Wer liesst denn noch heutzutage?

Nun Schmolle doch nicht so. ;) Ich würde doch nie auf die Idee kommen dich aus einer interessanten Diskussion heraus ernsthaft so anzugreifen. :beer:
 
Unabhängig davon, ob man Brechts Botschaft teilen will oder nicht, fand ich den "Guten Menschen" angenehm zu lesen.

Amüsant zu lesen ist auch "Generation Doof" von Stefan Bonner und Anne Weiss, auch wenn ihre Thesen nicht herausragend neu sind. Als Denkanstoß für Teile der Generation mag es aber hinreichen, weil die Botschaftshäppchen nicht überfordern.

GWG Niedersachse
 
BTW: Kennt eigentlich irgendjemand von euch "Die Bibel nach Biff"?
Auf jeden Fall lesen!;)

Da ich besagtes Buch(Bibel nach Biff) nun endlich durch habe stellt sich mir nun die Frage, welches das nächste sein wird.
Momentan habe ich noch "Im Wirbel des Maelström" und "Der Untergang des Hauses Usher" von Edgar Allan Poe im Regal, die werde ich mir auf jeden Fall noch reinziehen. Da diese jedoch wohl nicht allzu viel Zeit einnehmen, muss noch was anderes her.
Jetzt habe ich gerade "Der Richter und sein Henker" in meinem Regal gefunden. Das habe ich früher in der 8. oder 9. Klasse in der Schule mal gelesen und das gefiel mir, trotz des viel diskutierten "Lesezwang", recht gut. Doch da dieses bis jetzt das einzige Werk Dürrenmatt´s war, dem ich mich gewidmet habe, wird´s langsam mal Zeit für ein nächstes.
Jemand nen Tip(p) welches ich nehmen soll?
Andrerseits überlege ich auch ob ich mich mal an die "Marschroniken" rantrauen soll, aber das wird wohl erst in ferner Zukunft passieren, da ich zwischendurch auch noch "Leutnant Gustl" und das ein oder andere literarische Meisterwerk Helge Schneiders lesen werde.(Achja, thematisch bin ich nicht eingeengt)
Naja, an Lesematerial wirds mir wohl sowieso erstmal nicht mangeln.;)
 
@Manny
Zunächst mal Gratulation zu soviel Geschmack - Grim Fandango ist n endgeiles Adventure!

Als Empfehlung Dürrentmatt`scher Werke

"Die Physiker"
"Der Besuch der alten Dame"

Und verzeih die Korrektur: Sowohl "Im Wirbel Des Maelström" als auch "Der Untergang des Hauses Uscher" ist ne Kurzgeschichte von Poe - Er hat wenn ichs richtig hinbekomme, nur einen Roman (vielleicht zwei?) geschrieben, der Rest sind Kurzgeschichten und Gedichte.

@zoggg
Ich wollte mich nicht kleiner machen als bin, keine Bange! :beer:
 
@Manny
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Und verzeih die Korrektur: Sowohl "Im Wirbel Des Maelström" als auch "Der Untergang des Hauses Uscher" ist ne Kurzgeschichte von Poe - Er hat wenn ichs richtig hinbekomme, nur einen Roman (vielleicht zwei?) geschrieben, der Rest sind Kurzgeschichten und Gedichte.
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Deswegen sagte ich ja, dass "diese nicht allzu viel Zeit einnehmen" ;)
Im Wirbel des Maelström habe ich gestern Abend auch schon durchgelesen.

"Der Besuch der alten Dame" kam grad übrigens im Fernsehen, nur mal so nebenbei:p
 
@Manny
Deswegen kam ich auch drauf. Allerdings werden die beiden von mir genannten auch von beinahe jedem im Atemzug mit Dürrenmatt genannt.
Und davon ab: Sie sind tatsächlich "gut".
 
Na klar :)
Aber die alte überarbeitete Fassung von 1997 (?). Es gibt ne neue Ausgabe (wo die Stammheim "Abhörprotokolle") drin sind, bzw. ausführlicher thematisiert werden.

Aust hat alle zugänglichen Quellen bezüglich der Baader-Meinhof Gründung ausgewertet und mit Augenzeugen, Tatzeugen auch gesprochen (z.B. Hans-peter Boock) und stellt es dem Leser anheim, wie er diese wertet.

Er deutet an, daß die Tode der "Stammheimer" nicht hinreichend genug untersucht wurden und daß es da "Ungereimtheiten" gibt. Auch ist belegt, daß die Radikalisierung der Studentenrevolte von 1968 vom Verfasungsschutz zumindest aktiv mitbegleitet ist.
Die Ausuferung des "Überwachungsstaates" und die zunehmende Gesetzgebung wird ebenso thematisiert (Aufblähung der Behörde BKA zum Quasi FBI, Fahndungsmethoden Stichwort "Raster").
Die Baader Meinhof Gruppe wird nicht stilisiert eher "entmystifiziert".
ein wichtiges Buch um sich dem Thema terrorismus aber auch Deutscher Geschichte zu nähern.
Interessant dürfte wfür die meisten sein, wie die Anfänge lagen, wie die Intention damals war usw. usf. Das "Sittengemälde" damals kann man sich als heute Twen vielleicht nicht mehr so vorstellen. Allerdings gehen aus dieser zeit die Anfänge heutiger Jugendkulturen hervor, und gerade "Protestler" machten dmals wie heute mit selben Mitteln Aufmerksam. Die Radikalisierung des Protestes durch die Baader Meinhof Gruppe war neu und blieb (klammert man revolutionäre Zellen und Bewegung zweiter Juni aus) ein Einzelfall.

Für mich (aber ich bin Sachbuchfan) laß sich das "in einem Guß" und ich kam nicht davon los.
 
Ich lese (noch immer) "Der Turm" von Uwe Tellkamp.

Wurde ja als Schullektüre wegen des Textes "Der Schlaf in den Uhren", der angeblich drin sein sollte und der verbindlich zu lesen ist, empfohlen. Der Text befindet sich allerdings nicht darin. Nun ja.

Inzwischen hat das Werk, wie einige vielleicht wissen, den Deutschen Buchpreis gewonnen und "Feuchtgebiete" von Platz 1 der Bestsellerliste verdrängt. :tnx:

Ich werde meine Meinung hier kundtun, sobald ich es fertig habe. :)
 
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