Ich finde die Vorstellung gruselig, dass jeder komplett seinem Schicksal ausgeliefert sein soll - und sehe das auch anders. Es gibt Dinge, die man nicht ändern kann, aber daneben sehr viele Weggabelungen im Leben, an denen jeder für sich entscheidet, welche er nimmt. Von dieser Entscheidung hängt dann auch sein Schicksal ab.
Wikipedia unterscheidet Naturgesetze(Regelmäßigkeit von Vorgängen) genau nach deiner Vorstellung:
Von anderen
Gesetzen unterscheiden sich Naturgesetze darin, dass sie nicht von Menschen nach deren Belieben in Kraft oder außer Kraft gesetzt werden können.
Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Wissenschaft die komplexen Abläufe des menschlichen Bewusstseins noch weiter auf Kausalität erforschen wird.
Solange dies noch nicht erfolgt ist, gibt es jedoch bereits eine Menge von Beispielen an denen sich das Schicksal gut ablesen lässt.
Z.B. wachsen eineiige Zwillinge meist zusammen auf, und tragen die gleichen Sachen, gehen zur selben Schule, etc.
Auffällig ist, dass sich deren Leistungen durchschnittlich kaum voneinander unterscheiden.
So hatten z.B. die eineiigen Zwillinge Lars/Sven Bender beide Bundesliga gespielt, und hatten einen sehr ähnlichen Marktwert-Verlauf.
Hingegen bei Felix/Toni Kroos, und Bastian/Tobias Schweinsteiger handelte es sich nicht um eineiige Zwillinge mit unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen. Diese Spieler hatten keinen gemeinsamen Kindheitsverlauf, mit unterschiedlichen Tagesabläufen und unterschiedlichen Klassenkameraden und unterschiedlichem Aussehen, wurden sie in ihrem Umfeld auch unterschiedlich wahrgenommen und gefördert.
=› Folglich wurden nur Toni Kroos und Bastian Schweinsteiger zum Vollprofi.
Warum sollte man sich für irgend etwas anstrengen, um irgendetwas kämpfen oder für irgendetwas brennen, wenn man eh seinem Schicksal hilflos ausgeliefert ist?
Ich wollte nicht ausdrücken, dass jeder Mensch sich seinem Schicksal negativ ausgeliefert fühlen muss.
Es kann auch als selbstbewusstes Auftreten in Erscheinung treten.
Wenn z.B. ein Stürmer mit einer positiven Vorstellung in ein Spiel geht:
Heute schieße ich ein Tor
Dann wird dies für den Spieler auch ein riesen Vorteil sein, wenn dieser vorherbestimmte, aber unvorhersehbare Effekt eintritt.
Anders ist ein nicht Schicksal überzeugter Spieler einem viel größeren Druck ausgesetzt, weil er der Meinung ist alles komplett selbst in der Hand bzw. auf dem Fuß zu haben.
=> Daraus folgt z.B., dass Spieler vor dem Elfmeterpunkt eher mit den Nerven versagen.