Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Interessant was hier mittlerweile zu lesen ist.

Spätestens Mitte der Hinrunde war erkennbar, dass der Einbruch in der vergangenen Rückrunde nicht darauf zurückzuführen war, dass die Mannschaft ausgelaugt vom Abstiegskampf war. VS hat die Emotionen der Spieler angesprochen und ein zwei taktische Veränderungen vorgenommen, die wirkten. Aber man kann sich auch noch mal an das DFB-Pokalspiel in Bielefeld letzte Saison erinnern, da sah man das gleiche Problem wie derzeit. Man hätte ihn Mitte der Hinrunde entalssen müssen, spätestens zum Ende der selbiger. Für jeden, der die Emotionen ausblendet, war zu erkennen, dass VS keinen Plan hat. Schlimmer noch, die Mannschaft wirkte sogar in vielen Spielen der Hinrunde physisch einfach schwach.

Man hat nichts unternommen. Der viel beschworene Werderweg sollte es richten. Dann startet man mit guten Ergebnissen in die Rückrunde. Wobei man auf Schalke einfach verdammt viel Glücke hatte, das Huntelaar uns nicht alleine abschießt. In Leverkusen haben wir eine Halbzeit wirklich guten Fussball gespielt, aber mehr war dann auch nicht.

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1899% Zustimmung

Das ist das Katastrophale an der ganzen Sache, daß die obersten Gremien bei Werder Bremen die seit langen unübersehbaren Alarmzeichen scheibar nicht sehen wollen. Bekanntermaßen ist dies nicht das erste Mal, daß die hochbezahlten Verantwortlichen bei Werder Bremen, nach außen hin die deutlichen Signale ignorieren, die sich ohne Werder Brille sogar z.B. von durchschnittlichen Sport-Jourmalisten oder Freizeit-Aufsichtsichräten-Vorständen-Trainern in ihren heimsichen Sesseln erkennen lassen; denn schon der rasante Absturz von einem finanziell gesunden CL-Teilnehmer zu einem klammen Abstiegskandidaten hatte seine Vorboten, die man mit objektivem Blick gar nicht übersehen konnte.

Im Herbst 2014 gedeihte das kleine Pflänzchen der Hoffnung, daß die Talsohle überschritten sei. Mit VS wurde ein hoffungsvoller Coach auf den Trainerstuhl gesetzt und die klaren Worte von KDF (auch wenn es nicht nur wünschenswert, sondern es auch erforderlich gewesen wäre, daß diese in Zeiten fielen, wo er noch selbst in der Verantwortung stand), daß man in den fetten Jahren bei Werder irrtümlich geglaubt hätte, es würde so gut weitergehen wie bisher, gaben Anlaß, daß die obersten Gremien bei Werder Bremen wieder zu der weitsichtigen Denkweise zurückkehren, die den Club über weite Strecken der 1980er bis 2000er Jahre auszeichneten und erfolgreich machten. In den letzen Monaten mußte man jedoch miterleben daß die obersten Werder Gremeien - teilweise aus den selben Herren bestehend - aus den Fehlren der jüngeren Geschichte nicht die notwendigen Lehren gezogen haben, denn statt sich mit unbequemen Themen zu befassen bzw. auch unangehme Entscheidungen zu treffen, beruft man sich wie schon in der Vergangenheit auf Dinge wie den Werder-Weg, die Werder-Familie etc. Für die Identifikation mit Werder Bremen sind solche Dinge sicherlich wichtig, aber im modernen Profiußballgeschäft müssen solche Sentimentalitäten hinten anstehen, damit der Blick für Fehler, Mißstände etc. nicht verklärt wird.

Werder Bremen in der Saison 2015/16 erinnert sehr an die DDR im Oktober 1989: die Kader üben sich in Selbstzufriedenheit und Schönreden, während ihre scheinbar heile Welt um sie herum gerade dabei ist, endgültig zusammenzubrechen.
 
Es soll ja selbst in diesem Forum inzwischen selbsternannte "Experten" geben, die im heutigen Spieltagsthread die Befürchtung äußerten, dass spätestens am nächsten Wochenende Hannover 96, trotz seines unfähigen Trainers, an Werder tabellarisch vorbeigezogen sein wird. :confused:
Ja, ich z. B. Es gibt eben unfähige Trainer (die es früher mal konnten und jetzt nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind) und es gibt extrem unfähige Trainer. Wenn Letzterer sich auch noch als Schüler des Erstgenannten bezeichnet, kann man ja ahnen was passieren wird. 96 und wir werden dann die Plätze 17 und 18 belegen. Dass 96 mit Schaaf auch einmal ein Spiel gewinnt war abzusehen. An einen langfristigen turnaround oder gar den Klassenerhalt glaube ich beim besten Willen nicht.
 
1899% Zustimmung

Das ist das Katastrophale an der ganzen Sache, daß die obersten Gremien bei Werder Bremen die seit langen unübersehbaren Alarmzeichen scheibar nicht sehen wollen. Bekanntermaßen ist dies nicht das erste Mal, daß die hochbezahlten Verantwortlichen bei Werder Bremen, nach außen hin die deutlichen Signale ignorieren, die sich ohne Werder Brille sogar z.B. von durchschnittlichen Sport-Jourmalisten oder Freizeit-Aufsichtsichräten-Vorständen-Trainern in ihren heimsichen Sesseln erkennen lassen; denn schon der rasante Absturz von einem finanziell gesunden CL-Teilnehmer zu einem klammen Abstiegskandidaten hatte seine Vorboten, die man mit objektivem Blick gar nicht übersehen konnte.

Hast du mich damals nicht hart kritisiert als ich behauptet habe wir können konditionell mit den anderen Teams nicht mithalten?
 
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Werder Bremen in der Saison 2015/16 erinnert sehr an die DDR im Oktober 1989: die Kader üben sich in Selbstzufriedenheit und Schönreden, während ihre scheinbar heile Welt um sie herum gerade dabei ist, endgültig zusammenzubrechen.

Ein sehr treffender Vergleich. Dazu passen eben auch Personalrochaden, die am Ende des Tages nach Außen Veränderungen suggerieren sollen, aber tatsächlich keine wirkliche Verschiebung des Machgefüges bewirken.
 
Ich verstehe nicht, worauf man wartet?
Glaubt man wirklich, das Skripnik das Ruder noch bei Werder herum reißen kann?
Oder schlimmer: Fehlt vielleicht sogar das Geld für ein Trainerwechsel (nichts ist Teurer als der Abstieg)

Vielleicht hatte der Ausgleich von Pizarro nicht fallen dürfen.
Dann HÄTTE man reagieren MÜSSEN !!!!!
 
Ich verstehe nicht, worauf man wartet?
Glaubt man wirklich, das Skripnik das Ruder noch bei Werder herum reißen kann?
Oder schlimmer: Fehlt vielleicht sogar das Geld für ein Trainerwechsel (nichts ist Teurer als der Abstieg)

Vielleicht hatte der Ausgleich von Pizarro nicht fallen dürfen.
Dann HÄTTE man reagieren MÜSSEN !!!!!
So hätte man??? Ich habe weiter oben ausgeführt, dass allein an den Leistungszahlen es keine Argumente mehr pro VS gibt. Eine weitere Niederlage vs DA wäre dort nur eine Randnotiz.
Es geht hier nicht mehr das rein Sportliche. Es geht um ein Festhalten an Werderwerten, die Fortführung ihres Werderweges und darum, das Gesicht nicht zu verlieren. Das wäre ein Eingeständnis ihres eigenen Versagens auf allen Ebenen in der GF, ASR usw.
Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
 
Interessant was hier mittlerweile zu lesen ist.

Für jeden, der die Emotionen ausblendet, war zu erkennen, dass VS keinen Plan hat.

Viel bedeutender für Werder Bremen ist, dass das auf den Geschäftsführer Sport in noch höherem Maß ebenfalls zutrifft.

Aber, die Einsicht darüber scheint ja beim letzten sich dagegen wehrenden User inzwischen auch Einzug zu halten.
 
Viel bedeutender für Werder Bremen ist, dass das auf den Geschäftsführer Sport in noch höherem Maß ebenfalls zutrifft.

Aber, die Einsicht darüber scheint ja beim letzten sich dagegen wehrenden User inzwischen auch Einzug zu halten.

Genau wie die "Einsicht", dass 2013 ein funktionierender Spitzentrainer ohne Not entlassen worden ist? Träum weiter ...
 
"Einvernehmliche Trennung", um " die Stimmung im Umfeld des Vereins zu verbessern"!

Hat doch wunderbar geklappt! :daumen: :blinzeln:

In den Monaten, ja sogar in den beiden Jahren vor der einvernehmlichen Trennung war die nach außen getragene Stimmung besser als sie hätte sein dürfen (siehe der Lemke-Auftritt im DoPa Anfang 2013), weil verantwortliche Protagonisten bei Werder ihre Fehler nicht einsehen, geschweige denn eingestehen konnten oder wollten. Es zieht sich seit Jahren wie ein roter Faden durch die schön geredete heile grün-weiße Werder-Welt.
 
In den Monaten, ja sogar in den beiden Jahren vor der einvernehmlichen Trennung war die nach außen getragene Stimmung besser als sie hätte sein dürfen (siehe der Lemke-Auftritt im DoPa Anfang 2013), weil verantwortliche Protagonisten bei Werder ihre Fehler nicht einsehen, geschweige denn eingestehen konnten oder wollten. Es zieht sich seit Jahren wie ein roter Faden durch die schön geredete heile grün-weiße Werder-Welt.

Moment,....eigentlich wollte Eichin DMn also die Stimmung im Umfeld verschlechtern??

Na, das würde ja einiges erklären. :zweifeln:
 
In den Monaten, ja sogar in den beiden Jahren vor der einvernehmlichen Trennung war die nach außen getragene Stimmung besser als sie hätte sein dürfen (siehe der Lemke-Auftritt im DoPa Anfang 2013), weil verantwortliche Protagonisten bei Werder ihre Fehler nicht einsehen, geschweige denn eingestehen konnten oder wollten. Es zieht sich seit Jahren wie ein roter Faden durch die schön geredete heile grün-weiße Werder-Welt.

Was im Grunde heute noch genauso ist...
 
Traurig, dass man sowas sagen muss aber ich hätte lieber verloren und wäre diesen Pseudo-Trainer jetzt los. Den Ausgleich nahm ich völlig emotionslos hin. Wobei ich mir mittlerweile denke, dass Skripnik sogar bei einer Niederlage Trainer geblieben wäre, weil die gesamte Vereinsführung so absolut inkompetent ist. Der Absprung wurde längst verpasst. So gehen wir halt mit Skripnik runter und vermutlich klopfen sich dann auch alle im Verein noch auf die Schulter, wenn man nicht als letzter sondern als vorletzter runter geht. Ich könnte sowas von kotzen...
 
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