Das was du beschreibst hat mit einer wirklichen Fremdbestimmung nichts zu tun. Lediglich die Schulpflicht trifft da zu, aber auch nur weil sie gesetzlich vorgeschrieben ist. Nach der Schulzeit steht es jeder Person frei sich Arbeit zu suchen oder einfach daheim zu bleiben. Bei letzterem wird es natürlich schwierig eine für sich gute Freizeit zu verbringen da im Normalfall kein Geld reinkommt.
Daher suchst du dir SELBSTBESTIMMT einen Job. Von daher sind wir bei den von mir ca. 10 % Fremdbestimmung welche ich vorhin ansprach.
Lg EFO
Das ist im Endeffekt eine philosophische Frage. Auf dem Papier haben wir immer die Wahl aber in der Praxis müssen wir mit den Konsequenzen unserer Entscheidungen leben.
Wenn ich die bewusste Entscheidung treffe, mich in ein Auto zu setzen bestimmen letzlich auch andere Verkehrsteilnehmer mit ihrem Verhalten darüber, ob ich lebendig am Ziel ankomme.
The survival of the fittest heißt korrekt übersetzt nicht, dass der Stärkste überlebt, sondern dass der Angepassteste überlebt.
In unserer modernen Gesellschaft ist es vielleicht nicht überlebenswichtig, ob man für identische Nudeln aus der selben Fabrik 1,10€ oder 1,60€ bezahlt. Aber einige Menschen verharren in einem sogenannten "Bullshit-Job", den sie selbst für völlig sinnlos halten weil die damit ihre Familie am besten ernähren können.
Und wenn sich eine Frau aus Überzeugung dazu entscheidet, Krankenschwester zu werden dann bestimmt eben ihr Geldbeutel teilweise darüber, was sie isst.
Selbst wenn ich mich frei nach Jiddu Krishnamurti dazu entscheide, mich nicht an eine kranke Gesellschaft anzupassen haben letzlich die gesellschaftlichen Umstände zu dieser Entscheidung bewegt.
Ob ich heute rausgehe und Schlitten fahre oder mich in die Sonne lege hängt letzlich auch ein Stück weit davon ab, wo ich geboren wurde und welche klimatischen Bedingungen dort heute herrschen. Natürlich kann ich auch auswandern. Dann bestimmt aber wieder die Sprache ein Stück weit über mein Leben.
Am Ende steht der Mensch eben nicht über den Naturgesetzen. Wir können unsere Umgebung in höherem Maße als andere Lebewesen auf der Erde verändern und an unsere Bedürfnisse anpassen. Trotzdem werden fortlaufend geprägt von äußeren Umständen, den Menschen denen wir begegnen, den Ressourcen die uns zur Verfügung stehen. Letzlich macht aber doch gerade das das Leben aus. Es ist eben nicht alles planbar. Manchmal fühlt man sich wie ein Opfer äußerer Umstände (psychologisch nicht sinnvoll aber nicht immer vermeidbar), manchmal wird man mit schönen Momenten beschenkt.
Und noch eine gute Nachricht zum Schluss: Wir können (wenn auch mMn nur innerhalb eines gewissen Rahmens) selbst darüber entscheiden, ob wir unser Glück von äußeren Umständen abhängig machen.