Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Zu TS Zeiten wurde auch noch richtig Geld in die Hand genommen...

Naja zu Zeiten seiner Übernahme auch jetzt nicht soo die hohen Summen. Aber er hatte einfach einen Kader mit viel besseren Spielern übernommen. Micoud, Pizarro, Ernst, Frings (bevor er zum BVB ging), Baumann, Lisztes , Ismael haben jetzt keine Unsummen gekostet. Man darf aber nicht vergessen, dass im Jahre 2000 der Unterschied zwischen den Vereinen in puncto Finanzen bei Weitem nicht so war wie jetzt. Es ist heutzutage ungleich schwerer, Spieler mit einer gewissen Klasse zu verpflichten. Da auch viele Vereine mittlerweile über ein immer enger vernetztes Scouting verfügen, ist es auch nicht mehr so leicht, Spieler bevor sie groß rauskommen zu sich zu lotsen.

Von daher hat es auch Skripnik schwerer als ein Schaaf in seiner Anfangszeit.

Und auch unter T.S gab es sehr oft gerade in der Zeit von 2000-2003 Phasen, wo die Mannschaft deutliche Rückschläge erlitten hatte, nachdem sie eigentlich auf einem guten Weg war. Ich erinnere mich an diverse Rückrunden. Oder auch an miese Saisonstarts, worauf dann wieder eine Siegesserie folgte. Dann die Rückrunde 2002/03, wo man die ersten 8 ? Spiele in Folge nicht gewinnen konnte. Vor allem kann ich mich noch gut daran erinnern, dass Werder oft gegen vermeintlich schwächere Gegner sich oft dumm angestellt hat. Ich erinnere mich an ein 2-5 in Rostock mit 2 ? Roten Karten und der Bild Überschrift SV Widerlich.

Und btw. gegen Ingolstadt ist Juno ausgefallen, ein Bartels ist momentan ausser Form. Gestern kam noch ein Bargfrede und U Garcia dazu, Junu hatte scheinbar noch nicht die Kraft für 90 Minuten, Öztunali zuletzt auch nicht so überzeugend...Es mangelt halt an Alternativen bzw. selbst die "Stammelf" ist ja nicht optimal besetzt, da gäbe es ja auch noch Steigerungspotential. Und ich behaupte einfach, dass es für jeden Trainer unmöglich wäre eine konstante Steigerung durchzuführen, wenn sich nix am Kader ändert. Natürlich kann es sein, dass bei einem neuen Trainer sich was zunächst ändert, aber auch dieser würde, bei gleichbleibendem Personal und der aktuellen Transferpolitik , irgendwann an die Grenzen stoßen. Das hier V.S. schon wieder so in Frage gestellt wird, ist für mich eine Farce.

Und solange Werder kein Geld locker machen kann, um in neue Spieler zu investieren, wird man wohl damit leben müssen maximal einen gesicherten Platz im Mittelfeld zu erreichen. Für mehr mangelt es an Alternativen, gerade , wenn wichtige Spieler ausfallen.
 
.... Leverkusen kann durchaus ein richtungweisendes Spiel für die weitere Saison werden.

Auf jeden Fall ist es ein übler Trend, wenn Werder wieder verliert. Der Abstand nach oben wird größer, und das Selbstvertrauen schwindet. Das auszugleichen ist sehr viel mehr Arbeit als einen Lauf zu haben.

Aber Skripnik ist eben auch gefordert, seinen Kurs zu überdenken. Bin gespannt, ob es klappt. Ansonsten kommt in Bremen auch bald wieder eine Trainerdiskussion. Und dann wird's wieder richtig unruhig....
 
In Bremen ist es üblich nach Selbstbeweihräucherung auf die Fresse zu bekommen. Mit anderen Worten kann man die Uhr danach stellen, daß wenn in Bremen sich alle in Euphorie befinden (nach dem Hoffenheim-Spiel), es totsicher danach Niederlagen hagelt. Dieses Phänomen beobachte ich nun schon ca. 7 Jahre. So sind wir nunmal!
 
ich finde nachwievor nicht, dass das problem unserer truppe der fehlende biss ist. viel mehr fehlen doch eindeutig spielerische qualitäten. da muss man nur die pässe betrachten, nicht nur diejenigen, die gar nicht ankommen, sondern auch oder vor allem die, die ungenau kommen und so immer wieder den spielrythmus stören oder gar verhindern, dass überhaupt einer aufkommt, weil spieler stoppen müssen auf den ball warten müssen, zum ball hin laufen müssen usw. find ich zumindest auffällig. und da vermisse ich junge spieler wie eggestein oder auch grillitsch, zander und aycicek. leute, die wirklich fußball spielen können und ihn nicht kämpfen. vor allem bei ersterem, da er ja immerhin regelmäßig im kader steht und auch in der vorbereitung spielen durfte, frag ich mich, wieso er als vermutlich einer der passstärksten spieler des kaders dann nicht auch mal ins spiel darf, um die qualität in diesem bereich, in dem es offensichtlich hapert, zu steigern.

Imho spielt beides eine Rolle und diese Probleme sind auch ineinandergreifend. Knackpunkt ist natürlich das spielerische Defizit in der Truppe, aber wenn es an spielerischen Mitteln hapert, kann man nur (nach einer alten Fußballweisheit) über den Kampf ins Spiel finden.

Nun ist es ja nicht so, daß unsere Spieler überhaupt nicht über Biß verfügen, aber um die nötigen Prozente mehr herauszuholen, bedarf es oftmals Häuptlinge auf dem Platz, die mit gutem Beispiel voran gehen und auch in der Lage sind, ihre Kollegen mitzureißen. Dafür reichen jedoch 2 Häuptlinge im Kader alleine nicht aus - schon gar nicht, wen diese über 70 Minuten aus gesundheitlichen und taktischen Gründen auf der Bank sitzen...

Innerhalb unseres Teams werden die gleichen Diskussionen geführt wie hier im Forum: Muss Werder mehr fighten oder mehr spielen??

Werder im Zwiespalt

Skripnik und Fritz vermissen die Leidenschaft, Eichin und Vestergaard den Fußball

Der erste Reflex nach Niederlagen ist fast immer gleich: Als Ursache wird gerne die fehlende Leidenschaft und Einsatzbereitschaft genannt.

Sowohl Sportchef Thomas Eichin als auch Jannik Vestergaard sahen das Problem woanders: in fehlenden fußballerischen Lösungen. Werder steht nach zwei Niederlagen in Folge an der Schwellezur Krise – und steckt noch dazu im Zwiespalt: Soll Fußball gespielt oder gekämpft werden?

Skripnik setzt im Moment ganz klar auf Kampf. „Wir müssen das Werder Bremen der letzten Saison sein, als wir ein genauso unangenehmer Gegner waren wie Darmstadt“, sagte der Coach nach der Pleite beim Aufsteiger.

Vestergaard stellte später enttäuscht fest: „Wir haben zu viel das Spiel von Darmstadt gespielt.“ Der Däne ist zwar Innenverteidiger, aber einer, der angreifen will: „Natürlich müssen wir Herz und Leidenschaft zeigen, aber für mich geht es mehr darum, dass wir zu wenig Fußball gespielt haben.“

So empfand es auch Eichin: „Wir haben immer dann gut ausgesehen, wenn wir Fußball gespielt haben. Das ist uns aber nicht immer gelungen.“

In puncto Einstellung nahm der Sportchef – anders als der Trainer – das Team ausdrücklich in Schutz: „Wir wollen gegen solche Mannschaften versuchen, Fußball zu spielen. Dann sieht es manchmal auch so aus, als ob die Leidenschaft fehlen würde.“

Das war nur Krampf“, erinnert sich Fritz mit Grauen: „Gegen Mannschaften, die über den Kampf kommen, die das Spiel zerstören wollen, ist es für uns schwierig, unser spielerisches Vermögen umzusetzen.“

„Das sind wichtige Leute für uns“, meinte Fritz und war dabei kaum zu verstehen. Als wolle er diesen Nachteil am liebsten verschweigen.
 
Da muss man sich aber nicht wundern, wenn man mit so einer Aufstellung spielt.

Welche Aufstellung sollte es denn sein? Werder hat doch speziell im def und off MF keine Alternativen.
Aber VS war das vor der Saison bewusst und er hat es so akzeptiert.
Das eine, was ich will, das andere, was ich muss.
Mit seinem "Willkommen im Abstiegskampf" zeigt mir VS, dass er die Situation um diesen Kader völlig falsch vor der Saison eingeschätzt hat.
Willkommen in der Realität, Herr Skripnik.
 
In Bremen ist es üblich nach Selbstbeweihräucherung auf die Fresse zu bekommen. Mit anderen Worten kann man die Uhr danach stellen, daß wenn in Bremen sich alle in Euphorie befinden (nach dem Hoffenheim-Spiel), es totsicher danach Niederlagen hagelt. Dieses Phänomen beobachte ich nun schon ca. 7 Jahre. So sind wir nunmal!

Das ist überall so, nicht nur in Bremen!

Skripnik ist eben neu im Geschäft, und hat dazu noch einen Jungspund als Co-Trainer. Wo soll da die Erfahrung und Einschätzungsmethodik herkommen? Werder muss sich entscheiden, was es will. Will man einen jungen Trainer aufbauen, dann wird man häufiger dieses Lehrgeld bezahlen. Oder will man einen Trainer, der aus dem Kader kurzfristig das beste rausholt? Dann sollte man einen anderen Trainer suchen.

Ich finde Skripnik sympathisch und würde mich freuen, wenn er es schafft. Was ich aber auch sagen muss: Er hat kein spielerisches Profil, keine Handschrift. Wofür steht Skripnik? Sagt bitte nicht "für die Raute". Das seltsame ist doch, dass nach seiner Übernahme von Dutt endlich wieder Fußball zu sehen war. Wenn ich an die erste Halbzeit gegen Wolfsburg denke. Saubere Spielzüge und 3 Buden, abzüglich Wolf vielleicht die beste Halbzeit der letzten 3 Jahre. Und heute erinnert Skripnik diese Zeiten als "kampfbetont". Ich erinnere sie als Zeiten, wo Werder mal wieder Fußball gespielt hat.

Daher hab ich ein bischen Angst, dass ziemliche Uneinigkeit über den gemeinsamen Kurs besteht und wenn man die Spieler so in dem Interview hört, kann ich mir vorstellen, dass der eine oder andere auch von Skripnik verunsichert ist.
 
Welche Aufstellung sollte es denn sein? Werder hat doch speziell im def und off MF keine Alternativen.

doch, haben wir. unter anderem waren fröde und eggestein im kader. deren einsätze sind natürlich mit einem gewissen risiko verbunden, aber dieses risiko einzugehen hätte ich von einem trainer wie skripnik eigentlich mal erwartet. zumindest eher als einen galvez auf einer für ihn nicht optimalen position einzusetzen.
 

Und ich dachte schon, jetzt kommt mal ne Analyse.

Aber Was für ein geistreicher "Kommentar" auf der Bild. Da schnappt ein Bild-Redakteur 2 Statements an der Wurstbude auf und "verwurstet" sie gleich als Kommentar. Werder hat ein spielerisches Problem. Ach was! Das ist ja mal eine kontroverse Position! Mensch, wer hätte das gedacht! Da lehnt sich aber einer weit aus dem Fenster.

Dagegen sind wohl selbst die Gespräche auf dem Pausen-Klo von RTL gehaltvoller.
 
Förde hätte ich auch mal gerne gesehen, immer noch besser, als einen Fehler zu wiederholen, aus den wir, so dachte ich, gelernt haben sollten (Galvez auf der 6)
 
Welche Aufstellung sollte es denn sein? Werder hat doch speziell im def und off MF keine Alternativen.

Es gab schon noch genug Alternativen.Wir haben im Mittelfeld mit drei Leuten gespielt, die defensiv orientiert sind oder auf ganz anderen Positionen zu Hause sind (Galvez, Sternberg, Fritz).Wir haben also mit 7(!) Defensivspielern gespielt + Bartels und zwei Stürmern.Da kann nichts bei rumkommen.Gerade gegen einen Aufsteiger hätte ich mir mehr Mut von VS gewünscht.Öztunali auf die 10 z.B.Oder Eggestein.Wir haben uns auf das Niveau von Darmstadt begeben und die Quittung bekommen.
 
Zitat von Bremervörde;3179085:
Das seltsame ist doch, dass nach seiner Übernahme von Dutt endlich wieder Fußball zu sehen war. Wenn ich an die erste Halbzeit gegen Wolfsburg denke. Saubere Spielzüge und 3 Buden, abzüglich Wolf vielleicht die beste Halbzeit der letzten 3 Jahre. Und heute erinnert Skripnik diese Zeiten als "kampfbetont". Ich erinnere sie als Zeiten, wo Werder mal wieder Fußball gespielt hat.

Ich denke, es war beides, wobei Werder den Gegnern sicher erstmal über Bissig- und Galligkeit das Leben schwer gemacht hat, dann aber (zumindest ab und zu) auch in der Lage war, spielerische Akzente zu setzen. Passend zum nächsten Gegner denke ich da z.B. an den genialen Spielzug zum 1:0 von Selke gegen Leverkusen. Ich denke, dass Werder damals durch seine Bissigkeit einfach mehr Bälle im Spielaufbau des Gegners gewinnen konnte und so dann auch mehr Platz hatte, Fußball zu spielen. Heute wird nach meinem Gefühl kaum mehr ein Ball im MF gewonnen, sondern eher durch eine sicherer stehende Abwehr und einen Torwart, der auch mal was hält. Dadurch muss man aber das Spiel häufiger von weiter hinten aufbauen und hat dann massive Probleme gegen tief stehende oder stark pressende Gegner. Insofern ist das für mich kein entweder mehr Kampf oder mehr Spiel, sondern beides geht mMn Hand in Hand.
 
Ich denke, es war beides, wobei Werder den Gegnern sicher erstmal über Bissig- und Galligkeit das Leben schwer gemacht hat, dann aber (zumindest ab und zu) auch in der Lage war, spielerische Akzente zu setzen. Passend zum nächsten Gegner denke ich da z.B. an den genialen Spielzug zum 1:0 von Selke gegen Leverkusen. Ich denke, dass Werder damals durch seine Bissigkeit einfach mehr Bälle im Spielaufbau des Gegners gewinnen konnte und so dann auch mehr Platz hatte, Fußball zu spielen. Heute wird nach meinem Gefühl kaum mehr ein Ball im MF gewonnen, sondern eher durch eine sicherer stehende Abwehr und einen Torwart, der auch mal was hält. Dadurch muss man aber das Spiel häufiger von weiter hinten aufbauen und hat dann massive Probleme gegen tief stehende oder stark pressende Gegner. Insofern ist das für mich kein entweder mehr Kampf oder mehr Spiel, sondern beides geht mMn Hand in Hand.

:tnx::tnx:
 

Dass die Mannschaft nicht ans Limit geht, glaube ich nicht, aber der im Artikel erwähnte 2. Grund ist mMn das Hauptproblem. Das wird auch kein anderer Trainer lösen, daher halte ich Trainerdiskussionen für sinnlos. Werder hat eben nur beschränkte finanzielle Mittel und damit müssen wir fertig werden.

Es wird auch in dieser Saison ein Kampf gegen den Abstieg werden, vielleicht ein gesicherter Mittelfeld-Platz. Die Spekulationen um Europacup-Startplätze, welche zu Beginn der Saison hier kursierten, sind leider fern der Realität.
 
Ich denke, es war beides, wobei Werder den Gegnern sicher erstmal über Bissig- und Galligkeit das Leben schwer gemacht hat, dann aber (zumindest ab und zu) auch in der Lage war, spielerische Akzente zu setzen. Passend zum nächsten Gegner denke ich da z.B. an den genialen Spielzug zum 1:0 von Selke gegen Leverkusen. Ich denke, dass Werder damals durch seine Bissigkeit einfach mehr Bälle im Spielaufbau des Gegners gewinnen konnte und so dann auch mehr Platz hatte, Fußball zu spielen. Heute wird nach meinem Gefühl kaum mehr ein Ball im MF gewonnen, sondern eher durch eine sicherer stehende Abwehr und einen Torwart, der auch mal was hält. Dadurch muss man aber das Spiel häufiger von weiter hinten aufbauen und hat dann massive Probleme gegen tief stehende oder stark pressende Gegner. Insofern ist das für mich kein entweder mehr Kampf oder mehr Spiel, sondern beides geht mMn Hand in Hand.

:tnx: Kleine Ergänzung: Lediglich ist es wichtig über den Kampf ins Spiel zu finden. Sprich erst kämpfen und reinbeissen und das "Spiel" kommt von alleine durch gewonnen Zweikämpfe und erreichte Pässe, hier sind wir mittlerweile auch wieder auf Dutt Niveau wenn nicht drunter.
 
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