Thomas Schaaf

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Bremen
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Soll Thomas Schaaf eine andere Position beim SVW übernehmen ?


  • Total voters
    569
Kommentar bei 11Freunde

Wegen einer verzerrten Darstellung in den Medien ist noch kein Trainer zurückgetreten, Schaafs Spitze richtete sich also vor allem gegen jene Brandstifter, die aus den eigenen Reihen heraus die Trainerdiskussion via Presse stetig befeuert hatten. Mit seiner Empörung darüber hat Schaaf völlig Recht. Ein Trainer mit seiner Reputation verdient einen anderen Umgang, selbst wenn es menschlich oder fachlich nicht passen sollte. Vor allem aber haben die Störfeuer der vergangenen Wochen eines verhindert, was wichtig gewesen wäre: Eine sachliche Diskussion darüber, ob Thomas Schaaf der richtige Trainer ist.


:tnx:

Absolut richtig.

Den Fatzkes der Frankfurter Rundschau hätte er vermutlich allenfalls Verachtung zuteil werden lassen, ernstzunehmen sind die weder von Schaaf selbst noch von sonst irgendjemandem.

Dass sie es dennoch in ihrem Kommentar so formulieren, als wenn Schaaf ihretwegen den Verein verlassen habe, zeigt, wie weltfremd deren Perspektive und wie abgehoben deren Selbstwahrnehmung ist!
 
meiner spricht sogar mit mir, wenn er nichts will. einfach small talk neben dem beruflichen krims krams. das gibt mir zumindest das gefühl, teil eines teams zu sein die etwas schaffen können.

wenn ich aus der Zeitung erfahre, dass ich am montag auf der arbeit nicht gebraucht werde, wäre ich auch ziemlich angepisst.

mangelnde kommunikation haben auch bremer spieler in der vergangenheit bemängelt. wenn ich mich recht erinnere, wurde sodann teambildende maßnahmen durchgeführt. radfahren und son kram.

Also, ich muss auch was dazu schreiben. Du kannst deinen Spielern nicht Woche für Woche sagen, warum sie nicht spielen. Abgsehen davon könnten die Spieler auch das Gespräch mit dem Trainer suchen, aber mein Erfahrung ist gerade die, dass viele über ihre Probleme mit anderen reden, aber nicht mit dem, auf den es ankommt. Klar, aus dem Schaaf bekommst man vielleicht nicht die Antwort, die man gerne hören möchtest, ich bin mir aber sicher, dass er zu einem Gespräch bereit ist, sofern es inhaltlich Sinn macht. Denke, eher die Spieler sind nicht reif genug, sondern sie erwarten, dass der Trainer auf sie zukommt. Meine Erfahrung gerade.
 
Der Ältere muss auf die jüngeren, der Vorgesetzte auf die Untergebenen zugehen.

Wenn ich das als älterer Vorgesetzter nicht kann, habe ich nicht das Zeug

zum Vorgesetzten, selbst, wenn ich vor Jahren mal erfolgreich war.
 
Der Ältere muss auf die jüngeren, der Vorgesetzte auf die Untergebenen zugehen.

Wenn ich das als älterer Vorgesetzter nicht kann, habe ich nicht das Zeug

zum Vorgesetzten, selbst, wenn ich vor Jahren mal erfolgreich war.
:zzz:

Allein Dein "muss" ...

Das läuft folgendermaßen: Vorgesetzter sagt bei Vertragsbeginn "Wenn was ist, kommen sie zu mir". Schaaf lässt so trainieren, dass das Beste aus jedem raus kommt. Die besten 11 spielen. Wenn einer nicht damit auskommt und auf der Tribüne sitzt, kann er das ändern: Vereinswechsel, Zusatztraining oder er sucht das Gespräch mit dem Trainer, was zu tun ist, um die Situation zu ändern.
 
:zzz:

Allein Dein "muss" ...

Das läuft folgendermaßen: Vorgesetzter sagt bei Vertragsbeginn "Wenn was ist, kommen sie zu mir". Schaaf lässt so trainieren, dass das Beste aus jedem raus kommt. Die besten 11 spielen. Wenn einer nicht damit auskommt und auf der Tribüne sitzt, kann er das ändern: Vereinswechsel, Zusatztraining oder er sucht das Gespräch mit dem Trainer, was zu tun ist, um die Situation zu ändern.

ich vermute mal, dass die aussagen über mangelnde oder mangelhafte kommunikation seitens TS, nicht völlig aus der luft gegriffen sind. sei es aus bremer zeit oder auch frankfurter.

manchmal muss man aber auch ein dickes fell haben und "dinge" einfach mal aussitzen. die kanzlerin macht das ja perfekt.
 
ich vermute mal, dass die aussagen über mangelnde oder mangelhafte kommunikation seitens TS, nicht völlig aus der luft gegriffen sind. sei es aus bremer zeit oder auch frankfurter.

manchmal muss man aber auch ein dickes fell haben und "dinge" einfach mal aussitzen. die kanzlerin macht das ja perfekt.

Ich sehe das ein wenig anders. TS ist sicherlich keiner, zu dem man nicht kommen kann, um das Gespräch zu suchen. In Zeiten, wo aber jeder Bundesligaspieler, der drei mal einen Pass zum Nebenmann bringt oder mal ein Tor vorbereitet oder selbst erzielt, viel Geld verdient und sich aufgrund eines Medienhypes für einen Star hält oder zu so einem hochgeschrieben wird und dann auf einen bodenständigen, geerdeten nüchternen Charakter wie TS trifft, der intern auch mal Ansagen macht, da kann nicht jeder durchschnittstätowierte Hedonist und Narziss mit um. Wenn deren Eitelkeit gekränkt ist, dann gibt es sicherlich Mittel, Wege, willfährige Schreiberlinge, deren man sich dankbar bedient......
 
Ich habe einen guten Tipp für die EIntracht für die Nachfolge...In Stuttgart, da gibts so nen Sportdirektor...der nach einem halben Jahr gemerkt hat, dass so ein Schreibtischjob nix für ihn ist...:D
 
beides hat natürlich seine berechtigung. von oben nach unten und umgekehrt.

aber ist es in einem sportteam nicht ein wenig anders? da muss man doch die gemeinschaft fördern, denn dann sind sie stark.

Die Gemeinschaft der Spieler ja, aber der Trainer steht außen vor, weil der muss ja die Entscheidungen treffen. Dann muss man als Trainer dauernt von der Situation Mensch zu Mensch und Spieler zu Trainer unterscheiden. Kann man machen, ist aber, so weit ich weiß, nicht Schasfs- Style. Ist auch ok so, machen genug Trainer nicht anders.
 
um nochmal "für schaaf auszusagen":

http://www.hr-online.de/website/rubriken/sport/index.jsp?rubrik=7454&key=standard_document_55547973

den artikel kann ich bestätigen. das ist ja das was ich schon 2 tage vor bekanntgabe der trennung von schaaf geschrieben habe inklusive dem beinahe-abgang von bruchhagen. und ich bin nicht so gut als dass ich mir sowas aus den fingern ziehe und es dann kurz darauf exakt so eintritt und in den medien so kommuniziert wird. ich weiß es aus erster hand.
es ist also keinesfalls so, dass schaaf für alles außerhalb der "wohlfühloase werder" zu sensibel wäre. das waren schon ganz besondere umstände, außergewöhnliche umstände, die weit über normale probleme in unruhigerem umfeld hinausgingen.
 
Wobei ich aber spontan dachte: Ziemlich schnell die Brocken hingeschmissen. Ist nun mal Leistungssport und pralle war die Saison der Eintracht nicht.
 
Wobei ich aber spontan dachte: Ziemlich schnell die Brocken hingeschmissen. Ist nun mal Leistungssport und pralle war die Saison der Eintracht nicht.

die saison war vollkommen in ordnung. sogar in richtung "gut" tendierend, wenn man beachtet, dass 3 absolute leistungsträger zuvor gegangen sind und man mit extrem vielen verletzungsproblemen zu kämpfen hatte. im sportlichen endergebnis insgesamt gute arbeit von schaaf.

übrigens: ganze 4 plätze besser als im vorjahr (13.) unter dem geliebten veh. und mit 7 punkten mehr abgeschnitten.
das ohne schwegler, rode und jung.
 
In jedem seriös geführten Verein wäre so eine Person wie Hellmann "erledigt"!

Eintracht-Frankfurt-Fans können eigentlich nur hoffen, dass Bruchhagen unerwartet weiter macht. Der Rest der Liga wird sich wünschen, dass sich Zwietracht Zankfurt selbst zerfleischt.

Wahnsinn....!
 
Die Wahrheit wird - wie so oft - irgendwo in der Mitte liegen.
Klar ist, dass Schaafs Trainingsarbeit und Offensivfussball herausragend sind.
Offensichtlich ist aber auch, dass Schaaf Teams in Puncto Defensivarbeit enorme Schwächen haben.
Im Bereich Menschenführung sehe ich Schaaf schwankend: Er kann durchaus mit schwierigen Spielern umgehen. Spieler, die aber nicht zu seinen "Lieblingen" gehören, lässt er dagegen ganz gerne mal links liegen.
Weiterhin ist die neue Generation an Spielern eben schwierig. Da gilt es als Coach aber auch sich auf das Gegebene einzustellen und nicht stur seinen Weg durchzuziehen.
 
Als Trainer ist es wichtig, dass man die "Dinge" so angeht, wie man es für richtig hält. Sicherlich kann man sich gegen gute Argumente nicht verschließen, aber dafür muüssen sie auch gut sein. Der Trainer Thomas Schaaf hat schon vor Jahren seinen Weg gefunden und den wird er und soll er auch nicht mehr verlassen, denn sonst würde er sich selbst die ganze Zeit in Frage stellen müssen. Er ist und das gilt für alle Trainer, nur erfolgreich, wenn er voll hinter seinen Entscheidungen stehen kann. Der Mensch Thomas Schaaf ist absolut authentisch, ehrlich und hat auch schon ab und an, den Zeitgeist kritisiert und sich dagegen positioniert. Für ihn sind bestimmte Eigenschaften Grundvoraussetzung für eine gute Zusammenarbeit und da verbiegt er sich nicht. Da soll er sich nicht anpassen, weil sonst ist er nicht mehr er selbst. Deshalb kann man sich nicht ewig auf den Zeitgeist einstellen, sondern als Trainer muss man seinen Weg gehen, ansonsten ist man schnell mental verbraucht und/oder nicht erfolgreich.
 
Die Wahrheit wird - wie so oft - irgendwo in der Mitte liegen.
Klar ist, dass Schaafs Trainingsarbeit und Offensivfussball herausragend sind.
Offensichtlich ist aber auch, dass Schaaf Teams in Puncto Defensivarbeit enorme Schwächen haben.
Im Bereich Menschenführung sehe ich Schaaf schwankend: Er kann durchaus mit schwierigen Spielern umgehen. Spieler, die aber nicht zu seinen "Lieblingen" gehören, lässt er dagegen ganz gerne mal links liegen.
Weiterhin ist die neue Generation an Spielern eben schwierig. Da gilt es als Coach aber auch sich auf das Gegebene einzustellen und nicht stur seinen Weg durchzuziehen.

:daumen: Schön zusammengefasst.

Als Trainer ist es wichtig, dass man die "Dinge" so angeht, wie man es für richtig hält. Sicherlich kann man sich gegen gute Argumente nicht verschließen, aber dafür muüssen sie auch gut sein. Der Trainer Thomas Schaaf hat schon vor Jahren seinen Weg gefunden und den wird er und soll er auch nicht mehr verlassen, denn sonst würde er sich selbst die ganze Zeit in Frage stellen müssen. Er ist und das gilt für alle Trainer, nur erfolgreich, wenn er voll hinter seinen Entscheidungen stehen kann. Der Mensch Thomas Schaaf ist absolut authentisch, ehrlich und hat auch schon ab und an, den Zeitgeist kritisiert und sich dagegen positioniert. Für ihn sind bestimmte Eigenschaften Grundvoraussetzung für eine gute Zusammenarbeit und da verbiegt er sich nicht. Da soll er sich nicht anpassen, weil sonst ist er nicht mehr er selbst. Deshalb kann man sich nicht ewig auf den Zeitgeist einstellen, sondern als Trainer muss man seinen Weg gehen, ansonsten ist man schnell mental verbraucht und/oder nicht erfolgreich.

Das kann man aber auch anders formulieren. Er ist nicht bereit, sich den Anforderungen der heutigen Zeit zu stellen und seine Philosophie (Offensivfußball um jeden Preis, vernachlässigte Defensivarbeit, folglich keine Balance im Spiel, Setzen auf individuelle Klasse à la Alex Meier) zu ändern. Menschlich sicher sympathisch ("verbiegt sich nicht"), erfolgreich wird das eher nicht sein.
Ich sehe es auch anders, dass ein erfolgreicher Trainer sich nicht in Frage stellen darf. Ein kontinuierlich erfolgreicher Trainer muss das sogar tun und sich auf die Erfordernisse der jeweiligen Zeit ein- und seinen Fußball entsprechend umstellen. Sonst ist der Erfolg irgendwann weg. Wie bei Schaaf eben.
 
Er ist nicht bereit, sich den Anforderungen der heutigen Zeit zu stellen und seine Philosophie (Offensivfußball um jeden Preis, vernachlässigte Defensivarbeit, folglich keine Balance im Spiel, Setzen auf individuelle Klasse à la Alex Meier) zu ändern. Menschlich sicher sympathisch ("verbiegt sich nicht"), erfolgreich wird das eher nicht sein.

wobei ich rein das ergebnis betrachtend schon zu dem schluss kommen würde, dass es eine erfolgreiche erste saison der eintracht unter schaaf war. man kann da viel über die sicher vorhandene fehlende balance und die fragilität im spiel der eintracht sprechen, muss im gegenzug aber auch den mut (teilweise natürlich naiver mut) und daraus hervorgehend auch die beachtliche punktzahl am ende der saison erwähnen. es ist ja auch ein resultat das nach 34 spieltagen erzielt wurde, nicht nach 1 bis 5. die faktoren "glück" und "pech" sind also geringer zu betrachten. genauso wie es auch kein durchgängiges pech war, dass werder in den letzten spielzeiten unter schaaf schwache endresultate erzielt hat (alluminium- und verletzten-argument olé), so ist es auch die respektable saison der eintracht nicht auf durchgängiges glück zurückzuführen.
 
Schaaf ist durch bedingslosen Offensivfußball zu einem der anerkanntesten Trainern in Deutschland geworden. Und es ist ja nicht gesagt, dass seine Philosophie mit den richtigen Spielern, mit denen er über einen längeren Zeitraum zusammenarbeitet, nicht wieder funktioniert. Die erste Saison mit der Eintracht wäre im Prinzip ein guter Anfang gewesen, schließlich hätte man vor der Saison die Mannschaft nicht so stark eingeschätzt, dass sie über die gesamte Saison in der oberen Tabellenhälfte mit Anschluß an die internationalen Plätze spielt.
 
wobei ich rein das ergebnis betrachtend schon zu dem schluss kommen würde, dass es eine erfolgreiche erste saison der eintracht unter schaaf war. man kann da viel über die sicher vorhandene fehlende balance und die fragilität im spiel der eintracht sprechen, muss im gegenzug aber auch den mut (teilweise natürlich naiver mut) und daraus hervorgehend auch die beachtliche punktzahl am ende der saison erwähnen. es ist ja auch ein resultat das nach 34 spieltagen erzielt wurde, nicht nach 1 bis 5. die faktoren "glück" und "pech" sind also geringer zu betrachten. genauso wie es auch kein durchgängiges pech war, dass werder in den letzten spielzeiten unter schaaf schwache endresultate erzielt hat (alluminium- und verletzten-argument olé), so ist es auch die respektable saison der eintracht nicht auf durchgängiges glück zurückzuführen.

Die Saison war völlig in Ordnung. Allerdings gab es gerade in der RR durchaus Rückfälle in altbekannte Muster, sodass ich nicht glaube, dass Schaaf dort weiterhin sehr erfolgreich gewesen wäre.
 
Back
Top