G
gelöscht
Guest
Gerne. Ich dachte, dies sei vielleicht von Interesse.![]()
Mich freut, dass ich somit die Fine Oak und die Sherryfass-Serie zunächst weiter auf meiner Liste behalten darf. Wenn sich die Preise entsprechend entwickeln würden, wäre das natürlich noch schöner.![]()
Das war es, nochmal vielen Dank an alle, die hier für infos gesorgt haben.
zum Arran amarone cask finish) Noch ein Whisky, über den ich vor einiger Zeit mal im Netz gestolpert bin. Liest sich in Bezug auf die Tastingnotes sehr interessant für mich.Wenn ich mal nachhaken dürfte: Wie ist Dein geschmacklicher Eindruck von ihm? Sind die nachgesagten Schokoladen- und Kirscharomen wirklich so vordergründig?
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Eigentlich ein sehr gutes Zeichen, wenn sich ein Whisk(e)y zu steigern vermag, denke ich?![]()
Sehe ich auch so, das es ein gutes Zeichen ist, wenn ein Whisky von mal zu mal besser schmeckt. Schokoladenaromen habe ich bisher noch nicht entdecken können, halte ich aber grundsätzlich für möglich, dass ich da auch noch drauf komme.
Bei beiden Arran cask finishes, die ich bislang habe (amarone und sauternes, es gibt zusätzlich noch den portwood finish) steht vor allem das traumhafte jeweilige Weinaroma im Vordergrund.
Das sorgte auch anfangs für Verwirrung. Als relativ erfahrener Weintrinker mit jetzt erst intensiviertem Whisky-Hobby schmecke ich die Weine vielleicht besser raus und bin um so mehr verwirrter, weil ich eben nicht erwartet hatte, einen Whisky zu trinken, der eindeutig nach einer bestimmten Weinsorte schmeckt. Nun sorgt das gerade zunehmend für Begeisterung.
Auffällig sind, wenn die Weinaromen in den Hintergrund treten gerade die Fruchtaromen, die auch im Wein zu schmecken sind, wie Kirschen, kandierte Früchte, dann kommen aber auch die Tannine des Weinfasses mit einer leichten Eichen-Bitternote daher, die mit der Fruchtsüße und den Weinaromen kontrastiert. Der Antritt ist aufgrund des wohl noch recht jungen Whiskies und der 50.0 Vol% gewaltig, er verträgt gute Wasserzugabe, dann wird er deutlich milder, es breiten sich eine Reihe von zarten, undeutlichen orangenähnlichen Aromen aus, die ich nicht genau bestimmen kann, generell wird der dram mit Wasser etwas floraler und leichter, zum Schluss im Abgang etwas roter Weingummi und nachdem die ganz leichte Bitterkeit der Tannine vom Amarone-Fass weg sind, umspielen die Weinaromen noch lange den Gaumen und ziehen die Wangen ein. Tendenziell so in etwa wie ich im live-tasting den "Todes-Tsunami"
(sauternes cask finish) beschrieben habe, aber eben etwas verschlossener und komplexer, d.h. eben weinmäßig "in rot" und nicht wie beim sauternes cask finish "in weiß". Wie gesagt: Interessant, wenn man mal was ganz anderes probieren will, wenn man bewußt nach einem Wein-finish sucht oder wenn man eine zusätzliche stylistische Ergänzung zum Normalen für die Hausbar sucht. Und leider nach meiner persönlichen Meinung 2-3 Jahre zu jung (dann wäre er nach meiner Meinung wahrscheinlich hervorragend).
Würde mich freuen, wenn jemand die Arrans auch mal probiert und ein Korrektur-Tasting (oder eine Bestätigung) posten könnte.

und den prima Hinweisen von Kollege "Bremen" zu dem Thema wären.