Whisk(e)y

Glen Keith Distillery Edition 40%vol.

Im bevorstehenden Jahr 2022 ist es 25 Jahre her, dass meine Passion für Whik(e)y ihren Anfang nahm, aber es hat bis heute gedauert, bis ist erstmals einen Glen Keith aus der Speyside probierte.
Das lag wohl auch daran, dass bei Glen Keith zu Beginn dieses Jahrtausend 12 Jahre dort kein Whisky produziert bzw. viele Destillate für höherwertige Blends verwendet wurden. Dieser geringe Bekanntheitsgrad von Glen Keith hat jedoch den Vorteil, dass dessen Preise - anders als z.B. von den Classic Malts(v.a. Lagavulin) oder Macallan - nicht so "verdorben" sind. Soweit ich weiß, war die Distillery Edition war eines der ersten produzierten Sorten nach der Wiedereröffnung von Glen Keith.


Farbe: leuchtendes Bernstein

Nase: Potpourri von hellen Früchten wie Birne, Aprikose, Orange und süßer Vanille

Mund: hier setzen sich die Frucht- und Vanillearomen fort, dazu gesellt sich Marzipan, Honig sowie eine überraschende Frische , leicht und bekömmlich

Finish: süßer Butterscotch, dazu trotz der Leichtigkeit länger anhaltend

Preis: ca. 30 €


Fazit: Klar, beim dem Preis darf man keine Maßstäbe setzen wie bei einem Destillat welches 40 € und mehr kostet. Aber dennoch verfügt der Glen Keith Distillery Edition über ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis. Ein Whisky der sich pur sehr gut genießen lässt und es trotzdem nicht dekadent ist, wenn er für Mixen verwendet wird.
 
Ich hatte über Weihnachten einen 12-jährigen Caol Ila Islay Whisky mit meinem Bruder getrunken.
Ich konnte den rauchigen nicht von einem Laphroaig unterscheiden. Trinke nicht so häufig, um das differenzieren zu können.
 
Caol Ila kommt bei mir nicht so gut weg wie Laphroiag.
Zusammenfassend über alle noch aktiven Islay-Distillen würde ich diese ganz grob so anordnen:

Ardbeg = Lagavulin = Laphroaig > Kilchoman = Bowmore = Bruichladdich > Caol Ila = Bunnahabhain > Ardnahoe

Kommt da aber natürlich auf die einzelnen Whisky im Detail an. Mit den ersten sechs macht man aber nichts falsch, wenn man nicht einen von diesen unsäglichen 5 Jährigen nimmt.
Die ersten drei stellen für mich einfach die besten Whisky her. Wird Zeit, das ich da mal wieder hinkomme.
Ardnahoe ist noch jung und so viele Verschiedene habe ich von denen noch nicht probiert. Mal schauen was da noch kommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Caol Ila kommt bei mir nicht so gut weg wie Laphroiag.
Zusammenfassend über alle noch aktiven Islay-Distillen würde ich diese ganz grob so anordnen:

Ardbeg = Lagavulin = Laphroaig > Kilchoman = Bowmore = Bruichladdich > Caol Ila = Bunnahabhain > Ardnahoe

Kommt da aber natürlich auf die einzelnen Whisky im Detail an. Mit den ersten sechs macht man aber nichts falsch, wenn man nicht einen von diesen unsäglichen 5 Jährigen nimmt.
Die ersten drei stellen für mich einfach die besten Whisky her. Wird Zeit, das ich da mal wieder hinkomme.
Ardnahoe ist noch jung und so viele Verschiedene habe ich von denen noch nicht probiert. Mal schauen was da noch kommt.
Oh, ein Whiskeynerd.:D
 

Adventskalender war gut.
Gab sogar einen Whisky, der mich komplett und vollständig überzeugt hat, der Islay Violets 33 Jahre, sehr wahrscheinlich ein Bowmore. Die einzige 10 von 10 im Kalender.
Wer das notwendige Kleingeld :ugly: investieren möchte bekommt einen moderat rauchigen sehr blumigen und leicht mentholigen Whisky. Habe ernsthaft überlegt mir ein paar Flaschen zu kaufen aber die Vernunft hat dann doch gesiegt. :lol:

Eine einzige Enttäuschung waren hingegen die Abfüllungen von Hunter Laing. So wie die gebrannt haben bezweifel ich sehr stark das die Altersangaben korrekt sein konnten oder ganz einfach etwas wesentlich jüngeres (und vielleicht auch anderes?) abgefüllt wurde.
 
Adventskalender war gut.
Gab sogar einen Whisky, der mich komplett und vollständig überzeugt hat, der Islay Violets 33 Jahre, sehr wahrscheinlich ein Bowmore. Die einzige 10 von 10 im Kalender.
Wer das notwendige Kleingeld :ugly: investieren möchte bekommt einen moderat rauchigen sehr blumigen und leicht mentholigen Whisky. Habe ernsthaft überlegt mir ein paar Flaschen zu kaufen aber die Vernunft hat dann doch gesiegt. :lol:

Eine einzige Enttäuschung waren hingegen die Abfüllungen von Hunter Laing. So wie die gebrannt haben bezweifel ich sehr stark das die Altersangaben korrekt sein konnten oder ganz einfach etwas wesentlich jüngeres (und vielleicht auch anderes?) abgefüllt wurde.
@Bremen kann wohl was dazu sagen.
 
Caol Ila kommt bei mir nicht so gut weg wie Laphroiag.
Zusammenfassend über alle noch aktiven Islay-Distillen würde ich diese ganz grob so anordnen:

Ardbeg = Lagavulin = Laphroaig > Kilchoman = Bowmore = Bruichladdich > Caol Ila = Bunnahabhain > Ardnahoe

Kommt da aber natürlich auf die einzelnen Whisky im Detail an. Mit den ersten sechs macht man aber nichts falsch, wenn man nicht einen von diesen unsäglichen 5 Jährigen nimmt.
Die ersten drei stellen für mich einfach die besten Whisky her. Wird Zeit, das ich da mal wieder hinkomme.
Ardnahoe ist noch jung und so viele Verschiedene habe ich von denen noch nicht probiert. Mal schauen was da noch kommt.

Auch wenn es "nur" eine grobe Anordnung ist, Respekt :top: Ich würde es wohl nicht hinbekommen, weil die Ausschläge der einzelnen Whiskys nach oben und nach unten teilweise sehr groß sind. So fand/finde ich z.B. bei Ardbeg den 17y (den gibt es jedoch schon > 10 Jahre nicht mehr) und Corryvrecekan für große klasse, der Wee Beastie grenzt dagegen ebenso an Körperverletzung wie die jüngeren Bowmores, dessen 15y (vor ein paar Jahren hieß er noch 15y Darkest) und Mariner
super sind bzw. waren. Bruichladdich hat bei mir durch seine Wine-Cask-Series - u.a. mit einem meiner all time favourites (nicht nur auf Islay beschränkt, sondern generell), einem 14y gefinshed im Brunello-Fass - und dem Port Charlotte 10y Heavly Peated ein Stein im Brett, aber weil die gefühlt mehr Sondereditionen haben als ein Bobtail Fellhaare hat, ist es mMn schwer, hier ein Gesamturteil zu bilden.

Ardnahoe habe ich auch noch nicht probiert. Dafür den Port Askaig 8y, dessen Herkunft jedoch unbekannt ist. Denn Port Askaig ist keine Brennerei, sondern wohl ein sich auf Islay begrenzender unabhängiger Abfüller. Geschmacklich würde ich ihn in die Richtung Bowmore / Caol Ila / Laphroaig zuordnen, hat ein tolles Preis-/Genussverhältnis.
 
Eine einzige Enttäuschung waren hingegen die Abfüllungen von Hunter Laing. So wie die gebrannt haben bezweifel ich sehr stark das die Altersangaben korrekt sein konnten oder ganz einfach etwas wesentlich jüngeres (und vielleicht auch anderes?) abgefüllt wurde.
Wenn das jüngste Destillat jünger ist als draufsteht, wäre das ein Verstoß gegen die Scotch Whisky Regulations SWR, auf der auch das EU-Recht bei Whisk(e)y basiert.

Woran machst du das fest, dass der Inhalt jünger als angegeben sein könnte? Farbe, Geruch, und/oder Geschmack?
 
Es kamen hier mehrere Faktoren zusammen. Ziemlich dominanter Alkoholgeruch, wenig Komplexität, für das Alter von 24-30 Jahren ein zu starkes Brennen beim Abgang, was aber natürlich auch am recht hohen Alkoholgehalt der Abfüllungen oder einer fortschreitenden Verweichlichung meinerseits liegen kann. Aber wenn ein Ratzeputz milder im Abgang ist kann das kein gutes Zeichen sein und der Whisky fällt bei mir durch.

Andere Whisky schaffen es aber viel besser, trotz hohem Alkoholgehalt ein runderes Geschmackserlebnis zu bieten, z.B. der Octomore, der mit seinen 10 Jahren der mit Abstand jüngste mit Altersangabe im Kalender war.
 
Wie ist eigentlich beim Octomore der vielfach hohe Phenolgehalt gegenüber anderen Islay Whiskys zu schmecken?
Ist das ungefähr so wie eine Verfielfachung von Salz in der Suppe, oder sind die Geschmacksnerven bei so viel Torf für einen Einsteiger sowieso bereits übersteuert?
 
Es kamen hier mehrere Faktoren zusammen. Ziemlich dominanter Alkoholgeruch, wenig Komplexität, für das Alter von 24-30 Jahren ein zu starkes Brennen beim Abgang, was aber natürlich auch am recht hohen Alkoholgehalt der Abfüllungen oder einer fortschreitenden Verweichlichung meinerseits liegen kann. Aber wenn ein Ratzeputz milder im Abgang ist kann das kein gutes Zeichen sein und der Whisky fällt bei mir durch.
Wenn es nicht an deiner Tagesform lag, klingt es eher nach einem Fehler als nach "Etikettenschwindel". Die Ursachen hierfür können vielschichtig sein, z.B.
- zu feuchtes Getreide
- durch Mikroorganismen bei Fermentation
- falsches Timing bei der Destillation, d.h. bei der Trennung Vorlauf / Mittellauf bzw. Mittellauf / Nachlauf
- zu kurze bzw. zu lange Lagerung (bei deinem Fall wäre es eine zu kurze)
- Unzureichendes Charring bzw. Toasting von Fässern vor der Befüllung
- fehlerhafter Korken
 
Wie ist eigentlich beim Octomore der vielfach hohe Phenolgehalt gegenüber anderen Islay Whiskys zu schmecken?
Das lässt sich pauschal leider nicht beantworten, weil hier zu viele Faktoren eine Rolle spielen. Im Whisky kommen bis zu 20 unterschiedliche Phenole vor und jedes einzelne davon bringt eine eigene Aromennote mit. Hinzu kommt, dass Geschmack eine subjektive Sache ist. so du den selben Whisky heute geschmacklich anders wahrnimmst als es gestern der Fall war.
 
Hab gerade gesehen. Es gibt einen neuen Werder Whisky.
OK, neu? Keine Ahnung, oder nur in einer neuen/anderen Flasche?
werder-single-malt-whisky-2021-2022-140731_530px_530px.jpg
Ich habe den neuen zu Weihnachten von Schwiegerelterns geschenkt bekommen. Den Malt finde ich richtig gelungen, leider ist nicht herauszubekommen, von welcher Brennerei der stammt, aber ist ein sehr runder, fruchtiger Speyside. Den könnte man auch an Whisky-Einsteiger verschenken.
 
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