Hätten die Schalker sich auf ein offensivgeführtes, überaus faires Spiel eingelassen, dann wären sie bei ihren doch sehr limitierten Offensivqualitäten in Hoffenheim sicher gescheitert und hätten keinen Punkt geholt.
Insofern haben sie alles richtig gemacht; hart am Limit und teilweise drüber gespielt und später eine defensivere Ausrichtung gewählt.
Da spricht absolut nichts dagegen, es geht schließlich einzig und allein um den Erfolg. Wie der erreicht wird, spielt, so lange es in einem vernünftigen Rahmen geschieht, keine Rolle.
Als Bremen-Fan kennt man diese Spielweise doch nur zu gut; Cottbus und Frankfurt in der Vergangenheit fallen mir dazu gerade als Beispiele ein.
Die angeblichen Provokationen und versuchten Beeinflussungen, die von der Hoffenheimer Bank ausgingen, sind nun wirklich nichts neues. Das gab es schon vor 50 Jahren und das wird es sicher auch in 50 Jahren noch geben, egal ob Bundes- oder Kreisliga.
Sicher ist auch das nicht schön und auch nicht im Sinne eines einwandfreien Sportsgeists, allerdings ist auch das, so lange es in einem vernünftigen Rahmen bleibt, in Ordnung.
Das Jones sich zu so einer Äusserung hinreissen lässt, hängt evtl auch ein wenig damit zusammen, dass er sein eigenes hartes Spiel und das seiner Mannschaft rechtfertigen will.
Beides ist aber in meinen Augen unnötig, sowohl die Äusserung als auch die Rechtfertigung.
Insgesamt wird die Rückrunde diesbezüglich interessant werden, sollten die Bundesligagegner von Hoffenheim verstärkt auf eine "härtere Gangart" setzen. Ich bin gespannt ob Hoffenheim tatsächlich so schnell lernt und variabel reagieren kann, wie sich deren Spieler und Trainer verhalten und in welchem Maße der bisher gezeigte Fußball aufrecht erhalten wird und wie erfolgreich man am Ende abschneidet.
Hopps Prognose von Platz 6-8 klingt nach Understatement, halte ich aber dennoch für genauso möglich, wie ein Abschneiden auf den Plätzen 1-3.