Hatte ich hier schonmal vor einiger Zeit gepostet.
Man muss mal vielleicht andere und kreativere Wege gehen, was Transfers oder das Scouting angeht. Der Chef-Scout Rasmus Ankersen macht es ähnlich. Der war Direktor Profifußball und Scout beim FC Brentford und Vorsitzender der Verwaltungsrates beim FC Midtylland. Hat das Buch „Gold Mine Effect“ geschrieben. Sein Scouting beruht auf statistische Analysen, Statistiken erstellen, Wahrscheinlichkeiten herausfinden und daraus sportlichen Erfolg errechnen. Ähnlich wie in dem Film „Moneyball“ mit Brad Pitt.
Der Erfolg scheint ihm recht zu geben. Der FC Midtylland ist seit 2015 3x dänischer Meister geworden. Der FC Brentford ist aufgestiegen und spielt in der Premier League eine solide Rolle.
Ist zwar mal ne ganz andere Methode, aber finde ich durchaus interessant.
Hierzu noch eine kleine Textpassage die ich gefunden habe:
Seit 2012 hat Brentford rund 76,5 Mio. Euro in Spielerkäufe investiert und 193,8 Mio. Euro eingenommen. Bei Midtjylland sind es 32,2 Mio. Euro für Zu- und 63,7 Mio. Euro durch Abgänge seit 2014. Die sportliche Leistungsfähigkeit büßte durch Abgänge aufseiten der „Bees“ wie
Ollie Watkins (25; Aston Villa),
Saïd Benrahma (25; West Ham) oder
Neal Maupay (24; Brighton & Hove) durchaus mal ein – aber nie längerfristig.
Das liegt daran, dass die Datenexperten für jede Position schon wieder einen in der Regel bis dahin unbekannten Spieler im Hinterkopf haben. „Mithilfe der ‚KPIs‘ können nicht nur Spieler und Teams bewertet, sondern auch Scoutingprozesse elementar verändert werden. Wenn wir ein Anforderungsprofil erarbeitet haben, zeigt unser System uns alle Spieler, die den Kriterien entsprechen und wir intensivieren unser Scouting über Video- bis hin zur Real-Analyse. (…) Oft fragen sich die Leute: Was wollen sie denn mit dem?“, sagte Scout Kristensen bei „Goal.com“.
Benham unterstrich das in der „Welt“: „Wir schicken einen Scout nicht zu einem Spiel, damit er schaut, ob ein Spieler gut genug ist. Das wissen wir längst. Wir schicken ihn, damit er feststellt, ob er vom Charakter her in unser Mannschaftsgefüge passt.“ Ausschlusskriterien für einen Spieler? Nun, der müsse schon „ein egozentrisches A.r.s.c.h.loch“ sein.