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Von den meisten Ultra-Gruppierungen bekommt man ja als Außenstehender gar nichts mit, weil sie sich so abgrenzen. Find mal Infos im Internet, da gibt's fast nichts! Wie soll man da eine Fanszene bilden?
Dass eine Ultra-Gruppierung aber etwas anderes als ein normaler Fanclub ist, sollte dir doch aber bewusst sein? Sie haben im Internet für neue Mitglieder geworben! Bei denen war das Ziel Masse statt Klasse! Von den Jungs kannten sich 2-3 Leute! Die angeblichen 60 Leute, die sie da erwähnt haben, gab es nicht! Sie haben eine SVZ-Gruppe gegründet, wo sie einfach jeden aufgenommen haben (darunter auch einen Dortmunder)! Dazu haben sie sich ein Logo gebastelt, welches sie von einer Gruppierung von 1860 geklaut haben! Ohne dass sie sich kannten haben die schon davon geredet Aufkleber, Pullover und so weiter zu kreieren! Sie wussten doch gar nicht, ob sie sich überhaupt untereinander verstehen!
An sich finde ich das ja alles gar nicht schlecht, aber das war einfach nur ein Kindergeburtstag! Man hätte ruhig zusammen zum Stadion gehen können, zusammen in der Kurve stehen können, zusammenwachsen und dann hätte man immer noch einen Fanclub/Supporterclub oder ähnliches gründen können! Alleine für die jüngere Generation gar nicht so schlecht!
Wie konnten sich bloß früher Gruppen bilden, so ganz ohne Internet? Ist das heute echt schon so unvorstellbar?
Die Bullen erzählen was von 400-500...
Noch mal zurück zu einigen anderen Themen, die hier aufgeworfen wurden.
Ich bin kein (!) Ultra sondern "nur" in einem "normalen" WFC. Aber ich beobachte die Kurve und unsere Stimmung im Stadion ja schon fast seit 18 Jahren!
Solange es die Eastside gab, war die Stimmung in der Ostkurve und auswärts noch mal deutlich besser als heute! (subjektives Empfinden!)
Außerdem wird seit der Auflösung der Eastside bei Fans anderer Vereine oft über den - wie es hier schon einmal angeklungen ist - "Bremer Kindergarten" gespottet!
Mir ist es letztlich egal, wie alt unsere Fans sind. Aber die ganze Entwicklung in den letzten 5 Jahren finde ich schade. Off topic: Die Stimmung wird in der neuen Ostkurve jetzt ja vielleicht auch wieder besser.
Zur Politik:
Ich persönlich finde, dass Politk - egal in welcher Form - nichts im Stadion verloren hat. Für mich ist Fußball, ist Werder, ist das Stadion ein unverzichtbarer Ausgleich zum Alltag. Ich bin auch ein sehr politischer Mensch. Aber im Stadion möchte ich dann wirklich meine Ruhe davon haben.
Meines Erachtens sind "die" Bremer Ultras natürlich nicht "radikal" aber politisch schon sehr links. Wie hier schon richtig geschrieben worden ist, schmuggeln sich auswärts manchmal so'n paar Nazis in den Block, aber diese zähle ich gar nicht zur Bremer Fanszene.
Als wir letzte Saison in Hannover gespielt haben, wurde am gleichen Tag (?)/Wochenende (?) in Dresden wie jedes Jahr der 10.000en Opfern der Luftangriffe gedacht. Daraufhin breitete eine unserer Ultra-Gruppen - ich weiß leider nicht welche genau - ein riesen Plakat aus, darauf stand: "Antifa: Deutsche Täter sind keine Opfer!"
Ich muss ehrlich sagen: Da habe ich mich geschämt! Man kann ja in einer Demokratie meinetwegen die Meinung haben, dass Menschen, die jämmerlich im Krieg verreckt sind, nicht gedacht werden darf. Aber das bei einem Auswärtsspiel im Gästeblock mit einem riesigen Plakat kundzutun, finde ich nicht gut, u.a. deshalb weil dadurch der Eindruck entsteht, alle Werder-Fans würden diese Meinung teilen.
PRO Ultras.
GEGEN Politik im Stadion.
nun als gebürtiger dresdner wäre ich an diesem tag auch gerne in dresden gewesen, nur ist mir werder in diesem falle nun mal wichtiger, schön wenn dann eine werdergruppe das ganze mit aufnimmt.
leider wird an diesem plakat etwas missdeutet. die eigentliche demo geht jedes jahr von den rechten aus, die sich in der opferrolle wähnen, und dieses auf bannern kundtun.
die antifa besschäftigt sich ja nun weniger mit den neutralen bürgern sondern mit den rechten und geht auch nur mit diesen auf konfrontationskurs. daher ist der banner die klassische und meiner meinung nach richtige antwort auf die immer noch vertriebene propaganda der rechten, die die luftangriffe als verbrechen sehen, aber aktion und reaktion mal wieder miteinander vertauschen.
an diesem tag sind aus dem gesamten bundesgebiet busladungen von gegendemonstranten nach dresden gefahren, um mit den bürgern der stadt zusammenzustehen, eine friedliche menschenkette zu formen gegen fremdenhass und gegen das vergessen.
und wie eben auch ich wären sicher die ein oder anderen der bremer ultras dort vorort gewesen, nur war auch ihnen werder wichtiger und sie haben prioritäten gesetzt, die sie auch selber entscheiden koennen.
weiter werde ich das dann auch nicht kommentieren.:18:
die offen rechte dresdener fanszene