Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Aber da muss man sich doch auch wieder Fragen: ist es ungewöhnlich das einiges am Saisonstart noch nicht passen kann?
Ist es ungewöhnlich das eine Saisonvorbereitung relativ wenig Aussagekraft für den Saisonstart hat?

Ich denke wir gucken alle lang genug Fußball um die Antwort zu kennen.
Wenn das nach 4-5 Spieltagen immer noch so aussieht, dann müssen wir uns wirklich Sorgen machen. Aber jetzt ist diese "Panik" - würde ich behaupten - absolut kontraproduktiv.

Ich persönlich habe keine Panik. Nur behaupte ich, dass der Kader im Vergleich zur Vorsaison qualitativ schlechter ist, speziell im Sturm.
Was man mir noch nicht schlüssig erklären konnte ist, warum Werder auf der 10 ein echtes Problem hat, während Juno nicht müde wird zu erläutern, exakt diese Position bekleiden zu können?
Soll er doch auf seiner 10 spielen. Auf der Halbposition überzeugt er mich nur bedingt. Warum nicht Bartels auf eine Halbposition zB?
 
Für mich ist es so, daß ich immer bis zum 8ten Spieltag warte und dann sage, wo es hingehen könnte.
Das man nicht immer sagen kann wo es hingeht, haben wir in der letzten Saison gesehen.
 
Was man mir noch nicht schlüssig erklären konnte ist, warum Werder auf der 10 ein echtes Problem hat, während Juno nicht müde wird zu erläutern, exakt diese Position bekleiden zu können?
Soll er doch auf seiner 10 spielen. Auf der Halbposition überzeugt er mich nur bedingt. Warum nicht Bartels auf eine Halbposition zB?

Das ist eine Frage, die ich mir auch stelle. Werder hätte die Vorbereitungszeit nutzen sollen, um zu testen, ob ein Einsatz Junos auf der 10er-Position sinnvoll ist.
Es war abzusehen, dass Neuverpflichtungen für das MF aus finanziellen Gründen nicht mehr getätigt werden können. Deshalb hätte versucht werden müssen, alternative Besetzungen für das MF mit vorhandenen Spielern zu finden.
 
Ich persönlich habe keine Panik. Nur behaupte ich, dass der Kader im Vergleich zur Vorsaison qualitativ schlechter ist, speziell im Sturm.
Was man mir noch nicht schlüssig erklären konnte ist, warum Werder auf der 10 ein echtes Problem hat, während Juno nicht müde wird zu erläutern, exakt diese Position bekleiden zu können?
Soll er doch auf seiner 10 spielen. Auf der Halbposition überzeugt er mich nur bedingt. Warum nicht Bartels auf eine Halbposition zB?

Zum Sturm: Abwarten. Aber, grundsätzlich hast Du schon Recht. Man kann schon seit 2 Jahren beobachten, dass das Hauptaugenmerk der sportlichen Leitung eher nicht der Offensive galt. So ist es wenig verwunderlich, dass unser Offensivpotenzial im Vergleich zur Defensive leidet. Schon im letzten Winter hat man mit Vestergaard lieber einen weiteren Innenverteidiger geholt als eine schon damals dringend notwendige Offensivkraft.

Damals hatte man Glück, dass sich ein Selke strker und schneller entwickelte als man annehmen durfte. Insofern hat man sich mit dem Austausch eines "fertigen" Stuermers und eines Youngster durch zwei "fertige" "nominell" sogar leicht verbessert.

Insgesamt aber muss man doch irgendwann sehen, dass die Position eines Obraniak irgendwann neu besetzt werden muss, die eines Hajrovic vermutlich auch, ein Öztunali ist nur geliehen.
 
Das ist eine Frage, die ich mir auch stelle. Werder hätte die Vorbereitungszeit nutzen sollen, um zu testen, ob ein Einsatz Junos auf der 10er-Position sinnvoll ist.
Es war abzusehen, dass Neuverpflichtungen für das MF aus finanziellen Gründen nicht mehr getätigt werden können. Deshalb hätte versucht werden müssen, alternative Besetzungen für das MF mit vorhandenen Spielern zu finden.

Wenn ich mich nicht täusche, hat Juno in der Vergangenheit ab und an auf der 10 gespielt und spielerisch auch nicht überzeugt.

Es war aber durchaus zu lesen, da hast Du Recht, dass Skripnik und Frings mehrere, flexible Varianten einstudieren wollten. Ob das erfolgt ist, können wir nach einem Spieltag aber sicher noch nicht einschätzen.
 
Wenn ich mich nicht täusche, hat Juno in der Vergangenheit ab und an auf der 10 gespielt und spielerisch auch nicht überzeugt.

Es war aber durchaus zu lesen, da hast Du Recht, dass Skripnik und Frings mehrere, flexible Varianten einstudieren wollten. Ob das erfolgt ist, können wir nach einem Spieltag aber sicher noch nicht einschätzen.

Sehe ich auch so.
Spielt Juno nicht in seiner Nat11 nicht sogar auf der 10? Dort macht er das doch ganz passabel, wenn er dort spielt.
Austria ist in der EM-Quali so schlecht nicht...
 
Das glaube ich auf keinen Fall. Skripniks Aussagen dazu, siehe u. a. im am Samstag verlinkten Interview, Beitrag 2937, Seite 196:



"Lehrgeld" werden eher diejenigen bezahlen müssen, die eine zu große Erwartungshaltung haben.

Kommt auf die Erwartungshaltung an. Ich für mein Teil möchte eine positive Entwicklung sehen, d.h. ein Heraushalten aus dem dicksten Abstiegskampf und das Erreichen eines gesicherten Mittelfeldplatzes. Sollte der bloße Klassenerhalt stehen: imho auch okay. Ein Abstieg hingegen wäre nicht akzeptabel, weil ich dann befürchte, dass wir auf Jahre nicht zurück kämen, weil sich dort in Liga 2 auch schon Vereine mit mehr finanziellem Potential als Werder tummeln. Das muss um jeden Preis vermieden werden.

Wir sind, sollten wir nicht (siehe oben) doch noch einen entsprechenden Spieler holen, nicht in der Lage, das Spiel selbst zu gestalten. Das war auch in der letzten Saison nicht anders.

In der "erfolgreichen Phase", ist es uns über schnelle Konter durch Lorentzen, Selke und einen relativ treffsichereren di Santo gelungen, damals unerwartete Punkte zu holen. Nachdem sich die Gegner drauf eingestellt hatten, war diese Spielweise weniger erfolgreich.

Ich könnte mir vorstellen, dass wir mit ähnlicher Spielweise auch in dieser Saison rechnen müssen und rechne damit, so oftmals auswärts eher etwas erreichen zu können als daheim, wo die Gegner erstmal abwarten und das Heimteam kommen lassen.

Dennoch halte ich eine offensive Spielweise im eigenen Stadion für sinnvoller und erfolgversprechender. Hier muss dem Gegner "eingeheizt" werden, hier muss man versuchen und lernen, das Spiel selbst zu gestalten, Tempo zu variieren, Druck zu entfachen, den Gegner in dessen Hälfte zu beschäftigen. Vor eigenem Publikum werden jungen Spielern, in der Regel, eher Fehler verziehen, hier trauen sie sich mehr zu, hier gilt es zu agieren statt zu reagieren, auch wenn es Gefahr birgt, ausgekontert zu werden.

Ich bin schon sehr gespannt, auf unseren Auswärtsauftritt und den Match-Plan in Berlin.

Aber widerspricht du dir da nicht selbst? Einerseits äußerst du, dass Werder das Spiel gar nicht selbst machen kann, weil wir zu limitiert sind, andererseits forderst du in Heimspielen genau das (oder wie soll ich die Offensive Spielweise sonst interpretieren?) Ich denke, dass man da differenzieren muss und schauen, gegen wen man spielt. Gegen WOB und Bayern ist es quasi Selbstmord, das Spiel selber machen zu wollen, gegen Schalke eventuell auch (kann deren Stärke immer noch nicht einschätzen), gegen Köln und Darmstadt sollten wir das tun.
 
Na gut, mir stoesst das Beschoenigen der Leistung, auch unter Bezugnahme auf Schalkes vermeintliche Staerke, halt doch ein wenig auf. Seit einer gefuehlten Ewigkeit vermisse ich ein konstruktives Aufbauspiel, abgesehen von dem kurzen spell vor und nach der vergangenen Winterpause ist das wieder business as usual. Uebrigens werden wir mit solchen Auftritten keinen Gegner schlagen weder die Bayern noch Ingolstadt.

Ich finde diese Argumentatinsweise mehr als befremdlich. Auf das gute Schalker Spiel, was du mit "vermeintlich" abtust, soll man also nicht eingehen, dafür übertrieben den Teufel an die Wand malen das man so gegen keinen Gegner mehr gewinnt. Interessant. Die Match-Taktik war bis zu Theos unglücklichem Eigentor soweit ok. Bis zu dem Fehler der zum 0:2 führte war Werder dann in der 2. Halbzeit klar die tonangebende Mannschaft und hat sich dem Tor immer weiter angenähert. Dass dann nach einem 0:2 gegen eine defensiv hervorragend stehende Mannschaft nicht mehr viel geht ist nicht weiter verwunderlich. Damit will ich unser Spiel jetzt nicht als besonders gut darstellen aber die Schwarzmalerei wie sie hier von dir betrieben wird ist völlig unangebracht.
 
gegen Schalke eventuell auch (kann deren Stärke immer noch nicht einschätzen), gegen Köln und Darmstadt sollten wir das tun.

Gegen Schalke, gerade am ersten Spieltag an dem niemand weiß wo er steht, ist es durchaus ratsam erst mal abwartend zu spielen. Die haben eine starke Offensive die, wie wir leider gesehen haben, Fehler gnadenlos nutzt.

So hat sich ja denn auch eine Partie entwickelt bei der keine der beiden Seiten wirklich Gefahr erzeugen konnte, auch wenn Schalkes Angriffe im Grundsatz besser aussahen als unsere, zumal in der Phase der ersten Halbzeit vor dem 0:1 als Schalke begann das Tempo zu diktieren. Das lag insbesondere an unserer Schwäche zentral hinter den Spitzen, namentlich Bartels war Samstag leider ein Totalausfall und auch Öztunali hat schwach gespielt. War ohnehin sehr überraschend das er in der Startformation stand, nach der Vorbereitung deutete nichts darauf hin und auch sein Spiel hat keine nachträgliche Rechtfertigung für die Aufstellung geboten. Dies war mit Sicherheit kein guter Griff von Skripnik. Dennoch haben wir das Spiel bis zum 0:2 unter Kontrolle bekommen und in Persona Bartels gab es auch die große Chance zum Ausgleich. Was wäre passiert wenn es zur 60. Minute 1:1 steht? Unnötig lange darüber zu philosophieren, aber bis zum entscheidenden 0:2 war das Spiel für den Saisonauftakt schon ok. Bleibt nur die Frage ob das mit Bartels (oder Eggestein, Aycicek) auf der 10 besser wird oder ob wir da nachrüsten müssen. Ein Spielmacher war er eh nie und wird es nie sein, er ist mehr der Unruheherd bei Pressing+Konter.
 
Zitat von neuegrünewelle;3161865:
Das ein Eggestein auf der 10 und ein von Haacke auf der 6 als ein fester Bestandteil unserer Mannschaft hineinwächst. Und dort solche Leistungen bringt, das man nicht nach externen Neuzugängen auf diesen Positionen Ausschau zu halten braucht.....
Ein professioneller Manager hält permanent Ausschau. Dies galt auch für TE, der vor dem Abgang des hineingewachsenen di Santo seine Alternativen hatte.
Zitat von neuegrünewelle;3161865:
Wenn Du einen "Glücksgriff" nicht definieren kannst, dann tust Du mir echt leid. Einen Spieler wie Geis zu entdecken und so preiswert zu bekommen, DAS war für Mainz so ein "Glücksgriff".
Genauso wie es für uns ein Glücksgriff war, einen Selke von Hoffenheim für 50.000 EUR zu verpflichten. Ist das so schwer zu verstehen???
Gemessen am Mainzer Etat hatten die Mainzer um Christian Heidel eine Menge Glücksgriffe. Neben Johannes Geis war das Glück schon in der Zusammenstellung des Trainerstabes mit der Beförderung von Jürgen Klopp und später erneutes Glück mit Thomas Tuchel. Zum Sekundärglück gehören dann natürlich auch die entsprechenden Spieler wie Neven Subotic, Roman Neustädter, André Schürrle, Erik Durm, Jan Kirchhoff, Nicolai Müller, etc...

Da passt wieder der Spruch von Hermann Gerland:
Immer Glück ist auch Qualität.
 
Aber da muss man sich doch auch wieder Fragen: ist es ungewöhnlich das einiges am Saisonstart noch nicht passen kann?
Nein, natürlich nicht, nur sollte man diese Startschwierigkeiten auch nicht pauschal als eine (allgemein) unvermeidbare Tatsache abtun - mal ganz abgesehen davon, daß ein gelungener Saisonauftakt zusätzliches Selbstbewußtsein geben kann und man die Punkte, die man "im Sack hat", zum Erreichen der selbstgesteckten Ziele nicht mehr hinterherrennen muß.


Ist es ungewöhnlich das eine Saisonvorbereitung relativ wenig Aussagekraft für den Saisonstart hat?

Ich denke wir gucken alle lang genug Fußball um die Antwort zu kennen.
Wenn das nach 4-5 Spieltagen immer noch so aussieht, dann müssen wir uns wirklich Sorgen machen. Aber jetzt ist diese "Panik" - würde ich behaupten - absolut kontraproduktiv.
Auch das ist mir zu pauschal, denn es gab auch schon genug Gegenbeispiele: wir können uns ja noch sehr gut an die verkorksten Saison- bzw. Rückrundenvorbereitungen in den letzten Jahren von TS erinnern. Damals hieß es bei Kritik doch auch stets, daß die Vorbereitung kaum Aussagekraft für den Auftakt hätte - und trotzdem waren Darbietungen in Vorbereitung und Saisonauftakt oft sehr ähnlich - und der weitere (Halb-)Saisonverlauf auch nicht besser.
 
Kommt auf die Erwartungshaltung an. Ich für mein Teil möchte eine positive Entwicklung sehen, d.h. ein Heraushalten aus dem dicksten Abstiegskampf und das Erreichen eines gesicherten Mittelfeldplatzes. Sollte der bloße Klassenerhalt stehen: imho auch okay. Ein Abstieg hingegen wäre nicht akzeptabel, weil ich dann befürchte, dass wir auf Jahre nicht zurück kämen, weil sich dort in Liga 2 auch schon Vereine mit mehr finanziellem Potential als Werder tummeln. Das muss um jeden Preis vermieden werden.

Aber widerspricht du dir da nicht selbst? Einerseits äußerst du, dass Werder das Spiel gar nicht selbst machen kann, weil wir zu limitiert sind, andererseits forderst du in Heimspielen genau das (oder wie soll ich die Offensive Spielweise sonst interpretieren?) Ich denke, dass man da differenzieren muss und schauen, gegen wen man spielt. Gegen WOB und Bayern ist es quasi Selbstmord, das Spiel selber machen zu wollen, gegen Schalke eventuell auch (kann deren Stärke immer noch nicht einschätzen), gegen Köln und Darmstadt sollten wir das tun.


1899% Zustimmung :tnx:
 
Aber widerspricht du dir da nicht selbst? Einerseits äußerst du, dass Werder das Spiel gar nicht selbst machen kann, weil wir zu limitiert sind, andererseits forderst du in Heimspielen genau das (oder wie soll ich die Offensive Spielweise sonst interpretieren?) Ich denke, dass man da differenzieren muss und schauen, gegen wen man spielt. Gegen WOB und Bayern ist es quasi Selbstmord, das Spiel selber machen zu wollen, gegen Schalke eventuell auch (kann deren Stärke immer noch nicht einschätzen), gegen Köln und Darmstadt sollten wir das tun.

Ich finde nicht, dass es sich widerspricht. Imho ist es ein Unterschied, ob man das Spiel abwartend defensiv angeht, um die sich gelegentlich bietenden Chancen zu nutzen, sonst aber zu hoffen, dass der Gegner aus seinem Ballbesitz nicht viel Kapital schlägt, oder offensiv versucht, selbst Initiativ zu werden und den Gegner zu überraschen.

An den Überraschungsmomenten hapert es derzeit. Das heißt aber nicht, dass man nicht dran arbeiten sollte. Gerade auch, wenn man sich als Verein selbst verbessern und den Wert einzelner Spieler mehren möchte.

Bei der Differenzierung bin ich bei Dir. :tnx:
 
ich darf hier mal extadox aus dem worum zitieren, weil es mir sehr zutreffend erscheint:

Zitat von estadox:
Ich mag die Raute. Ich mag das 4-3-2-1 oder 4-3-3 in der Theorie zwar noch mehr, mit Bartels als 10er sind wir da aber nicht weit von entfernt. Mir wird hier auch viel zu viel Negatives aus dem 0:3 gegen Schalke gezogen. Das war wirklich nicht so schlecht wie hier teilweise behauptet wird. Das Eigentor hat Schalke extrem in die Karten gespielt, weil sie dann tief stehen und kontern konnten. Bis dahin kam auch von ihnen wenig. Ein bisschen mehr als von uns, das ist bei der klar höheren individuellen Qualität allerdings auch zu erwarten. Aus dem Spiel heraus haben wir wenig zugelassen. Wir standen überwiegend geordnet, wir haben ordentlich verschoben und teilweise gut umgeschaltet. Im letzten Drittel wurden wir aber zu hektisch, haben die Übersicht verloren, die Pässe zu schlampig gespielt und konnten daher nur bedingt Gefahr erzeugen.

An dieser Stelle verweise ich gerne auf die etwas längere Analyse von "Meine Saison" ...

Dies sorgte für relativ viel Platz für Bargfrede, der häufig einige Schritte am Ball aufs Schalker Mittelfeld zu machen konnte, bevor er das Spiel verlagerte. Mit der Raute hatte Werder im Mittelfeld personelle Überzahl und kontrollierte diesen Raum ganz gut, ohne jedoch offensiv viel daraus zu machen. Häufig wurde der direkte Weg in die Spitze gesucht, indem ein scharfer Vertikalpass in den Rücken der Schalker Abwehr weitergeleitet wurde. Die Außenverteidiger wurden ebenfalls oft eingebunden, vor allem Garcia, der seine Stärke im Kombinationsspiel zeigen konnte. (...) Torchancen sprangen für Werder jedoch kaum heraus, da Schalke im und am Strafraum sehr gut verteidigte und kaum Fehler beging. Dafür hatten die Schalker einige gute Kontergelegenheiten, bei denen Werder erst im letzten Moment klären konnte. Werder beging zu viele Fehler im Aufbau (Fritz!) und hatte daher etwas Glück, nicht früher in Rückstand zu geraten. Auch wenn Schalke in dieser Phase spielerisch keine Bäume ausriss, lag die Führung für die Gäste immer in der Luft.
... und die kurzen aber treffenden Tweets von"redrobbery"

Garcia played a very good first half for Bremen. Bremen would be better with more talented players. As dumb as it sounds. The coaching is good enough, the players aren't. They played a reasonably positive match, dominating pace and possession. The players panicked too easily in key zones.

Wir haben weiterhin Probleme aber es ist weiterhin nicht alles schlecht. Die Raute hat weiterhin Schwächen - wie jede Formation - aber sie liegt uns imo weiterhin gut. Wir sind individuell nicht besonders stark. Das werden wir auch in absehbarer Zeit nicht sein. Entsprechend wird bei uns viel über Standards laufen - die Waffe des Underdogs - und viel über (Gegen-)Pressing und Umschaltsituationen. Wenn die aber wegfallen, bspw. nach unglücklichen Rückständen, werden wir Probleme bekommen. Wie in der letzten Saison. Uns fehlt die Kreativität aus dem Spiel heraus, sowohl im Spielaufbau als auch im letzten Drittel. Dafür haben wir einige gute Umschaltspieler und Abschlussstürmer. Wenn wir die eingesetzt kriegen, wie bspw. zu Beginn der letzten Rückrunde, können wir richtig gefährlich sein. Wenn nicht, sind wir eines von mehreren richtig biederen Durchschnittsteams der Bundesliga.
Einfach ruhig bleiben, weiterarbeiten, unsere vielversprechende Talente entwickeln und dann mal sehen. Wir brauchen Zeit. Panik hilft uns nicht, denn das konterkariert jene vielversprechenden Elemente, auf die wir setzen müssen.
 
Was mich ein wenig wurmt ist, dass Skripnik (aber auch vor ihm) Spieler versucht in die Raute zu integrieren, die vorher nix mit der Raute zu tun hatten:

Junuzovic: „Er macht sich gut, gibt im Training Gas. Er will sich beweisen und die Erwartungen gleich erfüllen. Aber erstmal abwarten, wie er sich ins System integriert. In Holland hat er in einem ganz anderen System gespielt. Da war er einziger Mittelstürmer. Ein ganz anderes Spiel. Ich habe auch Zeit gebraucht, um die Raute zu verinnerlichen.“

Wird Zeit Skripnik:

Die Hanseaten verloren die letzten drei Bundesligaspiele mit 2:8 Toren und sind auswärts seit dem 1:0 in Freiburg vom 7. März sieglos.

Quelle: kreiszeitung
 
die letzten 3 gegner waren allerdings auch dortmund, gladbach und schalke.
ich frage mich aber wann werder eigentlich das letzte freitagsspiel gewonnen hat. gefühlt eine ewigkeit her (ohne sicher zu sein). da wirds wirklich mal wieder zeit.
 
Ich hab das nicht mehr so vor Augen, aber hat Skripnik eigentlich schon mal was anderes spielen lassen außer der Raute? Wie war das in der U23? Habe ich damals leider nicht so verfolgt.
 
Back
Top