Ich sage salomonisch, er bekommt "Winds Of Winter" fertig, aber "A Dream Of Spring" könnte ne knappe Tasche werden. Seine beste Zeit, quantitativ, hatte er nach Eigenbekunden zum zeitpunkt von "A Storm Of Swords" mit 150 Seiten pro Monat. Das sind 5 Seiten am Tag - bei Stephen King ist das "normal" bzw. King sagt, wenn man die Seitenzahl eines seiner Bücher durch 5 teilt bekommt man ungefähr die Dauer raus, wie lange er das Buch geschrieben hat.
Bei GRRM ist das anders - er hat einen anderen Stil des Schreibens - nicht was den ausdruck sondern die Arbeit anbetrifft.
Vermutung: Er "drechselt" lange. King schreibt "drauflos" und redigiert dann. Dann gibts die, die redigieren erst das am Vortag geschriebene, dann wiederum die, die nur fertige Sätze schreiben und und und. GRRM gehört wohl zu den letzteren, nehme ich an.
Das "eigentliche Schreiben" beginnt mit der Redaktion. Und die sollte - so King - möglichst strikt und stringent sein. Fürs Schreiben - indem Sinne das die Geschichte geschrieben werden soll und es besser ist, sie nicht bzw. ihren flow zu unterbrechen, ist es wichtiger man "haut drauflos".
Hat alles sein Für und wieder.
Gibt daneben auch andere Kuriositäten, das man bestimmte Schreibwerkzeuge benutzt, bestimmtes Papier, bestimmte Tages- oder Nachtzeiten, Ortswechsel, gibts alles.
Wenn ich mich so "ertappe" dann habe ich keine feste Zeit, sondern schreibe "wenn ich Bock" habe, gehe dadurch die Gefahr ein, daß mein handwerk verkümmert (andereseits schreibe ich Tagebuch oder poste, schreibe andere Sachen außer Romane - damit gleicht sich das aus). Ich redigiere meist das Geschriebene vom Vortag - wenn ich am PC schreibe. Wenn ich mit Füller schreibe (aktuell) schreibe ich "drauflos" und höre auf wenn mir die Finger wehtun - das steuere ich dann dahin, das genau dann eine episode vorbei ist ( Hihi ). Da ich "kein bock auf das eintippen von handgeschriebenes in den Rechner habe" schreibe ich "fertig" das heißt ich redigiere nicht. Den Luxus kann ich mir deshalb leisten, weil ich nicht für einen Verlag üssiere, nur für mich selber.
Kurzgeschichten schreibe ich fertig an einem Stück - das sind dann "Kleinthemen", die müssen fertig, die Episode ist keine längere Geschichte und so.
Wissentschaftliche arbeiten kommt drauf an: Diplom war halt 3 Monate. Habe auch aus Eigeninteresse andere themen bearbeitet: Da lege ich mehr Wert auf die Recherche und da gehe ich sehr stringent vor - Vor dem Text kommt das komplette Inhaltsverzeichnis und ein Fahrplan: Ziel der Arbeit.
Bei Essays, oder gar Libretti kommt es drauf an.
Am besten ist es immer dann, wenn ich dabei Spass habe und in einen Flow komme.
Und letzteren scheint GRRM nicht zu haben. In der Reihe lass man das mMn. aus dem buch "A Feast For Crows" heraus.
P.S.: Was ich nicht beabsichtige ist, mich mit GRRM oder King zu vergleichen, die sind unvergleichlich genial. Wollte nur darstellen, wie es jemand anpackt, der regelmäßig und ständig aber unregelmäßig schreibt, seit er 14 ist.
Bei GRRM ist das anders - er hat einen anderen Stil des Schreibens - nicht was den ausdruck sondern die Arbeit anbetrifft.
Vermutung: Er "drechselt" lange. King schreibt "drauflos" und redigiert dann. Dann gibts die, die redigieren erst das am Vortag geschriebene, dann wiederum die, die nur fertige Sätze schreiben und und und. GRRM gehört wohl zu den letzteren, nehme ich an.
Das "eigentliche Schreiben" beginnt mit der Redaktion. Und die sollte - so King - möglichst strikt und stringent sein. Fürs Schreiben - indem Sinne das die Geschichte geschrieben werden soll und es besser ist, sie nicht bzw. ihren flow zu unterbrechen, ist es wichtiger man "haut drauflos".
Hat alles sein Für und wieder.
Gibt daneben auch andere Kuriositäten, das man bestimmte Schreibwerkzeuge benutzt, bestimmtes Papier, bestimmte Tages- oder Nachtzeiten, Ortswechsel, gibts alles.
Wenn ich mich so "ertappe" dann habe ich keine feste Zeit, sondern schreibe "wenn ich Bock" habe, gehe dadurch die Gefahr ein, daß mein handwerk verkümmert (andereseits schreibe ich Tagebuch oder poste, schreibe andere Sachen außer Romane - damit gleicht sich das aus). Ich redigiere meist das Geschriebene vom Vortag - wenn ich am PC schreibe. Wenn ich mit Füller schreibe (aktuell) schreibe ich "drauflos" und höre auf wenn mir die Finger wehtun - das steuere ich dann dahin, das genau dann eine episode vorbei ist ( Hihi ). Da ich "kein bock auf das eintippen von handgeschriebenes in den Rechner habe" schreibe ich "fertig" das heißt ich redigiere nicht. Den Luxus kann ich mir deshalb leisten, weil ich nicht für einen Verlag üssiere, nur für mich selber.
Kurzgeschichten schreibe ich fertig an einem Stück - das sind dann "Kleinthemen", die müssen fertig, die Episode ist keine längere Geschichte und so.
Wissentschaftliche arbeiten kommt drauf an: Diplom war halt 3 Monate. Habe auch aus Eigeninteresse andere themen bearbeitet: Da lege ich mehr Wert auf die Recherche und da gehe ich sehr stringent vor - Vor dem Text kommt das komplette Inhaltsverzeichnis und ein Fahrplan: Ziel der Arbeit.
Bei Essays, oder gar Libretti kommt es drauf an.
Am besten ist es immer dann, wenn ich dabei Spass habe und in einen Flow komme.
Und letzteren scheint GRRM nicht zu haben. In der Reihe lass man das mMn. aus dem buch "A Feast For Crows" heraus.
P.S.: Was ich nicht beabsichtige ist, mich mit GRRM oder King zu vergleichen, die sind unvergleichlich genial. Wollte nur darstellen, wie es jemand anpackt, der regelmäßig und ständig aber unregelmäßig schreibt, seit er 14 ist.


