@coke
Ist schon korrekt, aber in Augsburg kam noch hinzu, dass man nach 90 Sekunden 1:0 hinten lag und das ohne vorher einen Zweikampf zu führen. Da fehlt einfach die Einstellung.
Gegen solche Gegner ist es extrem wichtig, dass du in Führung gehst, damit du diese Freiräume bekommst, die jetzt eben nicht da waren. Es ist aber mittlerweile fast zur Gewohnheit geworden, dass wir Auswärts in den ersten 15 Minuten das erste Gegentor geschluckt haben.
Klar, das frühe Gegentor war auch ein Faktor, aber mal ehrlich: In der Zeit zwischen Gegentor und Ausgleich wurde am ehesten das gespielt, was man Fußball nennen kann.
Ich habe immer (nicht nur gegen Augs- und Freiburg) das Gefühl, dass es der Mannschaft an Cleverness fehlt. Man muss nur die bisherigen Spiele durchgehen
Dortmund: Das einzige Spiel, dass man durchgehend als gelungen bezeichnen kann, die Niederlage war unglücklich, darf aber im Endeffekt gegen Dortmund passieren.
HSV: Eigentlich kein Gegner in der damaligen Form. Aber die grundlegende Problematik war schon zu sehen. Werder bemüht in der Offensive viel mehr Spieler als eigentlich nötig wären, und ist nach hinten in mehreren Aspekten offen. Zum einen ist niemand da, der verunglückte Abschlüsse aufnehmen kann (man sehe sich mal an, wie oft Werder Abpraller weiterverarbeiten kann, also nach einem Erstabschluss noch gefährlich ist, und wie oft das den Gegnern gelingt, das ist mitunter katastrophal), zum anderen ist man für Gegenstöße offen.
H96: Die Leistung gegen Hannover war mit der gegen Dortmund vergleichbar, wobei Bremen hier sogar das Spiel bestimmte. Das Tor in der letzten Minute war unglücklich (bzw. mit ein bisschen mehr Cleverness gar nicht gefallen)
Stuttgart: Erste Halbzeit in Ordnung, vor allem, weil Bremen sein Spiel über die Flügel aufziehen konnte, und auch genug Platz hatte. In der zweiten ein komplett anderes Spiel, weil Stuttgart eben diesen Platz nicht mehr hergab. Das war das erste mal in dieser Saison, dass Bremen "sein Spiel" nicht aufziehen konnte, weil der Gegner es durchschaut hatte, und nicht mehr zulies. Die restlichen Spiele der Saison laufen genau gleich ab. Hier fehlt ein Plan B, ein Idee, wie man es noch machen könnte (hier zum Beispiel den Gegner laufen lassen). Werders Spiel ist extrem gefährlich, wenn der Gegner es zulässt, aber sehr leich auszuhebeln (im Prinzip ist der Ofen aus, wenn die Außen bedrängt werden, durchs Zentrum geht eh praktisch nichts, mangels Spielermaterial.
Freiburg: Wie oben geschrieben. Agressivstes Pressing. Im Prinzip die gleiche Situation wie gegen Stuttgart in Hälfte zwei, nur fast 90 Minuten durch (und mit erheblich mehr Aufwand auf Seiten der Freiburger). Wenn Werder der Platz genommen wird, geht nichts mehr. Wenn Freiburg keinen Einbruch gehabt hätte, wäre die Partie wohl auch verloren gegangen. Die Bremer Tore waren imo keine Folge einer Leistungssteigerung auf Bremens Seite
Bayern: 80 Minuten war das mehr, als man nach den vorherigen zwei Partien erhoffen konnte. Aber anstatt wie sonst immer zu viele Leute für die Offensive zu opfern, wurde diese komplett aufgegeben. Kann man gegen Bayern machen, muss man aber nicht. Zumal hier eigentlich wieder mal der Platz da gewesen wäre, der fürs Bremer Spiel notwendig ist.
Augsburg:
viel mehr muss man dazu nicht sagen. Aber die gleichen Grundprobleme wie seit der zweiten Halbzeit gegen Stuttgart.