Erstens werden mW nicht alle Einnahmen aus den Ticketverkäufen an die Stadiongesellschaft abgeführt, sondern nur die Hälfte. Zweitens sind wohl auch die Kredite für vorherige Umbauten noch nicht voll abbezahlt, so dass auch ohne den letzten Umbau Einnahmen an die Stadiongesellschaft abgeflossen wären. Und drittens sind die Ticketeinnahmen nach dem Umbau sogar größer, so dass der Anteil, der an Werder fließt zur Zeit sogar größer ist, als er es ohne Umbau gewesen wäre - nicht kleiner.
Und dann ist auch noch die Frage, welchen Anteil die Ticketeinnahmen überhaupt am Gesamtumsatz haben und ob die geringeren Einnahmen durch den Stadionumbau überhaupt signifikant sind.
Ich denke, es sollte außer Frage stehen, dass ein Stadion immer wieder umgebaut und modernisiert werden muss. Ob es so geschehen musste, wie es jetzt geschehen ist, kann man gerne bezweifeln. Aber man kann davon ausgehen, dass es immer Kredite für Stadion(um)bauten abzubezahlen gab, gibt und geben wird. Das Problem ist deswegen ein anderes: durch die höheren Kredite jetzt, wird man den nächsten Umbau des Stadions (der sicher kommen wird, bzw. muss) später in Angriff nehmen können. Und das könnte dann irgendwann in ein paar Jahren bzw. Jahrzehnten für einen verstärkten Standortnachteil sorgen.
Was irrelevant ist, da Werders Politik seit Jahren ist, keine Kredite für Transfers und Kaderkosten aufzunehmen.