Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
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Hört sich zunächst sehr positiv an. Welcher Werder-Fan würde diese Aussage nach dem Erlebnis des letzten Spiels nicht unterstützen ?

Nachdem ich darüber noch ein zweites Mal nachgedacht habe fällt mir dazu ein: Er ist doch derjenige, der als verantwortlicher Cheftrainer endlich mal die erfolgversprechende Variante vorgeben sollte !

M.E. zeigt diese Bemerkung sehr gut, das meine Befürchtungen stimmen:

* Es gibt seitens des Cheftrainers keine genauen Vorgaben für die Mannschaft, WIE man im defensiven Mittelfeldspiel gemeinsam agiert, um den Gegnern eben nicht mehr ein so offenes Spiel "zu schenken".

* TS überlässt im Defensivspiel des Mittelfelds vieles den individuellen Anstrengungen der einzelnen Spieler.

Genau daran macht sich die Kritik fest.
 
@Sofatester:

Er hat auf der PK Stellung bezogen und auch zu Aspekten etwas gesagt, die in den letzten Spielen nicht passten. Das Team ist noch nicht 100% eingespielt aber hat Spaß und Freude daran, die "Dinge" aufzuarbeiten und sich zu verbessern.

Das strahlt doch auch förmlich jedes Interview aus und die Spieler sagen es nicht, weil Sie müssen, sondern, weil Sie gewinnen wollen.

Red Dich jetzt erstmal nicht weiter in Rage, sondern schau Dir das nächste Spiel erstmal an. Ansonsten bekommt Deine Platte nachher noch womöglich wirklich nen riss über die Rille... ;)
 
Unter dem Strich muss man dann einfach sagen: Eine Mannschaft, die spielerisch deutlich besser ist und dann häufig trotzdem nicht gewinnt, macht zuviele Dinge falsch.

Unter dem Strich würde ich da sagen das eher deine Wahrnehmung vollkommen falsch ist, zumindest wenn du ernsthaft von "seit 7 Jahren" spricht.

In den 7 Jahren haben wir als spielerisch stärkere Mannschaft deutlich öfter gewonnen und nicht signifikant öfter gegen vermeintlich schwächere Mannschaften verloren als dies anderen spielstarken bzw favorisierten Mannschaften passiert.
 
Ein Quentchen mehr "Gelassenheit" und "Cleverness" könnte Werdermannschaften bisweilen mE gut vertragen. Sprich: Ein Rhythmuswechsel bspw. um mal galant zuschlagen zu können, habe ich bspw. seltenst bis nie gesehen.

Ich habe, ähnlich wie Sofatester, das Gefühl, dass da noch erhebliches Potential ungenutzt auf der Strecke bleibt. Das: mit "Hirn" spielen statt mit Kraft, Ausdauer.
 
Nachdem ich darüber noch ein zweites Mal nachgedacht habe fällt mir dazu ein: Er ist doch derjenige, der als verantwortlicher Cheftrainer endlich mal die erfolgversprechende Variante vorgeben sollte!

M.E. zeigt diese Bemerkung sehr gut, das meine Befürchtungen stimmen:
* Es gibt seitens des Cheftrainers keine genauen Vorgaben für die Mannschaft, WIE man im defensiven Mittelfeldspiel gemeinsam agiert, um den Gegnern eben nicht mehr ein so offenes Spiel "zu schenken".
* TS überlässt im Defensivspiel des Mittelfelds vieles den individuellen Anstrengungen der einzelnen Spieler.
Genau daran macht sich die Kritik fest.
:tnx: Deckt sich im grossen Ganzen mit meinen Eindrücken.

Erstens das, aber was mich in den meisten Diskussionen hier zuletzt stört, ist ein zweiter Aspekt, das Gerede von "es werden schon die Ergebnisse kommen" weil die "Mannschaft zeigt wie gut sie ist" usw. Das kann möglicherweise klappen. Kann. Doch dabei wird mir die – mögliche und gerade Werder nicht unbekannte - Kehrseite des Ganzen unterschätzt. So wie Werder spielt, in einigen Phasen unter totalem Risiko, unter der üblichen Vernachlässigung von Ordnung und Organisation des eigenen Spiels (mindestens nach Ballverlust), besteht die Gefahr immer, (zu) viele Gegentore zu fressen. Die irgendwann nicht mehr auszugleichen sind.

Ja, wir waren besser, in einigen Belangen und in der zweiten HZ sogar deutlich. Dass Hannover, mal abgesehen von den typischen Werder-Fehlern, die ersten beiden richtigen Angriffe sofort verwertet, macht beinahe jede Strategie wertlos. Zunächst. Aber Werder` s Verhalten nach dem 2:2 hat mir wieder mal gezeigt, wo der Weg hinführt.
Dabei sind gerade die Duelle in Hannover typisch. Mit dem normalen Glück und unter günstigeren Umständen gewinnst Du so ein Spiel. Auch letzte Saison beim 2:3 war`s ähnlich. Die Saison davor beim 1:4 fehlte eben in jeder Form die individuelle Klasse, aber Kontertore haben wir da genauso bekommen, eine echte Spielstrategie, einen Plan B in Rückstand hatten wir da auch nicht. Davor beim 3:4 war die Schieri-Leistung noch viel schlechter als die Sa. von Aytekin, Werder verlor ähnlich unglücklich, jedoch dreimal ausgekontert. Du konntest diese Spiele immer gewinnen, verlierst sie aber oft. Genau das ist für mich der Punkt. Dass wir fast immer 3 oder 4 Gegentore bekommen und vor allem auf welche Weise und in welchen Spielphasen.

Wir saßen Samstag noch länger nach Abpfiff im Stadion und wer gesehen hat, wie niedergeschlagen die Jungs waren, besonders Arnautovic, Hunt oder Sokratis, der weiss, auf welch schmalem Grat Werder gerade auf mentaler Ebene wandelt. Wir haben eine Mannschaft, die viel Herz, Engagement und Aufwand in die Waagschale wirft, was ich Schaaf zuschreibe, die aber bis dato kaum Erträge einfährt, weil viel zu oft und unnötig ins Verderben rennt. Sollten nicht bald genug Punkte/ gute Ergebnisse auf der Habenseite stehen, mag ich mir bei so` ner jungen Truppe gar nicht ausmalen, was passiert, wenn Selbstvertrauen Frust und Verunsicherung weicht. DAS ist die Kehrseite bzw. könnte es sein, die irgendwie in den Diskussionen unberücksichtigt bleibt.

Zudem liegt mMn der Vorteil dieser Spielweise doch eher in solchen Begegnungen wie in Hannover oder in Dortmund, weil Werder da nicht unbedingt Favorit ist, aber mit einer optimistisch-offensiven und mutigen Gangart a) diese Kontrahenten beeindrucken kann und b) doch mal Räume vorfindet sowie einen kurzen Weg zum Tor hat. Gegen Gegner, die auf dem Papier schlechter, dafür aber einigermaßen gut organisiert sind, schlagen sich diese Defizite mMn meistens zuungunsten der Stärken nieder, sofern der Spielverlauf es nicht besonders günstig mit Werder meint.

Was ist denn mit den Kerndefiziten der letzten Jahre?
- wir kassieren schon wieder in 4 Spielen 3mal spielentscheidende Kontergegentore, Münster, Dortmund, Hannover, obwohl genau diese fehlende Balance in zunehmender Intensität und das Nichtangehen dieser DINGE der Anfang vom Ende unserer guten Zeiten war, die im Prinzip schon vor 2008 abebbten
- das Sechser-Problem. Also langsam glaub ich fast, dass es einfach Werder-Glück, dass Magath seinerzeit den Baumann-Transfer einleitete, weil er wusste, was dass für ein Spieler war. Den Bargfrede - Auftritt in Hannover in Kombination mit der ungenügenden Raumaufteilung und Grundordnung hätte der Trainer angesichts der letzten 2 Jahre PB durchaus erahnen können. Die lange überfällige Auswechslung war nicht nur für manche Werder-Zuschauer eine Erlösung. Die Truppe bekam danach noch mal einen Schub. Ich frage mich zwar, ob Trybull tatsächlich so katastrophal in der Zweiten spielen und trainieren muss, um in der Rangordnung hinter PB zu stehen, kann es aber letztlich zu wenig beurteilen, weil mir die genauen Hintergründe unbekannt sind

Es wurde an zwei Stellschrauben gedreht, die Hierarchie sowie Charaktere als Team zu verändern und das alte, kreative Chaos wiederzubeleben. Dies rechne ich KATS an. Ich finde nur nicht, dass das reicht. Wenn die Tiefen-Analyse der letzten Jahre ergeben hat, dass wir nur eine bessere Mischung innerhalb des Kaders und schöneren Offensivfussball brauchen, hat man mMn diese bei weitem nicht ausreichend betrieben. Weil mMn nicht an den Ursachen, sondern nur an deren (augenscheinlichen) Folgen versucht wurde, etwas zu verändern.

Wir leben momentan einzig von der relativ gut funktionierenden Offensive und in der Hinsicht insbesondere von der Klasse Hunt` s und de Bruyne` s. Aber auch Arnautovic oder Junuzovic kommen in ihren Rollen besser in` s Spiel, und gerade bei letzterem wurde man hier ja vergangene Rückrunde angemacht, wenn betont wurde, dass er von den Anlagen her ein guter Fussballer sei. Dass diese Jungs sich so entfalten können, ist für mich allerdings eindeutig Schaaf` s Werk. Und solange ein "ungefähres" Pressing unter Mithilfe dieser (funktionierenden) Offensive dem Grunde nach gut passt, taugt es, jedenfalls phasenweise, auch als defensiv- strategisches Stilmittel. Klar. Aber es ist letztlich immer ein Tanz auf Messers Schneide und in meinen Augen ziemlich naiv. Ich glaube einfach nicht, dass wir damit – in Summe - erfolgreich sein werden, lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

Nächste Woche Sonntag wissen wir schon mehr.
 
Wir haben gegen Dortmund ein Spielentscheidendes Kontergegentor kassiert? :confused:

War das 2:1 für Dortmund ein Konter?

Ja, wir waren besser, in einigen Belangen und in der zweiten HZ sogar deutlich. Dass Hannover, mal abgesehen von den typischen Werder-Fehlern, die ersten beiden richtigen Angriffe sofort verwertet, macht beinahe jede Strategie wertlos. Zunächst. Aber Werder` s Verhalten nach dem 2:2 hat mir wieder mal gezeigt, wo der Weg hinführt.

Und die Frage hier lautet doch: Wischt das möglicherweise etwas überdrehte anrennen der Mannschaft nach dem 2:2 das durchaus vernünftige Verhalten bis zu eben jenem Tor weg?

Sind also neben diesen negativen Ansätzen nicht genauso auch die positiven vorhanden?

Wohin dann aber letztlich die Entwicklung geht, da sind wir uns einig, bleibt abzuwarten.
 
@Blacki84
Natürlich, in meiner Erinnerung das 1:0.

Die guten Ansätze hab ich erwähnt. Und wir könnten die Schwächen auch als der normalen Entwicklung einer jungen Truppe und dem Saisonbeginn geschuldet ansehen, wenn einem so einiges nicht derart bekannt vorkäme.

Wie gesagt, es ist ein Vabanquespiel. Schaaf`s Mannschaften kamen früher oft zu Mitte und gegen Ende der Runden ins Rollen, da stimmten öfter zudem die Ergebnisse. Aber das war eine andere Zeit, andere Konkurrenz, etwas anderer Fussball. Deshalb meine Befürchtungen, die ich mit Sofatester teile.
 
Ja ich denke das ist die Frage: Sind es die normalen schwächen einer jungen Mannschaft oder sind es die typischen schwächen eines Systems von TS?

Lässt sich natürlich jetzt noch nicht beantworten.
Mir machen da die positiven Ansätze eher Mut, aber das kann natürlich jeder halten wie er möchte.

Das 1:0 war allerdings nicht spielentscheidend, auf diese Feststellung muss ich trotzdem bestehen :p


:beer:
 
Das wir TS bis mindestens Ende Mai 2014 als Trainer haben, ist mir auch klar, alles Andere wäre eine Sensation. Da das nunmal so ist, ruft diese Hilflosigkeit und das Wissen, dass man die nächsten fast zwei Jahre noch unzählige Male die gleichen Situationen ertragen muss wie seit 2005 doch eine gewisse Schnauze-voll Haltung hervor.

Was war 2005? :confused:

Es tut einfach richtig körperlich weh, wenn man sieht, mit welcher Mühe, läuferischem Aufwand, technischer Rafinesse und spielerischem Können wir ein Tor schiessen und dann trotz deutlicher Feldüberlegenheit ganz schnell mit ein zwei billigen Pässen der Gegner frei vorm Tor auftaucht und trotz aller Unterlegenheit selber mühelos Tore gegen uns schiesst, womöglich noch mehrfach und damit gewinnt. Man fühlt sich da dann irgendwie Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;).

Persönlich? Von Schaaf? Ich fühle mich nicht Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;)! Ich sehe einen deutlichen Fortschritt zu den vergangenen 2 Jahren. Deine Beobachtung zu den davor liegenden 5 Jahren teile ich überhaupt nicht. Wir sind viele Jahre absolut dominant aufgetreten, haben viele Tore geschossen, viele Punkte eingefahren und große Efolge erzielt. Trotz einiger Gegentore. Wo ist Dein Problem? Möchtest Du lieber einen Fußball à la italienischem "Catenaccio" sehen? Ich definitiv nicht!

Unter dem Strich muss man dann einfach sagen: Eine Mannschaft, die spielerisch deutlich besser ist und dann häufig trotzdem nicht gewinnt, macht zuviele Dinge falsch.

Bei mir kommt hinzu, das ich nicht verstehen kann, dass man sich sowas 7 lange Jahre ansieht und dann die Wurzel des Übels im Defensivspiel immer noch nicht anpackt.

In den letzten 2 Jahren hat unsere Mannschaft in der Tat viel falsch gemacht. In den vielen Jahren davor eher nicht. Wie es in diesem Jahr sein wird, kann man derzeit höchstens "im Kaffeesatz lesen". Alles andere ist unseriös. In Dortmund hat man gut gespielt, in Hannover zu spät aufgewacht. Das ist sicher auch irgendwie typisch für Werder-Mannschaften, wurde von Dir offenbar noch nicht einmal angesprochen, oder? Dennoch hat die Mannschaft gut gespielt, insbesondere in der 2. Halbzeit. Nicht, dass ich mit der Situation zufrieden wäre. Aber: Sowohl in Dortmund las auch in Hannover kann man verlieren. Es ist noch nichts passiert. Ich habe von Dir seit dem Hannover-Spiel noch nicht gelesen, dass esjetzt theoretisch auch positiv weitergehen könnte. Durch die "Schwarzmalerei" fühle ich mich irgendwie "Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;)"! :roll: Entschuldigung! :(


Und dann muss man sich die immer gleichen Ausreden über eine "fehlenden Balance, an der man noch arbeiten müsse" anhören.

Trotz aller System- und Personalwechsel wird nun schon angeblich seit 7 Jahren völlig erfolglos an dieser "Balance" gebastelt, wie die immer wieder sehr großen Räume für den Gegner, die vielen auch von schlechten Gegnern leicht erzielten Gegentore, die hohe insgesamte Anzahl von Gegentoren und der unverhältnismäßig hohe Aufwand auch für knappe Siege leider zeigen.

Das gefällt mir halt gar nicht.

Ausreden? Nichts verstanden! Entschuldigung!:( Wie kann man das als "Ausrede" titulieren? Bei solch einem Umbruch? Wie konnte man es in den letzten Jahren so bezeichnen, bei dem Verletzungspech? Die angesprochenen Umstände waren und sind sicher nicht die einzigen Gründe für mangelnden Erfolg. Es aber als Ausrede auszulegen, beweist, dass Du inzwischen weit von einer "sachlichen Analyse" der Situation entfernt bist!

Ich ziehe mal einen Vergleich zu den früheren (?) Problemen um die LAV-Position. Da hat man ja auch nicht gejubelt, wenn ein toller neuer Mittelstürmer oder 6er verpflichtet wurde, weil trotzdem auf LAV immer wieder neue Notnägel eingesetzt wurden oder Spieler, die auch nicht besser waren, als der gescheiterte Vorgänger. Da wurde ja auch gefordert, diese "Baustelle" endlich richtig zu bearbeiten.

Guter Vergleich! :daumen: Sollen wir auf der Trainerposition tatsächlich genauso vorgehen, wie auf der des LAV? So meinst Du es doch? Das wäre ein einziges Desaster! Wir haben auf der Trainerposition das Glück, einen hervorragenden Mann zu haben, der bereit ist, langjährig für Werder zu arbeiten. Ich wäre glücklich gewesen, wenn uns das seinerzeit auf der von Dir angesprochenen Position mit einem Ümit Davala auch gelungen wäre! Einen anderen sinnvollen Schluss kann ich aus Deinem Vergleich nicht ziehen! Sorry!

Unter dem Strich würde ich da sagen das eher deine Wahrnehmung vollkommen falsch ist, zumindest wenn du ernsthaft von "seit 7 Jahren" spricht.

In den 7 Jahren haben wir als spielerisch stärkere Mannschaft deutlich öfter gewonnen und nicht signifikant öfter gegen vermeintlich schwächere Mannschaften verloren als dies anderen spielstarken bzw favorisierten Mannschaften passiert.

:tnx: Ich kann mich an viele Kantersiege gegen bzw. bei eher schwachen Gegnern erinnern, die überraschenden Niederlagen waren jahrelang eher die Ausnahme. In einer Saison (2006/07 ) haben wir mehrmals 6 Tore auswärts geschossen (in Mainz, in Bochum, in Freiburg). Klare Siege gegen die meisten "Kleinen waren jahrelang "Standard" für Werder! Sofatesters Beobachtungen kann ich für die Jahre vor 2009 nicht wirklich nachvollziehen. Der derzeitige Frust scheint ihn ein wneig zu "blenden", oder?
 
...Erstens das, aber was mich in den meisten Diskussionen hier zuletzt stört, ist ein zweiter Aspekt, das Gerede von "es werden schon die Ergebnisse kommen" weil die "Mannschaft zeigt wie gut sie ist" usw. Das kann möglicherweise klappen. Kann. Doch dabei wird mir die – mögliche und gerade Werder nicht unbekannte - Kehrseite des Ganzen unterschätzt. So wie Werder spielt, in einigen Phasen unter totalem Risiko, unter der üblichen Vernachlässigung von Ordnung und Organisation des eigenen Spiels (mindestens nach Ballverlust), besteht die Gefahr immer, (zu) viele Gegentore zu fressen. Die irgendwann nicht mehr auszugleichen sind.

Natürlich hast Du hiermit recht. Was aber genauso stört wie die Aussage "Die Ergebnise werden schon kommen" ist der Zweifel daran, mit dem Hinweis, man habe in Dortmund und Hannover verloren! Da verlieren auch noch andere.

Aber Werder` s Verhalten nach dem 2:2 hat mir wieder mal gezeigt, wo der Weg hinführt.

Du meinst, wo er hinführen könnte!, oder?


Dabei sind gerade die Duelle in Hannover typisch. Mit dem normalen Glück und unter günstigeren Umständen gewinnst Du so ein Spiel. Auch letzte Saison beim 2:3 war`s ähnlich. Die Saison davor beim 1:4 fehlte eben in jeder Form die individuelle Klasse, aber Kontertore haben wir da genauso bekommen, eine echte Spielstrategie, einen Plan B in Rückstand hatten wir da auch nicht. Davor beim 3:4 war die Schieri-Leistung noch viel schlechter als die Sa. von Aytekin, Werder verlor ähnlich unglücklich, jedoch dreimal ausgekontert. Du konntest diese Spiele immer gewinnen, verlierst sie aber oft. Genau das ist für mich der Punkt. Dass wir fast immer 3 oder 4 Gegentore bekommen und vor allem auf welche Weise und in welchen Spielphasen.

Du meinst die letzen 3 Jahre in Hannover, oder? In der Saison davor haben wir dort 5:1 gewonnen!

...Sollten nicht bald genug Punkte/ gute Ergebnisse auf der Habenseite stehen, mag ich mir bei so` ner jungen Truppe gar nicht ausmalen, was passiert, wenn Selbstvertrauen Frust und Verunsicherung weicht. DAS ist die Kehrseite bzw. könnte es sein, die irgendwie in den Diskussionen unberücksichtigt bleibt.

Wer lässt denn die Kehrseite unberücksichtigt? Sofatester wird doch nicht müde, davor zu warnen? Im Moment spricht mMn. aber mehr für Erfolgserlebnisse als für Negativerlebnisse. Aber, ich weiß, dass das durchaus nicht jedermanns Meinung ist! Schaun`mer mal!

Zudem liegt mMn der Vorteil dieser Spielweise doch eher in solchen Begegnungen wie in Hannover oder in Dortmund, weil Werder da nicht unbedingt Favorit ist, aber mit einer optimistisch-offensiven und mutigen Gangart a) diese Kontrahenten beeindrucken kann und b) doch mal Räume vorfindet sowie einen kurzen Weg zum Tor hat. Gegen Gegner, die auf dem Papier schlechter, dafür aber einigermaßen gut organisiert sind, schlagen sich diese Defizite mMn meistens zuungunsten der Stärken nieder, sofern der Spielverlauf es nicht besonders günstig mit Werder meint.

Das Spiel und das Ergebnis gegen Hamburg sind eigentlich ein glatter "Gegenentwurf" zu dieser Aussage!

Was ist denn mit den Kerndefiziten der letzten Jahre?
- wir kassieren schon wieder in 4 Spielen 3mal spielentscheidende Kontergegentore, Münster, Dortmund, Hannover, obwohl genau diese fehlende Balance in zunehmender Intensität und das Nichtangehen dieser DINGE der Anfang vom Ende unserer guten Zeiten war, die im Prinzip schon vor 2008 abebbten

Vor 2008? Seit dem Abgang von Klose? Trotz Diego? Trotz CL-Quali? Trotz EL-Finale? Mit den Erfolgen steigen die Ansprüche, oder?

- das Sechser-Problem. Also langsam glaub ich fast, dass es einfach Werder-Glück, dass Magath seinerzeit den Baumann-Transfer einleitete, weil er wusste, was dass für ein Spieler war.

Beim 6er Problem gebe ich Dir recht. Seit Baumanns Karriere-Ende haben wir auf der Position ein Problem. Ich habe bisher nie gehört, dass Magath den geholt hat. Bisher habe ich immer und überall gelesen, dass Schaaf den Baumann noch vorm Nürnebrger Abstieg direkt angesprochen und persönlich von Werders neuer Philosophie überzeugt hat. Baumann war Schaafs erster Einkauf!

Es wurde an zwei Stellschrauben gedreht, die Hierarchie sowie Charaktere als Team zu verändern und das alte, kreative Chaos wiederzubeleben. Dies rechne ich KATS an. Ich finde nur nicht, dass das reicht. Wenn die Tiefen-Analyse der letzten Jahre ergeben hat, dass wir nur eine bessere Mischung innerhalb des Kaders und schöneren Offensivfussball brauchen, hat man mMn diese bei weitem nicht ausreichend betrieben. Weil mMn nicht an den Ursachen, sondern nur an deren (augenscheinlichen) Folgen versucht wurde, etwas zu verändern.

Wiederbelebung des kreativen Chaos`? Muss man das verstehen? Hast Du überdies die Einkäufe von Sokratis, Gebre Selassie, Lukimya übersehen? Die sind sicher nicht für den kreativen Bereich eingekauft worden. Die sportliche Leitung wird sich etwas dabei gedacht haben. Warum ignorierst Du das?

.. Und solange ein "ungefähres" Pressing unter Mithilfe dieser (funktionierenden) Offensive dem Grunde nach gut passt, taugt es, jedenfalls phasenweise, auch als defensiv- strategisches Stilmittel. Klar. Aber es ist letztlich immer ein Tanz auf Messers Schneide und in meinen Augen ziemlich naiv.
Ich glaube einfach nicht, dass wir damit – in Summe - erfolgreich sein werden, lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

Nächste Woche Sonntag wissen wir schon mehr.

Ich glaube, dass wir erfolgreich sein werden. Wobei wir beide vermutlich unterschiedliche Definitionen von Erfolg haben werden. Wenn wir uns für Europa qualifizieren, ist das für mich ok. Egal, wieviele Gegentore wir dafür kassieren mussten! ;)
 
Aber Werder` s Verhalten nach dem 2:2 hat mir wieder mal gezeigt, wo der Weg hinführt.

Das ist der Punkt, der mir auch sauer aufgestoßen ist bzw. immer noch sauer aufstößt. Warum schafft man es nicht, ein Ergebnis auch mal zu verwalten? Warum können Werder- Mannschaften das seit Jahr und Tag nicht? Und auch ich glaube, dass wir uns gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel deutlich schwerer tun werden als gegen Dortmund und Hannover auswärts.
 
Das sehe ich anders. Kopf hochnehmen, realisieren, dosieren lernen, zur richtigen Zeit die Akzente setzen, anfangs mit aller Konsequenz auch ruhig mal dem Gegenspieler auf die Socken gehen, weil, man will ERFOLG!

Hinten nix zulassen und Vorne 3 schießen!
 
Ich würde sagen, sie müssen ihre Chancen besser nutzen!

Und noch eine Schippe drauflegen, so wie ihr Trainer es von ihnen erwartet.
Aber was Schaaf will interessiert hier anscheinend niemanden. ;)


Zitat von Weser Kurier:
Schaaf:"...Die Mannschaft muss da jetzt noch eine Schippe drauflegen. Jetzt zu sagen: Wenn wir so weitermachen, dann kommen die Ergebnisse von alleine, wäre ein Fehler.“
 
Ich würde sagen, sie müssen ihre Chancen besser nutzen!

Kurzfristig!

Das sehe ich anders. Kopf hochnehmen, realisieren, dosieren lernen, zur richtigen Zeit die Akzente setzen, anfangs mit aller Konsequenz auch ruhig mal dem Gegenspieler auf die Socken gehen, weil, man will ERFOLG!

Hinten nix zulassen und Vorne 3 schießen!

:tnx: Mittel- bis langfrsitig! :daumen:
 
Das sehe ich anders. Kopf hochnehmen, realisieren, dosieren lernen, zur richtigen Zeit die Akzente setzen, anfangs mit aller Konsequenz auch ruhig mal dem Gegenspieler auf die Socken gehen, weil, man will ERFOLG!

Hinten nix zulassen und Vorne 3 schießen!

Hat Sokratis getan. Dann fiel das 0:1 ;-)....

Es geht nun mal nicht - zumindest nicht bei Spielen auf Augenhöhe - vorne und hinten hui.

Werder wird aller Wahrscheinlichkeit weiter sehr offensiv agieren und damit auf eine starke Defensive verzichten. Ich erhoffe mir, dass Schaaf auch mal etwas defensiver agieren lässt. War in Dortmund ja auch schon so...das defensive Positionsspiel ist bei Werder definitiv nicht schlecht. Dies kann man eigentlich nicht übersehen (ist natürlich immer eine Frage des Anspruchs), aber andere Mannschaften gerade der BVB und H96 können auch Fußball spielen...
 
Das ist der Punkt, der mir auch sauer aufgestoßen ist bzw. immer noch sauer aufstößt. Warum schafft man es nicht, ein Ergebnis auch mal zu verwalten? Warum können Werder- Mannschaften das seit Jahr und Tag nicht? Und auch ich glaube, dass wir uns gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel deutlich schwerer tun werden als gegen Dortmund und Hannover auswärts.

zu 1...vielleicht weil man eben 3 Punkte statt einen holen wollte. Warum sollte man sich mit einem zufrieden geben. Gerade nach dem Spielverlauf wäre es Quatsch gewesen....

zu 2...warum sollte das so sein? Gegen den nicht schwachen HSV hat man ziemlich klar gewonnen...
 
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