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Dann wollen wir mal hoffen, dass die Jungs zu Helden werden ... :applaus:
Barsinghausen (dpa) - Ohne Torhüter Manuel Neuer hat die U-21-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ein Testspiel gegen den Bezirksoberligisten Germania Egestorf/Langreder mit 6:0 (3:0) gewonnen.
DFB-Trainer Horst Hrubesch schonte im niedersächsischen Barsinghausen den am Vortag angereisten Schalker Keeper. Vor 2500 Zuschauern war Ashkan Dejagah vom deutschen Meister VfL Wolfsburg mit zwei Toren erfolgreichster Spieler im DFB-Team, das sich bis zum 7. Juni in der Sportschule Barsinghausen auf das EM-Turnier in Schweden (15. bis 29. Juni) vorbereitet.
Zudem endete das Testspiel gegen Osnabrück II ebenfalls mit 6:0.
Torschützen waren Ben-Hatira (2), Wagner (2), Ebert und Özil
Es wurden, bis auf Sippel, alle Spieler eingesetzt.
Heute startet übrigens das erste Spiel. Anpfiff 20:15 Uhr, ZDF überträgt, Gegner ist Spanien.
In einer Woche beginnt die Europameisterschaft der U21-Junioren in Schweden. Goal.com nimmt alle teilnehmenden Teams für Euch genau unter die Lupe. Heute: Deutschland.
(db) Berlin. Es gab Jahrgänge der deutschen U21-Nationalmannschaft, bei denen der Bundestrainer die Spieler mit regelmäßigen Bundesliga-Einsätzen automatisch nominierte, damit wenigstens schon ein paar Plätze im Kader gefüllt waren. Echte Leistungsträger aus den Bundesliga-Vereinen waren in der Vergangenheit in der U21 selten zu finden, doch in diesem Sommer liest sich der Kader der deutschen U21 erstaunlich gut auch wenn Trainer Horst Hrubesch mit einigen seltsamen Nominierungen für Wirbel sorgte.
DIE QUALIFIKATION
Deutschland bekam die einfachen Gruppengegner Israel, Luxemburg, Moldawien und Nordirland zugelost und tat sich schwerer als erwartet. In Moldawien kassierten die Spieler vom damaligen Trainer Dieter Eilts eine peinliche 0:1-Niederlage und gegen Israel reichte es nur zu zwei Unentschieden. Vor dem letzten Gruppenspiel wussten die Deutschen, dass ein Punkt im Heimspiel gegen Israel reicht und den holten sie beim 0:0 auch.
In den beiden Play-Off-Spielen warteten danach die starken Franzosen. Nach dem 1:1 im Hinspiel in Deutschland sah es im zweiten Aufeinandertreffen nicht gut aus für die DFB-Kicker, doch in der Schlussminute machte Schalkes Verteidiger Benedikt Höwedes das 1:0 und löste für Deutschland das Ticket nach Schweden.
DER TRAINER
Horst Hrubesch betreut die deutsche Mannschaft beim Turnier in Schweden. Im vergangenen Jahr wurde der 58-Jährige mit der deutschen U19 Europameister in Tschechien und er sollte eigentlich dieses Team als U20 zur Weltmeisterschaft in diesem Jahr führen. In der Qualifikation und den beiden Play-Off-Spielen war noch Dieter Eilts der Verantwortliche für die Mannschaft, aber im November 2008 wurde er wegen unterschiedlicher Auffassungen über die Spielphilosophie und die Trainingsmethoden vom DFB entlassen. Hrubesch betreut die U21 nur als Übergangstrainer, nach der Europameisterschaft übernimmt Rainer Adrion seinen Job.
DAS TEAM
Im Bundesliga-Endspurt ging die Nominierung des deutschen Kaders ein wenig unter. Trainer Horst Hrubesch machte einige fragwürdige Entscheidungen: So vertraut er zum größten Teil Spielern des von ihm schon einmal betreuten Jahrgangs 1987 und verzichtete auf ältere Spieler wie Baris Özbek (Galatasaray Istanbul) oder den ehemaligen Kapitän Eugen Polanski (FC Getafe). Außerdem wurden Toni Kroos, Alexander Baumjohann und Aaron Hunt nicht berücksichtigt; Serdar Tasci, Marc-Andre Kruska und Kevin-Prince Boateng sind verletzt.
Dafür stehen mit Chinedu Ede (MSV Duisburg) und Daniel Adlung (VfL Wolfsburg) zwei unerfahrene und unerprobte Spieler im endgültigen Kader.
Das Gerüst der deutschen Mannschaft steht und es ist ein gutes: Torwart Manuel Neuer, die Abwehr um Benedikt Höwedes und Mats Hummels sowie das Mittelfeld mit Sami Khedira, Marko Marin und Mesut Özil versprechen Einiges. Das Sorgenkind ist die Offensive, wo Duisburgs Sandro Wagner der einzige gelernte Stürmer ist. Wahrscheinlich wird während der EM Ashkan Dejagah vom VfL Wolfsburg als zweiter Angreifer spielen.
DER SHOOTINGSTAR
Mesut Özil hat gerade erst seinen ersten Titel gewonnen und dafür auch einiges getan: Dank seines Treffers im DFB-Pokalfinale sicherte sich der SV Werder Bremen vor zehn Tagen den Pott in Berlin. Gleichzeitig verabschiedete Werder seinen Superstar Diego nach Turin und hofft nun, dass es mit Mesut Özil als Regisseur im Mittelfeld auch in den kommenden Jahren etwas an der Weser zu feiern gibt. Gespannt dürfen die Werder-Fans vor allem auf das Zusammenspiel Özils mit Marko Marin sein, auch wenn der Gladbacher seinen Vertrag in Bremen immer noch nicht unterschrieben hat.
DIE HIGHLIGHTS
Eigentlich war das DFB-Team am 15. Oktober 2008 in Metz schon ausgeschieden, doch in der Schlussminute machte Schalkes Innenverteidiger Benedikt Höwedes noch das goldene Tor, das dem DFB-Nachwuchs die Fahrt zur Europameisterschaft nach Schweden sicherte. Groß war der Jubel bei den Spielern und Trainern. Nach diesem Highlight in letzter Minute wollen die Deutschen nun in Schweden für weitere Höhepunkte sorgen.
DIE PROGNOSE
Die Vorrundengruppe mit Spanien, England und den etwas schwächer einzuschätzenden Finnen wird eine ganz enge Angelegenheit. Wenn das Sturmproblem gelöst werden kann, zieht Deutschland neben England ins Halbfinale ein. Dann ist natürlich alles möglich, doch für den ganz großen Wurf nämlich den Titel des Europameisters reicht es nicht. Zu viele kleine Techniker und zu wenig Jungs, die im Mittelfeld richtig dagegen halten können, lassen die Titelträume spätestens im Endspiel zerplatzen.
Ab Montag wird es für die deutsche U21-Nationalmannschaft ernst. Bei der EM in Schweden steht für die Mannschaft von Trainer Horst Hrubesch (58) das Auftaktspiel gegen Spanien an. Weitere Gruppengegner sind Finnland und England. Im Interview spricht Hrubesch über die Aussichten für das Turnier, den wieder erstarkten deutschen Nachwuchs und sein großes Hobby, die Haflinger.
Herr Hrubesch, Montag beginnt die U21-EM. Sind sie mit der Vorbereitung zufrieden?
Dass Manuel Neuer und die drei Spieler, die noch im Pokalfinale standen, später zur Vorbereitung kamen, war natürlich nicht optimal. Aber dieses Problem war uns bewusst. Die Vorbereitung verlief gut und auch die Testspiele waren ganz ordentlich.
Es gab jeweils ein 6:0 gegen die unterklassigen Mannschaften VfL Osnabrück II und Germania Egestorf/Langreder
Hinten haben wir nichts zugelassen. Aber das war so zu erwarten. Wir hätten allerdings mehr Tore schießen müssen. Insgesamt müssen wir mehr Torgefahr entwickeln.
Stichwort Torgefahr. Rouwen Hennings, der in der Qualifikation acht Tore erzielt hat, ist nicht dabei. Warum?
Er hat in der Rückrunde lange aus gesundheitlichen Gründen gefehlt. Ihm fehlt es einfach an der Kraft. Wir haben mit Sandro Wagner einen Stoßstürmer dabei. Ich traue ihm zu, dass er sich bei der EM durchsetzt. Aber Spieler wie Mesut Özil und Ashkan Dejagah, die hervorragende Individualisten sind, müssen auch treffsicherer werden.
Ihr Team spielt mit England, Spanien und Finnland in einer Gruppe. Es war von einer Hammergruppe die Rede.
Es ist egal, ob wir in dieser oder in der anderen Gruppe spielen. Da sind Italien, Schweden und vor allem Serbien drin. Das ist bestimmt kaum leichter. Aber egal gegen wen es geht, ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir nicht reagieren dürfen, sondern immer vorwärts gehen müssen.
Wer ist Top-Favorit auf den Titel?
Die Spanier und die Engländer sind heiße Anwärter. Aber umgekehrt werden die sicherlich sagen, dass wir Top-Favorit sind.
Stimmt das denn?
Wir fahren nach Schweden, um den Titel zu gewinnen. Wenn man bei so einem Turnier dabei ist, muss man dieses Ziel haben. Alles andere macht doch keinen Sinn. Wenn wir die Gruppe überstehen, ist alles möglich. Aber bei so einem K.o.-Turnier entscheiden Nuancen. Ein schlechter Tag und Du bist draußen.
Sie verzichten bei der EM auf Toni Kroos und Alexander Baumjohann. Eine Entscheidung, die viele überrascht hat.
Im zentralen Mittelfeld haben wir eine sehr große Auswahl an Topspielern. Mit Özil, Dejagah und Marko Marin habe ich drei Spieler, die ähnliche Positionen spielen können wie Alexander Baumjohann. Und was Toni Kroos angeht, bin ich mit Leverkusens Verantwortlichen übereingekommen, dass es für ihn in erster Linie wichtig ist, im Verein regelmäßig zu spielen. Außerdem hat er mit der U19 von Heiko Herrlich die zweite Phase der EM-Qualifikation gespielt.
Die deutsche U21 besteht seit 30 Jahren und hat noch keinen Titel geholt
Dann wird es ja mal Zeit (lacht). Wie ich schon sagte, bei einem Turnier entscheiden Kleinigkeiten. Alle, die hier dabei sind, können den Titel holen. Schließlich ist es kein Zufall, dass Frankreich und die Niederlande bereits in der Qualifikation gescheitert sind. Wobei ich zugebe, dass wir gegen Frankreich vom Glück reich beschenkt wurden. Den Rest müssen wir uns jetzt erarbeiten.
Sie sind im vergangenen Jahr mit der U19 Europameister geworden. Im Mai hat die U17 triumphiert. Ist der deutsche Nachwuchs stärker geworden?
Matthias Sammer hat einmal gesagt, das Ziel muss es sein, Weltspitze zu sein. Da sind wir im Nachwuchsbereich auf einem guten Weg, gehören zumindest in Europa wieder zu den Besten. Die ganze Arbeit der vergangenen Jahre trägt nun Früchte. Natürlich können wir nicht zu Turnieren wie der U21-EM fahren und sagen: Wir gewinnen das Ding, wer denn sonst? Aber wir gehören wieder zu den Besten.
Sie haben die U21 interimsmäßig von Dieter Eilts übernommen. Nach dem Turnier geben Sie den Stab an Rainer Adrion weiter, der in Schweden bereits mit dabei ist. Wie sieht die Zusammenarbeit aus?
Rainer fängt an, wenn ich fertig bin. Aber er ist jetzt schon dabei, um sich ein Bild vom europäischen Niveau zu machen. Für ihn geht es dann ja auch gleich richtig los: Er will mit der Mannschaft die Qualifikation für Olympia 2012 schaffen.


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