Whisk(e)y

Nach unserem Sinnieren über die Classic Malts hatte ich mich entschlossen, dem Cragganmore eine neue Chance zu geben. Seit ich die 6 Flaschen der Classic Malts geschenkt bekommen habe, hatte ich den einmal verkostet und für "langweilig" befunden und nie wieder probiert.

Jetzt habe ich ihn wieder einmal hervorgeholt und, das war glaube ich der Unterschied zum letzten Mal, auf nüchternen Magen vor dem Abendessen probiert. So würde ich mein Urteil über diesen Whiskey revidieren.

Nase: Man riecht erstmal Eiche, Malz, ganz wenig Rauch und vielleicht etwas Vanille, Honig und Karamell. Von Ferne vielleicht ein wenig Trockenobst.

Geschmack: Sehr schönes, ausgewogenes Malz, ein wenig trocken, langer, angenehmer Abgang, ohne dominierende Aromen. Sehr angenehm, appetitanregend. Zeigt eigentlich sehr schön, was Malt meint, das Malz dominiert.

Fazit: Als Grundlage und zum Einstieg in ein Tasting ein wirklich sehr schöner Whiskey, der zudem großes Können der Macher erkennen lässt. Es ist ja nicht die Kunst, für 200€ einen überragenden Whiskey herzustellen, sondern für 30€ so einen wunderbar gemachten Singlemalt.

Sollte man also ruhig mal trinken, den Cragganmore.
 
Hab heute meine bekommen, und nur mal am Ardbeg geschnuppert. Da riecht man den Rauch, das Holz, den Teer... hmmm. Der hat schon mal sehr interessant gerochen.

Denke, dass morgen abend für mich mit den 4 neuen ein kleines Tasting veranstalte :D
 
@maddin. Interessant! Ich habe keinen Cragganmore mehr, insofern keine Möglichkeit für einen neuen Versuch - das letzte Mal, dass ich ihn hatte, ist schon eine ganze Weile her. Aber nachkaufen werde ich ihn mir in Anbetracht meiner Erinnerung und der schönen Tropfen in meinem Schrank ganz sicher nicht... ;)
 
Ich glaube, dass der für Dich auch wirklich nicht interessant ist, da Du schon sehr viele Whiskeys probiert hast und dieser sehr einfach-malzige Whiskey, ergänzt durch eine leichte, angenehme Süße, auf die ich ja sehr stehe, nicht mit spektakulären Aromen aufwarten kann. Ich finde ihn aber sehr gut für Leute, die einfach mal wissen wollen, was Single Malt ist mit Betonung auf Malt. Dazu würde ich ihn auch als Aperitif empfehlen.
 
Also mir schmeckt der Cragganmore nur bedingt... wirklich sehr viel Malz, "brennt" auch ordentlich im Nachgang und ist nicht so ganz mein Geschmack. Hat auch irgendwie keinerlei rauchige Note, oder wenn dann nur ganz wenig.

Talisker und Lagavulin schmecken, was ich als Whiskey-Anfänger so rausschmecken kann, recht ähnlich. Etwas milder im Hals, rauchiger im Geschmack. Gefallen mir eigentlich am besten.

Der Ardbeg ist echt gewöhnungsbedürftig... brennt nicht so wie der Cragganmore, ist aber nicht so mild wie die beiden anderen und hat einen eigenen, gewöhnungsbedürftigen Geschmack, der mich irgendwie schon ein wenig an Zigarrenrauch erinnert, etwas Malz und viel Holz. Nicht schlecht, aber sehr gewöhnungsbedüftig, den trinkt sicherlich nicht jeder.
 
Ich musste mich an die richtigen Rauchbomben auch erst langsam gewöhnen. Vor allem an die "medizinischen" Raucher a la Laphroiag und Ardbeg. Mittlerweile mag ich die aber sehr gerne. Talisker und Lagavulin gehen halt mehr in Richtung Lagerfeuer und sind damit wahrscheinlich etwas zugänglicher. Wenn ich mich übrigens für einen absoluten Lieblingswhisky entscheiden müsste, wäre es der Talisker 10.
 
Talisker und Lagavulin findest Du geschmacklich ähnlich....? Interessant, denn ich empfinde deutliche Unterschiede in Sachen Rauchigkeit... Der Talisker ist meine persönliche "Rauchgrenze", der Lagavulin übersteigt diese Grenze. Beim Lagavulin mag ich den Geruch, der mich irgendwie an Holzkirchen erinnert, aber trinken muss ich den nicht.... ;)
 
Natürlich ist der Lagavulin sehr viel rauchiger als der Talisker. Ich finde nur das Raucharoma ähnlich. Von der Intensität her liegen Welten dazwischen.

edit: Ich war gar nicht gemeint, oder?
 
Ich bin noch sehr frisch im Whiskey-Milieu, und würde mich da nicht als Experte beim Schmecken betrachten. Ich hatte auch vorher den Cragganmore und danach den Ardbeg. Vielleicht muss ich Talisker und Lagavulin nochmal einzeln trinken,.

OK... Dann solltest Du definitiv beim nächsten Mal an der Reihenfolge arbeiten....

Vorschlag: Cragganmore - Talisker - Lagavulin - Ardbeg

bzw. wenn Du nur die beiden probierst, zuerst den Talisker und dann den Lagavulin.

:beer:
 
OK... Dann solltest Du definitiv beim nächsten Mal an der Reihenfolge arbeiten....

Vorschlag: Cragganmore - Talisker - Lagavulin - Ardbeg

bzw. wenn Du nur die beiden probierst, zuerst den Talisker und dann den Lagavulin.

:beer:

Genau die Reihenfolge habe ich gewählt. Deswegen schrieb ich davor (vor Taliska und Lagavulin) hatte ich den Cragganmoore u d danach (nach Taliska und Lagavulin) den Ardbeg.
 
Dann hatte ich Dich nicht richtig verstanden....

Hast Du zwischen den einzelnen Whiskies Wasser getrunken und auch das Glas ausgespült? Wenn nicht, mach' das mal ;) Mir schmeckt Wasser ohne Kohlensäure zu Whisky am besten.
 
Moin zusammen,

habe gestern sog. Whisky Stones geschenkt bekommen, sind wohl aus Speckstein und sollen den Geschmack des Getränks nicht beeinflussen. Ich habe jedoch arge Zweifel daran, ob ich wirklich meine Single Malts und vor allem meine Kristallgläser (Spiegelau) damit konfrontieren möchte... Hat jemand Erfahrung damit? Könnte mir vorstellen, dass das für BourbonCola geht, aber Scotch? Nääää.
 
Mich wundert das die die Johnnie Walker Produkte hier kaum anklang finden?? Das der Red Label nicht unbedingt zu den guten Whiskeys gehört, ok. Das aber die Gold, Green und vor allem der Blue Label hier kaum besprochen wird finde ich schon komisch. Sind die vielleicht zu kommerzig?
 
Mich wundert das die die Johnnie Walker Produkte hier kaum anklang finden?? Das der Red Label nicht unbedingt zu den guten Whiskeys gehört, ok. Das aber die Gold, Green und vor allem der Blue Label hier kaum besprochen wird finde ich schon komisch. Sind die vielleicht zu kommerzig?

Es sind immer noch Blends. Das ist das Problem. Ein Blend wird unter den Maltheads (und das sind nunmal üblicherweise diejenigen, die sich über Whisky austauschen) nie den Anklang finden, den ein Single Malt findet. Egal, wie gut er ist.
 
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