Die peinliche Posse um die eingefrorenen Profi-Gehälter geht weiter. Werder verweigert die Aussage zur umstrittenen Strafaktion. Kein Wort vom mir dazu, sagt Thomas Schaaf.
Klaus Allofs bestätigt zumindest indirekt eine Strafe. Er sagt: Was rechtliche und finanzielle Dinge anbelangt, verhält Werder sich korrekt.
Soll wohl heißen: die einbehaltene Kohle wird bald wieder ausbezahlt (wahrscheinlich mit dem Oktober-Gehalt). Da stellt sich die Frage: was für eine Strafe soll das eigentlich sein?
BILD gibt deshalb ein bisschen Nachhilfe: Das wären richtige Strafen, Herr Allofs!
Raus aus dem noblen Parkhotel, rein in die Jugendherberge. Statt luxuriöser Einzelzimmer für die verwöhnten Stars, gibts ab sofort schlichte Vierbettzimmer. Das spart nicht nur Geld (24 Euro pro Nacht statt 175), die Spieler würden auch enger zusammenrücken. Und so entsteht wieder der Teamgeist, der zuletzt gefehlt hat.
Raus aus den teuren Firmenwagen (z. B. VW Touareg), rauf aufs Fahrrad. Statt Sitzheizung, Monsterfelgen und Automatik, gehts auf dem Drahtesel zum Stadion. Frische Luft schadet nicht, Radfahren hält fit, und Dank eines Sponsors hat jeder Spieler sowieso ein Rad in der Garage stehen.
Raus aus der Freizeitkleidung (z. B. True Religion Jeans ab 350 Euro), rein in den Trainingsanzug. Wer nicht hören will, muss fühlen. Statt auf dem Designer-Sofa, verbringen die Spieler ihre Zeit auf dem Trainingsplatz. Da können die Schwächen direkt behoben werden. Dann kommen die Flanken demnächt vors Tor, und die Chancen werden verwandelt.
So können Strafen durchaus Sinn machen, Herr Allofs!