Ich habe einfach derzeit den Eindruck, dass wir, wenn die sogenannten Rädchen und Automatismen (und wie diese ganzen Phrasen noch so gehen) greifen, eben wieder auf dem Weg dahin sind, dass die Vorteile dieser Spielweise die Nachteile überwiegen. Mit Leuten wie Elia, de Bruyne, Arnautovic und Akpala kannst Du halt Tempofußball und schnelles Umschaltspiel praktizieren, gerade wenn Du auch noch Leute wie Hunt und Junuzovic hast.
Was die flexibleren Möglichkeiten durch den ausgewogeneren Kader angeht, der mMn vor allem deshalb ausgewogen ist, weil die Ich-AG`s und damit das Konzentrieren des gesamten Spiels auf indivduell herausragende Akteure weggefallen ist, da bin ich bei Dir.
Ich glaube nur nicht, dass die Vorteile dieser Spielweise die Nachteile noch überwiegen werden. Es hat mE Gründe, dass eben genau diese Spielweise Werder`s vor ein paar Jahren anfing, sich zu überleben und mehr und mehr nachteilig auszuwirken, und die sehe ich nicht nur in der verfehlten Transferpolitik.
... man hat nie den Eindruck, dass die nicht wollen oder können. Damit kann ich mich identifizieren.
Weil die Mischung stimmt. Und eines kann Schaaf zweifelsohne, wenn ersteres gegeben ist - einer Truppe den Rücken stärken und Selbstvertrauen einhauchen.
Kann irgendwer in diesem wirren Geschreibsel einen Sinn entdecken?
Ich.
Glaube er meint, dass Werder`s Mannschaft trotz aller Flexibilität im Spiel nach vorn, wie es scheint, insgesamt zu eindimensional agiert, taktisch, strategisch und auch spielerisch und damit ein altes, aber nicht unerhebliches Defizit fortbesteht. Sehe es genauso.
Nur finde ich nicht, dass die Spieler dergestalt falsch eingesetzt werden (Ausnahme Bargfrede), dass es sich auswirkt.
@Fdb
Drei Punkte sollten wir dabei dennoch bedenken: Erstens möchte Werder gerne wieder das verkörpern, was einen gewissen Bekanntheitsgrad eingebracht hat.
Zweitens sollte ein Trainer von seiner Idee überzeugt sein bzw. überhaupt eine klare Idee vom Fussball haben. Nur so kann er zielführend gestalten und so kommen viele gute Trainer erst zu ihren Erfolgen. Beides zusammen hält Werder für den richtigen Weg und grundsätzlich ist`s in der Kombination ja auch nicht abwegig.
Und drittens, in Folge von erstens und zweitens, stehen dort im Gegensatz zu uns (anonymen Schwätzern

) Entscheidungsträger in der Verantwortung, die das bestmögliche rausfiltern wollen und müssen und die deshalb kompromissbereiter sind und mit weniger, distanzierter Klarheit denken und handeln werden, als wir das gerne hätten.
Mir fehlt da trotzdem irgendwie der Blick über den Tellerrand, auf die Erfordernisse erfolgreichen Fussballs.
Zudem ist, Spielidee hin oder her, nun mal eher normal, dass es sich irgendwann in einem Verein überlebt, weshalb es so viele Trainerwechsel gibt und kaum einen, der länger als 5 Jahre im Amt ist. Wobei die sehr guten Trainer (die auch selten vor Rauswürfen gefeit sind) sich innerhalb ihrer eigenen Philosophie eben noch das entscheidende Quäntchen weiterentwickeln und fast überall konzeptionell und erfolgreich arbeiten.