Was freut euch gerade?

Es bräuchte keine direkte Politdiskussion, sondern den Ball aus dem 3-MInuten-Video aufgreifen Betreff Medien. Wenn ich lese, das es für den Auftritt von Laschet in der Wahlarena (Lübeck) ein extra Training gegeben haben soll für linke Aktivistinnen, um Laschet "fertig zu machen" Q: Welt, oder Kinder mit Knopf im Ohr Politikern Fragen stellen, die sie alleine nie stellen würden Q: Tagesspiegel, oder über enkelkinderbriefe.de, Musterbriefe an Oma und Opa schicken sollen, Initiator: Die Grünen.
Bei Laschet finde ich ja witzig, dass das offensichtlich so gar nicht geklappt hat. Ebenfalls laut "Welt" soll er ja so geantwortet haben, dass die Aktivistinnnen am Ende zufrieden waren und seine Antworten in der späteren Zusammenfassung bei Twitter (?) rausgeschnitten wurden, weil nichts davon angreifbar war. Zudem waren die Fragen teils echt dumm. "Würden Sie für weniger als 2 Euro in der Stunde in einer Behindertenwerkstatt arbeiten gehen?" Da wird dann quasi angedeutet, dass diese Menschen von diesem Gehalt den ganzen Lebensunterhalt bestreiten müssten...
 
Da wird dann quasi angedeutet, dass diese Menschen von diesem Gehalt den ganzen Lebensunterhalt bestreiten müssten...
Das liest du da ras, kann das sein?
Wer sich auch nur für 50Cent mit der Materie auskennt, versteht wohl eher, dass in vielen Behindertenwerkstätten für teils große Auftraggeber äußerst günstig produziert wird. Den Behinderten wird diese Angelegenheit dann als Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch Arbeit (Werkstatt-Tätigkeit, Tagesstruktur) verkauft, Teilen der Gesellschaft als 'Sie tun etwas für ihre (teure) Unterbringung' und den Kostenträgern gegenüber als 'Sie erwirtschaften Einkommen, das bringt Eigenanteile ein'.
Der Wert dessen, was sie produzieren, wird ihnen vorenthalten, "Wertschätzung" erfolgt lediglich durch Zahlung einer Form von 'Aufwandsentschädigung'. Es ist m.E. durchaus gerechtfertigt, einen angeblich christlich (Nächstenliebe und so, Unterstützung der Schwachen') denkenden und lebenden Kanzlerkandidaten - etwas provokativ - auf dieses Problem anzusprechen und seine Haltung abzufragen.
 
So ganz stimmt das auch nicht.
;)
Die Mitarbeiter der Werkstätten können nach zwanzig Jahren in Rente gehen (EU-Rente).
Die Werkstatt zahlt pro Mitarbeiter immense Beiträge in die Rentenversicherung.
Was ein Mensch, der in der Werkstatt gearbeitet hat, an Rente bekommt, da kann so mancher nur von träumen.
Sei es denen gegönnt...
 
Zuletzt bearbeitet:
So ganz stimmt das auch nicht.
;)
Die Mitarbeiter der Werkstätten können nach zwanzig Jahren in Rente gehen.
Die Werkstatt zahlt pro Mitarbeiter immense Beiträge in die Rentenversicherung.
Was ein Mensch, der in der Werkstatt gearbeitet hat, an Rente bekommt, da kann so mancher nur von träumen.
Aber es ging doch um die produktive Lebenszeit, die vor der Rente?
Oder wurde Herr Laschet gefragt, ob er im Alter gerne die Altersbezüge eines Menschen mit Behinderung(en) nach dessen Werkstatt-Tätigkeit hätte?
 
Bei Laschet finde ich ja witzig, dass das offensichtlich so gar nicht geklappt hat. Ebenfalls laut "Welt" soll er ja so geantwortet haben, dass die Aktivistinnnen am Ende zufrieden waren und seine Antworten in der späteren Zusammenfassung bei Twitter (?) rausgeschnitten wurden, weil nichts davon angreifbar war. Zudem waren die Fragen teils echt dumm. "Würden Sie für weniger als 2 Euro in der Stunde in einer Behindertenwerkstatt arbeiten gehen?" Da wird dann quasi angedeutet, dass diese Menschen von diesem Gehalt den ganzen Lebensunterhalt bestreiten müssten...
Ich habe die Sendung nicht gesehen, sondern mir ging es nur um die Art und Weise der Einflussnahme, sei es über den ÖR aus der Wahlarena oder über Kinder bei besagter Internetseite.
 
So ganz stimmt das auch nicht.
;)
Die Mitarbeiter der Werkstätten können nach zwanzig Jahren in Rente gehen (EU-Rente).
Die Werkstatt zahlt pro Mitarbeiter immense Beiträge in die Rentenversicherung.
Was ein Mensch, der in der Werkstatt gearbeitet hat, an Rente bekommt, da kann so mancher nur von träumen.
Sei es denen gegönnt...
Das zum Einen, zum anderen kriegen sie auch weitere Leistungen. Dass da Lohndumping passiert und große Firmen profitieren, streite ich doch gar nicht ab, aber es ist dann eben doch nicht alleinige Lebensgrundlage.
 
Da wird dann quasi angedeutet, dass diese Menschen von diesem Gehalt den ganzen Lebensunterhalt bestreiten müssten...
Nochmal die Frage: Das liest du da raus, kann das sein?
[Es geht darum, dass Informationen zuverlässig und immer das Bewertungsschema des Zuschauers/Lesers durchlaufen und wenn das 'unreflektiert' passiert, entsteht (mehr) Spielraum für Interpretationen. Kannst du mit etwas Übung bei einigen hier gehäuft beobachten.)
 
Ja, natürlich lese ich das da raus. Aber es ist dann eben auch eine Suggestivfrage, die die diese Lesart nahelegt. Das wäre doch genauso, wenn ich in einen Talk mit Frau Baerbock gehe und ihr die Frage stelle: "Finden Sie es gut, dass bald zigtausende Geringverdienende im ländlichen Raum (die auf das Auto angewiesen sind) für den Liter Sprit 2 Euro zahlen müssen?"
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, natürlich lese ich das da raus. Aber es ist dann eben auch eine Suggestivfrage, die die diese Lesart nahelegt. Das wäre doch genauso, wenn ich in einen Talk mit Frau Baerbock gehe und ihr die Frage stelle: "Finden Sie es gut, dass bald zigtausende Geringverdienende im ländlichen Raum (die auf das Auto angewiesen sind) für den Liter Sprit 2 Euro zahlen müssen?"

Ich wüsste nicht, was an dieser Frage schlimm wäre. Politikerinnen müssen sich im Wahlkampf nunmal provokanten Fragen stellen und zeigen wie sie reagieren. Denn inhaltlich spielen solche Auftritte im Grunde keine Rolle, da geht es mehr darum die Persönlichkeit zu verkaufen, die Glaubwürdigkeit und über Sympathiewerte zu punkten.
 
Natürlich waren die gebrieft. Wie kann man in so eine (Late Night) Show gehen und allen Ernstes davon ausgehen, einfach so mit zwei Kindern zu reden? Wie das dann verlaufen ist (topic), hat mich sehr gefreut.
Fand es schon auch witzig.
Es geht doch nicht um Inhalte, Baerbock ist wegen dem Lebenslauf und den Spenden hinten und Laschet wegen dem Lachen bei der Steinmeierrede.
Cum Ex ist im Verhältnis lange her.
Der der die wenigsten Fehler macht führt.
 
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