Thomas Schaaf

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Bremen
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Soll Thomas Schaaf eine andere Position beim SVW übernehmen ?


  • Total voters
    569
Dann eben anders formuliert: man kann z.B. erwarten, daß die Zahl der sich häufig wiederholenden Fehler auf ein vetretbares Maß reduziert wird.

Wenn es Absicht des Verfassers gewesen wäre, hätte er so etwas schreiben können. Die Intention war aber ganz offensichtlich eine andere, was den Artikel (interessant auch, diesen "Plädoyer" zu nennen) und die Sachlichkeit dadurch kein bischen trübt!

Um "Fragen Sie die Spieler Mentatlität" daraus zu lesen, braucht man vermutlich ein gerüttelt Maß an Phantasie.
 
Na klar. In diesem "Plädoyer" wird bspw. die Schuld an Gegentoren nach Führung allein den Spielern zugeschoben, von daher verstehe ich schon, dass dir dieser Artikel besonders zusagt. Ist aber reichlich eindimensional und auch einfältig.

Denn im Umkehrschluss würde das ja auch bedeuten, dass die Spieler ohne Zutun des Trainers heraus einfach Spielzüge aufziehen und Führungstreffer erzielen, ohne dass daran der Trainer irgendwelche Aktien halten würde.

Reichlich komisches Gesamtbild unterm Strich.
 
In diesem "Artikel" geht es um eine Gesamtbetrachtung des Engagements des Trainers Schaaf bei Eintracht Frankfurt, nicht um einzelne sportliche Aspekte, die ansonsten noch konkreter und differenzierter hätten ausgeführt werden müssen.

Das Beispiel "Schuld an Gegentoren liegt vor allem an den Spielern" wurde beispielhaft ausgewählt, um an ihm die offenbar mangelhafte Selbstreflexion der Spieler festzumachen. Weitere Beispiele sind angebliche Kommunikationsprobleme (Unterbrechungen von Traininsgssituationen, Selbstplanung der Freizeit im Trainingslager), ohne dass ein einziges davon genauer ausgeführt wurde. Es geht u die Frage, warum sich Spieler unzufrieden äußern und wie ein Teil der Presse dieses aufnimmt und verarbeitet.

Mittelpunkt des Artikels ist die Frage, wie es zu der derzeit kolportierten Situation im Verein kommen konnte, ohne dabei irgendein Szenario, oder jedhafte Verantwortung Schaafs dafür auszuschließen. ;)

Es wird eine Gemengelage beschrieben, die plausibel ist und die Zerrrissenheit des Vereins wiedergibt. Das sportliche Abschneiden spielt bei der Bewertung der Situation, insbesondere durch die Rundschau zuletzt (siehe Auszüge aus der oben verlinkten "Muppet-Show), nur eine untergeordnete Rolle. In Wahrheit geht es um den unausgeprochenen und dringlichen Wunsch, nach der ersten Teilnahme am Europacup im letzten Jahr nach langen 20 Jahren (seit 1994) endich wieder eine führende Rolle in der Bundesliga zu spielen. In Wahrheit geht es darum, dass Schaaf von Anfang an nicht der Wunschtrainer war, dass er wohl insbesondere auf Bruchhagens Wunsch hin und nach Absagen anderer Alternativen verpflcihtet wurde. In Wahrheit geht es darum, dass Bruchhagen selbst als " Lame Duck" gilt, und sich einige Zirkel im Verein einen sofortigen Neuanfang wünschen und sich schon jetzt um den designierten Aufsichtsrats-Vorsitzenden Steubing scharen.

Der "Artikel" hinterfragt genau das! ;)
 
aus ziemlich sicherer quelle weiß ich, dass sich schaaf und frankfurt trennen. dürfte bald offiziell verkündet werden.
und bruchhagen geht wohl auch. machtkämpfe olé.
 
aus ziemlich sicherer quelle weiß ich, dass sich schaaf und frankfurt trennen. dürfte bald offiziell verkündet werden.
und bruchhagen geht wohl auch. machtkämpfe olé.

Wat?? Das wäre ja krass...

Wenngleich die Kurve in FF zuletzt nach unten ging, man die altbekannten Defizite erkennen konnte und man somit spielerisch und entwicklungsmäßig nur bedingt zufrieden sein konnte, hat die Eintracht unter Schaaf ein sehr sehr beachtliches Saisonergebnis erzielen können.

Sollte man sich wirklich trennen, so kann dies zumindest nicht seinen Kern rein im Sportlichen haben... entweder toben da hinter den Kulissen wirklich derartige Machtkämpfe, oder es stimmt in der Tat mit der Mannschaft nicht mehr?!

Na ja, der gleiche Chaotenclub wie immer! :roll:

Dann soll Thomas Schalke übernehmen, mit deren Kader könnte er sowieso mehr zerreissen! :daumen:
 
Sollte man sich wirklich trennen, so kann dies zumindest nicht seinen Kern rein im Sportlichen haben... entweder toben da hinter den Kulissen wirklich derartige Machtkämpfe, oder es stimmt in der Tat mit der Mannschaft nicht mehr?!

Die wahren Gründe wurden in diesen beiden Artkeln beschrieben:

http://www.fr-online.de/eintracht-f...t-auf-der-stelle-treten,1473446,30730040.html

Schlechtestenfalls wird Eintracht Frankfurt diese Saison als Tabellenzwölfter beenden. Vielleicht sogar besser. Klubchef Heribert Bruchhagen ist damit zufrieden, zudem hat man nach 33 Spieltagen 40 Punkte aufs Konto geschaufelt und war nie schlechter platziert als eben auf jenem zwölften Platz. Im vergangenen Jahr war Eintracht Frankfurt 13. Man kann das Kontinuität nennen. Oder Stillstand

Selbst nach dieser Runde mit vielen Höhen und mehr Tiefen, hätten die Hessen bei einem Sieg in Berlin noch ernsthaft um Platz sieben gespielt. „Ich hatte das auf dem Schirm“, sagte Kapitän Kevin Trapp. Andere wohl eher nicht. So bleibt es beim Bruchhagen´schen Credo, ein etablierter Bundesligaverein sein zu wollen. Nach Aufbruch klingt das nicht.

Dass es mit pfiffigen Ideen, kluger Transferpolitik und einem schlüssigen Konzept auch anders geht, zeigt das Beispiel Borussia Mönchengladbach. Es sei noch einmal an die Saison 2010/11 erinnert, in der die Eintracht nach einer „Rückrunde der Schande“ abstieg, Gladbach sich aber – trotz 16 Punkten Rückstand auf die Hessen nach der Hinserie – noch über die Relegation rettete

Im Grunde begegneten sich beide Klubs vor fünf Jahren noch auf Augenhöhe. Inzwischen sind die Fohlen enteilt.

Warum ist das so? Heribert Bruchhagen findet, man könne beide Klubs nicht vergleichen, weil Borussia Mönchengladbach in den 70er Jahren, anders als die Eintracht, die Liga dominiert und mehrmals Deutscher Meister geworden sei. Die Borussen blicken also auf eine andere, erfolgreichere Geschichte zurück.

Das Denken war nie groß, stets rückwärtsgewandt, vorsichtig, nur nichts riskieren. Und: Die Eintracht hat nach dem Erreichen des sechsten Tabellenplatzes in der Saison 2012/13 die Situation zumindest unterschätzt. Das Bestreben der Eintracht war, möglichst in der Breite zu investieren, auch weil das Korsett der Mannschaft zusammengeblieben war. Es kamen Spieler wie Stephan Schröck, Johannes Flum, Jan Rosenthal, Joselu oder Tranquillo Barnetta, allesamt Akteure, die einen Kader ergänzen, aber nicht entscheidend voranbringen.

Vor allem aber schaffte es der ganze Klub nicht, die Begeisterung, die durch die Europa League entfacht wurde, mit in die Bundesliga zu nehmen. Der Flow der europäischen Spiele trug eben nicht im täglichen Einerlei in der Liga. Schnell zeigte sich, dass diese Mannschaft der Mehrfachbelastung nicht gewachsen war, zumal der damalige Trainer Armin Veh doch deutlich weniger rochierte. Urplötzlich steckte man drin im Abstiegsstrudel. Im Winter steuerte Veh um, es ging nur noch um nackte Ergebnisse. Was blieb, waren zwei beeindruckende K.o.-Spiele gegen Porto, das Aus in Europa und eine Saison auf Platz 13. Die Blase war geplatzt.

Es bleibt der fade Nachgeschmack, dass damals, anders als in Mönchengladbach, eine prima Gelegenheit verpasst wurde. Da hätten die Weichen in eine andere Richtung gestellt werden, hätte es eine andere, womöglich risikoreichere strategische Ausrichtung geben können?

Gladbach spielt Champions League, die Eintracht im unteren Drittel der Liga


http://www.fr-online.de/eintracht-f...fbruch-statt-stillstand,1473446,30755422.html

Als Bruno Hübner seine Mission in Frankfurt begann, das ist jetzt auch schon ein paar Jahre her, da malte er mit Worten schöne Bilder. Der Sportdirektor der Eintracht war voller Feuer, konnte es gar nicht erwarten, diesen Koloss von einem Verein zu bewegen und in Wallung zu bringen, den schlafenden Riesen zu neuem Leben zu erwecken.

Er war überzeugt davon, diesen Kahn mit Schlagseite wieder flott zu bekommen. „Jeder, der hierher kommt, muss wissen, dass die Eintracht ein Topklub ist, der unter die ersten Sechs in der Bundesliga gehört“, sagte Hübner. Das war 2011

Über Eintracht Frankfurt hat sich nämlich eine merkwürdige Schwere gelegt, der Klub befindet sich im luftleeren Raum. Keiner weiß, wer eigentlich die Richtung vorgibt, und vor allen Dingen: Welche Richtung ist das?

Das liegt auch an den personellen Konstellationen. Der Aufsichtsrat wird erst am 8. Juni neu bestückt, dann wird Wolfgang Steubing den Vorsitz übernehmen. Das ist nur gut für den Verein. Der angesehene Börsenmakler hat nicht nur ein großes Herz für die Eintracht, er ist ein klarer Analytiker und kluger Macher, der nicht den Stillstand verwalten will. Er will vorankommen, anschieben, den Blick nach oben richten. So ist er gepolt.

Und es liegt an der Person von Heribert Bruchhagen, der in sein letztes Jahr als Vorstandschef geht. Der erfahrene Funktionär hat einen Stern mehr, kann Entscheidungen immer noch im Alleingang treffen und durchwinken. Aber er wird nicht mehr der große Alleinherrscher sein. Dazu ist er in seinem letzten Jahr zu schwach, dazu sind auch nicht mehr genügend Gefolgsleute an Bord.

Denn über eine Saison wie diese kann man nicht einfach so hinweggehen. In dieser Runde wurde eine große Chance verpasst, einige Schritte nach vorne zu kommen.

Es muss eine andere Philosophie hineingetragen werden. Der Verein muss aus der Deckung kommen, das Angestaubte abschütteln, die Langweile vor der Tür lassen. Aufbruch statt Stillstand. Aktiv sein, nicht verwalten. Ein etabliertes Mitglied der Bundesliga zu sein, heißt nicht automatisch, immer nur Platz zehn anzupeilen.

Die Eintracht muss ein Leitbild entwickeln, eine Idee haben, sie muss für etwas stehen. Ex-Trainer Armin Veh brachte das auf den Punkt: „Wo Eintracht draufsteht, soll auch Eintracht drin sein.“ Das galt damals für die Spielweise, es lässt sich aber auf den ganzen Klub ausweiten. Die Eintracht muss ihr Profil schärfen, die Marke sexyer machen, offensiver und angriffslustiger werden

Das Umfeld wünscht sich mehr Erfolg, mehr Zauber, mehr Glanz. Man vergleicht sich mit Gladbach und glaubt, ein Verein für die Top 6 der Liga zu sein, obwohl man das mit Ausnahme der Saison 12/13 , die vielen Frankfurtern wohl die Sinne vernebelt hat, zuletzt 1994 mit Stein, Yeboah, Bein und Co. war.

Die Kritik richtet sich in erster Linie gegen eine viel zu zaghafte Politik Bruchhagens, die Hoffnung stützt sich auf den designierten Aufsichtsratschef Steubing.

Man möchte also (mal wieder) den zweiten vor dem ersten Schritt machen! :zweifeln:
 
Die wahren Gründe wurden in diesen beiden Artkeln beschrieben:

http://www.fr-online.de/eintracht-f...fbruch-statt-stillstand,1473446,30755422.html
[...]
Die Kritik richtet sich in erster Linie gegen eine viel zu zaghafte Politik Bruchhagens, die Hoffnung stützt sich auf den designierten Aufsichtsratschef Steubing.

Man möchte also (mal wieder) den zweiten vor dem ersten Schritt machen! :zweifeln:

interessant ist dennoch, dass die neue führung rum um Steubing wohl auch nicht an TS glaubt und an dessen philosophie :/
 
interessant ist dennoch, dass die neue führung rum um Steubing wohl auch nicht an TS glaubt und an dessen philosophie :/

Schaaf steht aus Sicht vieler Frankfurter immer noch für Werder Bremen. Das Ziel aber ist offenbar... (siehe oben):

Die Eintracht muss ein Leitbild entwickeln, eine Idee haben, sie muss für etwas stehen. Ex-Trainer Armin Veh brachte das auf den Punkt: „Wo Eintracht draufsteht, soll auch Eintracht drin sein.“ Das galt damals für die Spielweise, es lässt sich aber auf den ganzen Klub ausweiten.
 
Verstehe ehrlich gesagt nicht, warum er jetzt in Frankfurt nicht einfach seinen Vertrag aussitzt. Schließlich stünde ihm ja noch einiges an Kohle aufgrund der Restlaufzeit zu. :ugly:
 
gut so. ich wünsche ihm, dass er das nächste mal einen platz findet, an dem seine arbeit auch angemessen gewürdigt wird.
 
Back
Top