Schullektüre ist bei mir schon zwei Jahrzehnte her. Da müßte ich jetzt lügen, wenn ich sagte, ich habe immer noch Bücher aus der Zeit damals gern. Nein. das ist abgehakt.
Physiker halte ich für seit dem Mauerfall für absolet - auch wenn es nun dank USA/Iran/Israel Parallelen zu geben scheint.
Da ist die Alde (Besuch der alten Dame) im Grunde aktueller - als philoophische Frage jedweder Gesellschaft was sie für das "größere Wohl" bereit ist zu tun.
Fänger im Roggen ist n Pubertätsroman, den zumindest ich damals nicht gelesen habe (erst vor 2 oder 4 jahren) und ihn reichlich überbewertet und hedonistisch halte und somit hat Salinger für mich eher ne Vorrausschau auf die hedonistischen 68er gegeben.
Hesse? Demian? Kenne nur Siddharta und Gertrud und den Steppenwolf. Auch Pubertätslektüre. Und man kann meistens die Hauptfigur durch den Literaten austauschen und feststellen: Der Mann aus Calw schreibt von sich selber. Und niemand anderem. Hat die Salingers und andere "Egomanen" der Belletristik insofern vorweggenommen. Ist meines Erachtens auch "Pubertätslektüre".
---- Oh! Meine Meinung ist nicht absolut, sondern nur meine, das bitte ich zu berücksichtigen! Und die die die Bücher lieben sollen da auch tun. Ich verurteile sie nicht, nur weil sie anderer meinung sind.
Tja soviel zu einigen der hier gerade von euch vorgestellten Bücher. Was gabs denn inmeiner Schulzeit zu lesen? Also in den Klassen 7-10 hatten wir keine Pflichtbücher. Son "Problemkinder Mist" wie "der rote Rächer, Rolltreppe abwärts und son quark. Von den Großen gabs nur Fitzelchen und Fetzen. Büschen Goethe und Schiller und feddich (um mal bei meinem "Stil" zu bleiben). Deutsch war mein Lieblingsfach, weil in den Aufsätzen immer Phantasie gefragt war und das lag mir damals. Mit Grammatik habe ich es bis heute nicht - siehe meine vor Fehlern strotzenden Posts.
Und "Bildung", glaube ich, habe ich auch nicht (Laßt euch von meinem Lesepensum nicht blenden). Die paar Klassiker, die ich las kamen alle erst später hinzu und ich beurteile sie, wie ich Romane beurteile: Fesseln sie mich, lese ich sie. Fesseln sie mich nicht, halte ich sie für mich untauglich.
Was mich fesselt sind Geschichtsbücher über Mythologie, Frühzeit, Bronze- und Eisenzeit, Mitelalter. Das hatte ich gehofft (als ich 10 oder so war) würde in den späteren Jahren der Schule dann "dran" kommen: Tja weit gefehlt. Ich lese das aber heute noch gerne, Faible halt. Und das war mir in der Schule immer "wichtiger" - ich las eigentlich abseits des "muß" (wie die meisten) aber recht viel schon damals. Und oft wurde - wenn mein gerade zu lesendes Buch auf dem Schultisch las - es hergenommen und gesagt: "Schaut mal, daß liesst Schmolle grade, das solltet ihr auch mal tun!" - wie peinlich!
Gäbs damals den Begriff Nerd, ich wärs.
Ach ja, "Medicus" - habe ich letztes Jahr anlässlich des Filmes mal wieder hervorgekramt. Ist gut gealtert, daß Buch (Man merkt ihm sein 40 jähriges Alter nicht an). Auch der Follower "Der Schamane" (vom "Die Erben des Medicus" kann ich abraten, den "Medicus von..." kenne ich nicht). Den Film bitte nicht gucken. Der ist sowas von kagge.
Ui - jetzt quassel ich schon wieder, ohne was zu sagen. also - das zum Thema: "Wo ist Schmolle?" Mal wiedder mit dem Kopf hinter nem Buch
Todesmarsch habe ich sogar in nem Pflichtreferat eingebaut (habe über "Sprache in Science Fiction/Utopie" genommen, neben dem Buch habe ich noch Menschenjagd (King), die Lyrics zu Operation Mindcrime (Queensryche), die grüne Wolke (A.S. Neill) , Uhrwerk Orange (Burgess), Das letzte Gefecht (King) und schöne neue Welt (Huxley) ). WEr das gelesen hat, sollte sich unbedingt auch "Menschenjagd" geben.