas zoggg
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Für England...vielleicht. Aber frag mal die Kolonien, die unter den Folgen eben jener Kolonisation bis heute leben müssen.
In Anlehnung deiner Worte im WM/EM-Vergabe-Thread bezüglich des europäischen Wohlstands durch die Sklaverei (die mit dem Kolonialismus einher ging)
Sklaverei gab es auf jedem Kontinent zu jeder Zeit. Entscheidend ist aber, was wir heute machen und wie wir leben.
könnte man jetzt antworten: "Kolonialismus gab es auf jedem Kontinent zu jeder Zeit. Entscheidend ist aber, was wir (in dem Fall die ehemaligen Kolonialmächte) heute machen." Beides wirkt mMn jedoch eine unterschwellige Bagatellisierung. Denn auch wenn die Betroffenen bzw. deren Nachkommen Widergutmachungen erhalten, kann das die Verbrechen der Vergangenheit nicht ungeschehen machen.
 
Entscheidend ist aber, was wir (in dem Fall die ehemaligen Kolonialmächte) heute machen

Ja eben. Die Folgen sind noch heute existent, ich wüsste aber nicht, dass das ehemalige Empire so mit seiner Vergangenheit umgeht, wie zb Deutschland mit seiner. Zum Beispiel den Irak zu bombardieren, das wäre fast so als würde Deutschland in Israel einmarschieren. Und der leise Verdacht der ehemaligen Prinzessin Meghan, dass es in der Familie eventuell Rassisten geben könnte, ist ja auch nicht aus dem letzten Jahrhundert.

P.S. Ich habe neulich eine Doku zu Idi Amin gesehen. Der hat, um seine Beliebtheit zu steigern, alle Inder aus dem Land vertrieben. Fragt man sich, wieso sind da so viele Inder ausgerechnet in Uganda gewesen. Tja, Britische Kolonie. Und die Briten waren der Meinung, daß Afrikaner nicht in der Lage seien Handel zu treiben. Deswegen hat man dafür Inder importiert. Ach Meghan...
 
Ja eben. Die Folgen sind noch heute existent, ich wüsste aber nicht, dass das ehemalige Empire so mit seiner Vergangenheit umgeht, wie zb Deutschland mit seiner.
Richtig. Wobei es korrekterweise heißen muss, dass England so mit seiner Vergangenheit umgeht. Denn "Empire" bzw. "Britannien" sind von England geschaffene Worthülsen, um das koloniale Verhältnis zu den anderen Nationen aufrecht zu erhalten und den inkl. Iren, Schotten und Walisern unterdrückten Völkern zu suggerieren, dass sie keine Unterdrückten des, sondern Beteiligte am sog. British Empire seien.
 
Richtig. Wobei es korrekterweise heißen muss, dass England so mit seiner Vergangenheit umgeht. Denn "Empire" bzw. "Britannien" sind von England geschaffene Worthülsen, um das koloniale Verhältnis zu den anderen Nationen aufrecht zu erhalten und den inkl. Iren, Schotten und Walisern unterdrückten Völkern zu suggerieren, dass sie keine Unterdrückten des, sondern Beteiligte am sog. British Empire seien.

Ich weiß, das war bewusst so geschrieben ;)

Dass aber "Britannien" von den Engländern "geschaffen" wurde stimmt so nicht. Es gab ja zb die Römische Provinz Britannia und den Namen haben sie von den Griechen übernommen. Das Wort versteckt sich im übrigen auch in der französischen Bretagne und deswegen nennt man die Insel Großbritannien (und die Bretagne ist Kleinbritannien).
 
Ich weiß, das war bewusst so geschrieben ;)
Bewusst historisch verkehrt? Das passt gar nicht zu dir ;)

Dass aber "Britannien" von den Engländern "geschaffen" wurde stimmt so nicht. Es gab ja zb die Römische Provinz Britannia und den Namen haben sie von den Griechen übernommen. Das Wort versteckt sich im übrigen auch in der französischen Bretagne und deswegen nennt man die Insel Großbritannien (und die Bretagne ist Kleinbritannien).
Schon klar. Nicht umsonst sagte Obelix schon "Die spinnen, die Briten". :D
 
Nochmal kurz zur verstorbenen Elizabet II:
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Es reichte schon verdächtig zu sein weit links zu stehen, dann war man auf einer Liste (vermutlich wegen des erwähnten Erlasses). Da kenne ich einen Fall persönlich.
Richtig. Und die grundsätzliche Absurdität des Radikalenerlasses wurde von der Absurdität übertroffen, dass eine große Zahl der Beamten, die darüber entschieden, ob die Verdächtigten Berufsverbot erhielten oder nicht, schon während der NS-Diktatur im Beamtendienst standen.
 
Ich habe seit Ewigkeiten Interesse an Geschichte. Das ging schon sehr früh mit 8 spätestens (ich glaube eher) los, ahbe Fakten aufgesogen wie ein Schwamm. Besonders antike aktuell aber eher Neolithikum, Kupfer/Bronzezeit bis zur "eisenzeit" (Übergang zur antike und von der Antike ins Mittelalter) interessiert mich am Meisten. Ich nenne mich Hobbyhistoriker.
Wenn es früher die Germanen waren, oder die "Indianer" Nordamerikas so ist es heute die Nachvollziehung des Begriffs "Global" bzw. "Wirttschaft".
Ich mache das acuh an Mythologien fest.
Themen wie Französische Revolution bzw. Revolutionen an sich sind nicht unbedingt "mein Fall" da kenne ich die "Eckdaten" weiß von Robespierre und Dante und das dort der Spruch "Revolution frisst Ihre Kinder" her kommt.
Um "globale Wirtschaft" noch einmal zu beleuchten - die Handelsrouten die wir kennen und nutzen sind Jahrzehntausende alt. Wenn man z.B. die Himmelscheibe von nebra nimmt, die ist mit Gold und die Bronze die benutzt wurde mit Zinn aus Cornwall geschmiedet. Das Verfahren, das sog. zisselieren ist so famos, das bekommt man so genau normal nur mit entsprechenden Maschinen hin. Die Ägypter waren "heiß auf Bernstein" und der wurde u.a. auch vom heutigen Baltikum importiert. Die Kelten hatten schon Städte und Straßen bevor die Römer damit ihr Imperium übersapnnten und deren Straßen z.B. der M1 im UK ist auf dieser Straße ersonnen.

Ich kann hier unendlich weiter machen.

Die aktuellen Krisen bzw wie man sie bewältigen sollte/kann kann man mit Geshcihte sehr gut beantworten sowohl als einzelner wie auch für Gesellschaften. Die Zeit nach dem WK I war der turbo für die Moderne, der Motor war das golden dawn vor dem WK I.

Und wenn ich bedenke was die "Alten" vor 4-5000 so auch die Beine stellten. Oder das in der arabischen Wüste steinerne Wildtierfallen von enormen ausmaßen stehen, dann ist das bemerkenswert in der Hinsicht zu was "die Menschheit" in der Lage ist.

Der erste Hominide der die Welt komplett bevölkerte war der "Homo Erectus" und das war Lange bevor es Homo Sapiens gab. Globalisierung ist ein alter Hut.
 
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