SOllte es das sein, dann nehm ich meinen Beitrag zurück.
Es ist schwierig, in der derzeitigen Situation die unqualifizierten Beiträge vieler Foren-User hier noch überspitzter und sinnbefreiter zu formulieren. Unter Umständen hätte ich nicht auf Smileys verzichten sollen, die meinen Post entlarven, um Missverständnissen vorzubeugen
Wirklich ernsthafte Vorschläge für Trainer, die besser passen würden, habe ich übrigens auch noch nicht gelesen.
Eilts wurde viel gefordert. Immer noch? Ne! Und das sicher nicht nur, weil er jetzt bei Hansa unterschrieben hat. Einige der Leute, die Eilts gefordert haben, kritisierten Schaaf auch wegen zu späten Auswechslungen oder weil er in kritischen Situationen im Spiel (Rückstand zum Ende der Partie) nicht offensives Risiko geht. Hat jemand mal Spiele der U21 wirklich verfolgt als Eilts noch Trainer war? Ganz sicher keine der Personen, die ihn aufgrund der von mir aufgeführten Kritikpunkte als neuen Trainer hier gefordert haben.
Offensichtlich gibt es ein mentales Problem in der Mannschaft. Sicherlich ist der Trainer dafür zuständig, die Spieler auch gegen "kleinere" Mannschaften zu motivieren. Aber glaubt auch nur irgendeiner, dass (nur als Beispiel) ein Slomka oder Eilts die Mannschaft dermaßen kitzeln kann, plötzlich alles zu geben? Entweder der Trainer erreicht die Mannschaft oder er erreicht sie nicht. Würde er sie nicht erreichen (ich hasse diese Phrase, aber sie passt am besten und jeder weiß, was gemeint ist), dann wären die Spiele gegen starke Mannschaften (Bayern, Hoffenheim, Hertha, Inter) völlig anders gelaufen.
Das Problem ist in den Köpfen der Spieler, die anscheinend der Meinung sind, es wird schon laufen. Vielleicht sind sie satt? Vielleicht auch einfach zu sehr von ihren Fähigkeiten überzeugt? Vielleicht glauben sie, es würde immer spielerisch zu lösen sein anstatt zu kämpfen, was natürlich die körperlich bequemere Lösung wäre. Genau DAS muss aus den Köpfen raus und ob da jetzt ein Schaaf steht oder ein Slomka oder ein Eilts und sich einen Wolf redet, dass die Spieler wieder erstmal kämpfen und arbeiten müssen, bevor sie anfangen dürfen zu zaubern, ist (meiner Ansicht nach) völlig schnurz.
Es ist gut, dass sich die sportliche Leitung nicht von der Panikmache anstecken lässt. Ich kann verstehen, dass man in der jetzigen Situation nicht zufrieden ist und ich kann auch die Argumente verstehen, die für einen Trainerwechsel sprechen. Ich kann ebenfalls verstehen, dass teilweise langjährige Werderfans, die in den "schlimmen" Jahren nach König Otto gelernt haben, geduldig zu sein, nach vielen Jahren des Erfolgs unter Schaaf langsam aber sicher einen Neubeginn auf der Trainerbank fordern.
Schlimm finde ich lediglich, wie von einigen Leuten versucht wird, diese Entwicklung zu forcieren. Fast schon von den ersten Spielen an wurde Meinungsmache betrieben, oftmals auf ziemlich niedrigem Niveau, oftmals sicher auch von Pseudo-Fans, die mit dem Erfolg kamen. Aber darum geht es mir nicht, es ist scheißegal, wie lange man Fan ist, aber man sollte in jeder Situation (dafür sind wir ja unterkühlte Norddeutsche) die Ruhe behalten und vor allem den Respekt wahren - vor jedem (Trainer, Spieler, Manager, Fans,...)!