@ DR AKR
Mir ging es, ich habe es noch einmal extra markiert
[...]wenn ein Spieler seinen Trainer derart über die Medien (in diesem Fall dem Hessischen Rundfunk) bloßstellt, weil er damit die Kompetenz seines Vorgesetzten öffentlich unterminiert.
Möglicherweise irre ich mich, aber ich kann mich nicht daran erinnern, daß in den letzten Jahren irgendein Werder-Spieler sicht derart über seinen Coach äußerte [...]
um den Tatbestand, daß ein Spieler die Kompetenz des Trainers öffentlich in Frage stellt. Hierzu kann man die Causa Vranjes bzw. Obraniak nicht zählen, denn subjektiven, öffentlich geäußerten Verdruß über eine wiederholte Nichtberücksichtigung kann man nun wahrlich nicht mit der Unterstellung von mangelnder Trainerkompetenz gleichsetzen, auch wenn dieser Weg zweifellos der falsche ist.
Daher sind die anderen öffentlichen Schlammschlachten (die sich bei Werder in den letzten Jahren gehäuft haben, während gleichzeitig immer noch die ach so heilen Werder-Familie proklamiert wurde) sind für die Betrachtung des Trainerkompetenz in Frage stellen vollkommen obsolet. Denn einem direkten Vorgesetzten öffentlich die Fähigkeiten abzusprechen geht über die "üblichen" Schlammschlachten hinaus, sondern geht schon eher in die Richtung von Insubordination.
Zu den medialen Unterschieden zwischen Bremen und Frankfurt: Diese sind unübersehbar, denn:
1. Ist der Konkurrenzkampf der Medien (auch mit ihren Online-Angeboten) in Frankfurt wesentlich härter; hier in Bremen gibt es den Weser-Kurier, der sehr moderat kritisiert, die Blöd und jenseits der Stadtmauern die Kreiszeitung, die im Großraum Bremen wohl über die höchste Fußballkompetenz verfügt. In Frankfurt buhlen dagegen gleich 4 Zeitungen (FAZ, Frankfurter Rundschau, Frankfurter Neue Presse, Blöd) + die Umlandblätter um die Gunst der LeserInnen, so daß dort auch "schärfer" berichtet wird, denn bekanntermaßen lassen sich schlechte Nachrichten immer noch am besten verkaufen.
2. Sind die Bremer Medien in Bezug auf Werder "von Natur aus" zurückhaltend als anderswo. Ob es an der zurückhaltenden Bremer Mentalität liegt, oder es noch die Nachwirkungen der WLOR-Ära sind, wo mit Ausnahme von Rolf Töpperwien, dem Radio Bremen Unterhaltungsmoderator Karl-Heinz Calenberg sowie dem WK-Sportchef Heinz Fricke (der jeden noch so grottigen Kick als Fußballfest hochstilisierte - @Norge, da ist er wieder

) beinahe jeder Journalist in Generalverdacht stand, Werder ans Bein pinklen zu wollen und dementsprechend kuschte, um überhaupt an Informationen über Werder zu kommen, kann man nicht beurteilen. Vermutlich ist es aber eine Kombination aus beidem.
3. Gerade die Eintracht ist ähnlich wie z.B. Schalke oder der 1.FC Köln immer für Negativschlagzeilen gut, denn der Spitzname "Zwietracht Zankfurt" kommt ja nicht von ungefähr,