Unterwegs... mit dem Flugzeug

Wenn man keine Ahnung hat... :wall:
Das war der zweite Totalverlust eines A330, abgesehen von einem Verlust bei einem Testflug. Die A330/340 Familie hat eine hervorragende Sicherheitsbilanz.
Die Ursache beim aktuellen Absturz ist außerdem weiterhin ungeklärt und in solchen Fällen ist meist von menschlichem Versagen auszugehen, da dies die häufigste Absturzursache überhaupt ist.
 
Wenn man keine Ahnung hat... :wall:
Das war der zweite Totalverlust eines A330, abgesehen von einem Verlust bei einem Testflug.
Also:
1. Hast du wohl recht. Es waren nur 2. Ich hatte da mindestens einen weiteren im Kopf, wenn nicht 2 weitere.
2. Ohne den ersten Satz wäre dein Beitrag viel sympathischer. Annonymität macht ja leider hemmungslos was solche Dinge betrifft (ein wesentlicher Nachteil des www)
 
Der heutige Flugzeugabsturz ist der 4. oder 5. Absturz eines Flugzeugs des Typs A330 in den letzten Jahren.

Ich bin keiner, der unter Flugangst leidet. Aber wenn auf meinem Ticket A330 stünde, wäre ich doch jetzt sehr, sehr skeptisch.

Wie schaut's bei euch aus?

Ich halte es da mit der guten alten Stochastik. Es gibt fast 700 A330 Maschinen im aktiven Einsatz. Da es ein Langstreckenflugzeug ist, gehe ich mal von durchschnittlich zwei Flügen am Tag aus. Rechne ich dann sehr vorsichtig ein, dass vielleicht 10% aller A330 am Tag am Boden bleiben (Wartung, Wochenend- oder Saisonflugplan, isländische Vulkane, sonstiges...), käme ich bei 700 * 2 *0,9 auf 1260 Flüge am Tag. Das wären im Jahr 459.900 Einsätze im Linienbetrieb, die von A330 geflogen werden. Vorsichtig wie ich bin, reduziere ich die Zahl dann auf 400.000 Flüge um nicht betrachtete Situationen mit einzuschließen.

Nun kann ich das natürlich schlecht auf die Zeit seit der Indienststellung 1994 hochrechnen, da ja nicht von Anfang an 700 Maschinen flogen. Daher vereinfache ich etwas und sage bewusst negativ, dass jedes Jahr eine Maschine dieses Typs abschmiert. Selbst dann wäre das eine Quote von 1:400000 bzw. eine Wahrscheinlichkeit von 0,00025% per Jahr, dass der Flug, in den ich einsteige, abstürzt. Die Wahrscheilichkeit per Jahr, durch einen Verkehrsunfall um's Leben zu kommen, liegt bezogen auf die Weltbevölkerung bei ca. 1:6000 bzw. 0,01667%. Damit ist die Wahrscheinlichkeit im Jahr durch einen Verkehrsunfall irgendwo auf der Welt zu sterben 66 mal höher, als mit einer A330 ab zu stürzen.

Vermutlich gibt es noch ein paar Dinge, die ich bei der Berechnung übersehen habe, aber um auf Deine Frage zurückzukommen:

Bei mir schaut's da unproblematisch aus.
 
Völlig klar - es gibt noch null Infos über die Ursache, insofern ist alles Spekulation.

Allerdings war mein erster Gedanke, als ich die Überschrift las, der, ob der Preiskampf unter den Fluggesellschaften nicht doch irgendwann zu Lasten der Sicherheit bzw. Investition in neue Flugzeuge (die Maschine war 24 Jahre alt) geht, auch wenn das allenthalben dementiert wird. Denn irgendwo müssen die Kosten schließlich gedrückt werden, um mithalten zu können. Und mir kann niemand erzählen, dass ein Hin- und Rückflug für unter 100 Euro, wie man ihn oftmals bekommen kann, kostendeckend ist.
 
@dieeeter. Auch wenn hier Germanwings betroffen ist und mir der Gedanke deshalb zugegebenermaßen vermutlich schneller kam als z. B. bei Lufthansa, ist die Aussage aber durchaus generell. Lufthansa selbst wirbt ebenfalls mit Kampfpreisen - und ist definitiv kein Billigflieger.

Ich glaube, dass die "Geiz ist geil"-Mentalität beim Fliegen und der Preiskampf unter den Fluggesellschaften nicht ohne Folgen für die Sicherheitsstandards sein kann, und das halte ich für kritisch.

Wer fliegen will, sollte auch bereit sein, dafür einen realistischen Preis zu zahlen.
 
Ich muss opalo komplett zustimmen. Völlig egal, ob Billig-Airline oder nicht, der Preiskampf existiert - und das kann beim Transport von Passagieren nicht Sinn der Sache sein, denn wie opalo schon richtig sagt: Das kann sich ja nicht decken, wenn man z.B. für 40 Euro von Dortmund nach London und zurück fliegen kann...

Es ändert absolut nichts an meiner Betroffenheit und diesem sehr, sehr krass lähmenden Gefühl gerade oder daran, dass ich all meine Kraft und Gedanken an die Angehörigen sende... aber es geht einem eben doch durch den Kopf.
 
Ich glaube, dass die "Geiz ist geil"-Mentalität beim Fliegen und der Preiskampf unter den Fluggesellschaften nicht ohne Folgen für die Sicherheitsstandards sein kann, und das halte ich für kritisch.

:tnx:

Wie schrecklich muss das für Angehörige gerade sein? Wenn man das erste Mal davon hört, dann überlegt, ob das nicht der Flieger ist, wo Angehörige drin sitzen. Und wenn dann nach und nach mehr schreckliche Infos reinkommen. Es ist unvorstellbar :(
Mein Beileid allen Angehörigen.
 
das ist mir zu pauschal oder hast du irgendwo eine auflistung, die deine vermutung irgendwie belegen würde? im gegensatz dazu steht zum beispiel, dass ryanair als der billigflieger und preisdrücker überhaupt, noch nicht einen menschen verloren hat.

aber so kurz nach einem absturz ist das vermutlich auch eine zu emotional geführte diskussion. wenn es dann bald mehr hintergründe dazu gibt und diese dann möglicherweise in eine gewisse richtung führen sollten, kann man das thema ja nochmal neu aufrollen.
 
Sehr, sehr schrecklich :( Mein aufrichtiges Beileid an alle Hinterbliebenen, denen ich wünsche, dass die Ursache bald aufgeklärt wird - denn dass ein A320 mit qualifizierter Besatzung mitten im Flug abstürzt, dürfte auch ein Novum sein..
 
@dieeeter. Ich entscheide ganz gerne selbst, wann ich welches Thema ansprechen möchte und wann nicht ;)

Die Frage, in wie weit sich die Kampfpreise rechnen können, stelle ich mir nicht erst seit heute - genauso wenig wie die Frage, ob es wirklich sein muss, für einen Tag nach Malle oder London zu fliegen, weil der Flug ja so günstig ist...

Es gibt Airlines wie Ryanair, die eher günstige Preise anbieten können als andere, weil ihre Kostenstrukturen generell effizienter und damit wettbewerbsfähiger sind.

Den anderen Airlines bleibt in dem hart umkämpften Markt nur übrig, nachzuziehen, um keine Passagiere an die Konkurrenz zu verlieren. Und wenn ihre Kostenstrukturen das nicht ohne weiteres zulassen, wird's problematisch.....
 
natürlich kannst du das thema ansprechen. ich finde es nur äußerst sinnlos, jetzt, ohne jede hintergrundinfo, in eine bestimmte richtung zu spekulieren.
 
Ach du sch... mein aufrichtiges Beileid an alle Angehörigen der Opfer. Schon ein mulmiges Gefühl, wenn sowas in Europa auf einem Kurzstreckenflug bei einer deutschen Fluggesellschaft passiert, und auch noch nach Deutschland. Also man kann sowas nie zu 100 % ausschließen, egal mit wem und wo man fliegt. Dennoch ist es ja trotzdem sicherer, als wenn man Auto fährt. Nur wenn halt was passiert, siehts nicht so gut aus. :( Das Wetter schien wohl gut gewesen zu sein, daran wird es wohl nicht gelegen haben.
 
Als ich es im Radio hörte, war es für mich erstmal ein tiefer Schock, denn meine beste Freundin und Trauzeugin ist Flugbegleiterin bei Germanwings.

Zum Glück habe ich sie gleich erreicht und war erstmal beruhigt.

Man Mitgefühl gilt den Opfern und deren Hinterbliebenen. Solche Tragödien bleiben nicht aus, dennoch bleibt das Fliegen eine der Sichersten Fortbewegungsmöglichkeiten.

Übrigens Germanwings ist eine Tochter der Lufthansa. Und die A320 Maschinen in der Flotte von Germanwings stammen meines Wissens sämtlich von Lufthansa. Es ist also nicht davon auszugehen, dass da irgendwo an der Sicherheit gespart wurde.
 
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