Ganz frisch von heut Nacht:
Ich sitze da also mit Per Mertesacker und einigen Freunden scheinbar ziellos in einem Bus und fahre durch die Stadt. Das Wetter ist herrlich. Wir sind gut gelaunt und flachsen herum.
Da kommt uns ein anderer Bus entgegen in dem zwei ehemalige Schulkameraden von mir sitzen. Sofort erkennen wir uns gegenseitig und winken uns zu. Plötzlich springe ich auf, renne wie von der Tarantel gestochen Richtung Bustür und öffne sie. Der Bus hält wie selbstverständlich an und ich laufe, dicht gefolgt von Merte und meinen Freunden, auf die Straße. Der ganze Bus scheint sich zu leeren.
„JETZT geht das Spiel los!“ Die Hoffnung, meine beiden Schulkumpels sind genauso geistesgegenwärtig gewesen, wird bestätigt. Wir begrüßen uns und daddeln uns in einer Mischung aus kindlichem Enthusiasmus und professionellem Verhalten in einer Seitenstraße warm.
Merte überragt alle. Im wortwörtlichem Sinne.
Hinter einer Mauer taucht auf einmal Günter Perl auf, der uns neugierig mustert. Er hatte bis dato genau ein Spiel gepfiffen und seine Vorfreude auf den zweiten Einsatz ist ihm deutlich anzumerken. Er nimmt den Ball an sich, prüft ihn… und sein Verhalten ändert sich schlagartig.
Seine Freundlichkeit wandelt sich in Rage. Er ist außer sich vor Zorn. Grund ist ein Anruf der DFL. Die Leitung des so wichtigen Spiels wird ihm kurzfristig entzogen. Er drischt den Ball bockig auf die Hauptstrasse. Wir können nicht hinsehen und wenden unseren Blick ab. Der Ball schießt diagonal über die Straße, unter vielen Autos hindurch... und kommt nach einer schier endlosen Zeit wie von Geisteshand zurück. Glück gehabt. Nix ist passiert...
Merte geht auf Perl zu, maßregelt ihn, dass man so was nicht mache und lupft ihm den Ball lässig gegen die Stirn. Perl sieht seinen Fehler ein und wir nehmen ihn zum Trost für das entzogene Spiel mit bei uns auf. Voller Vorfreude machen wir uns auf dem Weg Richtung…. ähm Spiel.
In einem Mehrfamilienhaus angekommen, wärmen wir uns in einer völlig unmöblierten Wohnung in einem ca. 4x4 Meter großen Raum auf. Der Raum hat kein Fenster, nur eine Tür. Wir spielen Fußball-Squash und schießen den Ball abwechselnd gegen Wand und Decke. Merte überragt wieder alle und benutzt als einziger seinen Kopf (das kann man so oder so sehen)
Einer verlässt den Raum, anscheinend um auf die Toilette zu gehen. Es dauert bis er wiederkommt. Ich erfahre dass er Probleme damit habe seine technischen Fähigkeiten hier in diesem Raum einzusetzen. Außerdem scheint er ein persönliches Problem mit Merte zu haben. Wir starren durch die geöffnete Tür. Die Wohnung ist ja doch nicht leer. Da sitzt doch der G. Perl an einem riesigen gedeckten Tisch. Scheinbar völlig unbemerkt von uns hatte er gar nicht am "Spiel" teilgenommen und hebt mit einem merkwürdigen Gesichtsausdruck das Glas….
Joa, so ne Mischung aus aktuellem Anlass und Kindheitserinnerung.
Das ist schon das zweite Mal, dass Merte in einem Traum auftaucht. Liegt wohl daran dass ich mich sehr mit ihm identifizieren kann und ihn gerne in meinem Freundeskreis hätte
