Und dabei wird gerne außer acht gelassen, daß TS wenige Wochen zuvor, nach dem 0:3 gegen die Radkappen, bereits indirekt seinen Rücktritt angeboten hatte ("Wenn ich im Wege stehen sollte, dann gehe ich gerne zur Seite."). Das hindert jedoch nicht, die Mär einer mehr oder weniger eigenmächtigen Entlassung durch TE auch Monate danach weiterzupflegen, denn offensichtlich braucht man einen Sündenbock.
Ein etwas verdrehte Aussage, wie ich finde.
Die einzige "Mär", die einige hier krampfhaft versuchten, unters Volk zu bringen, ist doch eher die, dass es sich ja quasi gar nicht um eine Entlassung im eigentlichen Sinne gehandelt habe (mehr so ein Rückzug, eine einvernehmliche Vertragsauflösung). Diese verdrehten Darstellungen gingen am Ende sogar soweit, dass nach Meinung einiger Experten hier die Bezahlung zweier paralleler Trainerteams noch nicht einmal Mehrausgaben verursachte.
Ich denke, da sind die Erkenntnisse/Darstellungen hier inzwischen - glücklicher Weise - wieder etwas näher an die Realität gerückt. Natürlich war das ein Rausschmiss/eine Entlassung im herkömmlichen Sinn (mit dem üblichen unangenehmen Herumgeeiere der verantwortlichen Rausschmeißer).
Da wir das aber nun inzwischen lange geklärt haben, braucht jetzt nicht wirklich noch wieder einer um die Ecke kommen und diese alten Märchengeschichten, von wegen "der Trainer wollte ja auch gern selber gehen" aufzuwärmen. Davon werden die nicht wahrer und das bringt auch nichts in Bezug auf die aktuelle Diskussion.
Nein - Eichin (und die Männer im Hintergrund) haben die Entscheidung getroffen, den Trainer zu entlassen (1) und sie haben die Entscheidung getroffen, Robin Dutt als Trainer zu verpflichten (2). Diese Entscheidungen kann man sicher beide vertreten - gar keine Frage. Aber zu diesen Entscheidungen haben die Verantwortlichen auch ohne wenn und aber zu stehen.
Und - so sehr immer reklamiert wird, es bräuchte 2-3 Saisons, um wieder etwas weiter nach vorn zu kommen (in meinen Augen albern, aber egal), so sehr sollte doch wohl klar sein, dass es auch länger als ein paar Spieltage dauert, bis man eine etwas fundiertere Idee dazu entwickelt, ob die Entscheidung des Sportdirektors, den Trainer auszutauschen, etwas bewegt hat oder nicht. Da war auch ich Anfang der Saison noch längst nicht so fest in meiner Einschätzung, wie ich es inzwischen bin. Wenn man da eine gewisse Entwicklung im spielerischen oder taktischen Bereich hätte erkennen können, wäre die Diskussion über die Frage nach dem Sinn des Trainerwechsels sicher schon längst nur eine winzige Randerscheinung (ich hätte dieses Thema dann sicher nicht mehr erwähnt). Da diese Entwicklung bislang allerdings allein in der Phantasie einiger Werder-Anhänger stattgefunden hat, wird natürlich auch die Frage nach dem Sinn des Trainerwechsels weiterhin gestellt. Das lässt sich kaum verhindern. Da könnte nur ein - wenigstens zarter - sportlicher Aufwärtstrend für Ruhe sorgen. Ein Heimsieg gegen den Tabellenletzten wäre da ein guter Anfang gewesen ...