Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Weils gerade so lustig ist.

Thema Unternehmen:

Wenn ein (Börsen-)Unternehmen seine genannten Zielerwartungen nicht erreichen kann, "straft" man(Händler) das ab, indem man seine Aktien verkauft. Wäre schon lustig, wenn sie ein Broker stattdessen in die Ecke setzt und heult, dass die doch x Mio Gewinn versprochen hätten.
Wer also das Wort der Geschäftsleitung auf die Goldwaage legen will, sollte auch konsequent sein und seine Dauerkarte verscherbeln oder es wie Otto-Normal-Wertpapierinhaber machen : Aussitzen

Du willst doch nächstes Jahr nur ne Dauerkarte bekommen!:lol::lol::lol:
 
Du weißt doch auch, wie es abläuft. Ein neuer Spieler wird sofort eingflogen und ist Stunden später im Training. Vereinsführungen stellen Trainern Ultimaten usw.
Dass im Fussball alles schneller geht ist doch erst Recht ein Argument, TS' Rolle zu prüfen, meine Meinung.

Ich kopier nochmal einen Ausschnitt aus einem alten Spiegelartikel. Passt gerade so gut:

Quelle: Spiegel "Die Erfindung des Supercoachs"

"...Die Trainer sind die wichtigsten Angestellten der Vereine, ihre Bedeutung wächst. In der vergangenen Saison wurden nur vier Erstligatrainer vorzeitig entlassen, weniger waren es noch nie. In dieser Saison sind es auch erst zwei. Es gibt Studien, die belegen, dass rasche Trainerwechsel den Vereinen eher schaden und nur Kosten verursachen. "Es ist das Hauptproblem unserer Gesellschaft, dass man zu lange nur auf den kurzfristigen Erfolg geschaut hat, ob bei den Banken oder beim Fußball", sagt Magath. Inzwischen aber sprechen Vereinsbosse ganz selbstverständlich von "Konzepten" und "Philosophie" und benutzen sogar Vokabeln wie "Nachhaltigkeit", als wären sie Vorstandsvorsitzende von Windkraft-Unternehmen..."

Im übrigen ist es natürlich völlig legitim Schaaf in Frage zu stellen, man sollte nur nicht auf die Wirtschaft verweisen. Der Vergleich hinkt ganz einfach.
 
Dass im Fussball alles schneller geht ist doch erst Recht ein Argument, TS' Rolle zu prüfen, meine Meinung.

TS Rolle prüfen wir schon lange. Bei aller Sturheit und Ignoranz, die wir ihm vielleicht vorwerfen können - wo sind die wirklichen Alternativen?

Letztlich hat er immer die Kurve und noch eine gute Saisonplatzierung hingekriegt. Wie überhaupt unter TS wohl die besten Werder-Jahre aller Zeiten stattgefunden haben. Nur - geht es ewig gut? Die Nagelprobe dafür könnte in den nächsten Wochen kommen, sofern die ersten Rückrundenspiele den üblichen Verlauf nehmen sollten.
 
Also Leute Transfertheater ist vorbei!!! Bin auch nicht glücklich drüber aber jetzt gilts. Ärmel hochkrempel denn da sind auch wir als Fans gefordert!!! Pro Schaaf Pro Allofs Pro Mannschaft!!!

Das ganze gejammer nützt doch nichts! Wir müssen (und werden) daraus lernen und weiter gehts!!!

Wir? An uns hat es ja bisher nicht gelegen das es so grottig läuft. Aber wenn weiter diese Mär erzählt wird von dem "ach so armen" SVW dann werde ich in Zukunft das Lied von dem armen Fan anstimmen und mein Geld auch mal unter Verschluss halten:wild:
 
Jeder Supermarkt hat doch mittlerweile einen Meckerkasten. So etwas bräuchte Werder auch, da es mir eine echte Herzensangelegenheit ist, bei TS zu fordern dass Frings nicht wieder auf der 6 spielen darf.
Das die beiden das auch icht mal von alleine einsehen. Frings ist normal wirklich ein super Spieler, aber durch sein aufstellen auf der 6 wird die ganze Mannschaft geschwächt.
Wenn Du das lesen solltest, werter TS, lass Dir das doch bitte nochmal durch den Kopf gehen. Es ist ja nicht nur das TF kein allzu guter 6er ist, wir brauchen ihn doch auch im rechten Mittelfeld.
Ferner wärst Du, lieber TS, vernantwortlich dafür, wenn ich am Samstag 60 Jahre vor meiner Zeit hat Herzversagen sterbe.
Erlkönig
 
Zitat von Erlkönig;231606:
Jeder Supermarkt hat doch mittlerweile einen Meckerkasten. So etwas bräuchte Werder auch, da es mir eine echte Herzensangelegenheit ist, bei TS zu fordern dass Frings nicht wieder auf der 6 spielen darf.
Das die beiden das auch icht mal von alleine einsehen. Frings ist normal wirklich ein super Spieler, aber durch sein aufstellen auf der 6 wird die ganze Mannschaft geschwächt.
Wenn Du das lesen solltest, werter TS, lass Dir das doch bitte nochmal durch den Kopf gehen. Es ist ja nicht nur das TF kein allzu guter 6er ist, wir brauchen ihn doch auch im rechten Mittelfeld.
Ferner wärst Du, lieber TS, vernantwortlich dafür, wenn ich am Samstag 60 Jahre vor meiner Zeit hat Herzversagen sterbe.
Erlkönig

Also manchmal glaube ich wenn ich hier so manches lese...boah ich spüre wie meine Sachlichkeit zu weichen droht.

Ist das dein Ernst was du da schreibst? Oder ist das Ironie und Galgenhumor in Höchstform?

Nimm ne Kerze, schnapp dir ein paar andere .... öh...Gleichgesinnte, geh ganz früh zum Stadion und sing ganz sanft:"Lieber Thomas, Lieber Thomas, schläfst du noch?"

Ich weiss nicht wie oft hier schon gefordert worden ist den Baumann endlich durch Frings zu ersetzen weil er ja so toll auf der Sechser Position spielt. Du hast bestimmt auch dazu gehört. Jetzt macht er einmal einen Fehler da...

Eigentlich ist es so sinnlos das hier zu schreiben...:rolleyes:
 
Auf jeden Fall sollte TS endlich mal vernünfige Ecken und vernünftiges Defensivverhalten trainieren lassen. Das läuft schon seit Jahren total mies (okay, bis auf wenige Ausnahmen bei den Ecken). Es liegt ja nicht nur an den Spielern, man muss als Trainer auch mal was verbessern können.
 
Zitat von Erlkönig;231606:
Jeder Supermarkt hat doch mittlerweile einen Meckerkasten. So etwas bräuchte Werder auch, da es mir eine echte Herzensangelegenheit ist, bei TS zu fordern dass Frings nicht wieder auf der 6 spielen darf.

Da dieses Argument (ich zahle Geld, dann darf ich auch was einfordern) immer wieder kommt, drängt sich mir doch die Frage auf, ob viele ihre Eintrittsgelder tatsächlich dafür zahlen, ihren Lieblingsclub zu sehen oder doch eine Dienstleistung erwarten, sprich: Mach mich glücklich, ich hab dich bezahlt!

In diesem Fall empfehle ich, das Geld lieber für eine Massage oder einen Eisbecher auszugeben, da kann man das Glücklichsein sogar einfordern, Meckerkasten inbegriffen.

Vielleicht sollten wir es mal auf anderem Wege versuchen zu erklären:

Angenommen Werder Bremen wäre eine AG und angenommen all das was du für den Verein im Jahr ausgibst, wird in Aktien wiedergegeben.
Ich denke im Durchschnitt geben viele 50 Euro im Monat aus. Einige mehr, einige weniger. Sind 600 Euro im Jahr. Anteilsmässig von 112 Mio Umsatz macht das ein Stimmrecht von 0,00054%. Etwas mager um Forderungen zu stellen, oder?
Bleiben wir also dabei:
Im Forum kann man gerne loben, kritisieren, wünschen.
Forderungen sollten wir dann doch schon denen überlassen, die wirklich Gewicht in der Gesellschaft Werder Bremen haben.
 
Wir? An uns hat es ja bisher nicht gelegen das es so grottig läuft. Aber wenn weiter diese Mär erzählt wird von dem "ach so armen" SVW dann werde ich in Zukunft das Lied von dem armen Fan anstimmen und mein Geld auch mal unter Verschluss halten:wild:

das tun ja schon einige, wenn ich mir anschaue, wie das Interesse an Werder zusehens schwindet. In Kneipen, in denen vor 2 Jahren drangvolle Enge herrschte, kriegst du heute locker Platz bei Spielen. Die echten Auswirkungen werden wir zum Beginn der neuen Saison sehen, bin gespannt, wieviel Dauerkarten über den Tresen gehen; und wie das von der Geschäftsführung begründet wird.

Als ich Born gehört habe (der Vergleich der Zuschauereinnahmen SVW vs HSV), ist mir der Kamm geschwollen.

Kein anderer Bundesligaverein hat eine auch nur annähernd so bescheidene Infrastruktur in seinem Umfeld. Für auswärtige Zuschauer ist die Anreise zum Stadion eine Zumutung. Wenn du mehr Einnahmen erzielen willst, mußt du auch mehr leisten. Das ist alles in den letzten 4 Jahren versäumt worden. Die einzigen, die Profitieren, ist der Projektentwickler, der dann seinen dritten Entwurf für 60 Mio an den Mann bringen konnte. Das ist großes Kino...
 
Kein anderer Bundesligaverein hat eine auch nur annähernd so bescheidene Infrastruktur in seinem Umfeld. Für auswärtige Zuschauer ist die Anreise zum Stadion eine Zumutung. Wenn du mehr Einnahmen erzielen willst, mußt du auch mehr leisten. Das ist alles in den letzten 4 Jahren versäumt worden. Die einzigen, die Profitieren, ist der Projektentwickler, der dann seinen dritten Entwurf für 60 Mio an den Mann bringen konnte. Das ist großes Kino...

Wir kommen zwar etwas vom Kurs der eigentlichen Diskussion ab, doch möchte ich daran erinnern, wie es in den 90er-Jahren aussah. Wie oft saß man - auch unter Ottos erfolgreicher Regentschaft - in einem zugigen Weserstadion, in welchem sich regelmäßig weniger als 20.000 Zuschauer verloren?

Es wurde nicht nur unzureichend in die Mannschaft investiert, es wurde auch ein total unwirtschaftliches Stadionprojekt vorangetrieben. Mich beschleicht in Sachen Stadionausbau/-umbau das ungute Gefühl, als wollten sich einige Vorstandsherren, die nächstes Jahr abtreten werden, selbst ein Denkmal setzen.

Angenommen, Werder verlöre den Anschluss an die aktuelle Top-5 der Liga und riskierte einen Umbruch, der naturgemäß "Jahre voller Frust" mit beinhalten würde, dann stünde man schneller als man gucken kann wieder in einem halbvollen Rund. Werder hat einfach kein Umfeld, das auch in sportlich schwierigen Zeiten 35.000 Zuschauer garantiert.

Wieso hat Werder es den Gladbachern nicht nachgemacht? Gladbach hat verhältnismäßig wenig für eine reine Fußballarena investiert (ca. 90 Mio), die an einer strategisch günstigen Stelle steht. Immer noch besser als alle zehn Jahre zig Millionen aufzubringen, um den Flickenteppich Weserstadion modern zu halten.

Zurück zu Schaaf:

Ich bin längst nicht mehr unumstößlich pro Schaaf, dazu stehe ich. Wenn ich ihn schon im Interview sehe, fange ich an zu gähnen und denke: "Was nun, Herr Meistertrainer??? Ach, die alte Phrase wieder... Wie einfallsreich..." Er ist in etwa so durchschaubar wie die Mannschaft.
 
Zurück zu Schaaf:

Ich bin längst nicht mehr unumstößlich pro Schaaf, dazu stehe ich. Wenn ich ihn schon im Interview sehe, fange ich an zu gähnen und denke: "Was nun, Herr Meistertrainer??? Ach, die alte Phrase wieder... Wie einfallsreich..." Er ist in etwa so durchschaubar wie die Mannschaft.

Hab ich was verpasst? Sind das nicht die gleichen Phrasen wie 2000, 2001, 2002, 2003, 2004.....?

Konnte da keine Kritik an seinen Interviews erkennen. Ganz im Gegenteil: es gibt einen prallgefüllten Forumsthread mit seinen amüsanten, aber wertlosen Phrasen. Damals wurde er für seinen trockenen Umgang mit der Presse gefeiert.

Schaaf ist dazu da, eine Mannschaft zu trainieren und nicht uns in Interviews zu unterhalten.
 
Wir? An uns hat es ja bisher nicht gelegen das es so grottig läuft. Aber wenn weiter diese Mär erzählt wird von dem "ach so armen" SVW dann werde ich in Zukunft das Lied von dem armen Fan anstimmen und mein Geld auch mal unter Verschluss halten:wild:

Das wird der SV Werder sicher verkraften können.

Findest du nicht das es besser wäre sich mit dem Thema Finanzen auseinanderzusetzen und darüber nachzudenken wie und warum es so kommen konnte, oder ob, anstatt so ein Aussage zu machen?
 
Schaaf ist dazu da, eine Mannschaft zu trainieren und nicht uns in Interviews zu unterhalten.

Wobei ein Gramm Öffentlichkeitsarbeit dennoch dazugehören sollte. Eben und auch wegen der Fans.

Dass wir diesen Aussagen nicht zu viel Bedeutung geben sollten, ist die eine Seite und natürlich richtig. Die andere Seite ist, dass das, was Schaaf da sagt und wie er es sagt, zu oft der Art und Weise ähnelt, wie die Mannschaft sich auf dem Platz präsentiert.

"...Die Trainer sind die wichtigsten Angestellten der Vereine, ihre Bedeutung wächst. In der vergangenen Saison wurden nur vier Erstligatrainer vorzeitig entlassen, weniger waren es noch nie. In dieser Saison sind es auch erst zwei. Es gibt Studien, die belegen, dass rasche Trainerwechsel den Vereinen eher schaden und nur Kosten verursachen. "Es ist das Hauptproblem unserer Gesellschaft, dass man zu lange nur auf den kurzfristigen Erfolg geschaut hat, ob bei den Banken oder beim Fußball", sagt Magath. Inzwischen aber sprechen Vereinsbosse ganz selbstverständlich von "Konzepten" und "Philosophie" und benutzen sogar Vokabeln wie "Nachhaltigkeit", als wären sie Vorstandsvorsitzende von Windkraft-Unternehmen..."
Im übrigen ist es natürlich völlig legitim Schaaf in Frage zu stellen, man sollte nur nicht auf die Wirtschaft verweisen. Der Vergleich hinkt ganz einfach.

Nachhaltigkeit, Kontinuität - alles in Ordnung! Vollste Zustimmung. Nur bleibt manchmal die Frage, ob sich Dinge nach gewisser Zeit abnutzen oder nicht. Das hängt dann einerseits vom Trainertyp ab und andererseits von denen, die ihn gewähren lassen. Und Schaaf ist ja nicht - wie Magath üblicherweise bei seinen Vereinen - erst maximal 2,5 Jahre im Amt.

Der Vergleich mit der Wirtschaft hinkt tatsächlich mächtig, wenn Du damit Konzerne oder Banken meinst. In Bezug auf Dienstleistungs - und Handwerksbetriebe sieht das allerdings schon wieder anders aus. Dort sind durchaus Parallelen zu finden.
 
Wie oft wurde eigentlich schon erwaehnt, dass die Theorie des "Abnutzens" nicht greift.

Wie alle andere Mannschaften hat/te unsere Mannschaft einen grossen Turnover. Das bedeutet, dass die wenigsten Spieler mehr als drei Jahre unter Schaaf trainiert haben. Es ist also voellig egal, ob TS oder irgendein anderer Trainer 8 oder 2 Jahre den Verein trainiert.
 
Ich möchte an dieser Stelle mal die Einschätzung von dkbs hier aus einem anderen Fred einstellen. Da ist auch viel Potential drin um kritische Fragen bzgl. TS zu stellen:

Ich bin sehr enttäuscht.
Der Sieg gegen Dortmund war sicher sehr erfreulich. Was sich aber sehr relativiert angesichts des Spiels gegen Bielfeld.
Denn zum einen war Werder auch gegen Dortmund kurz davor, eine Enttäuschung hinzulegen, denn wenn Dortmund das 2:0 gemacht hätte, wäre das Spiel wohl entschieden gewesen und man hätte ähnliche Fragen stellen müssen wie jetzt nach dem Spiel gegen Bielefeld.
Zum anderen frustriert es auch gerade besonders, zu sehen, zu welchen konzentrierten Leistungen, zu welchem Druck Werder wenigstens phasenweise in der Lage ist - zweite Halbzeit Dortmund - und dann zu sehen, wie orientierungslos und letztlich desolat Werder gegen Bielfeld auftritt.
Das ist für eine Manschaft mit den Ambitionen Werders absolut indiskutabel.

In vielerlei Hinsicht ist Fußball meiner Meinung nach vergleichbar mit Strategiespielen wie Schach. Auch hier kommt es auf spielerische Stärke, auf planerisches Vorgehen, auf Staffelung im Raum und auf mentale Stärke an.
Werder kommt mir regelmäßig - was nicht "immer" heißt - vor wie ein Schachspieler, der früher einmal seine Gegner mit schönen Kombinationen vom Brett gefegt hat. Der aber - vielleicht in einer Mischung aus
Überheblichkeit und Alkoholismus - inzwischen nicht mehr nachdenkt, sondern dessen Elan inzwischen darin besteht, innerhalb kürzester Zeit planlos alle seine Figuren vorzuziehen und in der gegnerischen Hälfte zu postieren, wo jeder halbwegs versierte Gegner mit normalem, sauberem Spiel kurzen Prozess macht.
Am Ende, im vorletzten Zug oder so, macht unser ehemaliger Spitzenspieler dann auch noch einen Fehler, weil er den Zug übersieht, mit dem er das Matt gerade noch verhindert hätte. Dann ärgert er sich furchtbar über diesen Fehler statt zu sehen, dass seine Spielauffassung auf den Hund gekommen ist

Man kann natürlich nach dem gestrigen Spiel irgendwelche kritischen Schiedsrichterentscheidungen thematisieren oder die ganzen verletzten Spieler Werders ins Feld führen. Es ist sicher richtig, dass damit die Chancen geringer werden, dass Werder gewinnt.
Aber Tatsache ist auch, dass gestern Messi, Superman oder Jesus Christus auf den Platz hätten stehen können, und es wäre prinzipiell nicht anders gewesen.
Das ganze Team war ein einziger Hühnerhaufen. Sicher immer in Bewegung, aber das sind aufgescheuchte Hühner auch.
Die Steffelung der Mannschaft ist eine Katastrophe. Hinten ist die Bremer Hälfte immer sperrangelweit offen, sodass jeder Ballverlust zu einer Großhance führen kann. Sicher war der von Frings blöd, ärgerlich usw. Aber das eigentliche Problem Werder Bremens besteht nicht darin, sondern darin, dass ein Ballverlust im Mittelfeld, noch nichtmal innerhalb eines vielversprechenden Angriffs, so einfach zu einem Gegentor führen kann.

Wenn es wenigstens so wäre, dass die offene Defensive, wie früher, kompensiert würde von Druck nach vorn. Aber nichts. Ich kann mich im gestrigen Spiel an keine einzige herausgespielte Torchance erinnern, und selbst wenn ich eine oder zwei vergessen haben sollte, ändert das nichts am Grundproblem.
Ein Offensivspiel, wie es Werder vorhat, verlangt zu allererst nach einer Ballsicherheit, wie sie gestern von keinem Spieler zu sehen war.
Es verlangt wenigstens nach einem Minimum an Ordnung und Struktur. Auch diese war nicht zu sehen.
Von Kreativität erst gar nicht zu reden. Es wechseln sich ab Verlegenheits- und Sicherheitspässe auf der einen Seite, die daraus resultieren, dass das Spiel ohne Ball eine Katatsrophe ist und auf reinem Zufall basiert. Und auf der anderen Seite gibt es so ne Art Verzweiflungsaktionen, wo der Ball wie wahrscheinlich geplant direkt weitergeleitet wird, wo der schnelle Weg nach vorne gesucht wird, was aber gestern so gut wie immer verpuffte, weil das jeweilige Spieler der Einzige zu sein schien, der diese Idee hatte, aber keine Sau auf die andere eingeht.

Sicher war das gestern nur ein Spiel. Aber es war eben keine Ausnahme. Früher gab es ein, zwei Spiele dieser Art pro Saison, weil Werders Spielweise natürlich gewisse Risiken beinhaltete, weil sie eine gewisse Fallhöhe hat, wenn das Spiel nicht funktioniert, weil sie anfällig ist für Gegner, die gut auf Werder eingestellt sind.
Aber diese Saison gibt es immer wieder solche Spiele und das ist sehr, sehr bedenklich und auch der immerhin noch mittlere Tabellenplatz darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass solche Leistungen wie gegen Bielefeld, in Karlsruhe oder in Gladbach zum schlechtesten gehören, was man in der Bundesliga bieten kann. Selbst die ganzen Abstiegskandidaten sind Werder in punkto Spielführung überlegen und für Werder jederzeit eine Gefahr, wenn Werder nicht gerade einen Glanztag erwischt oder, was noch seltener vorkommt, sich auch dann zu einer vernünftigen Leistung aufrafft, wenn man keinen Glanztag hat. Aber gerade letzteres ist unbedingte Notwendigkeit für eine Mannschaft mit Ambitionen.

Es ist mir letztlich egal, an wem das alles festzumachen ist. Aber solange Werder weiterhin Niederage um Niederlage an individuellen Fehlern und den Spielern, die sie machen, festmacht, sehe ich keine Besserung. Ein Beispiel: Wenn Tosic eins ums andere Mal überlaufen wird oder falsch, d.h. in der Regel zu offensiv, steht, kann man ihn natürlich mit Fünfen in der Benotung überziehen. Kein Problem. Aber die Frage lautet doch, warum Tosic immer am falschen Ort rumturnt. Wer hat ihm das gesagt? Und wenn es ihm keiner gesagt hat, warum tut er es trotzdem? Und warum gibt es diesbezüglich, wie bei der gesamten Manschaft, keinen Lerneffekt gegenüber solchen Spielen wie gestern zu sehen? Und wenn es keinen solchen Lerneffekt gibt, warum spielen solche lernresistenten Spieler jedes Mal?
Ich bin kein Freund populistischer Parolen, aber genau an diesem Punkt muss man tatsächlich langsam sagen, dass es mit irgendwelchen Nachwuchsspielern gar nciht mehr schlechter laufen kann, sondern dass ein sichtbares Zeichen eben ein sichtbares Zeichen sein könnte, dass man sich das Verhalten, dass immer wieder bei Werderspielen zu sehen ist, einfach nicht mehr gefallen lässt.
Und ohne das personalisieren zu wollen oder irgendwelche Konsequenzen in den Raum stellen zu wollen, muss man hier auch den Trainer in die Verantwortung nehmen. Er muss beantworten, warum sich Werders Spieler regelmäßig derart dumm auf dem Platz verhalten. Und wenn es alles anders geplant war und sich die Spieler nicht daran halten, warum es nicht gelingt, notwendige Anweisungen von A nach B zu bekommenl. Zum Trainerjob gehört es nämlcih nicht nur zu wissen, wie es richtig wäre, sondern das auch zu vermitteln.

Für diese Saison sehe ich relativ schwarz. Da hilft auch nicht der Vergleich mit 04/05, als Werder nur 2 Punkte mehr hatte. Denn damals hatte Werder eine intakte Mannschaft, die einen Anpassungsprozess zu meistern hatte und dies ja auch schaffte.
Ich sehe im Moment außer Durchalteparolen wie "Ein Erfolgserlebnis muss her" keine Handhabe zur Hoffnung. Und selbst die oben erwähnte ist wenig wert, denn Werder hat ja immer wieder Erfolgserlebnisse, aber auf jedes dieser Erfolgserlebnisse folgt ein schlimmer Rückschlag, als hätte es den Sieg davor nicht gegeben und als finge die Mannschaft jedes Mal bei Null an.
Meiner Meinung nach ist über kurz oder lang eine Umorientierung notwendig. Die Art Fußball zu spiele, die Werder pflegt, ist erkennbar in der Sackgasse, auch wenn nicht jedes Spiel schlecht ist. Seit langer Zeit ziehen sich Schwächen durch Werders Spiel, die in diesem Jahr eben auch ergebnismäßig voll durchschlagen. Vielleicht ist das ein Seuchenjahr, nach dem es normal weitergeht, aber ich glaube nicht daran (schon deshalb nicht, weil es nicht mehr nur Bayern und Schalke als potentielle Spitzenmannschaften und Konkurrenten für Werder gibt).
Meiner Meinung muss hinterfragt werden, ob man bei der Entwicklung der Mannschaft die richtigen Weichen gestellt hat: Möglicherweise hat man zu viel in Offensive und Jugend insvestiert und zu wenig in Defensive und Erfahrung.
Möglicherweise hat man auch den Punkt verpasst, wo man eine Umorientierung in die Wege hätte leiten sollen. Denn auch die innovativen Ideen und Spielweisen verbrauchen sich irgendwann mal, sei es, weil sie sich von innen heraus überleben, d.h. nicht mehr mit Leben gefüllt werden, sondern nur noch mechanisch und äußerlich reproduziert werden können. Sei es, weil sich die Welt um sie heraus verändert. Mit der Folge, dass vielleicht die Zeit etwas über Werders Fußball hinweggegangen ist. Heute ist Defensive zum Beispiel so wichtig, dass Werders Spielweise allein deshalb möglicherweise an Wirkung einbüßt.
Oder sei es, weil sich die Gegner ganz einfach auf Werders Spiel eingestellt haben. Das ist nämlich eindeutig der Fall.
Die bescheidensten Vereine wie Gladbach, Karlsruhe oder Bielefeld wissen mittlerweile, wie man gegen Werder spielen muss und das Schlimme ist, dass das gar nicht schwer ist, sondern dass es einfach darauf ankommt, Werder keinen Raum zum Spiel zu geben, ihnen wenn möglich auch die Lust zu nehmen und ansonsten gut aufzupassen und auf die Fehler zu warten, die zwabgsläufig kommen werden, weil die statistisch ungefähr ein halbes Tor wert sind.

MFG dkbs
 
Wie oft wurde eigentlich schon erwaehnt, dass die Theorie des "Abnutzens" nicht greift.

Wie alle andere Mannschaften hat/te unsere Mannschaft einen grossen Turnover. Das bedeutet, dass die wenigsten Spieler mehr als drei Jahre unter Schaaf trainiert haben. Es ist also voellig egal, ob TS oder irgendein anderer Trainer 8 oder 2 Jahre den Verein trainiert.

Du musst das mal anders sehen!
Ich hatte es schon öfter erwähnt. Denn es geht hier nicht um die Spieler, sondern um Taktik, System, Spielweise. Dass wir mittlerweile derart ausrechenbar geworden sind und die meisten Gegner genau wissen, wie sie uns schlagen können, ohne die besseren fussballerischen Mittel zu haben, ist ein Problem derer, die das vorgeben. Nämlich der sportlichen Leitung. Nur das setzen die Spieler im grossen Ganzen um, würden sie es nicht tun, wär`s ja noch schlimmer. Den Anteil der Spieler auf dem Platz in dieser Hinsicht benenne ich etwa bei 25%.
 
Okay, da habe ich Dich falsch verstanden. Du meinst also nicht, dass sich TS bei den Spieler abgenutzt hat, sondern, dass sich unsere Spielweise/taktik abgenutzt hat.

Gut, dass macht mehr Sinn.

Zustimmen kann ich dem allerdings auch nur bedingt, weil ich nicht glaube, dass unsere Gegner uns heute besser kennen als Sie uns 2007 oder 2004 kannten. Spaetestens in der Rueckrunde 2004 wussten alle Gegner wie wir spielen, und auch damals haben unsere Gegner hinten drin gestanden und auf Konter gespielt.

Ich bin nach wie vor fest davon ueberzeugt, dass wir mit unserem System erfolgreich spielen koennen, und mit unserem Kader dieses System spielen sollten.

Nur in Sachen Umsetzung unterscheiden wir uns im Vergleich zu den letzten Jahren dramatisch.
 
Du musst das mal anders sehen!
Ich hatte es schon öfter erwähnt. Denn es geht hier nicht um die Spieler, sondern um Taktik, System, Spielweise. Dass wir mittlerweile derart ausrechenbar geworden sind und die meisten Gegner genau wissen, wie sie uns schlagen können, ohne die besseren fussballerischen Mittel zu haben, ist ein Problem derer, die das vorgeben. Nämlich der sportlichen Leitung. Nur das setzen die Spieler im grossen Ganzen um, würden sie es nicht tun, wär`s ja noch schlimmer. Den Anteil der Spieler auf dem Platz in dieser Hinsicht benenne ich etwa bei 25%.

Naja, das sehe ich anders!
Oder glaubst Du etwas, das TS seinen Jungs vorm Bielefeld-Spiel gesagt, dass sie bloß nicht zu viel laufen sollen? Und dass sie nicht in die Zweikämpge gehen sollen, weil man nicht noch mehr Verletzungen riskieren will.
Ich würde eher sagen, dass die Spieler NICHTS von dem umsetzen, was die sportliche Leitung fordert!
Allerdings gebe ich Dir in soweit recht, als dass unser Spielsystem an sich mittlerweile scheinbar zu ausrechenbar zu sein scheint. Wobei sich hier dann schon wieder die Frage stellt, ob es wirklich das System ist, oder ob´s nicht doch die Spieler sind, die es nicht umsetzen....
Ach, ein Teufelskreis ist das....;)
 
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